Die ablauforganisatorische Eingliederung des Qualitätswesens in die Unternehmen
Inhaltsverzeichnis
1 QUALITÄT IM WANDEL IN ABHÄNGIGKEIT DER
UNTERNEHMENSSTRUKTUR 3
2 QUALITÄTSMANAGEMENT-SYSTEME 4
2.1 ANFORDERUNGEN UND ZIELE 4
2.2 VOM REGELKREIS ZUM QUALITÄTSKREIS 4
3 INSTRUMENTE IM QUALITÄTSORIENTIERTEN
UNTERNEHMEN 6
3.1 QUALITÄTSMANAGEMENT-HANDBUCH 6
3.2 VERFAHRENSANWEISUNGEN 7
3.3 FLOWCHARTS 7
3.4 ARBEITSANWEISUNGEN UND FORMBLÄTTER 7
3.5 SCHULUNG UND EINWEISUNG 7
3.6 QUALITÄTSSICHERUNG 8
3.7 QUALITÄTSAUDITS 8
3.8 ZERTIFIZIERUNG 9
4 ORGANISATIONSPRINZIPIEN IN UNTERNEHMEN 10
5 MUSTER EINER VERFAHRENSANWEISUNG 14
6 QUALITÄTSBEWUSSTSEIN: FAKTOR MENSCH 14
6.1 ZUSAMMENHANG VON FORDERUNG UND LEISTUNG 14
6.2 MOTIVATION 15
6.3 VERANTWORTUNGSBEWUSSTSEIN 16
7 QUALITÄT IST MESSBAR UND LOHNT SICH 16
LITERATURVERZEICHNIS 17
ANHANG 18
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Die ablauforganisatorische Eingliederung des Qualitätswesens in die Unternehmen
1 Qualität im Wandel in Abhängigkeit der
Unternehmensstruktur
Im Laufe der letzten Jahre hat das Qualitätswesen in der Wirtschaft stets an Bedeutung gewonnen und ist heute eines der wichtigsten Merkmale eines qualitätsorientierten Unternehmens. Das einstige Prinzip der Fehlererkennung - reagieren - wandelte sich hin zum Gedanken der präventiven Fehlervermeidung - agieren - um die Auslieferung eines qualitativ hochwertigen Produktes zu gewährleisten. Dieser Wandel vollzog sich aufgrund
1 der Tatsache, dass die vom Markt verlangte bzw. die vom Kunden gewünschte Qualität nicht alleine durch das Prinzip der Fehlererkennung zu erreichen war - der Markt hatte sich vom Anbieter- zum Nachfragermarkt entwickelt. Um diesen neuen und notwendigen Gedanken in die Unternehmen einzubringen und somit die entsprechende Qualität während der gesamten Abläufe der Leistungserbringung sicherzustellen, waren
2 -Systeme (QM-Systeme) erforderlich. Der Grundgedanke von QM-Qualitätsmanagement
Systemen ist die Beteiligung aller Unternehmensfunktionen an der gemeinsamen Absicht der Qualitätserzielung, sowie der Sicherstellung dergleichen. Somit steht jeder einzelne
3 Mitarbeiter in der Verantwortung, dieses Unternehmensziel aktiv mitzugestalten. Mit der Zeit entstanden eine Vielzahl von Qualitätsmanagement-Systemen, die in vielen verschiedenen Formen und Ausführungen branchenspezifisch eingeführt wurde. Um Standards von Qualitätsmanagement-Systemen unterschiedlicher Unternehmen vergleichen zu können, wurden verschiedene internationale Normen eingeführt, welche Anforderungen an die Gestaltung der Abläufe von Unternehmen stellen. Diese sichern die Existenz und Effektivität eines geforderten Qualitätsmanagement-Systems. In der
4 9000 angefertigt, um eine Vereinfachung und Folge wurden die Normen der Reihe ISO
Harmonisierung der vielfältigen Normen- und Forderungskataloge zu bewirken. Im Jahre
5 1987 wurde diese in die deutsche DIN EN ISO 900x - Reihe aufgenommen. Aus heutiger Sicht ist die Eingliederung von Qualitätsmanagement-Systemen für Unternehmen unabdingbar, um die vom Markt geforderte Qualität zu erbringen und somit
6 auszuschließen. Qualitätsmängel
Qualitätsmängel können beispielsweise am Produkt (Maßabweichung), in der Instruktion (fehlerhafte Dokumente), in der Logistik (Quantität oder Termin) oder auch in der Dienstleistung (Beratungsdefizite) auftreten.
1 • Qualität (nach DIN ISO 8402): „Gesamtheit der Merkmale einer Einheit bezüglich ihrer Eignung, festgelegter und vorrausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen.“
• Qualität (nach Gabler): „Güte eines Produkts (Sach- oder Dienstleistung) im Hinblick auf seine Eignung für den Verwender“
• Qualität (nach Ishikawa / Japan): „Conformance to consumer’s requirements“
2 Qualitätsmanagement (nach Gabler): Planung, Steuerung und Überwachung der Qualität eines Prozesses bzw. Prozessergebnisses; umfasst Qualitätsplanung, -lenkung, -prüfung, -verbesserung und -sicherung.
