Inhaltsverzeichnis 2
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 E-Learning. 4
2.1 Definition des Begriffs E-Learning 4
2.2 Die Entwicklung des E-Learning 5
2.2.1 1950 - 1970 5
2.2.2 1970-1990 5
2.2.3 1990 - 2008 6
2.3 Potentiale des E-Learning 6
2.4 Einschränkungen des E-Learning 7
3 Lernpsychologie im Zusammenhang mit E-Learning 9
3.1 Lernen 9
3.1.1 Definition des Lernbegriffs. 9
3.1.2 Der Lernprozess 10
3.2 Behavioristisches Lernverständnis 10
3.2.1 Klassisches Konditionieren nach Pawlow 11
3.2.2 Lernen am Erfolg nach Thorndike 13
3.2.3 Operantes Konditionieren nach Skinner. 14
3.2.4 Behaviorismus und E-Learning 17
3.3 Kognitives Lernverständnis 17
3.3.1 Lernen durch Einsicht nach Köhler 18
3.3.2 Lernen am Modell nach Bandura 19
3.3.3 Kognitivismus und E-Learning. 20
3.4 Konstruktivistisches Lernverständnis 21
3.4.1 Konstruktivismus und E-Learning. 22
3.5 Motivation 22
3.5.1 Das Leistungsmotiv 23
3.5.2 Motivation und E-Learning 24
4 Fazit 25
5 Literaturverzeichnis 26
1 Einleitung 3
1 Einleitung
Die Bildung der Menschen ist zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor in unserer wissensbasierten Informationsgesellschaft gereift. Nur durch eine nachhaltige sowie hochwertige Wissensvermittlung werden wir unsere Position als wohlhabende Nation in einer globalisierten Welt halten können. Um den Herausforderungen einer weltweit verflochtenen Wirtschaft mit ihren fortlaufenden Innovationen und immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen zu begegnen ist lebenslanges Lernen unerlässlich. Dies bedeutet dass ein größerer Anteil der Bevölkerung in immer kürzeren Intervallen Zugang zu Weiterbildungsmaßnahmen benötigt. Kein Wunder also, dass bereits heute fast 90 % der deutschen Spitzenunternehmen E-Learning einsetzen.
Leider liegt bei Betrachtungen des E-Learnings der Schwerpunkt häufig auf den technischen und medialen Aspekten. Es entsteht der Eindruck, allein der Einsatz von multimedialen Inhalten erhöht die Qualität der Lernmaßnahme. Es hat sich allerdings herausgestellt, dass aufwendig aufbereitete Lernprogramme bei weitem kein Garant für erfolgreiches Lernen sind.
Das Anliegen dieser Seminararbeit ist es, E-Learning aus der Sicht der Lernpsychologie zu betrachten. Es sollen Faktoren aufgezeigt werden, welche einen entscheiden Einfluss auf den Erfolg einer E-Learning-Maßnahme haben. Hierzu wird zunächst geklärt, was sich hinter dem Begriff E-Learning verbirgt, welcher Entwicklungsprozess bis heute stattgefunden hat und wo dessen Stärken und Schwächen liegen. Im Anschluss werden die Theorien der Lernpsychologie detailliert beschrieben und mit E-Learning in Verbindung gesetzt. Abschließend werden mit dem Themenbereich der Motivation Gründe geliefert, weshalb manche Personen mehr Erfolg anstreben als andere, warum einige Lernende die Lust am elektronischen Lernen verlieren und wieso E-Learning vielleicht doch die überlegenere Form des Lernens sein könnte.
2 E-Learning 4
2 E-Learning
Der Begriff E-Learning steht zumeist für „electronic learning“ 1 und wurde erst im Jahr 1998 gebräuchlich, 2 obwohl die Ursprünge dieser Lernform bis in den Fünfziger-Jahre des letzten Jahrhunderts zurückreichen.
So existieren aktuell mehrere Schreibweisen zu dieser Begrifflichkeit. Eine Suche bei Google.de 3 lieferte für die Varianten mit Bindestrich etwa 62.000.000 Treffer, für jene Varianten ohne Bindestrich etwa 16.000.000 Ergebnisse.
Im weiteren Verlauf der Arbeit wird die gebräuchlichste Schreibweise „E-Learning“ verwendet.
