„Sündenböcke und Blitzableiter“ - Eine Untersuchung verschiedener
Zugangsweisen
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung - Themenbeschreibung S.2
2. Zu: „Sozialdemokratie und Antisemitismus“ (August Bebel, 1893)
2.1. Judenfeindschaft im Gewand der Politik 3
2.2. Ursachenbestimmung des Antisemitismus und Herangehensweise 4
2.3. Abschließende Betrachtungen 6
3. Zu: „Emanzipation und Krise - Zur Geschichte der „Judenfrage“ in Deutsch-
land vor 1890“ (Reinhard Rürup, 1976)
3.1. Antisemitismus als neue Form der Judenfeindschaft
3.1.1. Die Frage nach der „Judenfrage“ 8
3.1.2. Der Begriff „Antisemitismus“ und seine Bedeutung 10
3.2. Ursachen für die Entstehung des Antisemitismus
3.2.1. Der Prozess der Emanzipation in seinen drei Phasen 11
3.2.2. Die Emanzipation als Resultat der allgemeinen Umstände 13
3.2.3. Negative Begleiterscheinungen der Emanzipation 13
3.3. Fazit und Kritik
3.3.1. Betrachtungen des Erklärungshorizontes 16
3.3.2. Zum Theorem Reinhard Rürups 18
4. Zu: „Rezension von: Ueber die Ansprüche der Juden an des deutsche Bürger
recht von Fr. Rühs“ (Jakob Fries, 1816)
4.1. Fries und Rürup 22
4.2. Die Rezension von Jakob Fries als eine erste Ideologie des Anti-
semitismus S. 22
5. Abschließende Betrachtungen 26
6. Literaturverzeichnis 30
1
1. Einleitung - Themenbeschreibung
Auf die Frage, wie sich der moderne Antisemitismus entwickelt hat, und ob es grundlegende Unterschiede zu dem Begriff „Judenfeindschaft“ (der ja auch einfach als Übersetzung stehen könnte) gibt, lassen sich verschiedene Erklärungsansätze als Antwort anführen. Die kurze Definition im soziologischen Wörterbuch baut einen Fragenkomplex auf, der anhand historischer Texte untersucht werden soll: Wie und ob überhaupt unterscheiden sich Judenfeindschaft und Antisemitismus und in welcher Zeit wird der moderne Antisemitismus angesiedelt? Unterscheidet er sich grundlegend von früheren Formen des Judenhasses? Wie sind die „historischen, religiösen und psychologischen Ursachen, um Juden als ‚Sündenbock’ und ‚Verschwörer’ zu diffamieren“, gegenein-ander zu gewichten? Werden auch andere Faktoren (etwa gesamtgesellschaftliche oder ökonomische), die den Judenhass begünstigen, in Betracht gezogen? 1 Bei der Analyse der ersten beiden Texte, die im weiteren untersucht werden, sind meine Ausführungen v.a. darauf angelegt, auf welche Weise die jeweiligen Autoren zu einer Theoriebildung über die Entstehung des modernen Antisemitismus aus der Sicht eines Historikers bzw. Zeitgenossen beitragen können. Der Fokus ist also auf die theoretische Fundierung sowie auf die Genauigkeit und Ausführlichkeit ihrer Definitionen des Antisemitismus gerichtet; historische Fakten, die in Texten dieser Art als Hauptargumentation fungieren und an denen entlang man sich zu einer Erklärung des Antisemitismus aus den Geschehnissen selbst hangeln könnte, sollen wenig Beachtung finden. Der zuletzt behandelte Text aus dem Jahre 1816 soll die Theorie des vorangegangenen Textes überprüfen und zeigen, inwiefern diese Theorieführung einer konkreten Übertragung auf ein frühes Textfragment standhält, ohne dabei an Geltung zu verlieren. Es geht einerseits um die Definition und den Begriff „Antisemitismus“ und seine Abgrenzung zu „Judenfeindschaft“ als auch darum, welche gesellschaftstheoretischen Grundlagen der jeweilige Autor als maßgeblich für die Entstehung, Verbreitung und Radikalisierung des Antisemitismus annimmt. Letzteres ist von hohem Interesse, da die Gewichtung der Faktoren und Strömungen der besprochenen Zeit durch den Autor, die seiner Meinung nach besonders mit „modernem“ Antisemitismus zusammenhängen, erkennen lässt, in welcher Richtung er die Ursachen für das Aufleben des Antisemitismus verortet, worauf er Schwerpunkte setzt und welche theoretischen Ebenen er seinen Ausführungen zugrunde legt.
1 Vgl. Hillmann, K.-H.: Wörterbuch der Soziologie. 4., überarbeitete u. ergänzte Aufl. Stuttgart 1994, S. 33
2
Anmerkung zur Zitierweise: Die Seitenzahlen beziehen sich immer auf den in der Teilüberschrift angegebenen Text des jeweiligen Autors.
