Inhaltsverzeichnis II
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis............................................................................................... II
Abbildungsverzeichnis. V
Tabellenverzeichnis. V
Abk ürzungsverzeichnis VI
Einleitung. 1
Gegenstand und Zielsetzung der Arbeit 2
Methodik. 2
Aufbau der Arbeit 3
1 Vorstellung der Einrichtung 5
1.1 Das Theresien-Stift 5
1.2 Entwicklung der Einrichtung. 6
2 Einordnung von Altenheimen in den Markt. 6
2.1 Sektorentheorie und Wirtschaftskreislauf. 6
2.2 Bedeutung der Haushaltsproduktion im Pflegesektor 7
2.3 Güterarten. 7
2.4 Nonprofit-Organisationen. 7
2.5 Differenzierung des Sozialmarktes 8
2.6 Wohlfahrtsmarkt und Wohlfahrtsverbände. 9
2.7 Soziale Sicherung und Wohlfahrtsstaatliche Entwicklungen. 9
2.8 Rückzug des Sozialstaats. 9
3 Institution Seniorenheim 10
3.1 Begriffsbestimmungen 10
3.2 Differenzierung von Altenheimen nach Trägerschaft 10
3.3 Aufgaben und Einbindung im Dritten Sektor 11
3.4 Leistungsbeziehung im Seniorenheim 11
3.5 Preisbildung 12
4 Marketing. 12
4.1 Definitionen. 12
4.2 Soziales Marketing. 12
4.3 Übertragung auf den NPO-Bereich 13
4.4 Nonprofit-Marketing 13
4.5 Bedeutung des NPO-Marketing im caritativen Seniorenheim 14
5 Dienstleistungen. 14
5.1 Dienstleistungen im Seniorenheim. 14
5.2 Zieldivergenz bei Pflegeleistungen 15
6 Strategisches NPO-Marketing 15
6.1 Inhalte 15
6.2 Marketingstrategieentwicklung für das Theresien-Stift 16
Inhaltsverzeichnis III
7 Analyse des Theresien-Stiftes. 17
7.1 SWOT-Analyse 17
7.2 Stärken-Schwächen-Analyse. 17
7.2.1 Lage der Einrichtung. 18
7.2.2 Ausstattung. 18
7.2.3 Pflege und Betreuung 18
7.2.4 Personal. 19
7.2.5 Inhaltliche Organisation 19
7.2.6 Hauswirtschaft 20
7.2.7 Angehörigenarbeit. 20
7.2.8 Außendarstellung. 20
8 Externe Analysen 21
8.1 Methoden. 21
8.2 Chancen-Risiken-Analyse. 21
8.3 Marktanalyse für den Sektor stationäre Altenpflege 22
8.3.1 Demographische Entwicklung. 22
8.3.2 Pflege- und Heimeintrittsquote. 22
8.3.3 Szenarien der Pflegebedarfsentwicklung. 23
8.3.4 Heimplatzbedarf. 24
8.3.5 Bedarfsentwicklung stationäre Pflege im Kreis Kleve 24
8.3.6 Heimplatzbedarf in Weeze. 25
8.4 Imageanalyse 26
8.5 Zielgruppenforschung 27
8.6 Zielgruppensegmentierung 27
8.7 Wettbewerb und Konkurrenz 29
9 Zielhierarchie. 30
9.1 Die Mission der Einrichtung 30
9.2 Corporate Identity und Leitbild 30
9.3 Zielentwicklung 31
10 Strategische Marketingplanung 32
10.1 Strategische Ausrichtung 32
10.2 Marktfeldstrategien 32
10.3 Bewertung der Strategischen Geschäftsfelder. 33
10.4 Marktsegmentierung 34
10.5 Marktsegmente des Theresien-Stifts 34
10.6 Marktdurchdringung 34
10.7 Marktteilnehmerstrategie 35
10.8 Marketingleitbild 35
11 Marketinginstrumentstrategien 36
11.1 Die strategische Bedeutung. 36
11.2 Leistungs- und Servicepolitik 37
11.3 Preis/Entgeltpolitik 38
11.4 Vertriebspolitik 38
11.5 Externe Kommunikationspolitik 39
11.6 Interne Kommunikationspolitik 39
11.7 Personalpolitik 39
Inhaltsverzeichnis IV
12 Zusammenfassung 40
13 Ausblick 40
Literaturverzeichnis 42
Anhang: Erhebungen im Theresien-Stift 51
Thesenpapier 58
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Organigramm Theresien-Stift
Abbildung 2 Kriterien des Sozialmarktes.
