Inhaltsverzeichnis
1 Abkürzungen 3
2 Einleitung 4
2.1 Was ist die G 20 4
2.2 Fragestellungen und Hypothesen der Seminararbeit 5
3 Brasiliens streben nach Macht und Einfluss 7
3.1 Theorie kurz gefasst 7
3.2 Das Streben nach sozialer und wirtschaftlicher Macht Brasiliens 7
3.3 Zwischen-Fazit 9
4 Aussenpolitik als Reflex der Innenpolitik 9
4.1 Öffnung der Blackbox 9
4.2 Macht und Einfluss von Verbänden und Interessensgruppen 10
4.3 Ist die Situation der Landwirtschaft in den anderen G20-Staaten vergleichbar 11
5 Ergebnisse der Untersuchung 12
5.1 Zusammenfassung 12
5.2 Offene Fragen und Kritik 13
5.3 Ausblicke 14
Quellen 16
2 Einleitung
2.1 Was ist die G 20?
Die G20 1 möchte nach Aussagen der eigenen Internetseite Agrar - und Entwicklungsländer eine stärkere Stimme in der WTO verleihen, da sich die G20 als Interessenvertretung von 70% der von der Landwirtschaft abhängigen Weltbevölkerung und 26% der gesamten Agrarproduktion versteht. Sie hat Mitglieder aus 3 Kontinenten: Asien, Lateinamerika, Afrika. Die Zusammensetzung der Mitglieder ändert sich immer wieder. Die G20 ist also keine feste Gruppe. Zum Zeitpunkt der Verhandlungen in Cancun gehörten folgenden Staaten
zur G20 2 : Ägypten, Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, China, Indien, Indonesien, Kuba, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Paraguay, Philippinen, Simbabwe, Südafrika, Tansania, Thailand und Venezuela.
Nach Angaben der G20 3 wurde sie von einigen Schwellenländern während der WTO- Verhandlung in Cancún am 20.08.2003 gegründet, um den Agrar – und Entwicklungsländern
eine angemessene Stimme in der WTO zu geben. Die G20 4 schreibt dazu: „The G-20 is a group of developing countries established on 20 August 2003, in the final stages of the preparations for the V Ministerial Conference of the WTO, held in Cancun, from 10 to 14 September 2003. Its focus is on agriculture, the central issue of the Doha Development
Agenda.[..]“ Grund für die Entstehung 5 der G20 war ein von der USA und der EU ausgearbeitetes Agrarabkommen zu verhindern, da einige Entwicklungsländer ihre Interessen durch dieses Abkommen nicht ausreichend vertreten sahen. Außerdem verhinderte die G20
erfolgreich die Diskussion der Singapur-Themen 6 , wie auf an ihren Forderungskatalog (siehe Tab. 1) deutlich wird. Die Verhandlung dieser Themen scheiterte schon vor der Gründung der G20 – während der Doha-Runde -, an den Widerstand einiger Entwicklungsländer. Ob die G
20 den Anspruch die Entwicklungsländer in der WTO zu vertreten gerecht wird, ist
umstritten; so gibt es z.B. eine weitere Interessenvertretung der ärmsten Länder der Erde in
der WTO, die G90. Auch Bösl 7 und Reuter weisen darauf hin, dass die G20 als Vertretung der Entwicklungsländer umstritten ist: „[...] Ob sie jedoch Anführer der Entwicklungsländer und
1 vgl. http://www.g-20.mre.gov.br/history.asp letzer Abruf: 28.07.08 19:45
2 Angaben von Bösl, Anton/Reuter, Patrick: Ein Jahr nach Cancun: War das Scheitern ein Erfolg für die Entwicklungsländer?, KAS-Auslandsinformationen 10.2004 übernommen 3 vgl. http://www.g-20.mre.gov.br/history.asp letzer Abruf: 28.07.08 19:45 4 http://www.g-20.mre.gov.br/history.asp Abruf 02.10.2008 5 vgl. Wiggerthale, Marita: Wo steht die G-20 in den Agrarverhandlungen?, http://www.fairer- agrarhandel.de/mainpool/data/G-20%Unterausschuss.doc Abruf 29.09.2008 19:00 6 Singapur-Themen: Investionen, Wettbewerb, öffentliches Beschaffungswesen und Wettbewerb. Sollen für eine Regulierung der protektionistischen Maßnahmen auf diesen Gebieten sorgen. Die Themen haben vor allen für die Länder des Südens Bedeutung.
