Inhaltsverzeichnis
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TabellenNNNNNNN und Abbildungsverzeichnis III
I. Krügers Programmprofile im dualen Fernsehsystem und deren Kritik durch
Weiss Trebbe (Jana Olbrich und Susanne Richter) 1
0. Einleitung 1
1. Die ARD ZDF Programmanalyse 2
1.1 Allgemeine Aspekte und Zielsetzung 2
1.2 Ausgangspunkt der Analyse 3
2. Das Informationskonzept der AL-MStudie 4
2.1 Ziele der AL-MFernsehprogrammforschung 4
2.2 Kategoriensystem von Weiss und Trebbe 5
2.2.1 Messung der Informationsleistung 5
2.3 Kritik an der Konzeption der AL-MStudie 6
2.4 Zum Verständnis von Fernsehinformation 7
3. Kritik an beiden Analysesystemen 8
II. Programmstrukturanalyse des ost- und westdeutschen Fernsehens
1989 1991 (Anke Fischer) 10
1. Einleitung und Hypothesenbildung 10
2. Begriffsdefinitionen 11
3. Kategoriensystem 13
4. Materialbasis und Codiervorgang 15
4.1 Programmzeitschrift vs. Programmablaufprotokoll 15
4.2 Künstliche vs. Natürliche Wochen 16
4.3 Pre-Test 16
4.4 Codiervorgang 17
5. Auswertung 17
5.1 Allgemeine Aspekte 17
5.2 Untersuchung des Politikanteils der westdeutschen Sender 18
5.3 Untersuchung des Politikanteils der ostdeutschen Sender 19
5.4 Untersuchung der Spiel- und Fernsehfilme 20
5.4.1 Untersuchung der Filme im ersten Programm des DDR-Fernsehens 20
5.4.2 Untersuchung der Filme im zweiten Programm des DDR-Fernsehens 21
5.4.3 Untersuchung der Filme im DDR-Fernsehens insgesamt 22
5.5 Zwischenbilanz 22
6. Fehleranalyse Fehlerquellen 23
7. Fazit 24
Literaturverzeichnis 25
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis
Tabelle 1: Themenschwerpunkte der Fernsehpublizistik in der Prime Time 2000
Tabelle 2: Zeitliche Aufteilung des Untersuchungszeitraumes
Tabelle 3: Codierte Zeiten je Sender und Zeitraum in Minuten
Abbildung 1: Prozentualer Anteil politischer Sendungen am Gesamtprogramm pro
Abbildung 2: Prozentualer Anteil politischer Sendungen am Gesamtprogramm pro
Sender und Zeitraum für die ostdeutschen Sender (DDR1 und DDR2)
Tabelle 4: Prozentualer Anteil politischer Sendungen im Gesamtprogramm des
Tabelle 5: Prozentualer Anteil der Spielfilme am Gesamtprogramm des DDR-
Abbildung 3: Anteil der Spiel- und Fernsehfilme nach Herkunft und Zeitraum im
ersten Programm des DDR-Fernsehens
Abbildung 4: Anteil der Spiel- und Fernsehfilme nach Herkunft und Zeitraum im
zweiten Programm des DDR-Fernsehens
Abbildung 5: Anteil der Spiel- und Fernsehfilme nach Herkunft und Zeitraum im
DDR-Fernsehen insgesamt (erstes und zweites Programm)
I. Krügers Programmprofile im dualen Fernsehsystem und
deren Kritik durch Weiss & Trebbe
Einleitung
Seit einigen Jahren lässt sich anhand von Alltagsgesprächen, öffentlichen Diskussionen und Beiträgen der Fernsehkritik die Tendenz verfolgen, dass das Angebotsspektrum des Fernsehens zunehmend in dem polarisierenden Begriffspaar der Fernsehinformation und Fernsehunterhaltung zusammengefasst wird. Doch auf eine Erklärung, was diese Begriffe eigentlich bedeuten, wird verzichtet. Man wird immer wieder mit ihnen konfrontiert, so dass man den Rezipienten unterstellt, Bescheid zu wissen. Bei genauerer Betrachtung löst sich die Eindeutigkeit der Kategorien jedoch allmählich auf. Trotzdem werden Information und Unterhaltung häufig im gleichen Atemzug mit den Kategorien Politik, Gesellschaft, Spielfilmen und Bildung genannt. Vor allem für die öffentlich-rechtlichen, aber auch die privaten Anbieter ist es von besonderer Bedeutung, wie hoch ihre Informationsleistung ist. 1 Dabei können aber schon allein die Methoden von Informationsanalysen „leicht zum Gegenstand von Interessenskonflikten werden.“ 2
Im ersten Teil Untersuchungsmöglichkeiten vorstellen, die der inhaltsanalytischen Datengewinnung dienen und damit, so Weiss und Trebbe, „kontinuierliche Erkenntnisse zur Programmqualität im deutschen Fernsehen“ liefern: Zuerst geht es um die seit 1985 existierende Programmstudie, die von der ARD/ZDF-Medienkommission durchgeführt wird. Im zweiten Punkt gehen wir auf die kontinuierlichen Fernsehprogrammforschung ein, die seit 1997 für die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Landesmedienanstalten von Hans-Jürgen Weiss und Joachim Trebbe durchgeführt wird und „in den Aufsichtsaufgaben der Landesmedienanstalten in der dualen Rundfunkordnung begründet [...] ist.“ 3 Und obwohl beide Studien unterschiedlich angelegt sind, haben beide in etwa die gleichen Ziele: Definition, Operationalisierung und Messung von Fernsehinformationen in einem medienpolitisch sensiblen Forschungsfeld.
