Die Methodik der Grounded Theory
INHALTSVERZEICHNIS
Kapitel 1: Einleitung 3
1.1 Definitionen zur professionellen Identitätsbildung 3
Kapitel 2: Identitätsbildung durch individuelle Ressourcen 3
2.1 Biographie 3
2.2 Prozess. 4
2.3 Subjektivität 5
Kapitel 3: Identitätsbildung als Arbeit 5
3.1 Fort- und Weiterbildung. 5
3.2 Methodik und Reflexivität 6
Kapitel 4: Fazit 7
Anhang 8
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Kapitel 1: Einleitung
1.1 Definitionen zur professionellen Identitätsbildung
In der Literatur findet man verschiedene Ansätze zur Indentitätsbildung derer, die in der Sozialen Arbeit tätig sind. Nach Treptow gewinnt man Identität durch den Zuwachs an Verhaltenssicherheit, Gewohnheiten erlangt man wiederum durch regelmäßige, kompetente Teilhabe und sind nichts weiter als erlernte Handlungen. Dadurch gewinnt man Intentionalität und kann Handlungen inszenieren, die Veränderungen in der sozialen Umgebung bewirken können (vgl. Memo 9).
Korte und Schäfers bezeichnen Identität andererseits als Selbstkonzept, jeweils erforderliche, soziale Rolle, aber auch als Arbeit, erlangt durch beispielsweise Reflexivität (vgl. Memo 1 -4). Diese These unterstützt Keupp, der der Meinung ist, das Identität nichts anderes als eine Anpassungsleistung eines jeden Einzelnen an sein Umfeld und die von diesem gestellten Bedingungen ist (vgl. Memo 5).
Nach Otto und Dewe kann es allerdings keine gemeinsam fundierte Identität Sozialer Arbeit geben, da die Anforderungen an jedes einzelne Berufsfeld, von denen es eine große Vielfalt gibt, zu unterschiedlich sind, um ein gemeinsames Selbstverständnis zu entwickeln (vgl. Memo 8). Sicherlich kann man allerdings wie auch Peter behaupten, dass Orte der Identitätsbildung unter anderem die Hochschule, die Praxis und schlussendlich die Weiterbildung, als Anker zum lebenslangen Lernen sind (vgl. Memo 7). Doch wie sieht ein in der Praxis tätiger Sozialarbeiter seinen Weg zur Indentität? Wie hat er ihn bestritten, wo gab es Hindernisse und was war in seinen Augen förderlich? Theoretisch kann viel erläutert und definiert werden, wo jedoch sind die Vergleichspunkte und Ansätze im Praxisverbund? Exemplarisch wird hier nun versucht, einen Bezug zwischen Theorie und Praxis herzustellen, einerseits um der Praxis eine Chance in der wissenschaftlichen Debatte zu geben, andererseits um zu überprüfen, ob Theorie und Praxis kongruent sind.
Kapitel 2: Identitätsbildung durch individuelle Ressourcen
2.1 Biographie
Zur Indentitätsbildung zählt die eigene Biographie nach Aussagen in Interview V zu eine der wesentlichen Voraussetzungen. Die eigene „Sozialisation“ scheint in all ihren
„Erscheinungsformen“ prägend für die spätere „Berufswahl“(Interview V, Z. 17) zu sein.
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Frühkindliche Anerziehung von „Werten und Normen“ (Interview V, Z. 77)durch die Herkunftsfamilie haben daher für die Identitätsbildung im Interview V eine ausschlaggebenden Wirkung.
„Christlich“ (Interview V, Z. 17) steht allerdings auch für Nächstenliebe und gegenseitige Unterstützung, allgemein also für religiöse Werte, eventuell kommt sein Berufswunsch auch durch diese frühkindliche Internalisierung von christlichen Tugenden. Weiter gibt der Interviewte an, dass sich seine Identität mit laufender Lebenserfahrung oder wie er es nennt „Berufserfahrung“ (Interview V, Z. 32) verändert hat. Identität ist folglich auch eine Summe der Lebenserfahrungen eines Individuums, welche je nach Biographie unterschiedlich von Statten geht und quasi von Geburt an beginnt. Identität scheint daher kein festes Gefüge zu sein, sie hat kein Ende und ist ein lebenslanger Begleiter. „....Also neben Kollegen... an Hand derer ja so Typen von Sozialarbeitern (...) deutlich wurden und ähm als positives oder negatives Beispiel dienten...“ (Interview V, Z. 5-7) Interessant ist hierbei auch, dass er angibt, sich seine Kollegen als positive oder negative Vorbilder genommen zu haben, wo er durch Imitation, aber auch durch ein selbstständiges typisieren derer eine Basis und ein Grundverständnis bzw. eine „Grundhaltung“ (Interview V, Z. 140), also eine persönliche Einstellung, für sich selbst geschaffen hat.
2.2 Prozess
Identität entwickelt sich allerdings wie man daran sehen kann, dass sie sich über eine ganze Biographie herausbildet, nicht an einem einzigen Tag und ist vollendet. Identität ist ein Entwicklungsprozess, der durch den „Erwerb“ (Interview V, Z. 25) vieler Einzelteile erst zu einem Ganzen wird. Eine Herausbildung braucht „Zeit“ (Interview V, Z. 9), aber muss auch in der „Realität“ (Interview V, Z. 36) bestehen können.
Identität entwickelt sich unter anderem auch am Klienten selbst als Alltags tauglich und anwendbar. Im Leben treffen immer unterschiedliche Aufgaben auf einen, diese sind gemischt mit Druck, Stress, aber auch Spaß und Vielfalt. Identität als fester Begriff kann daher nie vollendet sein, da es immer neue „Impulse“ (Interview V, Z. 27) geben wird und sie sich immer wieder selbst „ausbildet“ (Interview V, Z. 143), wie ein Fluss mit all seinen Windungen, es kann beschwerlicher oder leichter sein, doch weiter geht es immer. Identität ist eine Art Umsetzung des Selbstkonzepts, beantwortet die Frage nach dem eigenen
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Arbeit zitieren:
Lena Kölblin, 2009, Die Methodik der Grounded Theory, München, GRIN Verlag GmbH
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