1. EINLEITUNG.......................................................................................... - 3 -
1.1 Erläuterung: integrative Sprachförderung - 4 -
1.2 Deutsch als Fremd- bzw. Zweitsprache (DaF bzw. DaZ) - 5 -
2. INTEGRATIVE SPRACHFÖRDERUNG IN HETEROGENEN
REGELKLASSEN - 6 -
2.1 Problemdarstellung - 6 -
2.2 Mögliche Ansätze zur Problembehebung - 9 -
2.2.1 Zusammenarbeit auf allen Ebenen. - 9 -
2.2.2 Vielfältiges Methoden- und Arbeitsrepertoire - 10 -
3. VERSCHIEDENE FÖRDERUNGSPROGRAMME IM BLICK - 13 -
3.1 Die Modulare Duale Qualifizierungsmaßnahme (MDQM) als Kontext der
Sprachf örderung. - 13 -
3.2 Die Mercator Stiftung. - 14 -
3.3 Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund - FörMig. - 15 -
4. FAZIT. - 16 -
5. LITERATURVERZEICHNIS - 17 -
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1. Einleitung
Diese Hausarbeit leistet einen Beitrag zur Diskussion um integrative Sprachförderung und Deutsch als Fremdsprache in heterogenen Regelklassen.
Innerhalb der Berufsschule ist es zum einen wichtig, den fachlichen Unterricht weiterzuführen und zum anderen auf die jeweiligen sprachlichen Mängel der unterschiedlichen Schüler einzugehen. Es kommt immer häufiger vor, dass Deutsch für Schüler eine Fremdsprache ist und dies sollte berücksichtigt und der Umgang mit dieser Problematik verbessert werden. Nicht jeder Schüler hat dieselben Voraussetzungen oder Vorbildungen, die für einen Beruf notwendig sind und darauf sollte eingegangen werden. Zunächst geht es um eine Begriffsklärung, bei der die Bezeichnungen „integrative Sprachförderung“ und „Deutsch als Fremdsprache“ definiert werden. Anschließend wird beides in Bezug zum Schulalltag in heterogenen Regelklassen gesetzt. Hierbei soll herausgefunden werden, wie man mit unterschiedlichen Sprachkenntnissen innerhalb einer heterogenen Klasse umgehen kann, was verbessert werden kann, welche Maßnahmen, Materialien und Methoden angewendet werden können. Innerhalb einer heterogenen Klasse befinden sich viele Schülerinnen und Schüler (SuS) unterschiedlichster Herkunft, Umgebung, Leistungsstärken. Es handelt sich um eine ungleiche Verteilung der Vorbildung und auch sprachlicher Kenntnisse. Unterrichten innerhalb einer heterogenen Klasse ist immer mit besonderer Vorbereitung zu beachten. Der letzte Abschnitt der Arbeit befasst sich schließlich mit verschiedenen Förderungsprogrammen, wobei zum Teil auch außerschulische Programme vorgestellt werden.
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1.1 Erläuterung: integrative Sprachförderung
Es gibt vor allem im Kindes- und Jugendalter Personen, die Sprachprobleme und Kommunikationsprobleme aufweisen. 1 Aber nicht nur dort, sondern auch im Erwachsenenalter; besonders dann, wenn in der Schule keine Förderung stattgefunden hat. All diese SuS oder Azubis haben den Anspruch und das Recht auf eine auf sie abgestimmte, unentgeltliche Förderung und Unterstützung innerhalb der Schule. Um eine ernsthafte Hilfe anbieten zu können, wird ein in diesem Bereich speziell ausgebildetes Personal benötig, wie z.B. Sprachpädagogen oder Sprachtherapeuten.
