American Beauty und die „sozialwissenschaftlichen Mikrotheorien“
1. Einleitung
Die Mikrosoziologie befasst sich mit dem sozialen Handeln zwischen Individuen in kleinen sozialen Einheiten, wie etwa der Familie, oder kleinen Gruppen. Es geht beispielsweise darum wie sich aus sozialem Handeln soziale Beziehungen entwickeln oder wie soziales Handeln ständig neue Ausgangsbedingungen für neues soziales Handeln schafft. In der vorliegenden Arbeit werde ich vier bekannte mikrosoziologische Theorien vorstellen und deren praktische Anwendung anhand der Analyse eines Spielfilms demonstrieren. Die Protagonisten von American Beauty, einem mit fünf Oscars prämierten Spielfilm aus dem Jahr 1999 werden uns hierfür durch diese Arbeit begleiten.
Nach einer Handlungsübersicht unseres Filmbeispiels, folgt die Vorstellung von Ralf Dahrendorfs Rollentheorie und seinem Homo sociologicus. Anschließend gehe ich, basierend auf Texten von Herbert Blumer, etwas näher auf den symbolischen Interaktionismus ein. Kontrastierend dazu stelle ich danach Gary Beckers radikalen Ansatz der ökonomischen Handlungstheorie vor und schließe mit Pierre Bourdieus sozialem Raum und seinem Habituskonzept.
Innerhalb der einzelnen Kapitel werden uns immer wieder Lester Burnham, der „Held“ von American Beauty, sowie die ihn umgebenden Menschen begegnen, mit deren Hilfe ich versuche die einzelnen Theorien anschaulich darzustellen.
2. Handlung - American Beauty:
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3. Die Rollentheorie
In seinem 1958 publizierten Werk „Homo Sociologicus: ein Versuch zur Geschichte, Bedeutung und Kritik der Kategorie der sozialen Rolle“ versuchte der im Juni 2009 verstorbene Soziologe Ralf Dahrendorf den Menschen als gesellschaftliches Wesen zu analysieren. Der Mensch als homo sociologicus ist nach Dahrendorf als das Gesamte seiner sozialen Rollen, die ihrerseits wieder von Normen, Erwartungen und Sanktionen geprägt sind, zu verstehen.
3.1. Zentrale Begriffe
Im Zentrum der Rollentheorie Dahrendorfs steht der Mensch als Träger sozialer Positionen und Inhaber sozialer Rollen. Unter soziale Position versteht man jeden Ort in einem Feld sozialer Beziehungen, also jede Stellung die eine Person inne hat, egal ob es sich dabei um Geschlechts-, Familien-, oder Berufspositionen usw. handelt. Dahrendorf spricht auch von Punkten oder Orten in einem Koordinatensystem sozialer Beziehungen.
So steht Lester Burnham als Angestellter in einem Positionsfeld mit seinen Arbeitskollegen, als Vater in einem Positionsfeld mit seiner Frau und seiner Tochter, als Hausbesitzer mit seinen Nachbarn usw.
Der Einzelne kann also nicht nur, sondern muss eine Mehrzahl von Positionen einnehmen, wobei vermutlich mit der Komplexität der Gesellschaft auch die Anzahl der auf den Einzelnen entfallenden Positionen wächst. Des Weiteren schließt das Positionsfeld das sich aus einzelnen Positionen ergibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Bezügen ein, ein Umstand den Dahrendorf als Menge von Positionssegmenten bezeichnet. Die Position „Angestellter“ besteht aus den Positionssegmenten „Angestellter - Arbeitskollegen“, „Angestellter - Vorgesetzter“, „Angestellter - Kunden“. (vgl. Dahrendorf, 1977, S.30f) Während die soziale Position gewissermaßen die Koordinaten einer Person in einem Beziehungsgefüge beschreibt, so gibt die soziale Rolle die „Art der Beziehungen zwischen Trägern von Positionen und denen anderer Positionen desselben Feldes an“. Soziale Rollen sind Ansprüche der Gesellschaft an die Träger von Positionen, wobei diese zweierlei Art sein können. Zum Einen richten sich die Ansprüche an das Verhalten der Träger von Positionen (Rollenverhalten), zum Anderen an sein Aussehen und seinen Charakter (Rollenattribute). Da Lester Burnham Angestellter in der Werbebranche ist, werden von ihm ein gewisses, der Werbebranche entsprechendes Aussehen und
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Verhalten erwartet. Insgesamt gibt es drei Merkmale für die Kategorie der sozialen Rolle als Element soziologischer Analyse:
1. Soziale Rollen sind vom Einzelnen prinzipiell unabhängige Bündel von Verhaltensvorschriften.
2. Der Inhalt dieser Verhaltensvorschriften wird von der Gesellschaft bestimmt und verändert.
3. Die in Rollen gebündelten Verhaltensvorschriften stellen für den Einzelnen eine gewisse Verbindlichkeit dar, welcher man sich nicht ohne Konsequenzen entziehen kann. (vgl. Dahrendorf, 1977, S.33ff)
Der Einzelne steht der Gesellschaft also in einem etwas zwiespältigen Verhältnis gegenüber. Einerseits stellt die soziale Rolle einer Person einen gewissen Zwang durch die Erwartungen der Gesellschaft dar, andererseits kann dieser Zwang aber auch positiv wirken indem er dem Einzelnen Halt bietet in Rollen in denen er selber nicht weiß wie er sich verhalten soll. Es gilt grundsätzlich: „Wer seine Rolle nicht spielt, wird bestraft; wer sie spielt wird belohnt, zumindest aber nicht bestraft.“ (ebda, S.36) Lester Burnham jedenfalls weigert sich seine Rolle weiter zu spielen. Sein Vorgesetzter, Brad Dupree, soll Rationalisierungsmaßnahmen durchführen. Zu diesem Zweck lässt er seine Untergebenen Arbeitsprofile ausfüllen um festzustellen „wer wertvoll ist und wer entbehrlich“.