„Sozialdemokratie und Antisemitismus“ (August Bebel, 1893) 2.
2.1. Judenfeindschaft im Gewand der Politik
Diese von August Bebel auf dem sozialdemokratischen Parteitag im Jahre 1893 vorgetragene Rede in Berlin gilt als einer der ersten Versuche, den Antisemitismus aus seiner gesellschaftlichen und historischen Entwicklung heraus als Problem zu betrachten. Bebel stützt sich auf die Erkenntnis, dass die Judenfeindschaft sich im Laufe der Zeit ge-wandelt habe und die politische Ausformung des Antisemitismus seit 1877 eine besondere Beachtung verdiene.
Bebels Definition von „Antisemitismus“ legt sich nicht genau fest, ob Judenfeindschaft in politischer Ausformung eine „neue“ Tendenz in Deutschland darstellt. Im Sinne der Geschichte der Judenfeindschaft seit ca. 1500 Jahren, also als Judenfeindschaft mit dem Ziel der Vertreibung, Diskriminierung und Ausrottung ist Antisemitismus für ihn keine neue Strömung. Die Verbreitung solch antisemitischer Strömungen sei zeitgleich mit dem Zwang der Juden zur Migration in andere Kulturen zu setzen, wobei vor allem der weitläufige Ausschluss aus dem Wirtschaftsleben und die lange Tradition der religiösen Konkurrenz und Feindschaft des Christentums gegenüber den Juden für Bebel bezüglich der Sündenbockrolle der Juden eine herausragende Funktion habe. Neben diesen beiden Faktoren führt Bebel noch eine rassistische Komponente ein, die vor allem „namentlich bei Menschen auf niedrigerer Kulturstufe vorhanden ist“ (S. 7), aber nicht tiefer abgehandelt wird. Diese erkläre sich ebenso aus der fast zweitausendjährigen Separierung der Juden und der damit verbundenen Aufrechterhaltung ihrer Verschiedenheiten.
Die spezifisch neue Erscheinung der Judenfeindschaft ist für Bebel die antisemitische Partei, welche seinerzeit im öffentlichen Leben und in der öffentlichen Diskussion steht, und deshalb Beachtung durch andere Parteien zugesprochen werden muss. Seitdem ist Antisemitismus für Bebel nicht mehr nur eine gewisse Agitation, „ein Produkt von Schlagworten“ (S. 4), sondern eine nicht zu unterschätzende Bewegung, über welche er in dieser Rede Klarheit zu schaffen versucht. Die Terminologie lässt in diesem Punkt seiner Rede darauf schließen, dass er Antisemitismus und Judenfeindschaft nicht
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explizit begrifflich voneinander trennt, er verwendet die Begriffe als Synonyme. Die politische Formierung des Antisemitismus ist nur ein neuer Aspekt einer alten Feindschaft gegenüber den Juden und kann damit in eine Kontinuität dieses gesellschaftlichen Phänomens eingeordnet und somit gleich benannt werden. Bebel gewichtet den Antisemitismus als eine Erscheinung unter anderen neuen Erscheinungen auf sozialpolitischer und ökonomischer Ebene, wodurch dieser Bewegung zwar keine besondere Beachtung und Bedeutung geschenkt werden solle, Pflicht und Aufgabe der Kritik und Wertprüfung an „Vorkommnissen, die für das öffentliche Leben eine gewisse Berücksichtigung verdienen“ (S. 3) für die SPD aber durchaus bestehe.
Diese Wertprüfung endet mit dem Fazit, dass die Welle des Antisemitismus aufgrund ihres einseitigen politischen Konzeptes des Judenhasses an den zahlreichen Widersprüchen in der antisemitischen Fraktion zerbrechen wird. Die (angeblich zu erwartende) Erkenntnis der Menschen, dass nicht der „kapitalistische Jude“, sondern die Kapitalistenklasse überhaupt der Feind ist, feiert August Bebel als einen Aufschwung des Sozialismus.
2.2. Ursachenbestimmung des Antisemitismus und Herangehensweise
Die politische Formierung des Antisemitismus sei die „natürliche Wirkung und Folge der ökonomischen Zustände“ (S. 12) im Zusammenhang mit der großen wirtschaftlichen Krise von 1873. In den ersten Jahren verdeckte die wirtschaftliche Prosperität der Gründerjahre die sublimen negativen Stimmungen großer Teile der Bevölkerung, welche in der Folgezeit der Krise dann radikal aufbrachen und mit Hilfe von antisemitischen Demagogen wie des Hofpredigers Stoecker schnell in judenfeindliche Bahnen gelenkt und politisiert wurden.