2.1 Definition des Begriffs E-Learning
Eine einheitliche Abgrenzung des Begriffes E-Learning ist in der wissenschaftlichen Literatur derzeit nicht greifbar. 4 Gründe hierfür sind zum einen die große Bandbreite an unterschiedlichen Produkten und Dienstleistungen der E-Learning Anbieter sowie die rasante technologische Weiterentwicklung. 5
Den meisten Definitionen ist allerdings gemeinsam, E-Learning als ein System zu beschreiben, welches raum- und zeitunabhängig Lerninhalte zur Verfügung stellt und damit Individuen und Gruppen das Lernen ermöglicht. 6
Hinsichtlich technischer Merkmale, insbesondere bezüglich netzwerkbasierten Technologien, unterscheiden sich einige Definitionen aber stark. So existieren Auslegungen, die explizit auf die Verwendung des Internets beim E-Learning verweisen, wie jene von Cisco Systems:
„E-learning is Internet-enabled learning. Components can include content delivery in multiple formats, management of the learning experience, and a networked community of learners, content developers and experts. E-learning provides faster learning at reduced costs, increased access to learning, and clear accountability for all participants in the learning process. In today’s fast-paced culture, organizations
1 Vgl. Scheffer/Hesse 2002, S. 46.
2 Vgl. Minass 2002, S. 23.
3 Abruf: 30.05.2008.
4 Vgl. Scheffer/Hesse 2002, S. 45.
5 Vgl. Minass 2002, S. 23.
6 Vgl. ebd., S. 26.
2 E-Learning 5
that implement e-learning provide their work force with the ability to turn change into an advantage.” 7
Andere Definitionen, wie folgende von WR Hambrecht + Co., sprechen hingegen bereits dann von E-Learning, wenn elektronischen Medien egal welcher Form zum Einsatz kommen:
„We define e-learning as the delivery of content via all electronic media, including the Internet, intranets, extranets, satellite broadcast, audio/video tape, interactive TV, and CD-ROM. Yet, e-learning is defined more narrowly than distance learning, which would include text-based learning and courses conducted via written correspondence.“ 8
2.2 Die Entwicklung des E-Learning
2.2.1 1950 - 1970 9
Erste Ansätze des E-Learnings gehen bereits auf die 1950er Jahre zurück. Diese noch äußerst simplen Programme waren nach dem Prinzip der programmierten Unterweisung aufgebaut, welches sich am behavioristischen Lernverständnis 10 orientiert. Das Lernen erfolgt hier in kleinen Schritten, wobei unmittelbar nach jedem Schritt eine Rückmeldung erfolgt. Somit waren diese ersten Lernprogramme immer linear nach folgendem Schema aufgebaut: Auf eine vom System gestellte Frage kann der Nutzer eine Antwort geben, welche im Anschluss wiederum vom System bewertet wird. Die technologische Grundlage für diese Lernprogramme bildeten Großrechenanlagen in Kombination mit dem Autorensystem PLATO und dessen Nachfolger TICCIT.
2.2.2 1970 - 1990 11
In den 1970ern stieg erneut das Interesse am elektronischen Lernen. Allerdings waren in dieser Dekade die technischen Ressourcen noch derart begrenzt, dass lediglich Spezialisten Zugang zu diesen Angeboten hatten.
7 Cisco Systems 2000, S. 1.
8 Bachmann 2000, S. 8.
9 Vgl. Meier 2006, S. 39f.
10 Für eine detaillierte Erläuterung: Siehe S. 10 in dieser Arbeit.
11 Vgl. ebd., S. 40f.
2 E-Learning 6
Der Einzug der Computer in Privathaushalte in den 1980ern führte zum ersten Aufschwung von Lernsoftware. Allerdings konnten diese Programme die Erwartungen der Endnutzer hinsichtlich des Nutzwertes nur selten erfüllen.
2.2.3 1990 - 2008 12
Die fortlaufende technologische Weiterentwicklung in den 1990ern ermöglichte das Darstellen multimedialer Inhalte auch auf für private Endnutzer konzipierten Computern. Für das Lernen am Computer eröffneten sich durch die Verbindung von Text, Grafik, Animationen sowie Audio- und Videodateien fortan neue Möglichkeiten. Auch hinsichtlich der Nutzerfreundlichkeit wurden die in den 1990ern produzierten Lernprogramme gegenüber den Vorgängern deutlich verbessert. Aufgrund von Kosteneinsparungspotentialen fanden elektronische Lernsysteme allmählich auch im Umfeld von Unternehmen ihren Einsatz. Hauptkritikpunkt blieb aber weiterhin der fragliche Mehrwert aus didaktischer Sicht.