Abbildung 3 Vergütung von Pflegeleistungen.
Abbildung 4 Perspektivisches Dilemma der Zielvorstellungen
Abbildung 5 Marketingplanung
Abbildung 6 SWOT-Analyse.
Abbildung 7: Kunden, Bedürfnisse, Zielerreichung.
Abbildung 8: Wettbewerberanalyse.
Abbildung 9: Zielsystem des Theresien-Stiftes.
Abbildung 10. Strategiemodell Theresien-Stift
Abbildung 11: Marketingleitbild des Theresien-Stifts.
Abbildung 12: Bedeutung der Marketinginstrumentenpolitik
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Pflegequoten nach Altersgruppen und Geschlecht.
Tabelle 2 Heimeintrittsquote nach Altersgruppen und Geschlecht
Tabelle 3: Szenarien: Pflegebedürftige in Deutschland 2000 bis 2030
Tabelle 4: Bedarfsentwicklung Heimplätze im Kreis Kleve 2000-2030.
Tabelle 5: Vergleich der Zielgruppen- und Bedarfsentwicklung
VI Abkürzungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung
Art. Artikeln
DigiBib Digitale Bibliothek
EZ Einzelzimmer
MDK Medizinischer Dienst der Krankenkassen
NPO Nonprofit-Organisationen
SGB XI Sozialgesetzbuch XI, soziale Pflegeversicherung
1 Einleitung
Einleitung
„Abzocke im Pflegeheim, Heuschrecken unterm Kreuz: Kirchliche Krankenhäuser, Alters- und Pflegeheime werden radikal auf Wirtschaftlichkeit getrimmt - allen frommen Sozialworten der Kirchenoberen zum Trotz“, so „Der Spiegel“ (vgl. Der Spiegel, 2007, S. 56). „Gravierende Missstände in Pflegeheimen“ bescheinigt der Medizinische Dienst der Krankenkassen in seinem Gutachten zur Qualität in Pflegeheimen und sieht Handlungsbedarf (vgl. MDS, 2007, S.2). Altenheime bieten qualitativ schlechte Dienste, die zudem von den Konsumenten nicht gewollt werden. Konfessionelle Träger gelten als unflexible Bürokraten, die unter dem Deckmantel der Nächstenliebe Ausbeutung betreiben. Doch nicht nur Imageprobleme bereiten den Seniorenheimen Sorgen. Auch der Umbau des Sozialstaates, Ressourcenknappheit und weitreichende demographische Veränderungen bedingen die Wandlung des Sozialmarktes vom Verkäufer- hin zu einem Käufermarkt. Freigemeinnützige caritative Altenheime sehen sich zunehmend Wettbewerb und ökonomischem Druck ausgesetzt. Haben diese Einrichtungen in der Zukunft, auf der Basis einer zunehmenden Säkularisierung der Gesellschaft, noch eine Daseinsberechtigung? Für die Behauptung auf dem Markt und der Legitimation als Bestandteil des intermediären oder auch „Dritten Sektors“ bedarf es daher einer marketingstrategischen Profilierung der Einrichtung. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, eigene Ressourcen zu optimieren und ein konsequent auf den Markt und den Kunden bezogenes Denken zu entwickeln. Das Paradigma der Pflegeversicherung („ambulant vor stationär“), die Bedeutung sozialer Netzwerke und innerfamiliärer Pflege sieht den Focus der Pflege alter Menschen in der häuslichen Versorgung. Stationäre Pflege ist nur dann vorgesehen, wenn die Netzwerkstrukturen versagen (vgl. Schulz-Nieswandt, 2006, S. 224-226). Durch den bereits einsetzenden, sich in Zukunft noch verschärfenden Wettbewerb bei gleichzeitigen demografischen Veränderungen stellt sich die Frage, wie durch eine Übertragung des strategischen Marketinggedankens caritative Altenhilfeeinrichtungen zukünftig überle- ben und eine bessere Aufgabenerfüllung erreichen können.