Durch die klare Bezeichnung des Feindes, nämlich des Judentums, wird die vermeintliche Ursache des Übels erkannt und Handlungsfähigkeit vorgetäuscht, falls man die Antisemiten nur wähle. Ihre aggressive Argumentation und Agitation, bestehend aus schon vorhandenen traditionellen Stereotypen und dem stetigen Hinweis auf die aktuelle Präsenz der Juden in kapitalistischen Spitzenpositionen („Jude = Kapitalist“), rufen Neid und Hass v.a. bei Bauern und Handwerkern, aber auch bei christlichen Mitkonkurrenten in Handel und Wirtschaft hervor. Der Antisemitismus wird von Offizieren, Feu-
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daladel, Beamten und Studenten als Mittel der Opposition gegen den Staat und gegen die jüdische Konkurrenz benutzt, welche, wie Bebel anmerkt, aufgrund ihrer asketischen, fleißigen Lebensweise auch tatsächlich „unseren Leuten“ (S. 21)voraus seien. „Der Antisemitismus entspringt der Mißstimmung gewisser bürgerlicher Schichten, die sich durch die kapitalistische Entwicklung bedrückt finden und zum Teil durch diese Entwicklung dem Untergang geweiht sind, aber in Verkennung der eigentlichen Ursache der Lage den Kampf nicht gegen das kapitalistische Wirtschaftssystem, sondern gegen eine in demselben hervortretende Erscheinung richten, die ihnen im Konkurrenzkampfe unbequem wird: gegen das jüdische Ausbeutertum. Dieser sein Ursprung zwingt den Antisemitismus zu Forderungen, die ebenso mit den wirtschaftlichen wie politischen Entwicklungsgesetzen der bürgerlichen Gesellschaft in Widerspruch stehen, also f o r t s c h r i t t s feindlich sind.“ (S. 27)
Bebel basiert seine Erkenntnisse über die Entstehung und Verbreitung des Antisemitismus, neben der von ihm dargestellten Geschichte der Separierung, fast ausschließlich auf der ökonomischen Katastrophe im Jahre 1973, in deren Folge in den Menschen „das Gefühl allgemein [wurde], daß es mit ihnen abwärts gehe“ (S. 12). Die „nicht geringe Zahl großer Geldleute“ (S. 13), das fast ausnahmslose Auftreten jüdischer Händler in Landwirtschafts- und Manufakturbetrieben, welches von Bebel gar nicht geleugnet wird, machten es den Antisemiten leicht, „seine Demagogen schlimmster Art auf den [erfolgreichen] Bauernfang“ (S. 15) zu schicken.
Für Bebel ist der Kapitalismus, in dessen Zuge die Juden ihre verdiente Gleichberechtigung kurzzeitig erlangen konnten, gleichzeitig auch, während und nach der Krise, die Ursache für die Bekämpfung der Juden als Prototyp des Kapitalisten durch die Antisemiten. Die vehemente Einsetzung der Juden für ihre Emanzipation im Zuge des Liberalismus und Kapitalismus sowie die ungleiche Erwerbsstruktur mit enormem Anteil in kaufmännischen Berufen und die damit zusammenhängende Furcht der „arischen Mitkonkurrenten“ (S. 19) vor der „Ausdauer, Zähigkeit und auch Nüchternheit“ (S. 21) der Juden, die tatsächlich eine Avantgarde der deutschen Gesellschaft darstellten, sind für August Bebel die Umstände, die den politischen Antisemitismus hervorgerufen haben.
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2.3. Abschließende Betrachtungen
Diese Aufzeichnungen August Bebels bieten eine gute Möglichkeit, die Auffassungen und Einschätzungen eines erklärten Gegners des Antisemitismus nachzuvollziehen, der mit dieser Rede die SPD offiziell und endgültig dem Antisemitismus entgegenstellen möchte. Als zeitgenössisches Fragment ist diese Schrift ebenso sehr lesenswert wie sie es auch als erster Versuch der Erklärung des Antisemitismus als ein von der gesamtgesellschaftlichen Situation abhängiges Phänomen ist.
