Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis....................................................................................................................... 2
1. Einleitung 3
2. Der Dualismus von Gut und Böse. 5
2.1 Einführende Gedanken. 5
2.2 Der Eine Ring - Symbol für Macht und Korruption. 6
2.2.1 Dem Ring völlig verfallen: Gollum 7
2.2.2 Führe uns nicht in Versuchung : Boromir 8
2.2.3 sondern erlöse uns von dem Bösen: Galadriel 8
2.3 Wie kann der Widerstand gegen die Macht des Rings gelingen? 9
2.3.1 Mondschein, Sternenlicht und der Wind vom Berggipfel: Tom Bombadil 9
2.3.2 Liebe versus Macht: Sam Gamdschie 10
2.4 Wer oder was wirkt durch oder aus der Kraft des Ringes: 11
2.5 Das Böse ist abhängig vom Guten 12
2.6 Gut und Böse auf der Grundlage des Manichäismus 13
2.6.1 Exkurs: Beschreibung des Manichäismus: 13
2.6.2 Manichäische Glaubenslehre im HdR. 14
3. Religiöse Motive 16
3.1 Einleitende Gedanken: 16
3.2 Ein religiöses Werk, das die Religion nicht erwähnt: 16
3.2.1 Die Schaffung einer neuen Welt: der Schöpfungsmythos 17
3.2.2 Eine Botschaft christlicher Werte 17
3.2.3 Gnade und Barmherzigkeit vor Recht und Selbstgerechtigkeit 18
3.2.4 Erlösung im Sinne einer höheren Gerechtigkeit 20
4. Zusammenfassende Gedanken 21
Literatur : 22
Basisliteratur : 22
Filme : 22
Sekund ärliteratur: 22
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1. Einleitung
„Der Herr der Ringe“ - literarische Kultschöpfung, mythenschweres Epos des Abendlandes, die Bibel der Fantasy-Erzählungen,…nur einige wenige Aussagen, die man am Anfang von unzähligen Rezitationen oder Inhaltsangaben, die es zu Tolkiens Werk gibt, finden kann. Was macht es aus, dass die Geschichte um eine Welt, die von Hobbits, Elben, Zwergen, Orks und anderen mythischen Wesen erzählt, zu einem Stück Weltliteratur gemacht hat? Meine eigene Antwort darauf ist, dass Tolkiens Werk so fasziniert, weil er damit nicht nur ein Stück Literatur sondern ein Stück Welt neu geschaffen hat. Dieser Eindruck bestätigt sich vor allem dann, wenn man neben dem Herrn der Ringe 1 auch sämtliche Vorgeschichten (z.B. „Der kleine Hobbit“ oder „Das Simarillion 2 “) und Erzählungen aus der „alten Welt“ (z.B. „Nachrichten aus Mittelerde“ oder „Die Kinder Hurians“) liest. „Es ging ihm um nichts Geringeres als darum, die Welt noch einmal zu schaffen,…“(vgl. Spaemann, 1992, In: Spaemann, 2002, S. 56).
Friedhelm Schneidewind, ein Experte für Fantasy-Literatur, hat sich in vielfältiger Weise mit mythologischen Erzählungen und im Speziellen mit Tolkiens Werken auseinandergesetzt und diese in mehreren eigenen Werken aus unterschiedlichen Gesichtspunkten rezitiert. So sieht er Tolkiens geschaffene Welt zwar als keine Welt, die sich auf unsere reale Welt beziehen sollte aber sie kann auf unsere Realität durchaus Einfluss nehmen: „Mittelerde ist jene phantastische Welt, die für viele von uns zum beliebten Zufluchtsort geworden ist, an dem wir ganz im Sinne Tolkiens Erholung und Trost 3 finden“ (Schneidewind 2006, S. 9). Tolkien, der häufig nach möglichen Deutungen und Hintergründen gefragt wurde, stand derartigen Interpretationen, die aus dem Herrn der Ringe auf die Realität umgelegt werden könnten, sehr ablehnend gegenüber. Im Vorwort zur Ausgabe von 1984 schreibt er daher:
“Aber ich habe eine herzliche Abneigung gegen Allegorie in all ihren Erscheinungen, und zwar immer schon, seit ich alt und wachsam genug war, um ihr Vorhandensein zu entdecken. Wahre oder erfundene Geschichte mit ihrer vielfältigen Anwendbarkeit auf das Denken und die Erfahrung der Leser ist mir sehr viel lieber. Ich glaube, dass
1 Im Folgenden wird hier die Abkürzung „HdR“ für „Herr der Ringe“ verwendet
2 „Das Simarillion“, „Die Kinder Hurians“ und „Nachrichten aus Mittelerde“ lagen von J.R.R. Tolkien nur in Manuskripten vor. Die Bücher wurden erst postum veröffentlicht, nachdem sie von seinem Sohn Christopher Tolkien überarbeitet wurden.
3 „Fantasy, Recovery, Escape and Consolation“ diese Aspekte bietet laut Tolkien die Fantasy. (Tolkien, 1947 in Schneidewind, 2006, S. 9)
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viele Leute „Anwendbarkeit“ mit „Allegorie“ verwechseln; aber die eine ist der Freiheit des Lesers überlassen, die andere wird ihm von der Absicht des Autors aufgezwungen“ (Tolkien im Vorwort zur revidierten englischen Ausgabe von 1966, Die Gefährten, 1984 S. 13)
Tolkien wehrte sich also gegen eine direkte Übertragung seiner fiktiven Welt auf unsere reale Welt. Seine Erzählung soll eine Fantasy-Geschichte bleiben. „The tale is after all in the ultimate analysis a tale,…“ (Tolkien, 1954, In: Carpenter, 2006, S. 188). Dennoch, so meine ich, kann Mittelerde zu unserer Welt werden, wenn wir ihre moralischen und ethischen Werte in unsere Welt übertragen.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit möglichen Weltanschauungsmodellen und religiösen Ansätzen, die man im HdR finden könnte. Ich beziehe mich dabei, neben meinen eigenen Interpretationsversuchen und auf die bereits erwähnte, vielfältige Sekundärliteratur, die sich zu Tolkiens Werken entwickelt hat, vor allem auf die Aussagen des Autors selbst, die ich aus dem gesammelten Werk seiner vielen Briefe beziehe.
Als roter Faden zieht sich der Kampf zwischen Gut und Böse sowie zwischen Macht und Ohnmacht durch die Erzählung. Mit diesen Dualitäten, sowie deren möglichen Erklärungen und Weltanschauungen dahinter, möchte ich mich in einem ersten Teil dieser Arbeit näher auseinandersetzen.
Macht kommt in vielfältiger Weise zum Ausdruck in Tolkiens Werken - und über lange Strecken entsteht auch der Eindruck, dass nur das Böse eine schier unbesiegbare Macht inne hat, symbolisiert in der manipulierenden Kraft des EINEN Ringes: „Ein Ring sie zu knechten, ein Ring sie zu finden, ein Ring sie ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden“(Tolkien, Die Gefährten, S. 71) - so der Ringspruch, mit dem diese Macht zum Ausdruck gebracht werden sollte.
Hier gilt es die Fragen zu klären, in welcher Form dieses Symbol der Macht zum Tragen kommt, wie weit der Ring selbst diese Kraft in sich trägt und warum ihm einige Wenige sogar widerstehen können?