1 Sie dient der Legitimation des besonderen, gebührenfinanzierten Status in der dualen Rundfunkordnung.
2 Weiss & Trebbe, S. 51.
3 Weiss & Trebbe, S. 51.
1
Der zweite Teil der Arbeit ist dem praktischen Teil gewidmet. Hier wird beschrieben, wie und warum wir welche Hypothesen gebildet haben, er legt dar, wie wir das Kategoriensystem erstellt haben und beschreibt die Codierung und dabei aufgetretene Probleme und natürlich die Ergebnisse.
1. Die ARD/ZDF - Programmanalyse
1.1 Allgemeine Aspekte und Zielsetzung
Das Ziel der ARD/ZDF-Programmanalyse liegt in der „Ermittlung von Kennwerten zur Kennzeichnung der besonderen Informationsleistung von öffentlich-rechtlichen Fernsehprogrammen“ 4 . Die ermittelten Ergebnisse erscheinen jährlich in der Zeitschrift „Media Perspektiven“. Die ARD/ZDF – Programmstatistiken spiegeln die organisatorische Verantwortung für den Programmoutput wieder. 5 Mit den erarbeiteten Programmdaten wird die langfristige Angebotsentwicklung der öffentlich – rechtlichen und privaten Hauptprogramme, der Dritten Programme der ARD, sowie der öffentlich – rechtlichen Kulturprogramme beschrieben. 6 Das gesamte Angebot des Fernsehprogramms wird bei den Analysen in die Bereiche Fernsehinformation und Fernsehunterhaltung eingestuft. Implizit wird unterstellt, dass sich das Informationsangebot eines Fernsehprogramms valide ermitteln und gegenüber der Fernsehunterhaltung abgrenzen lässt. Die Abgrenzung gegenüber Unterhaltungsangeboten kann auf Sendungsebene erfolgen. 7
Die ARD/ZDF-Programmanalyse unterteilt die Informationsgattungen wie folgt 8 :
Nachrichtensendungen
Aktuelle Wettersendungen Frühmagazine
Mittagsmagazine Politische Informationssendungen Wirtschaftssendungen
Regionalsendungen Zeitgeschichtliche Sendungen
4 Weiss & Trebbe, S. 52.
5 Ebd., S. 51.
6 Vgl.: Krüger: Das Problem bleibt das Problem. S. 73.
7 Vgl.: Weiss & Trebbe, S. 52f.
8 Krüger 2000, S. 286; so zitiert in Weiss & Trebbe, S. 53.
2
So werden zum Beispiel die „Tagesschau“ der ARD der Informationsgattung Nachrichtensendung, die „Drehscheibe Deutschland“ des ZDF der Informationsgattung Mittagsmagazine und die Sendung „Kopfball“, ebenfalls des ZDF, zur Gattung der Wissenschaftssendung zugeordnet. Nach dieser Zuordnung erfolgt nun die Zusammenfassung in die Programmsparte Information. „Die Informationsquote eines Programms ist der prozentuale Anteil aller als Information definierten und codierten Sendungen an der Gesamtsendezeit.“ 9 Diese Daten werden nach außen zur Selbstdarstellung und nach innen zur eigenen Kontrolle verwendet.
