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Wie entstehen Strompreise? Der Merit-Order-Effekt

Titel: Wie entstehen Strompreise? Der Merit-Order-Effekt

Hausarbeit , 2009 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Bernhard Mathä (Autor:in)

VWL - Industrieökonomik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Seminararbeit soll zeigen, was der Merit Order Effekt ist und wie er entsteht. Dazu werden im ersten Teil der Arbeit verschiedene Kraftwerkstypen mir Ihrer Kostenstruktur erläutert. Danach wird die Preisbildung auf dem Strommarkt aufgezeigt, da die Auswirkungen des Börsenhandels maßgeblich an der Entstehung des Merit order Effektes beteiligt sind. Der nächste Teil erklärt die Entstehung der Merit Order. Im Anschluss werden verschiedene Einflussfaktoren aufgezeigt, die den Merit Order beeinflussen. Der letzte Teil dieser Arbeit besteht aus einer zusammenfassenden Schlussbetrachtung

Der deutsche Strommarkt war von einem System aus Demarkationsverträgen geprägt, die den einzelnen Energieversorgungsunternehmen (EVU) Gebiete zuwiesen, in denen Sie konkurrenzlos Strom an Ihre Endkunden liefern konnten. Durch die Verabschiedung der Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie von 1996, durch das Europäische Parlament und dem Europäischen Rat, wurde diese Struktur aufgebrochen und der Weg für einen liberalen Strommarkt bereitet. Dies geschah in mehreren Stufen, indem die EG-Richtlinie in nationales Recht transformiert und im Laufe der nächsten Jahre mehrmals nachgebessert wurde.

Wichtige Stufen waren das Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuregelung des Energiewirtschaftsrechts am 24.04.1998 und die Novellierung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Diese Liberalisierung war auch die Voraussetzung dafür, dass sich in Folge ein Strommarkt gebildet hat. Am 15.06.2000 startete die Leipziger Power Exchange. Somit konnte Strom in Deutschland zum ersten Mal an der Börse gehandelt werden. Die Liberalisierung und der Börsenhandel von Strom sind mitunter Gründe oder Voraussetzung dafür, dass sich der Merit Order Effekt beobachten lässt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen

2.1 Kraftwerkstypen und Ihre Kostenstruktur

2.2 Der Stromhandel

2.3 Die Entstehung des Merit Order Effektes

3 Einflussfaktoren auf Merit-Order-Effekt

3.1 Politische Entscheidungen

3.1.1 CO2 Zertifikate

3.1.2 Erneuerbare-Energien-Gesetz

3.2 Wirtschaftliche Einflüsse

3.2.1 Lastenmanagement

3.2.2 Feste Kontrakte

3.2.3 Stromaußenhandel

4 Schluss

Zielsetzung und Themenbereiche

Die Arbeit untersucht die Mechanismen des Merit-Order-Effekts auf dem liberalisierten deutschen Strommarkt. Dabei wird analysiert, wie sich technische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie politische Entscheidungen auf die Einsatzreihenfolge der Kraftwerke und damit auf die Preisbildung an der Strombörse auswirken.

  • Struktur der Kraftwerkstypen und deren spezifische Kostenprofile
  • Funktionsweise des Stromhandels an Börsen und im OTC-Bereich
  • Einfluss von CO2-Zertifikaten auf die Merit-Order-Kurve
  • Auswirkungen der vorrangigen Einspeisung erneuerbarer Energien
  • Wirtschaftliche Instrumente wie Lastenmanagement und Feste Kontrakte