In einem zweiten Teil der Arbeit möchte ich mögliche, religiöse Ansätze, die man im HdR finden könnte, zur Diskussion stellen. Gerade der Aspekt der Religion ist es, der bis heute die Diskussionen um das Werk nicht abbrechen lassen. Obwohl Tolkien explizite religiöse Traditionen absichtlich vermieden hat, enthält das Werk als Ganzes zentrale ethische und religiöse Botschaften. In meinen Ausführungen möchte ich vor
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allem auf diese Gesamtwirkung eingehen. Beispielhaft sollen aber auch einzelne diskutierbare religiöse Motive angesprochen werden.
2. Der Dualismus von Gut und Böse
2.1 Einführende Gedanken
Tolkiens Erzählung ist eine Erzählung von Gut und Böse: Von Licht und Finsternis, von Macht und Ohnmacht, wie sie klarer nicht dargestellt werden kann. Der Dualismus dieser beiden Prinzipien findet sich sowohl an jedem großen Schauplatz als auch in der Charakteristik der miteinander bzw. gegeneinander agierenden Wesen - er zieht sich als „der“ rote Faden durch alle drei Teile und ist im Wesentlichen der zentrale Inhalt. „The story is cast in terms of a good side, and a bad side, beauty against ruthless ugliness, tyranny against kingship,…” (vgl. Tolkien, 1954, In: Carpenter, 2006, S. 179).
Die freundlichen Hobbits aus dem Auenland ziehen in die grausame, alles vernichtende Gegend von Mordor; der weise Zauberer Gandalf, der auf der Seite der Gefährten als beinahe engelhafte Erscheinung für das Gute kämpft - gegen den ebenfalls weisen Zauberer Saruman, der allerdings von Saurons Macht korrumpiert, nun auf dessen Seite für das Böse kämpft; die Elben gegen die Orks 4 und nicht zuletzt der Eine Ring gegen alle anderen.
Die Thematik von „Gut und Böse“ muss also nicht erst mühsam gesucht werden, man ist mit ihr durchgängig, beinahe frontal, konfrontiert. „The Lord of the Rings is a story about the struggle between good and evil. We understand it immediately because it is our story too.” (Davison, 2003 S. 99). Womit gesagt werden soll, dass in Tolkiens Fantasy-Werk durchaus Motive realen, menschlichen Denkens und Handelns dargestellt werden. „Gut und Böse haben sich nicht in jüngster Zeit geändert; und sie sind auch nicht zweierlei bei Elben und Zwergen auf der einen und Menschen auf der anderen Seite. Ein Mann muss sie unterscheiden können im Goldenen Wald ebenso wie in seinem eigenen Haus.“ (Aragorn zu Éomer, HdR, Die zwei Türme, S. 43).
4 . „…und so züchtete Melkor das ekle Volk der Orks, in Neid und Hohn den Elben nachgebildet, deren bitterste Feinde sie später waren.“ (Tolkien, Das Silmarillion, S. 63). Orks verkörpern demnach das Böse, obwohl sie aus dem einst weißen und guten Volk der Elben entstanden sind.
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Da im HdR jeder Kampf zwischen diesen beiden Prinzipien unter dem Einfluss des Einen Rings steht, ist es an dieser Stelle notwendig, vor aller Analyse, eine Auseinandersetzung mit der Macht des Rings zu stellen.
2.2 Der Eine Ring - Symbol für Macht und Korruption
Diese Zeilen aus dem Ringgedicht, fassen die Geschichte um die Verteilung der einst 20 Ringe kurz zusammen, wobei vor allem die letzten beiden Zeilen, auf die Macht dieses einen besonderen Rings hinweisen sollten. Oder wie Gandalf es Frodo gegenüber darstellt: „Dies ist der Meister-Ring, der Eine, der alle Ringe, beherrscht…“(HdR, Die Gefährten, S. 71)
Gerade dieser Vers wirft nun die grundsätzliche Frage auf, woher diese korrumpierende Macht ursächlich kommt: ist es der Ring selbst oder ist es eine externe Kraft, die erst über den Ring zur Wirkung gelangt? „Zum einen aktiviert er als psychischer Verstärker im Träger die dunklen Wünsche, Sehnsüchte und Ängste, und zum anderen tritt er als bösartige Macht mit einem eigenem Willen auf.“ (Häusler, 2003 S. 6)
Die entscheidende Aussage für mich ist hier, dass über den Ring, als Symbol der Macht, die Gedanken und Bedürfnisse der Träger jeweils negativ beeinflusst werden. Wenn Elrond sagt: „[der Ring] ist durch und durch böse“ (HdR, Die Gefährten, S. 325), so meint er damit, dass der Ring nicht nach Belieben - also auch für gute und edle Wünsche - verwendet werden kann, sondern dass seine Wirkung stets einhergeht, mit dem Streben nach selbstsüchtiger und habgieriger Macht. „Schon der Wunsch nach ihm verdirbt das Herz“ (ebd).
Die Besitzer des Rings sind den Versuchungen zum Teil völlig ausgeliefert, werden quasi zum Sklaven des Rings - jeder freie Wille, jegliches moralische Denken scheint der Gier nach Macht unterworfen zu sein. (vgl. Tolkien, 1951 In: Carpenter, 2006, S. 154) „Er ist viel mächtiger, als ich zuerst zu denken wagte, so machtvoll, dass er zuletzt jeden Sterblichen, der in besitzt, völlig unterwerfen würde“ (Gandalf zu Frodo, HdR, Die Gefährten, S. 66f).
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Insofern ist die Aussicht auf uneingeschränkte Macht im HdR für die meisten eher eine Bürde, als eine Frohbotschaft. Eric Katz, der seine Auseinandersetzungen zum Thema Macht mit Welterklärungsmodellen nach Plato belegt, gelangt in diesem Zusammenhang zu dem Schluss, dass ein derartiges Leben, das im Grunde die Selbstaufgabe des eigenen Willens fordert, trotz aller vermeintlicher Macht, letztendlich nicht glücklich machen kann. „All the power in the world cannot compensate for the psychological emptiness of an immoral life.” (Katz, 2003 S. 8)
2.2.1 Dem Ring völlig verfallen: Gollum
Als Musterbeispiel im HdR für ein derart unglückliches Wesen, weil von der Macht völlig korrumpiert, sei hier Gollum genannt. Sein ganzes jämmerliches Dasein dreht sich um die Suche „nach seinem Schatz“. Gollum lebt völlig vereinsamt und verwahrlost. Die Besessenheit über den Ring hat ihn zu einem geistig und körperlich kranken Wesen gemacht, eine Art gespaltene Persönlichkeit, die nur mehr mit sich selbst redet und auch mit sich selbst um den Ring hadert. [HDR, DIE ZWEI TÜRME, TEIL 1, SZENE 29 „GOLLUM UND SMÉAGOL“]. Selbst dort, wo er Frodo und Sam seine Hilfe anbietet, ihnen den Weg nach Mordor zu zeigen, sind seine wahren Absichten, nämlich einzig den Ring wieder zurückzugewinnen, offensichtlich. „Ja, ja, Herr; gib ihn zurück. Sméagol wird ihn gut aufheben; er wird viel Gutes tun, besonders den netten Hobbits.“ (HdR, Die Zwei Türme, S. 281).In dieser Szene erkennt auch Frodo, welchen Einfluss die Macht des Rings auf Geist und Seele eines Wesens ausüben kann. „In Gollum we see merely the final result of the life led in the pursuit of power, a life of misery and corruption“ (vgl. Katz, S. 10).