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Brad Dupree: [reading Lester's job description] "My job consists of basically masking my contempt for the assholes in charge, and, at least once a day, retiring to the men's room so I can jerk off while I fantasize about a life that doesn't so closely resemble Hell." Well, you obviously have no interest in saving yourself. Lester Burnham: Brad, for 14 years I've been a whore for the advertising industry. The only way I could save myself now is if I start firebombing.
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Indem Lester seine Vorgesetzten beleidigt sowie seinen Job und sich selbst als nutzlos für seine Firma darstellt, bricht er aus seiner sozialen Rolle aus. Da er sich nicht rollenkonform verhält, muss er mit Sanktionen rechnen. In Lesters Fall freilich, sind die Sanktionen von ihm selbst erwünscht, er provoziert seine Kündigung, nicht ohne seine Firma noch um ein volles Jahresgehalt zu erpressen. Bei Sanktionen muss es sich nicht unbedingt immer um Bestrafungen handeln, auch wenn der Begriff meist im negativen Sinne verwendet wird. Auch positive Sanktionen können die Folge von nicht
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rollenkonformen Verhalten sein. Dies äußert sich dann z.B. in Anerkennung oder Prestigegewinn. Das Wirken von Sanktionen lässt sich besonders gut an Rollenerwartungen erkennen, deren Einhaltung durch Gesetze und Rechtsinstitutionen überwacht wird. Drei verschiedene Arten von Erwartungen werden unterschieden: Bei Muss-Erwartungen handelt es sich um Vorschriften, die ausdrücklich formuliert sind (Gesetz) und bei Verstößen negativ sanktioniert, also gesetzlich bestraft werden. Wenn Lester seinen Vorgesetzten körperlich misshandeln würde, müsste er mit einer gerichtlichen Bestrafung rechnen.
Soll-Erwartungen unterscheiden sich bezüglich der erzwingbaren Verbindlichkeit kaum von den Muss-Erwartungen. Auch hier überwiegen negative Sanktionen, wenngleich diese sich nicht durch gesetzliche Bestrafung, sondern z.B. durch sozialen Ausschluss äußern. Beispielsweise könnte die Nicht-Teilnahme an Mitarbeiter-Events wie Betriebsausflügen eine üble Nachrede durch Vorgesetzte oder Kollegen nach sich ziehen. Bei Kann-Erwartungen hingegen ergeben sich hauptsächlich positive Sanktionen. Hier bestehen keine Verbindlichkeiten. Wenn man sich dennoch besser verhält, etwa durch freiwilliges Sammeln von Spendengeldern oder durch Mitarbeit beim Roten Kreuz, wird man mit Wertschätzung positiv sanktioniert. (vgl. Dahrendorf, 1977, S.36ff)
Wenn Erwartungen an Rollen nicht erfüllt werden kann es zu Rollenerwartungskonflikten kommen, wobei Dahrendorf zwei verschiedene Typen unterscheidet:
Intrarollenkonflikte entstehen wenn verschiedene Bezugsgruppen unterschiedliche Erwartungen an den Träger einer sozialen Position haben. So ist Lesters Vorgesetzter Brad Dupree in einem Intrarollenkonflikt. Als Rationalisierungsexperte hat er die Vorgabe möglichst hohe Einsparungen zu erzielen, gleichzeitig versucht er aber Arbeitsplätze zu retten - oder zumindest gibt er dies vor: „I'm one of the good guys, Les. This is your one chance to save your job.“
Ein Interrollenkonflikt hingegen tritt auf wenn eine Person mehrere Rollen mit sich divergierenden Erwartungen innehat. (vgl. ebda, S.76f) So spielen Lester und seine Frau Carolyn ihre Rollen als Berufstätige, gleichzeitig sollten sie auch ihre Rollen als Eltern von Jane wahrnehmen, was ihnen aber nicht gut gelingt. Jane hingegen, die ihre Eltern für „ausgeflippte Freaks“ hält, reagiert auf diesen Konflikt mit Rückzug. Wie schon zuvor erwähnt, ist jeder Einzelne der Träger von sozialen Positionen, wobei jede dieser Positionen in Relation zu mehreren Bezugsgruppen steht. Relevante Bezugsgruppen sind jene, mit denen der Einzelne durch seine sozialen Positionen notwendigerweise in Beziehung steht. Das Positionsfeld von Lester Burnham lässt sich
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als Aggregat von Bezugsgruppen verstehen, von denen ihm jede Vorschriften auferlegt und sein Verhalten positiv oder negativ sanktioniert. (vgl. Dahrendorf, S.45) „Bevor der Einzelne aber seine Rollen spielen kann, muss er sie kennen; wie der Schauspieler muss auch das gesellschaftliche Wesen seine Rollen lernen, sich mit ihrem Inhalt und ihren Sanktionen vertraut machen.“ (ebda, S.56) Den Prozess in dem der Mensch die Normen und Werte einer Gesellschaft internalisiert nennt man Sozialisation. Dahrendorf spricht hier von der Wiedergeburt des Menschen als homo sociologicus. Sozial wird der Mensch erst durch die Positionszuordnung und die Verinnerlichung von Normen. Ein rollenloser Mensch ist für die Gesellschaft und die Soziologie ein nicht existierendes Wesen. Der Prozess der Sozialisierung kann als ein Prozess der Entpersönlichung betrachtet werden, in dem die absolute Individualität und Freiheit des Einzelnen in der Kontrolle und Allgemeinheit sozialer Rollen aufgehoben wird. (vgl. ebda, S.57f) Lester Burnham jedoch geht den umgekehrten Weg. Er verweigert sich den jahrelang erlernten Normen und klinkt sich aus der Gesellschaft aus:
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Carolyn Burnham: Your father and I were just discussing his day at work. Why don't you tell our daughter
Lester Burnham: Janie, today I quit my job. And then I told my boss to go fuck himself, and then I blackmailed him for almost sixty thousand dollars. Pass the asparagus.
