INHALTSVERZEICHNIS
1 Zielgruppenbeschreibung 3
2 Trainingsthema 3
3 Zentrale Lernziele 5
4 Grobkonzept des Trainingsablaufs 6
5 Planung und Vorbereitung 7
5.1 Methodische Vorbereitung 7
5.2 Organisatorische Vorbereitung 7
5.3 Persönliche Vorbereitung 8
6 Kritische Situation und Interventionsmaßnahmen 8
7 Evaluation 9
8 Abschließende Bemerkungen 10
9 Literaturverzeichnis 11
10 Abkürzungsverzeichnis 12
11 Anhang 13
10.1. Ablaufplan 13
10.2 Checkliste „ Material“ 22
10.3 Checkliste „ Vorbereitung“ 22
11.1 Material 23
11.2 Fallarbeit 24
11.3 Links zum Film über Indien 24
11.4 Flipcharts 25
1 Zielgruppenbeschreibung
Die AA schickt für einen Einsatz in Indien Mitarbeiter in ein neues Werk nach Mumbai. Diese Mitarbeiter wurden wegen ihrer Fachkenntnisse ausgewählt und werden in 3 Monaten für ein halbes Jahr nach Indien entsannt, um dort bestimmte fachliche Tätigkeiten zu übernehmen und indische Mitarbeiter anzulernen. Die Zielgruppe für ein Training zur Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes umfasst 8 Mitarbeiter im Alter von 35 bis 45 Jahren, die schon seit mindestens 5 Jahre bei der AA tätig sind, wobei von den 8 Teilnehmern 5 männlich sind. Die Teilnehmer arbeiten in verschiedenen Bereichen. So sind zwei Mitglieder aus dem Personalwesen, 2 aus dem Vertrieb, 2 aus der direkten Produktion und zwei weitere aus der technischen Entwicklung. 2 Mitglieder der Gruppe haben schon einige Erfahrungen im internationalen Kontext gemacht. Alle Mitglieder besitzen ausreichend sprachliche Fähigkeiten, um im Indischen Kontext zu kommunizieren. Im Rahmen der Auslandsvorbereitung werden können die 8 Mitglieder an einem Training zur gezielten Vorbereitung für den Auslandsaufenthalt teilnehmen.
2 Trainingsthema
Der Inhalt des Trainings bezieht sich auf das Grobziel, die gezielte Vorbereitung auf einen Auslandsaufenthalt in Indien. Die Mitglieder des Trainings sollen im interkulturellen Kontext Handlungskompetenz erwerben, um so gut wie möglich auf den Auslandsaufenthalt vorbereitet zu sein. Nach dem Konzept zur Erwerb interkultureller Handlungskompetenz von Wilma Klaasen van Husen aus „Interkulturelles Personalmanagement bei Professional Service Firms; Deutscher Universitäts-Verlag; 2007“ sind drei Ebenen für diesen Kontext wichtig. Wissen, Verhalten und Motivation von Menschen sollen beeinflusst, erweitert und verändert werden, um bestmöglich auf den Auslandsaufenthalt in Indien vorbereitet zu werden.
Abbildung 1
Auf der kognitiven Ebenen ist es notwendig Informationen über die eigene sowie über die fremde Kultur zu erfahren, um dann im weiteren Gefühle und Motive und letztlich das Verhalten im indischen Kontext zu verbessern. Auf der Wissensebene brauchen die TN Informationen über kulturelle Gegebenheiten, aber auch Informationen über eigene kulturelle Aspekte. Denn Kultur ist nur im Kontext anderer Kulturen zu betrachten. Ethnozentrismus muss durch gezielte Informationen verbessert werden, um sich im indischen Arbeitskontext zu Recht zu finden.
3 Zentrale Lernziele
„Lernziele beschreiben den Zustand oder das Wissen der Teilnehmer was sie nach der Veranstaltung haben oder können sollten. Sie beschreiben den Zweck der Veranstaltung und rechfertigen die Inhalte und die eingesetzten Methoden der
Maßnahme.“ 1
Die TN kennen die Definition von Kultur und wie Kultur das Verhalten beeinflusst. Die Teilnehmer kennen die kulturellen Besonderheiten von Indien. Die Teilnehmer kennen kulturelle Aspekte der eigenen Kultur. Die Teilnehmer kennen Techniken und Interventionen im Umgang mit kulturellen
Besonderheiten.
Die Teilnehmer verstehen die Grundlage kultureller Unterschiede.
Die Teilnehmer können Techniken und Interventionen im Umgang mit Besonderheiten der
indischen Kultur einsetzen.
Die Teilnehmer nehmen bewusst kulturelle Unterschiede wahr.