Dieses Bild wird in Buch und Film durchgängig illustriert, obwohl es keine einzige Szene gibt, in der Gollum auch tatsächlich den Ring benützt. Seine Gier nach dem Ring hat ihren Ursprung in einer längst vergangenen Zeit, wo er den Ring auch tatsächlich besessen hat [HDR, DIE RÜCKKEHR DER KÖNIGE, TEIL 1, SZENE 1 „DER RINGFUND“]. Seit damals scheint jedoch durch den Ring eine höhere (nicht sichtbare) Macht auf ihn Einfluss zu haben.
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2.2.2 Führe uns nicht in Versuchung…: Boromir
Als ein weiteres Beispiel für die korrumpierende Macht des Rings sei hier die Begegnung zwischen Frodo und Boromir in den Wäldern bei Amon Hen genannt. [HDR, DIE GEFÄHRTEN, TEIL 2, SZENE 43 „PATH GALEN“]. Hier wird vor allem die zunehmende Wandlung durch die geistige Beeinflussung, die vom Ring ausgeht, deutlich. Boromir versucht Frodo zuerst noch mit vernünftigen Argumenten davon zu überzeugen, dass der Ring in den Händen eines Ritters nicht für Böses verwendet werden würde: „Wir in Minas Tirith sind in langen Jahren der Prüfung standhaft geblieben. Wir trachten nicht nach der Macht von Zauberern, sondern nur nach Stärke, um uns zu verteidigen, Stärke für eine gerechte Sache.“ (HdR, Die Gefährten, S. 480) Doch seine Argumente bekommen schon wenig später eine nach Macht gierende Färbung: „Der Ring würde mir Befehlsgewalt geben. Wie ich die Heere von Mordor zurücktreiben wollte und wie sich alle Männer unter meinem Banner scharen würden! […] Er sollte mir gehören. Gib ihn mir! […] Tod und Verderben über dich und alle Halblinge!“ (Die Gefährten, S. 480ff) Unmittelbar nach diesem Ausbruch, ist Boromir aber wieder Herr über seine eigenen Gedanken und erkennt daher selbst den ungewollten Angriff gegenüber Frodo: „ Was habe ich getan? […] Mich überkam der Wahnsinn, aber jetzt ist es vorbei.“(HdR, Die Gefährten, S. 482). „Boromir is the just man who finds a Ring of Power and is unable to resist the temptation to act with impunity, as if he were a god. The desire for the power of the Ring so corrupts his soul […]. The ethical lesson is clear: a Ring of Power corrupts even the person who is brave, strong and virtuous.” (Katz, 2003 S. 11).
2.2.3 …sondern erlöse uns von dem Bösen: Galadriel
Eine ähnlich herausfordernde Situation wird mit Galadriel dargestellt, als ihr Frodo, jedoch freiwillig, den Ring anbietet. [HDR, DIE GEFÄHRTEN, TEIL 2, SZENE 39
„Du willst mir den Ring freiwillig geben! Anstelle des Dunklen Herrschers willst du eine Königin einsetzen. Und ich werde nicht dunkel sein, sondern schön und entsetzlich wie der Morgen und die Nacht! Schön wie das Meer und die Sonne und der Schnee auf dem Gebirge! Grausam wie der Sturm und der Blitz! Stärker als die Grundfesten der Erde. Alle werden mich lieben und verzweifeln!“ (HdR, Die Gefährten, S. 441).
Galadriel demonstriert hier in einer sehr poetischen und ausdrucksstarken Weise, wie der Ring ihren Charakter spalten würde. Da sie sich dessen aber bewusst ist, kann sie der Versuchung widerstehen und möchte sich dieser
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Persönlichkeitsveränderung nicht ausliefern: „Ich bestehe die Prüfung […] und werde Galadriel bleiben.“ (ebd. S. 441)
2.3 Wie kann der Widerstand gegen die Macht des Rings gelingen?
Die Versuchung und der Widerstand dagegen lassen sich als eine Beziehung von Macht, Korruption und Moral beschreiben (vgl. Katz, 2003 S. 13). Während Boromir für kurze Zeit aufgrund der Machtkorruption zu unmoralischen Handeln verführt wird, kann sich Galadriel gegen diese zwiespältige Versuchung wehren, indem sie sich auf ihre eigene Kraft und geistige Unabhängigkeit besinnt, die nicht durch eine externe Macht korrumpiert werden sollte. „Through her, Tolkien shows us that a strong and virtuous person can refuse the temptation of immense power, even at a great personal cost;” (ebd. S. 13)
Mit Tom Bombadil und Sam Gamdschie illustriert Tolkien jedoch zwei Charaktere, die der Macht des Rings völlig ohne Zweifel widerstehen können - noch mehr als Galadriel, die sich letztlich dazu entscheidet, gelingt ihnen dies aus einer persönlichen Selbstverständlichkeit heraus. Was unterscheidet diese beiden nun von den restlichen Figuren?
2.3.1 Mondschein, Sternenlicht und der Wind vom Berggipfel 5 : Tom Bombadil
Tom Bombadil 6 ist das Sinnbild für Integrität. Er ist zwar „der Meister von Wald, Wasser und Berg“ (HdR, Die Gefährten, S. 158), aber „die Bäume und die Gräser und alles, was im Land wächst oder lebt, gehören sich selbst.“ (ebd., S. 158). Tolkien selbst empfindet die Gestalt des Tom Bombadils als nicht unbedingt notwendig für den Verlauf seiner Erzählung, aber er sieht in ihm so etwas wie ein Kommentar zur Betrachtung der Welt.
„[…if] you take your delight in things of themselves without reference to yourself […] then the question of the rights and wrongs of power and control might become utterly
5 vgl. Die Gefährten, S. 158
6 In der Verfilmung kommt die Figur des Tom Bombadils nicht vor.
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meaningless to you, and the means of power quite valueless” (Tolkien, 1954, In: Carpenter, 2006, S. 179).