Carolyn Burnham: Your father seems to think this type of behavior is something to be proud of. Lester Burnham: And your mother seems to prefer I go through life like a fucking prisoner while she keeps my dick in a mason jar under the sink.
Carolyn Burnham: How dare you speak to me that way in front of her. And I marvel that you can be so contemptuous of me, on the same day that you LOSE your job.
Lester Burnham: Lose it? I didn't lose it. It's not like, "Whoops! Where'd my job go?" I QUIT. Someone pass me the asparagus.
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3.2. Gesellschaft
Nach Dahrendorfs Gesellschaftsverständnis kann und muss eine Person verschiedene soziale Positionen einnehmen. Durch die sozialen Rollen die je nach Position gespielt werden müssen, kommt es zu einer Verknüpfung des Einzelnen mit der Gesellschaft. Dahrendorf sieht die Gesellschaft also als ein Gefüge von ineinander greifenden Rollen, die dadurch ein Rollensystem bilden - wobei die Integration durch Normen und Werte entsteht. Durch die Annahme einer Rolle findet der Einzelne zwar einerseits Halt und
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Sicherheit um sich in der Gesellschaft zurechtzufinden, andererseits führt dieser Prozess aber auch zu einem Verlust von Freiheit und Individualität.
3.3. Sozialer Wandel
Rollenerwartungen und Sanktionen betrachtet Dahrendorf nicht als auf ewige Zeit unabänderlich. So können z.B. sogenannte „deviants“ - wie unser Lester Burnham - die sich durch ihre Meinung und durch ihr Verhalten außerhalb der Norm bewegen, langfristig zu gesellschaftlichem Wandel beitragen. (vgl. Dahrendorf, 1977, S.27 & S.60) Auch Rollenkonflikte können zu sozialem Wandel führen. Dahrendorf führt hier als Beispiel der Intrarollenkonflikt eines Arztes an, der zwar einerseits dem Patienten, andererseits den übergeordneten Behörden verpflichtet ist. Solch widersprüchliche Erwartungen an den Träger einer Position können diesen zu einem sozialen Strukturwandel zwingen. (vgl. ebda, S.76) Weiters können Änderungen des Normsystems dazu führen, dass vormals abweichendes Verhalten nicht mehr als solches betrachtet wird bzw. die möglichen Sanktionen schwächer werden. Im Umkehrschluss können natürlich auch schwache Sanktionen dazu beitragen, dass abweichendes Verhalten zu Norm wird und so das Normsystem verändern.
3.4. Anwendungsbereiche
Ihre Anwendung findet die Rollentheorie in der Analyse des Rollenhandelns im Alltag. Es lässt sich gut erklären warum eine Person in einer gewissen Position auf eine bestimmte Art und Weise handelt. Ebenfalls anwendbar ist die Rollentheorie um den Prozess der Sozialisation zu darzustellen. So ist das geschlechtsspezifische Rollenverhalten von Mann und Frau als auch die größtenteils institutionalisierte Positionszuordnung und Rollenverinnerlichung gut nachvollziehbar.
3.5. Kritik
Zu den Stärken der Rollentheorie zählt ihre offensichtliche Realitätsnähe und praktische Anwendbarkeit. Dahrendorf betont die Wechselseitigkeit zwischen Individuum und Gesellschaft, zeigt auf wie wichtig Normen für das Entstehen von Gesellschaft sind und veranschaulicht den Menschen deutlich als soziales Wesen. Wie auch in der praktischen Anwendung ersichtlich wurde, eignet sich Dahrendorfs Rollentheorie gut für die Beschreibung klarer Rollenstrukturen.
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Zu kritisieren ist die eher dürftige Ausarbeitung von Personen-Rollenkonflikten, also die möglichen Folgen der Unfähigkeit oder Unwilligkeit einer Rolle zu entsprechen. Dahrendorf deutet dies zwar kurz mit den bereits oben erwähnten „deviants“ an, führt diesen Gedankengang jedoch nicht weiter aus. In diesem Zusammenhang ist auch der „Soziale Wandel“ zu erwähnen, der in Dahrendorfs Rollentheorie ebenfalls nur am Rande besprochen wird. Ebenfalls zu bemerken wäre noch, dass Dahrendorfs simplifizierende Rollentheorie der wachsenden Komplexität heutiger Gesellschaften möglicherweise nicht mehr ausreichend gerecht werden kann.
4. Der symbolische Interaktionismus
Die zweite mikrosoziologische Theorie die ich nun vorstellen möchte, der Symbolische Interaktionismus, interessiert sich im Wesentlichen dafür wie soziale Interaktionen zwischen Individuen stattfinden, wie soziale Wirklichkeit durch die Interagierenden konstruiert wird und wie Menschen ihre Identität ausbilden. Im Unterschied zur vorher besprochenen Rollentheorie treten Menschen hier aktiver auf, sie erfüllen nicht nur die Erwartungen an ihre sozialen Rollen. Als Begründer des symbolischen Interaktionismus gilt Georg Herbert Mead (1863 - 1931). In seinem bedeutendsten Werk, „Mind, Self and Society“ beschäftigte er sich mit der Frage, wie die menschliche Identität entsteht und welchen Einfluss darauf die Gesellschaft, aber auch das Denken und der Geist des einzelnen Menschen, haben. Sein Schüler, Herbert Blumer (1900 - 1987), implementierte die zentralen Bestandteile der Meadschen Lehre in die soziologische Theorie und entwickelte diese weiter. Von ihm stammt auch der Begriff „Symbolischer Interaktionismus“ (vgl. Schülein/Brunner, 2001, S.129)
Um den symbolischen Interaktionismus mit unserem Praxisbeispiel in Verbindung zu bringen, möchte ich in diesem Kapitel etwas näher auf die neuen Nachbarn der Burnhams, die Familie Fitts eingehen.