2 Gegenstand und Zielsetzung der Arbeit
Gegenstand und Zielsetzung der Arbeit
Vor diesem Hintergrund wird die zentrale Bedeutung des Marketing für ein Se-niorenheim als ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenspolitik deutlich. Das Seniorenheim als Betrieb ist gefordert, unter Berücksichtigung der Chancen und Risiken des Pflegemarktes und einer Analyse der eigenen Stärken und Schwächen adäquate Strategien zu entwickeln. Dabei kommt es darauf an, potentielle Kunden mit einem bedarfsorientierten Angebot als kompetenter Dienstleister zu überzeugen und sich gegenüber den Mitbewerbern am Pflegemarkt durchzusetzen. Mit Blick in die Zukunft muss das Dienstleistungsangebot zu einem Erfolgsfaktor werden, um eine dauerhafte Positionierung und Profilierung im Pflegemarkt umsetzen zu können. Ausgangslage ist hierbei die grundsätzliche Überzeugung, dass ohne umfassende Marketingaktivitäten die Existenzsicherung nicht möglich sein wird. Primäres Ziel dieser Arbeit ist daher die Gestaltung einer ausgewählten Marketingstrategie für das Theresien-Stift, mit der die Auslastung der stationären Heimkapazitäten und damit die wirtschaftliche Basis der Einrichtung erhalten bleiben soll. Auf die Bereiche Seniorenwohnen und Catering wird daher nur am Rande eingegangen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Phase der Analyse und Planung des strategischen Nonprofit-Marketing (s. Abb. 5, S. 16) als Grundlage einer eigenen Marketingkonzeption für die Einrichtung (vgl. Bruhn, 2005, S. 93-96.). Ein Bestandteil der Strategie ist die Zugehörigkeit des Theresien-Stifts zum Caritasverband Geldern-Kevelaer e.V. Diese Trägerschaft gilt es als Basis einer Wertorientierung der Mitarbeiter, der angebotenen Leistungen und der Zielsetzungen der Einrichtung deutlich herauszustellen. Die Auswahl, die Implementierung und die sich anschließende Evaluierung der notwendigen operativen Maßnahmen, sind nicht Gegenstand dieser Arbeit. Da die notwendige konzeptionelle Vorarbeit der Analyse, Strategie- und Instrumentariumsauswahl mit dieser Arbeit erfolgt ist, kann die anschließende operative Umsetzung problemlos angegangen werden. Methodik
Zur Bearbeitung des Themas wurde eine ausführliche Literaturanalyse durchge- führt. Die Informationen für die theoretischen Grundlagen zum strategischen
3 Aufbau der Arbeit
Nonprofit-Marketing wurden der Fachliteratur (einschl. Fachzeitschriften) und Internetquellen entnommen (s. Literaturverzeichnis). Die Literaturrecherche (Schlagwortsuche) wurde in der Universitätsbibliothek Duisburg/Essen, unter DigiBib und Bibliotheksverbund NRW (HBZ) durchgeführt. Die Internetrecherche fand über de.altavista.com, de.dir.yahoo.com, und www.paperball.de statt. Zum Thema Wohlfahrtsverbände und Caritas wurde die Bibliothek des Caritas-verbandes Geldern-Kevelaer e. V. genutzt. Die vorhandene Literatur beschäftigt sich überwiegend mit der theoretischen Aufarbeitung des Marketing in Nonpro-fit-Organisationen. Die Möglichkeiten der praktischen Umsetzung in einem caritativen Altenheim sind jedoch nur in begrenztem Umfang erforscht. Die Bearbeitung statistischer Daten im Rahmen dieser Arbeit bestand in erster Linie in der Auswertung sekundärer Quellen, wie der Pflegebedarfsplanungen des Kreises Kleve, der Umfrageergebnisse aus dem „Altenpflegemonitor“ und der Erhebung „Perspektive Deutschland“. Ebenso wurden die Ergebnisse der statistischen Landes- und Bundesämter ausgewertet. Zur Analyse der Einrichtung und der Marktsituation wurden eigene Erhebungen im Theresien-Stift durchgeführt. Aufbau der Arbeit