Bombadil ist ein Kommentar zur Achtung vor der Natur und der selbstverständlichen Zufriedenheit mit sich und der Welt, die ihm umgibt. Insofern kann er einen Ring der Macht für seine Zwecke weder nützen noch missbrauchen. „[He ]is not tempted at all by the Ring. He is perfectly content with his place in the world, and has no desire at all to get more than his fair share. “(Davison, 2003 S. 105). Diese Immunität gegenüber der Macht des Rings befähigt ihn sogar als Einzigen, Frodo zu sehen, während er den Ring angesteckt hat. „So blind ist der alte Tom Bombadil denn doch nicht. Nimm deinen goldenen Ring ab! Deine Hand ist hübscher ohne ihn.“ (HdR, Die Gefährten, S. 169)
2.3.2 Liebe versus Macht: Sam Gamdschie
Sam Gamdschie, der Gärtner, der zum Helden wird, indem er die Macht nicht fordert, sondern ablehnt - und dies gelingt ihm mühelos aus einer ganz natürlichen Haltung heraus. Obwohl er Frodo während der gesamten Wanderung nach Mordor nicht von der Seite weicht, hat der Ring keinen Einfluss auf sein Denken. Sams Ring-Immunität lässt sich mit zwei moralischen Grundhaltungen erklären: Zum einen ist es die grenzenlose Liebe und treue Untergebenheit gegenüber seinem „Herrn Frodo“. Der deutlichste Hinweis dafür wird in jener Szene gezeigt, wo Sam von Frodos Tod überzeugt ist. [HDR, RÜCKKEHR DER KÖNIGE, TEIL 2, SZENE 43 „DIE ENTSCHEIDUNGEN DES MEISTER SAMWEIS“]. Nur mit starkem Widerwillen nimmt er Frodo den Ring ab, um ihn nun allein nach Mordor zu tragen. Allerdings kehrt er schon nach wenigen Schritten wieder um, da er für sich erkannt hat, dass er diesen Weg nicht allein gehen kann: „Mein Platz ist bei Herrn Frodo. Sie müssen das verstehen - Elrond und der Rat und die großen Herren und Frauen mit all ihrer Weisheit. Ihre Pläne sind gescheitert. Ich kann nicht ihr Ringträger sein. Nicht ohne Herrn Frodo!“ (HdR, Die Zwei Türme, S. 398) Diese aufopferungsvolle Liebe setzt Tolkien mit einer „Entsagung und Unterordnung des eigenen Willens im Interesse der anderen“ gleich. (vgl. Blount 2003, S. 98). Seine „bedingungslose Liebe“ gegenüber Frodo ist so selbstlos (vgl. Davenport, 2003 S. 216), dass gerade diese Haltung seinen starken Charakter ausmacht. [HDR, RÜCKKEHR DER KÖNIGE, TEIL 2, SZENE 66 „IHN KANN ICH NICHT TRAGEN, ABER ICH KANN DICH FÜR IHN TRAGEN“]
Neben der Liebe zu Frodo, ist es Sam´s einfacher Hobbit-Geist, oder - um es mit Tolkiens eigenen Worten zu beschreiben - „geistige Kurzsichtigkeit“, (vgl. Tolkien,
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1963, In: Carpenter 2006, S. 329), warum er jeglichen Ringversuchungen so mühelos widerstehen kann: „In dieser Stunde der Anfechtung war es die Liebe zu seinem Herrn, die am meisten dazu beitrug, dass er fest blieb; aber tief in seinem Inneren war auch sein schlichter Hobbitverstand noch unbesiegt: er wusste im Grunde seines Herzens, dass er nicht stark genug war, um eine solche Last zu tragen,…“ (HdR, Die Rückkehr des Königs, S. 198).
Mit diesem im Grunde sehr gewöhnlichen Charakter des Sam Gamdschie, demonstriert Tolkien am deutlichsten, wie es gelingen kann, ohne großen Zauber oder extravagante Fähigkeiten, dem Einfluss der Macht, der durch den Ring zur Wirkung kommt, zu widerstehen. „To resist the Ring is to remain oneself, to be the person you are without any extraordinary powers.” (Katz, 2003 S. 20). Gerade aus diesem einfachen Verhalten erwächst jedoch seine ganze Größe. In verschiedenen Briefen beschreibt Tolkien Sam als „…a most heroic character“ (vgl. Tolkien, 1956, In: Carpenter, 2006 S. 244). Der entscheidende Punkt aber ist, dass ihm diese Eigenschaft als „chief hero“ in dieser Form selbst gar nicht bewusst ist: „He did not think of himself as heroic or brave, or in any way admirable…” (Tolkien, 1963, In: Carpenter, 2006 S. 329). Wie Galadriel weiß auch Sam über die Grenzen seiner Macht Bescheid und sieht auch keinen Bedarf, diese Macht zu vergrößern, da er mit dem was er hat, zufrieden ist: „Der eine kleine Garten eines freien Gärtners war alles, was er brauchte und was ihm zustand,…“(HdR, Die Rückkehr des Königs, S. 198) „For Galadriel, Bombadil and Sam, the characters who most clearly reject the Ring […] their strength comes from their awareness of their own being,…If you need a Ring of Power to live your life, you have chosen the wrong way” (Katz, 2003 S. 20)
2.4 Wer oder was wirkt durch oder aus der Kraft des Ringes:
Nach diversen Erörterungen darüber, wer dem Ring auf welche Art verfallen ist bzw. welche Charaktere der Korruption des Rings widerstehen können, bleibt noch immer die Frage offen, wie oder wodurch die Kraft des Rings gesteuert wird. Hier bin ich im Zuge meiner Recherchen auf unterschiedliche Meinungen in der Literatur gestoßen. Wie schon zuvor, war es mir auch in diesem Punkt wichtig, vor allem die Überlegungen des Autors selbst in meine Betrachtungen mit einzubeziehen. In diesem Sinne kann davon ausgegangen werden, dass es ist nicht der Ring selbst ist, der diese manipulierende Kraft auf ihre Träger ausübt, sondern es ist Saurons böse
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Energie, dessen eigener Wunsch nach uneingeschränkter Macht, der die Wirkung des Rings beherrscht. 7 „The Ring is not an example […] of an independent evil force in the world, since it is animated by Sauron´s will and Power. […] Diese Erkenntnis deckt sich auch mit Tolkiens eigener Wahrnehmung, indem er sagt, dass Sauron einen Großteil seiner „inhärenten Macht“ auf den Ring übertragen hat, um so die geforderte “Weltherrschaft” zu erreichen. (vgl. Tolkien, 1951 In: Carpenter, 2006 S. 153). „There is no `evil metal` in Tolkiens world […] The Ring doesn’t corrupt people; Sauron´s power working through the Ring corrupts people.” (vgl. Davison, 2003 S. 101).
Ziel und Sinn der Mission der Gefährten, ist es, den Ring zu vernichten, um damit Saurons Macht zu beenden bzw. das Böse als solches zu eliminieren. „Wird der Ring vernichtet, so wird er stürzen; […] und er wird auf immerdar verstümmelt sein und zu einem bloßen Geist des Bösen werden, der sich in den Schatten selbst verzehrt, aber nicht wieder wachsen wird oder Gestalt annehmen kann. Und so wird ein großes Übel der Welt beseitigt sein“ (HdR, Die Rückkehr der Könige, S. 173)
Nur so ist es auch möglich, dass der Dualismus zwischen Gut und Böse als durchgängiges Motiv der Erzählung gewahrt werden kann. In einem nächsten Kapitel möchte ich der Frage auf den Grund gehen, in welcher Form diese beiden Prinzipien zueinander in Beziehung stehen.
2.5 Das Böse ist abhängig vom Guten
„Evil is like the darkness of a shadow: light is necessary for shadows to exist, but shadows are not necessary for light to exist. Goodness is primary and independent, whereas evil is secondary and depends on goodness” (Davison, 2003 S. 102).