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4.1. Zentrale Begriffe
Dem symbolischen Interaktionismus liegen drei einfache Prämissen zugrunde:
1. Menschen handeln gegenüber „Dingen“ auf Grundlage der Bedeutung die diese Dinge für sie haben.
Unter Dingen wird hierbei alles verstanden was der Mensch in seiner Umwelt wahrnehmen kann: physische Gegenstände, wie etwa Pflanzen, Häuser oder Fahrzeuge; andere Menschen, wie eine Mutter oder ein Verkäufer; Kategorien von Menschen, wie Freunde oder Feinde; Institutionen, wie etwa Schulen oder Unternehmen; Handlungen anderer Personen, wie ihre Befehle oder Wünsche; oder auch Abstraktes wie z.B. Ehrlichkeit oder Unabhängigkeit.
2. Die Bedeutung solcher Dinge entsteht aus der sozialen Interaktion die man mit seinen Mitmenschen eingeht, oder ist aus ihr abgeleitet.
3. Diese Bedeutungen werden in einem interpretativen Prozess, den die Person in ihrer Auseinandersetzung mit den ihr begegnenden Dingen benutzt, gehandhabt und abgeändert. (vgl. Blumer, 1995, S.23f)
Im Mittelpunkt des Interesses des symbolischen Interaktionismus steht die soziale Interaktion, also die gegenseitigen Beziehungen und Austauschprozesse zwischen Personen und Gruppen. (vgl. ebda, S.130) Mead unterschied zwischen zwei Arten sozialer Interaktion in der Gesellschaft: Nicht-symbolische Interaktionen entstehen, wenn eine Person auf die Handlung einer anderen Person reagiert, ohne diese Handlung zu interpretieren. Ein Beispiel wäre etwa als Ricky Fitts reflexiv versucht sein Gesicht zu schützen als sein Vater ihn schlägt, nachdem dieser entdeckt hat, dass Ricky sich an seinen Nazi-Devotionalien zu schaffen gemacht hat.
Bei der symbolischen Interaktion hingegen muss die Bedeutung der Handlungen erst durch einen Interpretationsprozess der Gesten die Bedeutung tragen, festgelegt werden. Für das gegenseitige Verständnis muss die Bedeutung der Geste für die
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Interaktionspartner annähernd gleich sein, wobei sich diese Bedeutung anhand dreier Linien bewegt - dem triadischen Charakter der Bedeutung. Die Bedeutung zeigt an: a. was die Person, an die die Handlung gerichtet ist, tun soll; b. was die Person, die die Handlung zu vollziehen beginnt, zu tun beabsichtigt; und c. sie zeigt die gemeinsame Handlung an, die aus der Verbindung der Handlungen beider hervorgehen soll. (vgl. Schülein/Brunner, 2001, S.130)
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Colonel Frank Fitts: "How come these faggots always have to rub it in your face? How can they be so shameless?"
Ricky: "That's the whole thing, Dad. They don't fell like it's anything to be ashamed of." Colonel Frank Fitts: "Well, it is!" Ricky: "Yeah, you're right"
Colonel Frank Fitts: Don't placate me like I'm your mother, boy.
Ricky: Excuse me for speaking so bluntly sir. But those fags make me want to puke my fucking guts out. Colonel Frank Fitts: [cautiously, after a long pause] Well, me too son. Me too.
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;-
Franks schwulenfeindliche Aussage ist eine Aufforderung an Ricky sich der Meinung seines Vaters anzuschließen (a). Ricky versucht nicht lange seinem Vater einen neutralen Standpunkt zu erklären und lenkt ein, da er weiß was sein Vater erwartet (b). Wenn auch des lieben Friedens willen von Ricky nur vorgegeben, so besteht die gemeinsame Handlung (c) darin, eine gemeinsame Abscheu gegenüber Homosexuellen zu demonstrieren.
Damit man sich auf den anderen einstellen kann, ist es notwendig sich in ihn bzw. seine Rolle hineinzuversetzen. Bereits aus der Rollentheorie ist uns der Begriff Rollenübernahme („role taking“) bekannt. Diese ist unerlässlich um die Erwartungen, Perspektiven und Interessenslagen des/der Anderen zu erkennen und seine eigene Handlungslinie zu entwerfen. Während das Sich-Hineinversetzen in den anderen eher den passiven Teil des Rollenhandelns ausmacht, wird unter dem aktiven Teil - „role
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making“ das individuelle Ausgestalten der angepeilten Rolle verstanden. Dieses individuelle Ausgestalten kommt zustande, da in den seltensten Fällen sich eine Person exakt den Erwartungen einer anderen Person unterordnet. Im Regelfall kommt es zu einer Mischform, bei der die eine Person nicht ganz den Vorstellungen der anderen Person entspricht, sondern eigene Vorstellungen mit einbringt. Beim Rollenspiel kann es auch zu Rollendistanz („role distance“) kommen, wenn man innerhalb einer Rolle bestimmten Rollenverpflichtungen nicht nachkommt oder eigenwillige Handlungen setzt. Dies kann durchaus nützlich sein, wenn es z.B. dadurch zu einer Auflockerung einer angespannten Situation kommt. (vgl. Schülein/Brunner, 2001, S.133ff)
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Gemäß dem Thomas-Theorem - „Wenn die Menschen Situationen als wirklich definieren, sind sie in ihren Konsequenzen wirklich.“ - kommt der Situationsdefinition große Bedeutung zu. Soziales Handeln ist demnach davon abhängig, wie Situationen von den beteiligten Personen definiert werden und welche gemeinsame Sicht der Wirklichkeit in Folge ausgehandelt wird.