Im ersten Teil der Arbeit wird die Beschreibung des Altenpflegemarktes als Teil des NPO-Marktes, die Einordnung in die Volkswirtschaft und als Bestandteil des Sozialmarktes thematisiert. Darüber hinaus wird die Entwicklung der Wohlfahrtsverbände und der Caritas beleuchtet. Die Beschreibung des Altenheimmarktes beschließt den ersten Abschnitt. Im zweiten Teil werden Grundlagen und Entwicklung des Marketing, die Besonderheiten des Sozialmarketing sowie die Notwendigkeit der Anwendung im NPO-Sektor vorgestellt. Zudem wird auf die Besonderheit der Pflegeleistung als personale Dienstleistung eingegangen. Im Hauptteil werden Methoden, Inhalte und Vorgehensweise im strategischen Nonprofit-Marketing am Beispiel des Theresien-Stiftes aufgezeigt. Schwerpunkt ist hierbei die Analyse der Einrichtung (inklusive ihrer Stärken und Schwächen) und des relevanten Umfeldes, der Anspruchsgruppen, des Marktes und der Wettbewerbssituation. Unter Hinzuziehung wissenschaftlicher Literatur und der Auswertung von statistischen Daten soll eine möglichst exakte Darstellung der internen und externen Bedingungen der Einrichtung gelingen. Hierauf folgt die
4 Aufbau der Arbeit
Erarbeitung von Zielsetzungen auf der Basis der Mission des Theresien-Stiftes und die Vorstellung einer Marketingstrategie zur Erreichung der gesetzten Ziele. Im abschließenden Teil der Arbeit werden aufbauend auf diesen Grundlagen strategische Marketinginstrumentarien zur Positionierung des Theresien-Stiftes als caritative stationäre Altenhilfeeinrichtung vorgestellt. Im Rahmen dieser Arbeit werden die Umschreibungen Altenheim, Seniorenheim und Pflegeeinrichtung synonym verwendet. Ebenso werden die Begrifflichkeiten Nonprofit-Marketing und Sozialmarketing gleichgesetzt und auf eine weitere Differenzierung verzichtet (vgl. Scheibe-Jaeger, 2002, S. 29). Die Verwendung der Begriffe Bewohner und Mitarbeiter schließt auch die weibliche Form mit ein.
5 Vorstellung der Einrichtung
1 Vorstellung der Einrichtung
1.1 Das Theresien-Stift
Das Theresien-Stift ist eine stationäre Altenhilfeeinrichtung in Trägerschaft der Caritasgesellschaft gemeinnützige GmbH, einer Tochtergesellschaft des Caritasverbandes Geldern-Kevelaer e.V., die insgesamt 8 stationäre Altenhilfeeinrichtungen in der Region führt. Neben 36 stationären Betten gehört eine Seniorenwohnanlage mit 42 Wohneinheiten zur Einrichtung (s. Abb. 1).
Abbildung 1 Organigramm Theresien-Stift
Die Interessen der Stiftung werden durch ein 6-köpfiges Kuratorium vertreten. Das Seniorenheim ist über einen Rahmenvertrag als Vertragspartner der Pflegekassen und dem überörtlichen Träger der Sozialhilfe, hier dem Landschaftsverband Rheinland, anerkannt. Das Haus verfügt über 36 Einzelzimmer, alle Pflege- und Hotelleistungen, bis auf die Wäscheversorgung, werden durch Angestellte der Einrichtung vorgehalten. Die Produktionsküche erbringt neben der Bewohnerversorgung in Form von Catering Leistungen für Dritte. Der ambulante Pflegedienst (Caritas Pflege und Hilfe zu Hause, CPH) hat seine Geschäftsräume im Theresien-Stift und ist u.a. auch in der Seniorenwohnanlage tätig. Personalverwaltung, Buchhaltung, Controlling
6 Einordnung von Altenheimen in den Markt
werden als Leistungen ‚Zentrale Dienste’ beim Caritasverband Geldern-Kevelaer e. V. abgerufen.
1.2 Entwicklung der Einrichtung
Die Anfänge des Theresien-Stiftes in Weeze gehen auf eine Stiftung durch die Grafen Max und Therese von Loë aus dem Jahr 1863 zurück. Der anfängliche Betrieb wurde als Krankenhaus begonnen und in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts zum Seniorenheim umgewandelt. Durch Ausgliederung und Neubau im Jahre 2003 wurde eine Reduktion der Bettenzahl von 74 auf 36, sowie die Angliederung einer Seniorenwohnanlage vorgenommen. Am ursprünglichen Standort blieb eine weitere stationäre Einrichtung mit 74 Betten bis zu ihrem Umzug in die Nachbargemeinde 2008 in Betrieb.