So wie ein Schatten nicht aus sich selbst heraus existieren kann, braucht auch das Böse erst das Gute damit es überhaupt erst wahrgenommen werden kann. Diese vergleichende Darstellung, wird in manchen Quellen als „boethianische 8 Auffassung“ bezeichnet (vgl. Häusler, 2003), andere Quellen belegen, dass ihr Ursprung auf den Heiligen Augustinus (354 - 430 n.Chr.) zurückgeht. Es sollte damit ausgesagt
7 Eine Darstellung, wie es sich zugetragen hat, dass Sauron einst den Ring verloren hat, indem ihm Isildur (zu Isildurs Erben zählt Aragorn) den Ring vom Finger schnitt und wie Saurons Macht ohne Ring zuerst vernichtet geglaubt, aber dann wieder zu wirken begann, findet sich im Simarillion. „Er nahm den Großen Ring wieder an sich und umkleidete sich mit Macht; […] Nun wurde der Wald anders benannt: Er hieß fortan Düsterwald, denn tiefer Nachtschatten lag auf ihm, […] Es war Saurons Schatten.“ (vgl. Das Simarillion, S. 394-407)
8 Boëthius, (475-526 n.Ch) spätantiker christlicher Philosoph (vgl. Internetlexikon Wikipaedia)
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werden, dass das Gute zwar absolut vorherrschen kann, das Böse jedoch immer nur in Abhängigkeit vom Guten existiert. „...evil is a lack of goodness, as darkness is a lack of light. “ (Davison, 2003 S. 102). „Der Schatten“ als solches findet sich auch im HdR als häufig verwendete Allegorie mit dem Bösen:
„Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn“ (Teil des Ringgedichts, HdR, Die Gefährten, S. 71) „Immer nach einer Niederlage […] nimmt der Schatten eine andere Gestalt an und wächst wieder“ (Gandalf erzählt von Sauron, HdR, Die Gefährten, S. 72))
„…und unter den Schwingen der Nazgûl fielen die Schatten des Todes dunkel auf die Erde“ (HdR, Rückkehr der Könige, S. 254)
Als Beispiele für die Verwendung des Schattens, um damit das Gute auszudrücken: „Auf der Kuppe des Hügels stand Gandalf, […], und kein Schatten fiel auf ihn“ (HdR, Rückkehr der Könige, S. 254)
Am Ende der Erzählung, nachdem der Ring vernichtet wurde, fragt Sam den plötzlich wieder lebendigen Gandalf: „Gandalf! Ich glaubte, du seiest tot. Und dann glaubte ich, ich sei tot! Stellt sich alles Traurige als falsch heraus. Was ist mit der Welt geschehen?“ [Und Gandalf antwortete] „Ein großer Schatten ist von ihr gegangen!“ (ebd., S. 258).
2.6 Gut und Böse auf der Grundlage des Manichäismus
Wo auch immer in der Literatur die Beziehung zwischen Gut und Böse im HdR näher beleuchtet wird, stößt man auf den Manichäismus. Das Weltdeutungsmodell des persischen Philosophen im 3.Jhd v. Chr. wird am häufigsten als Erklärung für den Dualismus zwischen den beiden Prinzipien verwendet. Um die Frage zu beantworten, ob dem HdR tatsächlich ein manichäischen Weltbild zu Grunde liegt, ist es notwendig, die Grundzüge dieser Lehre bzw. dieses Glaubenssystems mit einigen Worten zu erläutern.
2.6.1 Exkurs: Beschreibung des Manichäismus:
Kennzeichnend für das manichäische Glaubenssystem ist ein „uranfänglicher Dualismus von gut und böse“. Uranfänglich bezieht sich darauf, dass der persische Philosoph Mani (216-276 v.Chr) davon ausging, dass es am Anfang zwei Prinzipien gegeben hat: „das eine war der gute, große Vater, der im Lichtland wohnte, das
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andere der Fürst der Finsternis, der im Lande der Finsternis wohnte.“ (vgl. Richter, 1998)
Die Schöpfung dieser Welt hat sich laut Mani, in dem Augenblick vollzogen, als „…das Finsternisreich die Lichtwelt angreifen will. Diese setzt sich dadurch zur Wehr, dass sie in das Finsternisreich Lichtwesen schickt, die dort von fürchterlichen Wesen gefressen werden. Dadurch geriet aber etwas von der Lichtsubstanz in die Dunkelheit und vermischte sich mit ihr. Das Kampfgeschehen verlagert sich gewissermaßen an die Orte der Dunkelheit, so dass das Lichtland nicht mehr in Gefahr war. Der endgültige Sieg über die Finsternis kann aber nur davongetragen werden, wenn sich das Licht wieder von der schlechten Substanz trennt und in das Lichtland zurückgeführt wird.“ (vgl. ebd).
Manis Glaubenslehre umfasst nun viele Schritte, wie es gelingen kann, dass das vollkommene Lichtland wiederhergestellt werden kann. Im Rahmen dieser Arbeit würde eine genaue Darstellung allerdings zu weit führen. Es genügt die Erwähnung, dass es:
„…nach manichäischer Auffassung drei Zeiten gibt, in denen sich alles kosmologische Geschehen einordnen lässt: Die Zeit des Anfanges, in der es die beiden Prinzipien gab, die Zeit der Vermischung und die dritte Zeit, in der der Anfang wiederhergestellt wird.“ (vgl. ebd).
2.6.2 Manichäische Glaubenslehre im HdR
Das Grundmotiv in Tolkiens Erzählung zeigt sehr wohl eine deutliche Parallele zur manichäischen Philosophie: Durch die Mission der Gefährten, die sich auf den Weg machen, den Ring nach Mordor zu bringen, um ihn dort endgültig zu zerstören, stehen sich von Anfang an die beiden Prinzipien klar gegenüber. „Neun sollten aufbrechen, so hieß es in der Botschaft….“ (HdR, Die Gefährten, S. 428) um gegen „den Dunklen Gebieter in Mordor“ (HdR, Zwei Türme, S. 36), zu kämpfen dessen eigene Mission es ist, „alle Länder wieder in eine zweite Dunkelheit zu hüllen“ (HdR, Die Gefährten, S. 72). Die Ringgeister als seine Diener 9 und der eine Ring, durch den Saurons böser Geist wirkt, lassen die Annahme zu, das Sauron in der Tat wie das Böse an sich dargestellt werden sollte. Allerdings wird das manichäische Weltbild in dem Moment bedeutungslos, wo Elrond sagt: „Nichts ist von Anfang an böse. Selbst Sauron war es nicht“ (HdR, Die Gefährten, S. 325). Elronds Aussage geht auf jene Zeit zurück, als Saurons Macht sich erst zu entwickeln begonnen hat. „…und er beschloss, sich zum Herrn aller Dinge in Mittelerde zu machen, […] Immer noch konnte er eine Maske tragen, um die Augen der Menschen
9 „Die Nazgûl waren sie, die Ringgeister, die furchtbarsten Diener des Feindes“ (Das Simarillion, S. 388)
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zu täuschen und weise und edel zu erscheinen, wenn er das wollte. Doch lieber herrschte er mit Macht und Gewalt,…“ (Das Simarillion, S. 388).
Hier finden sich deutliche Hinweise dafür, dass Sauron nicht als „das“ Böse bezeichnet werden kann, da es davor sowohl eine Entscheidung als auch eine Entwicklung dazu gegeben hat. Tolkien meint, dass Erfolg sehr oft mit dem Herrschen über andere einhergeht. So sieht er letztlich auch Sauron selbst nur als Ergebnis eines von Macht korrumpierten Wesens. (vgl. Tolkien, 1951 S. 146). Damit lässt sich letztlich schließen, dass die manichäische Ansicht, die von einem ursächlich bösen Prinzip ausgeht, im HdR nicht zutrifft. „Denn Sauron selbst ist nur ein Diener oder Sendling“ (Gandalf in Die Rückkehr der Könige, S. 173).