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American Beauty und die „sozialwissenschaftlichen Mikrotheorien“
Nach Mead kann der Mensch nur deshalb symbolische Interaktionen eingehen, da er ein „Selbst“ besitzt. Dieses „Selbst“ erlaubt es dem Menschen auch mit sich selber soziale Interaktionen einzugehen. So kann er sich als Angestellter, als Schüler, als Mutter usw. sehen. Hierbei ist der Mensch für sich selbst ein Objekt, er handelt sich selber und anderen gegenüber auf der Grundlage dessen wie er sich selber sieht. Wie andere Objekte, entwickelt sich auch das „Selbst-Objekt“ durch den Interaktionsprozess, in dem die eigene Person durch andere Personen definiert wird. (vgl. Blumer, 1995, S.32) Mead unterscheidet zwei Stufen der Identitätsentwicklung - „play“ und „game“ - die er anhand des kindlichen Spiels untersucht hat. Zunächst übernehmen Kinder beim Spielen bestimmte Rollen von prägenden Personen, wie etwa Vater, Mutter, Lehrer (nach Mead, „bedeutsame Andere“) und interagieren dabei mit sich selbst als jemand anderer. In der zweiten Phase, „game“, eignet sich ein Kind die Rollen aller Mitspieler an und lernt so sich selbst aus dem Blickwinkel anderer zu sehen. Es versteht sich nun als Teil der Gruppe („verallgemeinerte Andere“) mit der und für die es spielt. Die Fähigkeit zwischen den „bedeutsamen Anderen“ und den „verallgemeinerten Anderen“ zu unterscheiden stellt einen wesentlichen Schritt in der Identitätsentwicklung dar. Weiters unterscheidet Mead zwischen zwei Teilen der Identität, dem „Me“ und „I“. „Me“ sind die durch Rollenübernahme erlernte Einstellungen, Normen und Werte der Anderen bzw. der Gesellschaft; „I“ ist der persönliche Teil der Identität. Die Identität, das „Selbst“ entsteht aus der Auseinandersetzunge des „I“ mit dem „Me“. Beide Teile des Selbst bedingen einander. Ohne Gesellschaft könnte kein individuelles Bewusstsein existieren. Das „I“ wiederum kann soziale Prozesse beeinflussen und verändern, indem z.B. neue Rollenerfordernisse ins „Me“ aufgenommen und durch Reflexion abgeändert werden können. (vgl. Schülein/Brunner, 2001, S.136f)
Im Zusammenhang mit Organisationen hat Erving Goffman den symbolischen Interaktionismus um einige Begriffe erweitert. Er bedient sich hierbei dem Beispiel der „totalen Institution“ - also Gefängnissen, Konzentrationslager, Militärkasernen - um aufzuzeigen, was in „normalen“ Organisationen zumindest tendenziell auch der Fall ist. Nach Goffman kommt es zu einer „Demütigung des Selbst“, was sich auf verschiedene Arten zeigt. Die Person erleidet z.B. einen Rollenverlust; Aufnahme- und Gehorsamsprozeduren haben den Zweck, den Willen eines Neuankömmlings zu brechen und ihn zum kooperieren zu bewegen.
Die Person hat dabei zwei Möglichkeiten mit der Situation umzugehen. Die primäre Anpassung, bei der man das Selbst, das einem die Organisation vorgibt, annimmt - und
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so zu einem „normalen“, „programmierten“ Mitglied wird; oder die sekundäre Anpassung, bei der man unerlaubte Mittel anwendet oder unerlaubte Ziele verfolgt, um die Erwartungen der Organisation zu umgehen. Dies stellt eine Möglichkeit dar, sich der von der Institution vorgegebenen Rolle zu entziehen. (vgl. Schülein/Brunner, 2001, S.137ff)
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Anselm Strauss, ein weiterer Vertreter des symbolischen Interaktionismus, entwickelte ebenfalls einen organisationssoziologischen Ansatz. Bei seinem „negotiated order approach“ geht es darum wie soziale Ordnung in einer Organisation ausgehandelt wird. Er entdeckte, dass selbst in Musterbeispielen von Organisationen, wie z.B. Krankenhäusern, die Arbeitsstrukturen ziemlich unspezifisch und die herrschenden Normen und Regeln ambivalent und mehrdeutig sind. Stillschweigend werden Übereinkünfte und inoffizielle Arrangements getroffen, die in einem permanent zu erneuernden Prozess die Funktionsfähigkeit der Organisation Krankenhaus sicherstellen. Er kam zu dem Schluss dass eine Organisation als ein „ongoing system of negotiation“ betrachtet werden müsse. (vgl. Schülein/Brunner, 2001, S.139f)
4.2. Gesellschaft
Gesellschaften oder menschliche Gruppen bestehen für Vertreter des symbolischen Interaktionismus im Grunde nur in der Handlung bzw. handelnden Personen. „Gleichgültig, ob man Kultur als Konzept nun als Brauch, Tradition, Norm, Wert, Regel oder ähnliches definiert, sie ist eindeutig davon abgeleitet von dem, was die Menschen tun.“ (Blumer, 1995, S.27) Gemeinsames Handeln ist das Ergebnis immer wiederkehrender Interpretationsprozesse und entsteht über die Verbindung verschiedener, einzelner Handlungslinien. Die gemeinsame Handlung unterscheidet sich
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von den Einzelhandlungen aus denen sie besteht - sie hat einen spezifisch eigenständigen Charakter. Gemeinsame Handlungen haben, auch wenn es sich oft um stabile, wiederkehrende Handlungsmuster handelt, immer einen Entwicklungsprozess zu durchlaufen - da die gefestigten und wiederkehrenden Bedeutungen die gemeinsamen Handeln zugrunde liegen, ebenfalls, wie neuinterpretierte Bedeutungen, einem Bestätigungsdruck unterliegen. (Blumer, 1995, S.35ff)
4.3. Sozialer Wandel
Sozialer Wandel kann stattfinden da Handlungen immer neu entstehen, also immer wieder aktiv konstruiert werden müssen. Es besteht eine Offenheit der Interpretation, wenn sich z.B. für Personen die Bedeutung von Objekten verändert und diese dadurch anders wahrgenommen werden. Eine abweichende Interpretation kann aber nicht nur zu einer Veränderung, sondern auch zur Entstehung von gänzlich Neuem, z.B. neuen Normen, führen.