Auszug aus dem Buch

2.3 Die Entstehung des Merit Order Effektes

Die Merit Order bezeichnet die Einsatzreihenfolge der verschiedenen Kraftwerkstypen. Dieser Einsatz ist abhängig von wirtschaftlichen und technischen Randbedingungen. Die wirtschaftlichen Randbedingungen sind im Wesentlichen die variablen Kosten der einzelnen Kraftwerkstypen, da die Fixkosten (Kapitalkosten, Verwaltungskosten, Personalaufwand etc.) sowieso anfallen würden, egal ob das Kraftwerk Strom produziert und verkauft oder nicht. Die variablen Kosten eines Kraftwerks sind in der Hauptsache die Brennstoffkosten. Beim Einsatz der Kraftwerke müssen auch die technischen Randbedingungen, wie die Anfahrkosten des Kraftwerks beachtet werden. Dieser Aspekt kommt jedoch nicht bei den Grundlastkraftwerken zum Tragen, sondern partiell bei den Mittellastkraftwerken und hauptsächlich bei den Spitzenlastkraftwerken. Auch das Alter von Kraftwerken spielt eine entscheidende Rolle. Ältere Kraftwerke haben naturgemäß einen schlechteren Wirkungsgrad als neuere Kraftwerke, da diese in den Genuss von technischen Innovationen gekommen sind. Wenn zwei Kraftwerke, die den gleichen Primärenergieträger zur Stromerzeugung verwenden, verglichen werden, dann wird das Kraftwerk mit dem besseren Wirkungsgrad, aufgrund der günstigeren variablen Kosten, den Strom billiger an der Börse anbieten können, so dass die Wahrscheinlichkeit eines Lieferkontraktes steigt. Die Merit Order lässt sich in einem Diagramm wie folgt darstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Liberalisierung des deutschen Strommarktes und die Entstehung der Strombörsen als Voraussetzung für den Merit-Order-Effekt.

2 Grundlagen: Erläutert die Kostenstrukturen von Kraftwerkstypen, die Handelsmechanismen an der Börse sowie die theoretischen Hintergründe der Merit Order.

3 Einflussfaktoren auf Merit-Order-Effekt: Analysiert detailliert, wie politische Rahmenbedingungen (CO2-Handel, EEG) und wirtschaftliche Faktoren (Lastmanagement, Außenhandel) die Preisbildung beeinflussen.

4 Schluss: Bietet ein Fazit und einen Ausblick auf künftige Entwicklungen wie den Atomausstieg und den technologischen Fortschritt bei der Stromspeicherung.

Schlüsselwörter

Merit-Order-Effekt, Strommarkt, Kraftwerkstypen, variable Kosten, Strombörse, EEX, CO2-Zertifikate, Erneuerbare-Energien-Gesetz, Lastenmanagement, Stromhandel, Preisbildung, Grundlast, Spitzenlast, Emissionshandel, Energiewirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Merit-Order-Effekt, also der ökonomisch determinierten Einsatzreihenfolge von Kraftwerken zur Deckung des Strombedarfs in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Kraftwerkskostenstruktur, dem Stromhandel an der Börse sowie den politischen und ökonomischen Einflussfaktoren auf den Marktpreis.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie sich verschiedene Randbedingungen und Markteinflüsse auf die Merit-Order-Kurve verschieben und wie dies letztlich die Preisbildung für Strom determiniert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der Marktmechanismen, unterstützt durch Berechnungsformeln für variable Stromgestehungskosten und die Auswertung von Marktdaten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Einflüsse von CO2-Zertifikaten, die Vorrangregelung für Erneuerbare Energien sowie ökonomische Optimierungsansätze wie das Lastenmanagement.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Merit-Order, variable Kosten, Emissionshandel, Lastganglinien und Liberalisierung des Strommarktes.

Wie beeinflussen CO2-Zertifikate die Merit Order?

Durch die Verteuerung fossiler Brennstoffe verschiebt sich die Angebotskurve nach rechts, was das Preisgefüge ändert und zu höheren Marktpreisen führen kann.

Welche Rolle spielt das Lastenmanagement für die Energieversorger?

Durch die Glättung von Lastspitzen können EVUs ihre Kraftwerkseinsätze besser planen und die Notwendigkeit des Zukaufs von teurem Spitzenlaststrom reduzieren.

Warum ist der Stromaußenhandel relevant?

Er fungiert als Ausgleichsmechanismus, der Preisunterschiede zwischen den europäischen Strombörsen durch Importe oder Exporte nivelliert.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie entstehen Strompreise? Der Merit-Order-Effekt
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,3
Autor
Bernhard Mathä (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
20
Katalognummer
V137364
ISBN (eBook)
9783668202818
ISBN (Buch)
9783668202825
Sprache
Deutsch
Schlagworte
strompreise merit-order-effekt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bernhard Mathä (Autor:in), 2009, Wie entstehen Strompreise? Der Merit-Order-Effekt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/137364
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Leseprobe aus  20  Seiten
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