Zusammenfassend führen meine Betrachtungen nun zur Erkenntnis, dass es vor allem der eigene Wille ist, der sich zwischen gut und böse entscheidet: „As long as people have choices, it is possible that they will choose well […] Do we wish to dominate other people and impose our wills upon the world? [or] Do we enjoy the simple goods of the world, with a bit of `plain hobbit-sense’ ” (Davison, 2003 S. 109).
Neben dem eigenen Willen, können aber auch ethische bzw. religiöse Werte die Entscheidung zum Guten unterstützen. Daher möchte ich mich in einem zweiten Teil der vorliegenden Arbeit, damit befassen, welche religiösen Ansätze im HdR gefunden werden können.
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3. Religiöse Motive
3.1 Einleitende Gedanken:
„Der Herr der Ringe ist keine Predigt und kein theologischer Traktat. Das Buch ist eine Erzählung, deren Ziel es ist schön zu sein und dadurch Staunen und Liebe hervorzurufen. In der Tiefe dieser Schönheit entdeckt man die religiöse Dimension, die zutiefst katholisch ist“. (vgl. Waldstein, 2006)
In diesem Sinne möchte ich einleitend festhalten, dass ich mich im folgenden Kapitel hauptsächlich mit dieser religiösen Dimension, die das Buch als Ganzes vermittelt, auseinandersetzten möchte und nur im Einzelnen auf konkrete religiöse Motive eingehen werde. Dieser Zugang ist mir insbesondere deshalb wichtig, weil ich im Laufe meiner Recherchen auf vielfache Aussagen Tolkiens gestoßen bin, in denen er sich entschieden gegen explizite Vergleiche mit religiösen Traditionen ausspricht. So hat er es auch vermieden, religiöse Praktiken oder dezidierte Anbetungen an namentliche Götter 10 , in die Erzählung einzubauen. Die Geschichte sollte nur in symbolischer Form auf religiöse Werte hinweisen:
„The Lord of the Rings is of course a fundamentally religious and Catholic work; unconsciously so at first, but consciously in the revision. That is why I have not put in, or have cut out, practically all references to anything like ‘religion’, to cults or practices, in the imaginary world. For the religious element is absorbed into the story and the symbolism.” (Tolkien, 1953, In: Carpenter, 2006 S. 172).
Auch wenn es Tolkiens Intention war, nur eine unterhaltsame 11 Erzählung zu schreiben, so lässt sich seine religiöse Bedeutung dennoch nicht ganz abstreiten. „…Tolkien conceived his masterpiece as an epic fairy tale with a kind of religious significance.“ (Davenport, 2003, S. 204).
3.2 Ein religiöses Werk, das die Religion nicht erwähnt:
In der Tat findet man im gesamten Werk nur eine einzige Stelle, die sich als religiöses Ritual deuten lässt: „Ehe sie aßen, drehten sich Faramir und alle seine Mannen um und blickten einen Augenblick schweigend nach Westen. Faramir bedeutete Frodo und Sam, es gleichfalls zu tun. „Das tun wir immer“ sagte er, als sie sich setzten. „Wir blicken nach Numenor, das
10 Dies gilt vor allem für den Herrn der Ringe, wo kein einziger Gott je be- bzw. genannt wird. Es trifft jedoch nicht auf Tolkiens Vorgeschichten zu, die von der Entstehung seiner geschaffenen Welten handelt. So findet sich im Simarillion eine detaillierte Beschreibung der Götter der Valar, Melkor und Ilúvatar. (vgl. Das Simarillion)
11 „It was written to amuse“(Tolkien, 1956, In: Carpenter, 2006, S. 232).
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war, und jenseits davon nach Elbenheim, das ist, und nach dem, was jenseits von Elbenheim ist und immer sein wird. Habt ihr keine solche Sitte bei den Mahlzeiten?“ „Nein“ sagte Frodo und kam sich seltsam bäurisch und unerzogen vor.“ (HdR, Die Zwei Türme, S 326). Dazu Tolkien in einem seiner Briefe „I do not think Hobbits parcitsed any form of worship or prayer.”(Tolkien, 1954, In: Carpenter, 2006 S. 193). Auch alle anderen Charaktere zeigen keine traditionell-religiösen Handlungen bzw. werden weder Götter oder Göttinnen noch Tempel oder Kultstätten namentlich genannt: „Tolkiens Helden müssen ihre Entscheidungen scheinbar ohne eine klar sichtbare moralischreligiöse Hilfestellung fällen und können ihr Tun und Lassen nicht nach explizit vorgegebenen heilsgeschichtlichen Mustern ausrichten.“ (Honegger, 2005). Wie ist es nun möglich, dass ohne die explizite Verwendung religiöser Motive, Tolkiens HdR dennoch ein hoher religiöser Stellenwert zugeschrieben wird? Selbst in einer nicht näher gekennzeichneten Rezension im „Osservatore Romano“ wird das Werk als „eine Art von Theologie“ bezeichnet. (vgl. ebd, 27.02.2003)
3.2.1 Die Schaffung einer neuen Welt: der Schöpfungsmythos
Wie bereits in der Einleitung erwähnt, beeindruckt Tolkiens Gesamt-Werk vor allem mit der Schaffung einer vollkommen neuen, einzigartigen mythischen Welt. Dazu schuf er noch nie dagewesene Wesen, wie Elben, Orks oder sprechende Bäume, die Ents. Seine Geschöpfe erhielten eine je eigene Sprache mit eigenem Vokabular, einer eigenen grammatischen Logik und eigenen Schriftzeichen. Tolkien erschuf für seine Handlung eigene Geographien und zeichnete diese in seinen Landkarten. Und Tolkien gab seine Wesen eine uralte Geschichte, ihre Herkunft, ihre Historie und ihre Entwicklung ist bis ins kleinste Detail durchdacht und beginnt am Anfang aller Tage. Durch diese Schöpfung könnte man also zu dem Schluss kommen, dass das Buch so etwas wie eine „natural theology“ (vgl. Davenport, 2003 S. 207) zur Grundlage hat. Eine natürliche Theologie, die aus sich gewachsen ist und die durch ihre handelnden Wesen innerhalb der Erzählung lebendig wird.
3.2.2 Eine Botschaft christlicher Werte
Es sind zentrale religiöse bzw. ethische Werte, die der Erzählung diese besondere Stimmung verleihen, ohne dass es explizit ausgesprochen werden muss. Es geht um Erlösung, Gnade, Liebe und Barmherzigkeit. Um einen Weg, der zu gehen ist und
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eine Aufgabe, die erfüllt werden muss, im Vertrauen, auf die Kraft des Guten, warum der HdR „ein Echo des Evangeliums“ in sich trage. (vgl. Osservatore Romano, 27.02.2003)
Ein sehr schönes Beispiel dafür, wird in jener Szene dargestellt, in der Sam am Schicksalsberg, in einer ziemlich aussichtslosen Situation, plötzlich diese Hoffnung in den Sieg des Guten legt: „Dort, zwischen dem Gewölk über dem dunklen Felsen hoch oben im Gebirge, sah Sam eine Weile einen weißen Stern funkeln. Seine Schönheit griff ihm ans Herz, als er aufschaute aus dem verlassenen Land, und er schöpfte wieder Hoffnung. Denn wie ein Pfeil, klar und kalt, durchfuhr ihn der Gedanke, dass letztlich der Schatten nur eine kleine vorübergehende Sache sei: es gab Licht und hehre Schönheit, die auf immer außerhalb seiner Reichweite waren.“ (HdR, Die Rückkehr der Könige, S. 223)
Dieser Einsatz für das Gute, für die sittliche Bewahrung, wird vor allem von religiösen Menschen mit einem „geschärften Auge“ erkannt. „All die Werte, die das Gute in seiner mannigfaltigen Fülle ausmachen, wie Treue, Barmherzigkeit und Operbereitschaft, erscheinen im Herrn der Ringe in neuer Plastizität,…“ (vgl. Spaemann, 2002 S. 58)
Nicht zuletzt erscheint diese Botschaft deshalb so offenkundig, weil Tolkien selbst ein sehr gläubiger Katholik war. Insofern spiegelt sich in seinem Lebenswerk auch seine Seele wieder (vgl. ebd S. 57). „Es enthält eine Botschaft unabhängig von der expliziten Aussageabsicht des Autors so wie die Schrift für den Graphologen eine Botschaft enthält unabhängig vom Inhalt des Geschriebenen“ (ebd S.57).