4.4. Anwendungsbereiche
Anwendung findet der symbolische Interaktionismus beispielsweise bei Abläufen innerhalb von Organisationen, wobei die Interaktionen zwischen einzelnen Personen, oder Gruppen untersucht werden. Persönliche Aushandlungen zwischen Individuen können hierbei etwa dazu führen, dass formale Strukturen oder Gesetze umgangen werden, was jedoch auch notwendig sein kann um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Ein weiteres Untersuchungsfeld findet sich im Alltagshandeln und den dabei ablaufenden Interaktionen. In der qualitativen Forschung findet der symbolische Interaktionismus ebenfalls seine Anwendung.
4.5. Kritik
Der symbolische Interaktionismus gestattet dem Individuum einen weit größeren Handlungsspielraum als die Rollentheorie, bei der die Positionen und Rollenerwartungen durch die Gesellschaft vorgeschrieben sind. Dem symbolischen Interaktionismus liegt ein aktives Menschenbild zugrunde, bei dem der Einzelne als, zumindest partiell, selbständiges handelndes Lebewesen betrachtet wird.
Zu kritisieren ist, dass in diesem Konzept auf die Einflüsse von Macht, Herrschaft und Interessen nur wenig eingegangen wird, obwohl sich diese Kriterien sicher wesentlich auf den Handlungsspielraum des Einzelnen auswirken.
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5. Die ökonomische Handlungstheorie
Die ersten ökonomischen Ansätze finden sich im 15. und 16. Jahrhundert. Begründet ist dies in einer fundamentalen Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse. Das traditionelle Gesellschaftsmodell der Agrarwirtschaft wurde abgelöst durch moderne Strukturen. Es entstanden Städte, die eine neue Klasse, das Bürgertum hervorbrachten; die Expansion von Handwerk und Handel wurde zum Ausgangspunkt des (Früh-) Kapitalismus; der Feudalismus wurde durch Territorial- und Nationalstaaten ersetzt. Die neuzeitliche Wissenschaft basierte auf empirischer Orientierung und wurde auch von einem neuen Sozialtypus, dem weltlichen, bürgerlichen „Intellektuellen“ betrieben. Eine Reihe von Theoretikern wie Thomas Hobbes, Jeremy Bentham oder Adam Smith, der als Stammvater der modernen ökonomischen Theorie gilt, legten die Grundsteine für ein neues Menschenbild, den „Homo oeconomicus“. Diese Bezeichnung steht für einen (fiktiven) rational handelnden Akteur, der seine gegebenen Mittel so verwendet, dass ein Maximum an Zweckerfolg erzielt wird. (vgl. Schülein/Brunner, 2001, S.60f)
5.1. Zentrale Begriffe
In Gary S. Beckers ökonomischen Ansatz verhalten sich die Akteure nutzenmaximierend. Das bedeutet, dass der Akteur bei der Auswahl zwischen mehreren Alternativen sich für jene entscheidet, die für ihn mit den geringsten Kosten verbunden ist und mit der er den größten Nutzen erreichen kann. Becker geht von der Existenz von Märkten aus, die über ihre Mechanismen - also z.B. Preise; Angebot und Nachfrage - die Handlungen der verschiedenen Marktteilnehmer koordinieren und knappe Ressourcen unter ihnen verteilen. „Preise steuern die Allokation der knappen Ressourcen in einer Gesellschaft, sie beschränken die Wünsche der Beteiligten und koordinieren ihre Handlungen“. (Becker, 1982, S.4) Wenn es z.B. ein Überangebot an Fernsehern gibt, wird der Preis sinken. Wenn die Rohstoffe die man zur Herstellung von Mikrochips benötigt, knapp werden, führt dies zu einem Engpass in der Herstellung Computern, folglich werden diese teurer. Daneben gibt es noch sogenannte Schattenpreise, auch Opportunitätskosten genannt. Schattenpreise stehen für den entgangenen Nutzen, der bei mehreren Alternativen durch die Entscheidung für die eine und gegen die anderen Möglichkeiten entsteht. Wenn man z.B. eine Wohnung besitzt, könnte man diese gewinnbringend vermieten. Wohnt man jedoch selber in dieser Wohnung, so gibt der Schattenpreis den dadurch entgangenen Gewinn an. (vgl. ebda, 1982, S.5)
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Beckers ökonomische Handlungstheorie beschränkt sich hierbei natürlich nicht auf materielle Güter sondern ist auf jegliches menschliches Verhalten anwendbar. Als einfaches Beispiel bietet sich der Heiratsmarkt an: Nach dem ökonomischen Ansatz heiratet ein Mensch dann, wenn der Nutzen den die Heirat mit sich bringt, den Nutzen des Single-Daseins, oder der weiteren Suche nach einem Partner übersteigt. (vgl. Becker, 1982, S.10) Becker, der den Vertretern eines „radikalen“ ökonomischen Ansatzes zugerechnet werden kann, geht davon aus, dass aufgrund der als stabil angenommen Präferenzen (z.B. Streben nach Gesundheit, Prestige, Sinnenfreude, Wohlwollen oder Neid), die Möglichkeit besteht um Vorhersagen über Reaktionen auf verschiedene Veränderungen zu machen. (vgl. ebda, 1982, S.4)
Gemäßigtere Fassungen des ökonomischen Rationalismus nutzen ebenfalls die Grundannahmen des Homo oeconomicus und der Marktlogik, jedoch schränken sie deren Geltungsbereich auf Themen ein, die ökonomisch strukturiert sind und deshalb rational behandelt werden. McKenzie und Tullock gehen davon aus, dass z.B. Sexualität als ein Gut betrachtet werden kann, welches Kosten und Nutzen verursacht sowie angeboten und nachgefragt wird. Prostitution erklärt sich demnach dadurch, dass der Preis der Prostituierten niedriger sein kann als jene „Kosten“, die der Mann oder die Frau aufwenden müsste um Sex aus „ehrbaren“ Quellen zu beziehen. So zahlt man einfach und muss sich nicht lange damit aufhalten, den potentiellen Partner zu verführen. (vgl. Schülein/Brunner, 2001, S.68) Des Weiteren werden Präferenzen nicht mehr als stabil, sondern als wählbar betrachtet. Hier gibt es also Menschen, die Kosten und Nutzen und die Veränderung von Kosten und Nutzen in gewissen Bereichen außer Acht lassen.