3 Fischer / Seeger / Wassermann (1998, S. 16 ff)
4 ISO: International Organization für Standardization
5 Masing (1994, S. 32 ff)
6 Qualitätsmangel (nach Gabler): Abweichung gegenüber einem Sollzustand
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Die ablauforganisatorische Eingliederung des Qualitätswesens in die Unternehmen
Für die Einführung eines QM-Systems ist eine anfängliche Analyse des Unternehmens notwendig, bei der branchen-, standort- und unternehmensgrößen-spezifische Faktoren zu berücksichtigen sind. So hat beispielsweise ein lateinamerikanisches, landwirtschaftliches Kleinunternehmen differenziertere Anforderungen an das innerbetriebliche Qualitätswesen, als ein Pharmakonzern in den westlichen Industriestaaten.
2 Qualitätsmanagement-Systeme
Die Voraussetzung für die Erfüllung der im Wettbewerb ständig steigenden Qualitätsforderungen ist ein funktionierendes QM-System.
2.1 Anforderungen und Ziele
Die Grundlage aller Anforderungen an ein QM-System ist, dass das Qualitätsmanagement, als übergreifende Managementaufgabe zu betrachten ist. Beim Ausüben dieser Managementaufgabe sollten alle Unternehmensbereiche, Mitarbeiter, Aktivitäten und Dienstleistungen - ganzheitlich - in einen stetigen und kontinuierlichen
7 eingebunden werden. Eine Notwendigkeit besteht auch darin, Verbesserungsprozess
dass die Qualitätspolitik und die Qualitätsziele, wie z.B. Kundenerwartungen, Unternehmensinteressen und gesellschaftliche Forderungen, durch die Geschäftsleitung/ -führung formuliert und kommuniziert werden. Abschließend ist ein Vorhandensein einer klar definierten und dokumentierten Aufbauorganisation (Gliederung, Verantwortlichkeiten) und Ablauforganisation (Prozesse, Verfahrens-/
Arbeitsanweisungen), sowie die Umsetzung der Qualitätsziele absolut notwendig. Das Ziel ist ein Total Quality Management (TQM), unter dem man eine auf der Mitwirkung aller ihrer Mitarbeiter beruhende Führungsmethode einer Organisation versteht, die Qualität in den Mittelpunkt stellt und durch Zufriedenstellung der Kunden auf langfristigen Geschäfterfolg sowie auf Nutzen für die Mitglieder der Organisation und für die
8 Gesellschaft zielt.
2.2 Vom Regelkreis zum Qualitätskreis
Jedes Unternehmen hat einen definierten Regelkreis, in dem sich die Unternehmensabläufe in geregelten Prozessen abspielen. Es bedarf einem umfassenden Zusammenspiel von vielen Elementen bis ein kompletter Zyklus erreicht worden ist. In den meisten Unternehmen sind diese Elemente räumlich und personell getrennt und treten als Abteilungen zu Tage. So durchläuft beispielsweise ein Produkt die Grobphasen Planung, Realisierung und Nutzung, die jedoch wiederum auf einzelne Abteilungen
7 CIP: Continous Improvement Process KVP: Kontinuierlicher Verbesserungsprozess
8 Gabler (1998)
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Die ablauforganisatorische Eingliederung des Qualitätswesens in die Unternehmen
9 Elemente der Planungsphase umfassen etwa die Marktforschung, die aufgeteilt werden.
Konzeption, den Entwurf, die Erprobung und letztendlich die Fertigungsplanung. Schon in diesen Phasen muss eine Integration von präventiver Qualitätssicherung berücksichtigt werden, sodass eine spätere Umgestaltung des Produktes oder des Prozesses aufgrund eines Fehlers in einer früheren Phase nicht mehr nötig wird. Wichtig ist beim Aufbau eines solchen Qualitätskreises die phasenspezifische Verantwortung der einzelnen Elemente. Jede Abteilung in einem Unternehmen muss durch ihre Arbeit zum Qualitätserfolg des Produktes beitragen, und hat zu den nächsten Elementen gleichermaßen die Funktion als Kunde und Lieferant, der auf eine qualitätsmäßig einwandfreie Arbeit angewiesen ist - nur somit kann Qualität schrittweise erzeugt
10 werden.
QE Instandhaltung QE Instandhaltung
QE Versand QE Versand
QE = Qualitätselement QE = Qualitätselement QE = Qualitätselement QE = Qualitätselement
Abb. 1: Qualitätskreis eines Unternehmens 11
Phasenübergreifende Qualitätselemente wie Qualitätsprüfung oder
Prüfmittelüberwachung sind jedoch im Qualitätskreis ebenso von Bedeutung, stehen aber nicht als direkte Abfolge im Kreis, sondern agieren parallel in mehreren Phasen. Zu den direkt beteiligten Elementen gehören aber auch noch indirekte Elemente, wie unter anderem das Finanzressort oder die Personalabteilung. Sie alle sind für die Entstehung eines Qualitätsproduktes mitverantwortlich, welches nur im Zusammenspiel und der
12 logischen Abfolge aller direkt und indirekt Beteiligten funktionieren kann.
9 Pfeifer (1996, S. 384)
10 Schmidt / Tautenhahn (1995, S. 16)
11 Anlehnung an Masing (1994, S. 27)
12 Masing (1994, S. 27)
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Quote paper:
Steffen Wittenauer, Jan Hollmann, 2002, Die ablauforganisatorische Eingliederung des Qualitätswesens in die Unternehmen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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