3.2.3 Gnade und Barmherzigkeit vor Recht und Selbstgerechtigkeit
„Tolkien’s world shares many similarities with the Christian one, including the possibility of grace” (Spacks, 1968, In: Davenport, 2003, S. 205). Am Finale der Erzählung scheitert Frodo beinahe daran, seine Queste zu erfüllen. Dass die Mission dennoch gelungen ist, erscheint mir als ein gelungenes Beispiel sowohl für den moralischen Hinweis auf hehre Werte wie Mitleid und Vergebung als auch für eine religiöse Symbolik für Gnade und Barmherzigkeit:
In ihrer ersten Unterhaltung über den Ring, erfährt Frodo von Gandalf wie es sich zugetragen hat, dass sein Onkel Bilbo Beutlin in den Besitz des Ringes gekommen ist. [HDR, DIE GEFÄHRTEN, TEIL 1, SZENE 7 „HALT IHN GEHEIM, BEWAHRE IHN GUT“]. Im Laufe der Erzählung erwähnt Gandalf einige Male, das gierige Verlangen Gollums nach dem Ring, das ihn auch bis zu jenem Tag noch dazu treibt, überall nach dem
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Ring zu suchen. Frodo kann nicht verstehen, warum Bilbo Gollum nicht erschlagen hat, als er dazu die Gelegenheit hatte. Gandalf gibt ihm jedoch folgende Erklärung: „Mitleid und Erbarmen hielten seine Hand zurück: nicht ohne Not wollte er töten.“ (HdR, Die Gefährten, S. 82). Einige Dialoge später fügt Gandalf noch hinzu: „Mein Herz sagt mir, dass Gollum noch eine Rolle spielen wird, zum Guten oder zum Bösen, ehe das Ende kommt; […] dann mag Bilbos Mitleid bestimmend sein für das Schicksal von vielen - nicht zuletzt für das deine. (ebd.) Genau diese Szene wird zu Frodos Schlüsselerlebnis als er nach einem Angriff Gollums auch selbst die Gelegenheit nicht nützt, diesen zu töten. [HDR, DIE ZWEI TÜRME, TEIL 1, SZENE 3 „SMÉAGOLS ZÄHMUNG“]. In diesem Moment hört er jenen Dialog, den er einst mit Gandalf geführt hatte, wie „Stimmen aus der Vergangenheit“ (Die Zwei Türme, S. 253). So kommt es, dass auch Frodo im entscheidenden Moment Mitleid mit Gollum hat und trotz früherer Aussagen, keinen Versuch unternimmt, ihn zu töten „Denn jetzt, da ich ihn sehe, habe ich Mitleid mit ihm“ (ebd, S. 254). Sam war in dieser Situation „erstaunt über Frodos Antwort (ebd. S. 254), aber auch er machte im Laufe der Erzählung noch eine ähnliche Erfahrung. Auch er stand Gollum allein gegenüber und hätte die Möglichkeit gehabt, diesen zu töten. „Doch tief in seinem Herzen war etwas, das ihn zurückhielt. Er konnte dieses Wesen nicht erschlagen, das da im Staub lag, verlassen, vernichtet, durch und durch unglücklich.“ (HdR, Rückkehr der Könige, S. 250) Alle drei Szenen sollten am Ende der Erzählung noch ihren finalen Sinn erhalten: Nämlich als Frodo daran scheitert, den Ring aus eigener Kraft in den Abgrund des Schicksalsbergs zu werfen, womit die Mission abgeschlossen werden sollte. Im Moment, in dem Frodo versagt, ist es Gollum, der ihm den Finger mit dem Ring abbeißt, und damit in die Tiefen des Berges stürzt. [HDR, RÜCKKEHR DER KÖNIGE, TEIL 2, SZENE 70, DIE SCHICKSALSKLÜFTE“]
So hat sich auch Gandalfs Vorhersage bewahrheitet und Gollum, der aus Mitleid noch am Leben war, hatte noch seine tragende Rolle zu spielen. „…the salvation of the world and Frodo´s own salvation is achieved by his previous pity and forgiveness of injury.” (Tolkien, 1956, In: Carpenter, 2006 S. 234). Aus den moralischen Motiven Mitleid und Nachsicht, werden letztlich religiöse Werte wie Gnade und „Vergebung der Schuldigen“ ersichtlich. So bekommt gerade das Ende der Erzählung eine gleichzeitig versteckte und doch offensichtliche metaphysische Stimmung. „Tolkien´s religion influences every page of LOTR. If you don´t notice it, don´t worry: that´s just what Tolkien intended. He wanted to be subtle.” (Colpert, S. 108.)
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3.2.4 Erlösung im Sinne einer höheren Gerechtigkeit
Von allen religiösen Motiven, die in Tolkiens Werk hineininterpretiert oder herausgelesen werden könnten, ist das Motiv der Erlösung das augenscheinlichste. Im Film werden hier sehr beeindruckende Szenen von einem feurigen Schicksalsberg gezeigt, der hier auch mit dem Höllenfeuer verglichen werden könnte. Mitten in diesem feurigen Schauspiel, befinden sich Frodo und Sam: am Ende ihrer Kräfte aber erlöst von der Bürde. [HDR, DIE RÜCKKEHR DER KÖNIGE, TEIL 2, SZENE 72 „AM ENDE ALLER TAGE“] „Ja, das ist das Ende, Sam Gamdschie!“ […] Und da war Frodo, bleich und erschöpft, und dennoch wieder er selber; und in seinen Augen war jetzt Friede,…“ (HdR, Die Rückkehr der Könige, S. 253) In diesem Abschnitt der Erzählung, könnten tatsächlich Allegorien zur christlichen Religion, zur prophezeiten Erlösung, gefunden werden: „Here more clearly than anywhere else in his works, Tolkien gives his world the promise of an ultimate redemption, or what theologians caIl an eschatological end or final judgement…“ (Davenport, 2003 S. 206).
