Hochschule Neu-Ulm
Seminararbeit im Studienschwerpunkt Banken-, Investitions- und
Versicherungswirtschaft
Anforderungen an ein Liquiditätsrisikomanagement von Kreditinstituten
Thema erhalten: 20.03.2008
Arbeit abgeliefert: 02.05.2008
Verfasser: Andreas Blum
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Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis ... 3
Abkürzungsverzeichnis ... 4
1. Einleitung ... 5
1.1. Einführung in die Problemstellung ... 5
1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit... 5
2. Grundlagen und Entstehung ... 6
2.1. Definition Liquidität... 6
2.2. Definition Risikomanagement ... 7
2.3. Arten und Entstehung von Liquiditätsrisiken ... 7
2.3.1. Refinanzierungsrisiko ... 7
2.3.2. Abrufrisiko... 8
2.3.3. Terminrisiko ... 8
3. Gesetzliche Anforderungen und Aufsichtsbehörden ... 8
3.1. Gesetzliche Richtlinien und Verordnungen ... 8
3.2. Aufsichtsbehörden ... 9
4. Liquiditätsrisikomanagement und seine Instrumente... 9
4.1. Analyse des Liquiditätsrisikos ... 9
4.2. Messung des Liquiditätsrisikos... 11
4.3. Steuerung des Liquiditätsrisikos... 12
4.4. Instrumente ... 13
4.4.1. Liquidity at Risk ... 13
4.4.2. Liquidity-Value at Risk ... 14
4.4.3. Interne Ratingverfahren... 15
5. Liquiditätsrisikomanagement am Beispiel der Subprimekrise ... 16
6. Zusammenfassung und kritische Würdigung... 16
Literaturverzeichnis ... 17
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Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Laufzeitbänder gemäß § 2 Absatz 1 LiqV... 10
Abb. 2: Nettomittelabflüsse und Liquidity at Risk ... 14
Abb. 3: Liquiditätsablaufbilanz und Liquidity-Value at Risk... 15
4
Abkürzungsverzeichnis
KWG
Kreditwesengesetz
MaRisk
Mindestanforderungen an das Risikomanagement
LiqV
Liquiditätsverordnung
BaFin
Bundesanstalt
für
Finanzdienstleistungsaufsicht
LaR
Liquidity
at
Risk
L-VaR
Liquidity-Value
at
Risk
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1. Einleitung
1.1 Einführung in die Problemstellung
Wie jede Art von Unternehmung strebt auch eine Bank
1
an, Gewinn zu erzielen.
Dieser Kerngedanke wird bei Kreditinstituten durch die Ziele Wachstum, Rentabilität
sowie Sicherheit ergänzt. Dabei kann die Liquidität, welche für die Erwirtschaftung
von Erträgen notwendig ist, als Nebenbedingung der genannten Ziele angesehen
werden. Das Generieren von Erträgen ist jedoch zwangsläufig mit Risiken
verbunden, worunter auch das Liquiditätsrisiko fällt.
Diese Art von Risiko gilt es zum einen im Rahmen des bankinternen
Risikomanagements wahrzunehmen. Andererseits muss versucht werden, das
Liquiditätsrisiko und die dadurch unter Umständen entstehenden Kosten möglichst
minimal zu halten. So schreibt beispielsweise die Deutsche Bank in ihrem
Geschäftsbericht 2007 folgendes: "Das Liquiditätsrisikomanagement stellt sicher,
dass die Bank stets in der Lage ist, ihre Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht zu
erfüllen. Im Jahr 2007 hat unser Liquiditätsrisikomanagement einen wichtigen
Beitrag zur Sicherung der Liquidität und einer soliden Finanzierungsstruktur
geleistet."
2
Um ein solches Liquiditätsrisikomanagement erfolgreich umsetzen zu
können, sind sowohl aufsichtsrechtliche als auch bankbetriebswirtschaftliche
Vorgaben bzw. Aspekte zu berücksichtigen. Doch welche konkreten Anforderungen
sind im Rahmen eines Liquiditätsrisikomanagements zu erfüllen?
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
Ziel dieser Arbeit ist es, die Anforderungen an ein modernes
Liquiditätsrisikomanagement bei Banken unter Berücksichtigung der
aufsichtsrechtlichen und gesetzlichen Bestimmungen in anschaulicher Weise
vorzustellen. Des Weiteren soll ein Einblick in vorhandene Instrumente bzw.
Konzepte gegeben werden, welche bei der Umsetzung eines erfolgreichen
Liquiditätsrisikomanagements von Bedeutung sind.
Folgende Vorgehensweise wird dabei eingehalten werden: Nach dieser Einleitung
werden im zweiten Kapitel die grundlegenden Begriffe des
1
Die Begriffe Bank, Institut, Kreditinstitut sowie Bankbetrieb werden in dieser Arbeit synonym
verwendet.
2
O.V. (Finanzbericht 2007), S. 92.
6
Liquiditätsrisikomanagements erläutert und auf die Entstehung und Arten von
Liquiditätsrisiken eingegangen. Im Anschluss beleuchtet Kapitel drei die wichtigsten
gesetzlichen Richtlinien und Verordnungen sowie die zuständigen
Aufsichtsbehörden. Der Schwerpunkt der Arbeit widmet sich dem vierten Abschnitt.
Darin wird aufgezeigt, wie eine adäquate Analyse, Messung und Steuerung von
Liquiditätsrisiken bei Kreditinstituten
erfolgen kann. Ferner werden in diesem Teil der
Arbeit die dafür notwendigen Instrumente beschrieben: Neben dem Konzept des
Liquidity at Risk und des Liquidity-Value at Risk befasst sich dieses Kapitel auch mit
internen Ratingverfahren bei Banken. Weiter veranschaulicht wird die Bedeutsamkeit
das Liquiditätsrisikomanagement im fünften Abschnitt anhand der aktuellen Situation
auf den Finanzmärkten durch die Subprimekrise. Die Arbeit wird im sechsten Kapital
durch eine Zusammenfassung abgerundet und schließt mit einer kritischen
Würdigung.
2. Grundlagen und Entstehung
2.1 Definition Liquidität
Der Begriff der Liquidität kann sowohl im kurzfristigen als auch im langfristigen Sinne
definiert werden.
Auf kurzfristige Sicht bezeichnet Liquidität die Fähigkeit eines Instituts, seinen
Zahlungsverpflichtungen jederzeit fristgerecht innerhalb einer bestimmten Periode
nachkommen zu können.
3
Ist diese Bedingung erfüllt, so ist die Bank liquide,
andernfalls herrscht Illiquidität.
Von der langfristigen Liquidität wird gesprochen, wenn die Bank dazu fähig ist, "(...)
genügend langfristige Refinanzierungsmittel auf der Passiva aufzunehmen, um die
gewünschte Entwicklung auf der Aktivseite zu ermöglichen".
4
Aufgrund dessen stellt
die Liquidität bei Kreditinstituten einen entscheidenden Erfolgsfaktor dar. Sie kann
daher neben der Rentabilität und der Sicherheit als eines der wichtigsten Ziele eines
Bankbetriebs angesehen werden.
3
Vgl. Bartetzky, P. (Liquiditätsrisikomanagement 2008 a), S. 8.
4
ebd., S. 8.
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