7 Bösl, Anton/Reuter ,Patrick: Ein Jahr nach Cancun: War das Scheitern ein Erfolg für die Entwicklungsländer?, KAS-Auslandsinformationen 10.2004, http://www-kas.de Abruf 12.06.08 S.1
somit deren Anwalt sind, ist ungeklärt“ Der Punkt, ob die G20 diesem Anspruch gerecht wird, wird im Rahmen dieser Hausarbeit nicht diskutiert.
Brasilien gehört mit zu der so genannten G3, die als Kopf der G20 gesehen wird. Die G3 sprechen nicht nur in der WTO zum großen Teil mit einer Stimme sondern haben auch weitere gemeinsame machtpolitische Interessen. Zur G3 gehören Brasilien, Indien und Südafrika. Die Staaten der G3 setzen sich zusammen für einen ständigen Sitz für Brasilien und Indien im Weltsicherheitsrat ein.
Wegen der Mitgliedschaft Brasiliens in der G3 und der G20 spielt die Frage nach Macht - und Einfluss-Zugewinn Brasiliens durch Bündnisse eine wichtige Rolle. Die Frage nach Macht und Einfluss durch Bündnisse wird vom Neorealismus theoretisch untersucht. Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, welche endogene Faktoren in Brasilien zum Bedürfnis führen, mehr Macht und größeren Einfluss zu bekommen. Die Frage nach dem Grund in der Mitgliedschaft in der G20 ist deshalb wichtig, weil dieses Bündnis in Stande ist zum Scheitern oder Gelingen von WTO-Verhandlungen bei zu tragen, wie sich am Beispiel von Cancun 8 zeigte.
Tab. 1
Forderungen der G20:
z Ein stärkerer Abbau von Exportsubventionen, direkten Agrarhilfen und Zöllen von der Europäischen Union (EU) und den Vereinigten Staaten (USA) z Keine Behandlung der Singapur-Themen, solange keine substanziellen Ergebnisse beim Abbau von Agrarsubventionen erzielt wurden.30) (Quelle: Bösl, Anton/Reuter, Patrick:Ein Jahr nach Cancún: War das Scheitern ein Erfolg für die Entwicklungsländer? Perspektiven für eine marktwirtschaftlich orientierte Entwicklungspolitik)
2.2 Fragestellungen und Hypothesen der Seminararbeit
Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit den Gründen, warum Brasilien in der G20 ist. Die Gründe werden zum einen unter neo-realistischen Gesichtspunkten gesucht, da Brasilien nach Macht und Einfluss strebt, zum anderen wird eine liberalistische Perspektive hinzu gezogen um zu untersuchen, ob innere Faktoren in Brasilien für das Streben nach Macht und Einfluss eine Rolle spielen.
8 vgl. Dieter, Herribert: Die Welthandelsorganisation nach Cancun, Berlin 2003 S. 1
Quote paper:
Kay Milbert, 2008, Warum ist Brasilien in der G20?, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Die Koalition der G20+ Staaten
Neue Macht des Südens?
Politics - International Politics - Topic: Globalization, Political Economics
Master's Thesis, 92 Pages
Die Koalition der G20+ - Anzeichen einer neuen Machtkonstellation im i...
Politics - International Politics - Topic: Globalization, Political Economics
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 30 Pages
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 25 Pages
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 35 Pages
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 15 Pages
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 25 Pages
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 20 Pages
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Termpaper, 14 Pages
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Script, 46 Pages
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 39 Pages
Kay Milbert's text Warum ist Brasilien in der G20? is now available as a printed book
Kay Milbert has published the text Warum ist Brasilien in der G20?
Kay Milbert has uploaded a new text
philosophische Ermutigung - pr...
R. Aulke, A. Fischer, Anne Fischer-Buck, Karl-Heinz Schaefer, Detlef Zöllner
Beitr GE Zur Ethnographie Und Sprachenkunde Amerika's Zumal Brasiliens...
Carl Friedrich Phil Martius, Martius Carl Friedrich Phillip Von
Beitr GE Zur Ethnographie Und Sprachenkunde Amerika's Zumal Brasiliens...
Carl Friedrich Phil Martius, Martius Carl Friedrich Phillip Von
Unter Den Naturv Lkern Zentral-Brasiliens: Reiseschilderung Und Ergebn...
Karl Von Den Steinen
0 comments