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Happy." Playground Girl #1: Gross. Angela Hayes: It wasn't gross. It was kinda cool. Playground Girl #1: So did you do it with him?
American Beauty und die „sozialwissenschaftlichen Mikrotheorien“
Angela Hayes: Of course I did. He's like a really well known photographer. He shoots for "Elle" on like a
regular basis. It would have been so majorly stupid of me to turn him down. Playground Girl #2: You are a total prostitute.
Angela Hayes: Hey! That's how things really are. You just don't know 'cause you're this pampered little
Playground Girl #2: So are you. You've only been in "Seventeen" once and you looked fat! So stop acting like you're goddamn Christy Turlington!
Angela Hayes: Cunt! I am so sick of people taking their insecurities out on me.
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5.2. Gesellschaft
Im ökonomischen Ansatz besteht die Gesellschaft aus den aggregierten Folgen vieler Einzelhandlungen der Akteure. Jede Person ist damit beschäftigt ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und dabei den höchstmöglichen Nutzen zu erzielen. Gemäß Adam Smiths „unsichtbarer Hand“ kommt es dabei zu einem Marktgleichgewicht, auch wenn der Einzelne nur seine eigenen Interessen verfolgt, also nutzenmaximierend handelt.
5.3. Sozialer Wandel
Sozialer Wandel findet im ökonomischen Ansatz dann statt, wenn sich die Marktbedingungen und die Preise verändern. So sind z.B. bisher die Schattenkosten der Kinderbetreuung für die meisten Väter zu hoch. Da deren Einkommen meist höher ist als das ihrer Frauen, lassen sich überwiegend Frauen zu Gunsten der Kinderbetreuung karenzieren. Ein Einkommensabhängiges Kindergeld könnte diese Schattenkosten
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reduzieren und eventuell dazu führen, dass sich mehr Väter dazu entscheiden sich für die Kinderbetreuung eine Zeitlang aus dem Berufsleben zurückzuziehen.
5.4. Anwendungsbereiche
Vertreter eines radikalen ökonomischen Ansatzes, wie Gary s. Becker, sehen die Anwendungsgebiete der ökonomischen Handlungstheorie allen Bereichen des menschlichen Handelns. Gemäßigtere Ansätze hingegen schränken die Verwendung auf ökonomisch strukturierte Themen ein oder sehen den ökonomischen Rationalismus als Handlungsmodell neben anderen.
5.5. Kritik
Positiv hervorzuheben sind die Einfachheit der Grundannahmen, wie z.B. nutzenmaximierendes Verhalten der Individuen oder die Darstellung der Gesellschaft als Markt. Diese allgemeinen Definitionen tragen dazu bei, das menschliche Verhalten umfassend und integrativ zu erfassen. Auch die Möglichkeit aufgrund der einfachen Prämissen Vorhersagen über das Verhalten von Individuen nach eingetretenen Veränderungen zu treffen, stellt einen Vorteil dar. Ebenfalls anzumerken ist die gelungene Integration von Soziologie und Ökonomie.
Die Stärken dieser Theorie geben aber auch Anlass zur Kritik. So sind einfache Prämissen oft unrealistische Prämissen. Es spricht z.B. die Hypothese der stabilen Präferenzen dem Menschen seine psychische Komplexität ab und nimmt ihm die Möglichkeit sich im Laufe der Zeit zu ändern. Die absolute Unterstellung der Nutzenorientierung negiert die Existenz des Altruismus, wenn auch als Erklärung desselben wieder die Nutzenorientierung dienen soll. Dies scheint jedoch wiederum, in Bezug auf die Komplexität der menschlichen Psyche, zu simpel dargestellt. Ebenfalls ungeklärt bleibt wie es überhaupt zu dieser Nutzenorientierung des Menschen kommt.
6. Pierre Bourdieu
Die Forschungen des im Jahr 2002 verstorbenen Soziologen Pierre Bourdieu waren zumeist im Alltagsleben verwurzelt. Als Kultursoziologe betrachtete er auch jene Bereiche die in anderen Theorien eher als nebensächlich gelten, wie z.B. Geschmacks-und Lebensstil, so bewies er etwa dass, trotz einer prinzipiellen Wahlfreiheit hinsichtlich des Musikgeschmacks, Vorlieben für klassische Musik, Rock oder Chanson stark mit der
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„kulturellen“ Klassenzugehörigkeit korrelieren. Auf seine Versuche, subjektive Faktoren mit objektiven Gegebenheiten zu verbinden werde ich nun etwas näher eingehen.