Dass Sprachstörungen oder Kommunikationsprobleme vorliegen, ist seit vielen Jahren bekannt. 2 In den letzten Jahren ist eine Entwicklung zu einer vermehrt integrativen Sprachförderung zu beobachten, was unter Umständen verschiedene Probleme mit sich bringt. Beispielsweise wäre es schwieriger eine Sprachpädagogin zusätzlich zum eigentlichen fachlichen Unterricht einer heterogenen Regelklasse einzustellen. Bei der integrativen Förderungen gilt es, noch mehr Wert auf Kompetenz zu legen, im Sinne von „Wissen was zu tun ist“. Durch diese Veränderung, zu einem mehr integrativen Sprachförderunterricht zu Beginn der 90er Jahre, ändern sich auch die jetzigen Aufgaben für die die Sprachtherapeuten derzeit zuständig sind.
Wenn also durch eine solche Entwicklung innerhalb der Bildungspolitik eine integrative Pädagogik gefordert ist, müssen sich auch Sprachpädagogen daran orientieren und nach diesem Konzept arbeiten. 3 Eine solche Entwicklung gab es nach Lütje-Klose zwar schon in den 70er Jahren, zu der Zeit hat es die Sprachpädagogen allerdings nicht betroffen; sie blieben außen vor. Nachdem nun auch Sprachpädagogen aufgefordert sind, sich an integrativer Pädagogik zu beteiligen, wird deutlich, dass es dort Interdifferenzen gibt. Vielen sind sich unsicher, ob sich dadurch nicht die eigentliche Arbeit zum schlechten verändern würde und Lütje-Klose spricht (in Anlehnung an Ahrenberg, Schuck und Welling) von „Deprofessionalisierung und Enttherapeutisierung“. Sie denken, dass auf Dauer der Einsatz von Sprachtherapeuten nicht mehr genutzt wird.
1 Vgl. hierzu u. z. Folgenden Lütje-Klose, 15.
2 Vgl. Ebd., 16.
3 Vgl. Ebd 17f.
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1.2 Deutsch als Fremd- bzw. Zweitsprache (DaF bzw. DaZ)
Schüler und Schülerinnen (SuS) lernen in der heutigen Zeit schon in der Grundschule Englisch; für die meisten in Deutschland eine Fremdsprache. Da auch hier nicht nur Personen leben, deren Muttersprache Deutsch ist, gibt es auch ein Unterrichtsfach (und Studiengänge), das Deutsch als Fremdsprache (DaF) heißt. 4 DaF wird von denjenigen erlernt, deren Muttersprache nicht deutsch ist. Zu unterscheiden ist DaF allerdings von Deutsch als Zweisprache (DaZ). Für Personen, die in Deutschland leben und aufgewachsen sind, von jungen Jahren an Deutsch sprechen und schreiben, aber innerhalb ihres Elternhauses oder der familiären Umgebung zeitgleich mit einer zweiten Sprache konfrontiert werden, gilt Deutsch nicht als eine Fremdsprache. In diesem Zusammenhang spricht man von Deutsch als Zweitsprache. Beide Sprachen werden mehr oder weniger fließend gesprochen und verstanden, weil die Betroffenen es nicht anders gelernt haben, als mit zwei (oder mehr) Sprachen aufzuwachsen. Allerdings kann es auch bei Lernen von DaZ zu grammatikalischen Lücken kommen. Diese werden dann im Fach DaZ aufgebessert.
Innerhalb der Arbeit am Berufskolleg kommt es also meist zu einer Vermischung der Anwendungen DaF und DaZ. Man muss vor allem in heterogenen Regelklassen wissen, wie damit umzugehen ist. Bisher gibt es leider kaum bis gar keine Lehrwerke für DaZ, was viele Lehrer bemängeln und weswegen es umso wichtiger ist, einige Problemstellen lösen zu können. Außerdem sollte und wird an solchen Lehrwerken gearbeitet werden. 5
4 Vgl hierzu u. a Sitzung vom 2.12.2008 HS WiPäd Lehren und Lernen und Wikipedia.
5 Vgl. Kaminski/ Müller, 1.
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Arbeit zitieren:
Andrea Höltke, 2009, Integrative Sprachförderung und Deutsch als Fremdsprache in heterogenen Regelklassen des Berufskollegs, München, GRIN Verlag GmbH
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