Mit der weltweiten Vernetzung, die das Internet mit sich brachte, standen auch für das Lernen neue Potentiale zur Verfügung. So können ohne weitere Investitionen, mit Ausnahme eines Internetanschlusses, Lerninhalte zeitunabhängig von nahezu jedem Ort der Welt abgerufen werden. Durch eine Bereitstellung der Lernsoftware und der Lerninhalte auf einem zentralen Server kann der Nutzer stets auf aktuelle Inhalte zugreifen. Diese Form des E-Learning wird als Web Based Training (WBT) bezeichnet und schließt im Normalfall internetbasierte Kommunikationsformen wie Chat, E-Mail und Newsgroups mit ein.
Eine evolutionäre Weiterentwicklung innerhalb des WBT sind Lernplattformen und Lernmanagementsysteme (LMS). Durch die Kombination der Lernumgebung mit einem Portal, sowie Kommunikationsmöglichkeiten soll das Lernen vereinfacht, strukturiert und organisiert werden.
Potentiale des E-Learning 13 2.3
Ein wesentlicher Faktor für die Popularität des E-Learnings ist die Möglichkeit der Kostenreduktion. Diese fällt bei Seminaren mit einer hohen Teilnehmerzahl, aber auch bei Kursen, bei denen es keiner Betreuung bedarf am deutlichsten aus. So entfallen bei- 12 Vgl.ebd., S. 41-45.
13 Vgl. ebd., S. 60-67.
2 E-Learning 7
spielsweise Kosten für die Anreise der Kursteilnehmer, den Unterhalt der Schulungsräumlichkeiten oder Dozenten Honorare. Im Idealfall ersetzen automatisierte Abläufe, von der Einschreibung in einen Kurs bis hin zur Ausstellung einer Teilnehmerurkunde, den zur Verwaltung notwendigen Kostenanteil.
Desweiteren kann E-Learning dazu beitragen, den zeitlichen Aufwand für das Lernen wirtschaftlicher zu gestalten. So können, aufgrund der zeitlichen und räumlichen Flexibilität, die das E-Learning mit sich bringt, Leerzeiten als Lehrzeiten genutzt werden. Darüber hinaus hat der Lernende die Möglichkeit, bereits vorhandenes Wissen mit den Lerninhalten individuell abzustimmen. Da hierbei nicht, wie etwa bei einer Präsenzveranstaltung, auf den Wissensstand der Gruppe Rücksicht genommen werden muss, entfällt eine redundante Wissensvermittlung. Auch eventuelle räumliche Distanzen, welche zur Teilnahme an einer Präsenzveranstaltung zurückgelegt werden müssen entfallen beim E-Learning und wirken sich positiv auf die Zeit-Bilanz aus.
Entscheidend für den Einsatz von E-Learning ist - neben der Zeit- und Kostenreduktion - eine Steigerung der Effizienz, welche sich für den Teilnehmer in einem erhöhten Lernerfolg und für die betreibende Organisation in einer verbesserten Leistungserbringung niederschlägt. Treiber hierfür sind möglichst genau auf die Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnittene Lernangebote, welche anhand einer für die Lernenden angemessenen Art und Weise vermittelt werden und sich letztlich durch eine hohe Anwendbarkeit auszeichnen.
Aufgrund begrenzter Kapazitäten können Schulungsangebote mittels Präsenzveranstaltungen häufig nicht einen vorhandenen Bedarf abdecken. Durch den Einsatz von E-Learning kann das Angebot näher an der Nachfrage ausgerichtet werden. Als Beispiel sei hier der permanente Zugriff auf E-Learning Systeme genannt. Ein entsprechendes Seminar kann hingegen, z.B. mangels Teilnehmer ausfallen, oder zu einem bedarfsfremden Zeitpunkt stattfindet.
2.4 Einschränkungen des E-Learning
Den Möglichkeiten, die das E-Learning bietet, stehen jedoch auch Grenzen gegenüber. So wird das Werkzeug E-Learning hinsichtlich didaktischer Methodik nicht immer optimal angewendet. Dies kann zu diesem Zeitpunkt noch auf mangelnde Erfahrungen mit diesem Medium im Vergleich zu herkömmlichen Seminaren zurückgeführt werden. Ob es sinnvoll ist, Präsenzveranstaltungen durch E-Learning zu ersetzen ist fallweise zu
Arbeit zitieren:
Daniel Rapp, 2008, E-Learning aus Sicht der Lernpsychologie, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Probleme bei der Realisierung von E-Learning Projekten
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