Dennoch hat dieser Beitrag Bebels kaum einen Anspruch auf eine genaue Feststellung der Ursachen des Antisemitismus. Eindeutig ist die politische Motivation Bebels zu erkennen, wenn er leidenschaftlich gegen den Antisemitismus argumentiert, dass dieser „eine gegen die natürliche Entwicklung der Gesellschaft gerichtete Bewegung“ (S. 28) sei und an den zahllosen Widersprüchen seines parteipolitischen Programms sowie an der allzu einseitigen Beschränkung auf ein antisemitisches Politikverständnis zerbrechen werde und sogar dem Sozialismus den Zulauf der Wähler garantieren würde - hier zeigt sich Bebels Prognose nur auf kurze Sicht nachvollziehbar. Diese verhängnisvolle Fehleinschätzung der mobilisierenden Funktion des Antisemitismus als politisches Instrument zur Durchsetzung radikaler Kräfte - bis hin zum Nationalsozialismus - ist somit gleichzeitig der Hauptvorwurf, den man nicht nur ihm, sondern auch vielen seiner Zeitgenossen machen könnte. Die Unterschätzung des traditionellen Judenhasses, die Unterbewertung des antisemitischen Potentials haben letztlich ihre fatalen Auswirkungen in der Zeit des Holocaust gehabt.
An Bebels Rede lässt sich weiterhin sehr gut erkennen, wie auch bei erklärten Gegnern des Antisemitismus Vorurteile gegenüber den Juden herrschten und sie, ebenso wie Bebel den Antisemiten vorwirft, als eine separierte Gruppe in der Gesellschaft auffassten (die sie in gewisser Weise auch sind). Dies wird v.a. dann deutlich, wenn er zwischen „unseren Leuten“ und den Juden unterscheidet, von denen manche noch „das Malheur [haben], durch sein Aeußeres aufzufallen, so daß man ihm den Juden schon an der Nase ansieht“ (S. 7). Die auf solche Erläuterungen folgende Heiterkeit im Publikum ist hier ebenso ein Indiz für den unangemessen respektlosen Umgang mit der ernsten Problematik des Antisemitismus als auch für die Verbreitung stereotyper Vorstellungen in weiten Teilen der Gesellschaft. Hinweise dieser Art auf die weitverbreiteten Vorurteile gegenüber der jüdischen Bevölkerung sogar in den Kreisen der „Freunde“ der Emanzipation verarbeitete Daniel J. Goldhagen in seinem Buch „Hitlers willige Vollstre-
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cker“ zu einer umstrittenen Theorie über die Ubiquität antisemitischen Gedankengutes in der deutschen Gesellschaft. 2
Bebel hat sehr gut gesehen, dass die Behandlung der Juden stark mit der Entwicklung des Kapitalismus zusammenhängt; die genauen Zusammenhänge aber von vorhergehender Emanzipation und einer neuen Form von Feindschaft gegenüber der „Verschwörung der Juden“ bleiben unerkannt. Bebel erkennt nicht diese neue Ausgangslage der Judenfeindschaft, die sich nicht nur dadurch auszeichnet, dass sie, wie Bebel meint, politische Agitation betreibt und ansonsten die alte Judenfeindschaft weiterleben lässt. Die Emanzipation und der Kapitalismus haben eine grundlegend andere Situation he-raufbeschworen, als Bebel sie in seiner Kurzgeschichte der Judenfeindschaft darstellt: Der Antisemitismus hat sich in der Transformation der bürgerlichen Gesellschaft ebenso gewandelt. Bebel möchte zwar eine Kontinuität bezeugen, die ich nicht bestreiten möchte. Doch seine Argumentation ist dieser Kontinuität nicht angemessen: Er springt, ohne Beachtung des Prozesses der Emanzipation, von der Geschichte der Juden in die für ihn jüngste Vergangenheit, ohne diesen Prozess des Strebens nach Gleichberechtigung in die gesamtgesellschaftliche Situation und die scheinbare Abhängigkeit dessen von übergeordneten liberalen Tendenzen ausführlich zu besprechen. Die Krise ließ einen Hass aufbrechen, welcher nicht nur die Diskriminierung der Juden, sondern Ausrottung und Auslöschung des „erstarkten“ Judentums überhaupt zum Ziel haben sollte. Die politische Ausformung des Antisemitismus ist nur die Spitze, die sich in Staat und Gesellschaft bohrt; getrieben wird sie von einer gewandelten Selbst-Perzeption der antisemitischen Bewegung, getrieben von der Angst, die Juden nach der Weltherrschaft greifen zu sehen. Dies wird von Bebel nicht angesprochen bzw. bemerkt.
Und letztendlich lässt sich Bebel noch in dem Punkt massiv widerlegen, dass die Judenfeindschaft der letzten 1500 Jahre „... allein schon für die Judenfeinde ein Beweis sei, daß ihre Bestrebungen nicht durchführbar sind, auch dann nicht durchzuführen sind, wenn sie selbst einmal, woran gar nicht zu denken ist, zur Macht gelangen sollten“ (S. 12). Hier irrte er gewaltig.
2 Goldhagen, D. J.: Hitlers willige Vollstrecker. Berlin 1998.
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Johannes Doll, 2002, Sündenböcke und Blitzableiter - Theorien des Antisemitismus, München, GRIN Verlag GmbH
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