1.2 Ausgangspunkt der Analyse
Wie man an der Einteilung der Informationsgattungen der ARD/ZDF-Fernsehprogrammanalyse erkennen kann, vermeidet diese Konzeption eine inhaltlichthematische Definition. Ausgangspunkt der Analyse ist eher ein pragmatischoperationalistischer Ansatz. Im Grunde stehen bei diesem Ansatz inhaltlich undefinierte Sendungsformen wie Nachrichtensendungen, Frühmagazine etc. bei der Festlegung dessen, was als Fernsehinformation begriffen und empirisch erfasst wird, gleichberechtigt neben zum Teil inhaltlich 10 , zum Teil funktional definierten Kategorien 11 . Für Weiss und Trebbe hat diese Art der Analyse nicht genügend Konsistenz, eben weil die ARD/ZDF-Studie immer vollständige Sendungen als Information oder Nicht-Information einstuft.
Sendungen, die sich nur mit einem Thema beschäftigen, und die man den Bereichen Politik, Wetter, Wirtschaft, Zeitgeschichte, Kultur, Wissenschaft, Technik, Natur und Tiere zuordnen kann, zählen hier auf jeden Fall zum Informationsangebot eines Programms – Alltag, Gesellschaft und Boulevard eventuell auch. 12 Um Sendungen, die mehrere unterschiedliche Themen behandeln, der Unterhaltung oder der Information zuordnen zu können, ist es unvermeidbar, auf die inhaltlich-thematische Definition zu verzichten und statt dessen das Sendungsformat zum Ein- oder Ausschlusskriterium zu machen. Doch das Konzept kommt nicht wirklich ohne ein inhaltlich-thematisches Informationsverständnis aus. Deshalb stützt sich inzwischen ein Teil der Informationsanalyse auf detaillierte Untersuchungen unterhalb
9 Weiss & Trebbe, S. 54.
10 zum Beispiel politische Informationssendungen
11 zum Beispiel unterhaltungsorientierte Informationssendungen
12 Vgl.: Weiss & Trebbe, S. 54.
3
der Ebene von Sendungen. Seltsamerweise treten aber genau seitdem konzeptionelle Probleme der ARD/ZDF-Fernsehprogrammforschung auf. Die Analyse der Beiträge umfasst – abgesehen von zwei Ausnahmen - die non-fiktionalen Programmangebote. Fernsehnachrichten und Morgenmagazine bzw. das Frühstücksfernsehen werden weiterhin pauschal als Informationsangebote eingestuft. 13 Aber letzten Endes bringt die Analyse auf Beitragsebene nach Meinung von Weiss und Trebbe nicht allzu viel, denn liegt der Schwerpunkt bei Mehrthemensendungen auf politischen Themen, werden sie als Ganzes der Information zugerechnet, geht es vor allem um Human-Touch-Themen, werden sie als Unterhaltung eingestuft. So bleibt alles beim alten. Als Beispiel lässt sich die Sendung „Hier ab Vier“ im MDR-Fernsehen nennen. Sie umfasst sowohl politische Themen im Bezug auf das Weltgeschehen wie auch auf die Region, aber auch Human-Touch- und Ratgeber-Themen kommen nicht zu kurz. Da letztere überwiegen, wird die Sendung der Sparte Unterhaltung zugeordnet.
Die Zeit der Sendungen, die nach thematischen Kriterien zur Fernsehinformation gezählt werden plus die Zeit der Nachrichtensendungen und Morgenmagazine, die nach formalen Kriterien eingestuft werden, ergeben zusammen die Sendezeit, die nach wie vor die Basis der in dieser Studie für die konkurrierenden Programme ermittelten Informationsquoten.
2. Das Informationskonzept der ALM-Studie
2.1 Ziele der ALM-Fernsehprogrammforschung
Die seit 1997 bestehende kontinuierliche ALM-Fernsehprogrammforschung der Landesmedienanstalten hat drei wichtige Funktionen zu erfüllen: Erstens die Kontrolle der Angebote privater Fernsehveranstalter im Hinblick auf Leistungsanforderungen aus dem Rundfunkstaatsvertrag und den Mediengesetzen zur Begründung der Lizenzierung. Zweitens die Kontrolle des Vielfaltgebots, der Einhaltung von Werberegeln und des Jugendschutzes und drittens die Kontrolle programmlicher Anforderungen für die Belegung von Plätzen im Kabelnetz.
13 Diesen Analysen kommt bei der Bestimmung der Informationsleistung der Sender laut Weiss & Trebbe nur
eine Hilfsfunktion zu.
4
Arbeit zitieren:
Susanne Richter, Jana Olbrich, Anke Fischer, 2003, Programmstrukturanalysen, München, GRIN Verlag GmbH
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