Damit ist Frodos Queste aus zweierlei Gründen erfolgreich: zum einen ist es der Erfolg der Gemeinschaft, die durch selbstopfernde Liebe und Treue überzeugt. Zum anderen wird aber ebenso ausgedrückt, dass erst eine höhere Gerechtigkeit (siehe: Gnade und Barmherzigkeit) die endgültige Erlösung bringen konnte. Eine Erlösung, auf die die Macht der sterblichen Wesen keinen Einfluss hat. „Frodo failed. […] But one must face the fact: the power of Evil in the world is not finally resistible by incarnate creatures…” (Tolkien, 1956 In: Carpenter, 2006, S. 252). Hier zeigt sich also ein deutlicher Hinweis auf eine „göttliche“ Dimension im Herrn der Ringe. Soeren Kierkegaard sagt dazu, dass die Religiosität bei Tolkien in einem Erlösungsversprechen liegt, das nur mit einem „göttlichen Zauber“ ermöglicht werden kann. „…the essence of religious faith lies in embracing the promise of a salvation that we cannot achieve by our own good work alone - a salvation possible only by divine miracle…” (Kierkegaard, In: Davenport, 2003 S. 207). Tolkien gibt seinem Werk damit ein ganz spezielles “Happy End”, das uns an das christliche Versprechen erinnert „…there will be a final justice and healing of this world“ (vgl. Davenport, 2003 S. 204).
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4. Zusammenfassende Gedanken
Am Ende meiner Ausführungen möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass es mir sehr wichtig war, neben allen Interpretationen, die es zur Analyse vom HdR gibt, besonders auf die Stimme des Autors geachtet zu haben. Tolkien wollte eine Geschichte erzählen, die durch die Schönheit ihrer Worte und die Spannung ihrer Handlung beeindruckt und Freude bereitet. Es sollte daher weder als Predigt oder moralische Lehre verstanden werden. „I neither preach nor teach“ (Tolkien, 1971 In Carpenter, 200, S. 414).
Dennoch trägt seine Erzählung eine offensichtliche ethische und auch religiöse Botschaft: Die Entscheidung für das Gute - für selbstlose Liebe, Treue und Achtsamkeit gegenüber den Nächsten und der Welt - und das Vertrauen auf das Gute - die prophezeite Erlösung - sind letztlich die zentralen Motive, wie es gelingen kann, den Versuchungen des Bösen zu widerstehen, um sich von seiner Macht nicht manipulieren zu lassen.
Diese Erkenntnis dargestellt in einem Fantasy-Werk, einer mystischen Erzählung, in der eine ganze Welt neu erfunden wird, lässt sich dennoch ganz einfach auf die reale Welt umlegen. Möglicherweise ist gerade das der große Zauber, mit dem Tolkiens Werk auf den/die LeserIn wirkt.
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Literatur:
Basisliteratur:
Tolkien, John Ronald Reuel: Der Herr der Ringe, Die Gefährten, Band I. Aus dem Englischen übersetzt von Carroux Margaret, Stuttgart 1969
Tolkien, John Ronald Reuel: Der Herr der Ringe, Die Zwei Türme, Band II. Aus dem Englischen übersetzt von Carroux Margaret, Stuttgart 1969
Tolkien, John Ronald Reuel: Der Herr der Ringe, Die Rückkehr der Könige, Band III. Aus dem Englischen übersetzt von Carroux Margaret, Stuttgart 1969
Tolkien, John Ronald Reuel: The Letters of J.R.R. Tolkien, In: Carpenter&Tolkien (Hg), London 2006
Tolkien, John Ronald Reuel: Das Simarillion, deutsche Ausgabe, Stuttgart 1999
Tolkien, John Ronald Reuel: Der kleine Hobbit, deutsche Ausgabe, Stuttgart 1989
Filme:
DER HERR DER RINGE, DIE GEFÄHRTEN (Regie: Peter Jackson, USA 2002); extended DVD edition
DER HERR DER RINGE, DIE ZWEI TÜRME (Regie: Peter Jackson, USA 2002); Special extended DVD edition
DER HERR DER RINGE, DIE RÜCKKEHR DER KÖNIGE (Regie: Peter Jackson, USA 2002); Special extended DVD edition
Sekundärliteratur:
Blount, Douglas K: Überhobbits: Tolkien, Nietzsche, and the Will of Power, S. 87 -99, In: Brassham&Bronson (Hg), The Lord of the Rings and Philosophy. One Book to rule them all, Illinois, 2003
Colbert, David: The Magical Worlds of Lord of the Rings: The Amazing Myths, Legends and Facts Behind the Masterpiece, 2002
Davenport, John J: Happy Endings and Religious Hope: The Lord of the Rings as an Epic Fairy Tale, S. 204 - 219, In: Brassham&Bronson (Hg), The Lord of the Rings and Philosophy. One Book to rule them all, Illinois, 2003
Davison, Scott A: Tolkien and the Nature of Evil, S. 99 -110, In: Brassham&Bronson (Hg), The Lord of the Rings and Philosophy. One Book to rule them all, Illinois, 2003
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Katz, Eric: The Rings of Tolkien and Plato: Lessons in Power, Choice, and Morality, S. 5 - 21, In: Brassham&Bronson (Hg), The Lord of the Rings and Philosophy. One Book to rule them all, Illinois, 2003
Spaemann, Cordelia: Der Riss in der Welt. Tolkien und die Hintergründe, Köln 2002 Internetquellen:
Häusler, Ulrike: „Denn nichts ist böse von Anfang an“ - Kreativer Religionsunterricht mit Tolkiens Der Herr der Ringe, Manuskript des in Religion heute (Nr. 55/ Sep 2003, 151-163) abgedruckten Aufsatzes. Online im Internet:
http://www2.huberlin.de/relpaedagogik/mitarbeiter/PDF/haeusler/HdRManuskript.pdf [Stand: 31.08.2009]
Honegger, Thomas: Eine Grammatik der Ethik, Saarbrücken 2005. Online im Internet:
URL: http://www.incantatio.de/mythen.pdf, 43. Folie, 25.08.2009, [Stand: 31.08.2009]
Internetlexikon Wikipaedia:
URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Bo%C3%ABthius, [Stand: 23.09.2009]
Osservatore Romano: nicht näher gekennzeichnete Rezension vom 27.02.2003 Online unter:
URL: http://www.kath.net/detail.php?id=4530)
Richter, Siegfried: Gnosis und Manichäismus in Ägypten - eine kleine Einführung, Münster 1998. Online im Internet:
URL: http://www.uni-muenster.de/Philologie/Iaek/mani.html, [Stand: 28.04.2009]
Schneidewind, Friedhelm: Auszüge aus seinem Vortrag: Tolkien, Mittelerde und der Herr der Ringe, Mannheim 2005. Online im Internet:
URL: http://www.villa-fledermaus.de/vortr-t.htm, [Stand: 12.09.2009]
Schneidewind, Friedhelm, 2006, In: Schneidewind&Weinreich, (Hg.): Mittelerde ist unsere Welt. Wie es wirklich war. 2. Band, Mannheim 2006 Online im Internet:
URL: http://www.stein-und-baum.de/2_me.htm, [Stand: 12.09.2009]
Waldstein, Michael: Auszüge aus seinem Vortrag: Tolkien und Thomas von Aquin über Schönheit", Heiligenkreuz 2006. Online im Internet:
URL: http://www.kath.net/detail.php?id=15111, [Stand: 12.09.2009]
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Karin Riedl, 2009, Weltdeutungsmodelle und religiöse Motive bei J.R.R. Tolkiens Herr der Ringe, München, GRIN Verlag GmbH
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