Die Teilnehmer haben ein Bewusstsein für die Komplexität von interkultureller
Kommunikation geschaffen.
Die Teilnehmer sind emotional auf die kulturellen Veränderungen in Indien vorbereitet.
1 Lernunterlagen LE 1 Grundlagen http://mdl-ed-
01.fham.de/moodle/file.php/737/VTrai_le1_Trainingskompetenz.pdf
5 Planung und Vorbereitung
5.1 Methodische Vorbereitung
Die Methoden wurden nach folgenden Gesichtspunkten ausgewählt. :
• Grundarbeitsform ist das Plenum
• Problembearbeitung in Kleingruppen
• Methode muss für das Ziel der Teilaufgabe passend sein
• Störungen haben Vorrang
Bei der Auswahl der Methoden wurden die Gesichtspunkte aus der Analyse und die Ziele des Tages stark beachtet.
„Es gilt zum einen den Trainingsprozess in einen vernünftigen Ablauf, einen Aufbau, eine plausible Verlaufsgestalt zu bringen, zum andern geht es darum, überschaubare, abgrenzbare Phasen oder Sequenzen zu bilden, die nicht zu kurz, aber auch nicht zu
lang sein dürfen, damit ein wechselvolles Lerngeschehen entsteht.“ 2
Auch dies ist eine Basis, die in dem Trainingskonzept neben den acht Begriffen der Didaktik verwendet wurden. Die ausführliche Beschreibung und Begründung der Methoden befindet sich im Anhang im Ablaufplan.
5.2 Organisatorische Vorbereitung
Zur organisatorischen Vorbereitung ist es wichtig die TN rechtzeitig einzuladen, passende Räume zu organisieren und das Trainingsmaterial vorzubereiten, welches in der Checkliste im Anhang aufgelistet ist. Bei der Organisation der Räume ist es wichtig eine größeren Hauptraum und mindestens zwei weitere kleinere Nebenräume zu haben, um die Kleingruppenarbeiten optimal zu gestalten. Auf der Einladung der TN sollten gewisse Informationen bezüglich des Themas enthalten sein.
2 Unterlagen von der Lernplattform SS 08; Lerneinheit Grundlagen, S. 8
5.3 Persönliche Vorbereitung
Bei der persönlichen Vorbereitung des Trainers ist es wichtig, dass die organisatorisch und methodische Planung optimal statt finden, um Problemen weitest möglich aus dem Weg zu gehen. In der Vorbereitung ist es wichtig, die Zielgruppenanalyse sich kurz vor dem stattfinden des Tages noch einmal zu vergegenwärtigen. Ausweichmethoden und Material sollten präsent sein, um bei Widerständen oder Störungen zu intervenieren. Mögliche Störungen oder Krisen sollten sich schon aus der Zielgruppenanalyse oder Auftragsklärung ergeben, wobei spontan immer Zwischenfälle auftreten können. Hierzu sollte ich der Trainer im Vorfeld Gedanken machen und geeignete Methoden zur Auflösung möglicher Störungen zur Verfügung haben. Am Tag des Trainings selbst sollte der Trainer 45 Minuten vor Eintreffen der TN anwesend sein und die Räume vorbereiten. Flipcharts, Moderationskarten und alle sonstigen Materialien sollten an den richtigen Platz gebracht und vorbereitet werden. Der Trainer sollte sich dann im Anschluss mental auf das Training vorbereiten. Er sollte den Ablauf kennen und wissen, wo seine Hilfsmaterialien sind.
Die Werthaltung zum Menschen ist die Grundlage eines guten Trainings. Der Trainer sollte sich diese Einstellung vor dem Training noch einmal vergegenwärtigen. Er sollte sich als Dienstleister der Gruppe verstehen.
6 Kritische Situation und Interventionsmaßnahmen
„Störungen haben Vorrang - Störungen und Betroffenheit haben Vorrang. Beachten Sie Hindernisse auf Ihrem Weg, Ihre eigenen und die von andern; ohne ihre Lösung wird Wachstum verhindert und erschwert. Dieses Postulat besagt, dass Störungen sich immer ihr Recht verschaffen, egal ob TN und Trainer dies wollen oder nicht. Störungen fragen nicht nach Erlaubnis, sie haben de facto Vorrang. Daher geht es
darum, sie als Realität des Menschen in der konkreten Situation ernst zu nehmen.“ 3
3 Neuland, Michéle, Neuland Verlag für lebendiges Lernen 1999, Seite 62
Arbeit zitieren:
Stefanie Schillinger, 2008, Interkulturelles Training für einen beruflichen Auslandsaufenthalt in Indien, München, GRIN Verlag GmbH
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