2 Einordnung von Altenheimen in den Markt
2.1 Sektorentheorie und Wirtschaftskreislauf
Die Einteilung der Volkswirtschaft in verschiedene Sektoren wird je nach Ansatz unterschiedlich beschrieben. Die klassische Wirtschaftslehre der von C. Clark und Jean Fourastié vorgeschlagenen 3 Sektoren-Theorie beinhaltet den Pri-märsektor zur Produktgewinnung, den Sekundärsektor zur Produktverarbeitung und den tertiären Dienstleistungssektor (vgl. Haubrock, 1974, S. 47). Als in einem weiteren, dritten oder intermediären Sektor zwischen Markt, Staat und Familie gelegen werden NPO definiert (vgl. Schulz-Nieswandt, 2006, S. 15). Zwischen den Marktteilnehmern findet ein Austausch an Gütern und Geld statt. Im einfachen Wirtschaftskreislaufmodell werden Beziehungen zwischen Privathaushalten und Unternehmen als Güter- und Geldkreislauf abgebildet in dem Haushalte Arbeitskraft und Kapital gegen Einkommen und Konsumgüter tauschen (vgl. Woll, 1996, S. 62-63). Im erweiterten Wirtschaftskreislauf werdenneben Unternehmen und Haushalt- der Staat und auch weitere Beziehungen zwischen den einzelnen Sektoren (Subventionen, Steuern, Sparleistungen, etc.) aufgeführt.
7 Einordnung von Altenheimen in den Markt
2.2 Bedeutung der Haushaltsproduktion im Pflegesektor
Haushalte sind jedoch nicht nur Konsumenten sondern ebenso Produzenten von Gütern (vgl. Piorkowsky, 2003, S 9-10). Haushalte sind nicht nur Nachfrager von Pflegeleistungen, sondern aus Sicht der Seniorenheime auch Wettbewerber. Etwa 46 % der Pflegebedürftigen werden ausschließlich in der Familie versorgt und verursachen hierbei Ausgaben der gesetzlichen Pflegeversicherung in Höhe von 4,95 Mrd € (Pflegegeld). Etwa 22 % der Pflegebedürftigen erhalten Sachleistungen in Höhe von 2,4 Mrd. € durch ambulante Pflegedienste. Stationär versorgt, mit einem Kostenfaktor von 8,51 Mrd. €, werden hingegen etwa 30 % der Menschen mit Pflegebedarf (vgl. Statistisches Bundesamt, Pflegestatistik 2005, S. 11 und Verband der Ersatzkassen, Pflegeversicherung, 2005).
2.3 Güterarten
Im Rahmen der volkswirtschaftlichen Aktivitäten werden unterschiedliche Güter privater (z.B. PKW), öffentlicher ( z.B. Sicherheit eines Staatswesens), personaler (z.B. Pflege eines Familienmitglieds) oder auch meritorischer (z.B. gesetzliche Pflegeversicherung) Natur angeboten. Die Unterscheidung der Güter erfolgt nach den Kriterien Eigentumsrecht, Nutzenanfall beim Konsum, Ausschlussprinzip des Marktes, Konsumfreiheit, Abgabepreis und Hersteller (vgl. Piorkowsky, 1997, S. 50 u. S. 111-112). Mit wachsendem volkswirtschaftlichem Wohlstand wächst zunehmend der Bedarf an öffentlichen Gütern (vgl. Woll, 1996, S. 460). Zu unterscheiden sind die meritorischen Güter, deren Nachfrage durch Subvention bewusst gefördert oder per Gesetz durch Konsumzwang vorgeschrieben wird, wie z.B. bei der Pflegeversicherung (vgl. Piorkowsky, 1997, 85-88).
2.4 Nonprofit-Organisationen
Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit NPO begann mit Etzionis Arbeiten zum Sektor zwischen Markt und Staat sowie der Forschungsarbeiten im internationalen Johns-Hopkins-Projekt (vgl. Zimmer, Priller, 2007, S. 18-20). Di- verse Ansätze versuchen die Entstehung, das Ausmaß und die Entwicklung von
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Master of Arts in Social Services Administration/Dipl. Pflegewirt/FH Peter Gauchel, 2009, Nonprofit-Marketing einer caritativen stationären Altenhilfeeinrichtung, München, GRIN Verlag GmbH
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