6.1. Zentrale Begriffe
Bourdieus Modell des sozialen Raums ergänzt die klassischen Schicht- und Klassentheorien um zwei Dimensionen, wobei die x-Achse die Kapitalstruktur, die y-Achse das Kapitalvolumen und die z-Achse die Zeit darstellen. Das Individuum befindet sich an einer Position in diesem sozialen Raum, die seiner Ausstattung an Kapital und seinem Lebensstil entspricht. Unter Kapital ist hierbei jedoch nicht nur Kapital im herkömmlichen Sinn - also Geld, zu verstehen, sondern es setzt sich zusammen aus Bourdieus drei Kapitalsorten: dem ökonomischen, dem kulturellen und dem sozialen Kapital.
Das ökonomische Kapital kann als solches verstanden werden - es bezeichnet den materiellen Besitz. Dieser spielt eine zentrale Rolle um Macht auszuüben, garantiert dies jedoch nicht.
Am bedeutendsten für Bourdieu ist das kulturelle Kapital, womit im Wesentlichen die (schulische) Bildung umfasst wird. Das kulturelle Kapital existiert in drei Formen: es kann inkorporiert, objektiviert und institutionalisiert sein. Unter Inkorporation ist die „Verinnerlichung“ zu verstehen, die erforderlich ist, damit man sich kulturelles Kapital aneignen kann. Diese Form des kulturellen Kapitals kann nicht verschenkt, vererbt, verkauft oder getauscht werden. Es muss durch persönlichen Lernaufwand erarbeitet werden und ist an den Körper gebunden. Dieser Verinnerlichungsprozess kostet Zeit, muss aber nicht unbedingt bewusst ablaufen. So erhalten Kinder die von ihren Eltern oft in Opernkonzerte oder Theateraufführungen mitgenommen werden eine Menge an kulturellem Kapital, weil sie wissen wie man sich unter den jeweiligen Umständen verhält, unabhängig davon ob sie die Aufführungen mögen oder nicht. Das inkorporierte kulturelle Kapital kann objektiviert werden, z.B. durch den Kauf von kulturellen Gütern wie Gemälden, Büchern, Lexika aber auch Maschinen oder Instrumenten. Zum Erwerb ist ökonomisches Kapital nötig, somit ist diese Kapitalform ökonomisch übertragbar. Um jedoch ein Bild zu interpretieren und seine Bedeutung zu schätzen oder um die Funktion einer Maschine zu verstehen muss das Individuum über inkorporiertes kulturelles Kapital verfügen.
Die dritte Form, das institutionalisierte kulturelle Kapital bedeutet dass inkorporiertes kulturelles Kapital (vor allem) in Form von schulischen Titeln objektiviert ist. Hier besteht auch eine enge Verbindung zum ökonomischen Kapital: Zum Erwerb des Titels wurde
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ökonomisches in kulturelles Kapital umgewandelt. Der Titelträger bekommt ein Zeugnis für seine Kompetenz, welches einen dauerhaften und rechtlich garantierten Wert darstellt. Der kulturelle Wert des Titels ist wiederum unauflöslich mit dem Geldwert verbunden mit dem er auf dem Arbeitsmarkt getauscht werden kann. Die dritte Kapitalsorte ist das soziale Kapital. Es steht für die Summe der sozialen Beziehungen auf die das Individuum zurückgreifen kann. Soziales Kapital muss mittels individueller oder kollektiver Investitionsstrategien, die bewusst oder unbewusst auf die Schaffung und Erhaltung von Sozialbeziehungen gerichtet sind, erarbeitet werden. Es wirkt als (nicht nur materielle) Kreditwürdigkeit, die dem Individuum deshalb zusteht, weil es zu einer bestimmten Gruppe gehört. (vgl. Treibel, 1993, S.213ff)
Im sozialen Raum gibt es Bereiche in denen besonders viele Individuen eng beieinander positioniert sind. Diese Bereiche, in denen größtmögliche Homogenität bezüglich der Kapitalstruktur und des Kapitalvolumens nennt Bourdieu theoretische Klassen. Bourdieu verwendet den Klassenbegriff in Anlehnung an Marx, versteht ihn aber nicht als eine Gruppe von Individuen mit gemeinsamen Zielen, sondern als eine Gruppe deren Gemeinsamkeit in der Struktur und des Volumens an verschiedenen Kapitalsorten besteht. (vgl. Bourdieu, 1998, S.23ff)
In seiner Klassentheorie, die Klasse nicht nur an der ökonomischen Position sondern auch am kulturellen Konsum festmacht, unterscheidet Bourdieu zwischen den unteren Klassen, dem Kleinbürgertum und der herrschenden Klasse die sich noch in das Kapital-und in das Bildungsbürgertum unterteilt. Der herrschenden Klasse schreibt er den legitimen oder „reinen“ Geschmack zu, dessen ästhetische Ansprüche höher sind als beim mittleren oder populären Geschmack des Kleinbürgertums oder der unteren Schichten, wo auf Funktion, Substanz und Praktikabilität Wert gelegt wird. (vgl. Treibel, 1993, S.216ff)
Im Zentrum von Bourdieus Modell steht der Habitus, womit das Erscheinungsbild und das Auftreten eines Menschen, sein Lebensstil oder sein Geschmack gemeint ist. Am Habitus lässt sich der Status und die Stellung einer Person in der Gesellschaft erkennen. Zum Habitus gehört aber auch die Geschichte eines Menschen. So hat das Kind das in einer Arbeiterfamilie in einem kleinen Dorf aufgewachsen ist einen völlig anderen Habitus als das Kind eines Großunternehmers das in einer Metropole heranwächst. Für Bourdieu gibt es einen Zusammenhang zwischen der Position eines Individuums im sozialen Raum und dessen Lebensstil, wobei der Habitus das Bindeglied dazwischen ist. Er ist eine allgemeine Grundhaltung gegenüber der Welt, die zu systematischen
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Stellungnahmen führt. Da der Habitus aber vom gesamten bisherigen Lebenslauf beeinflusst ist, ist er relativ unabhängig von der im Moment eingenommen Position. (vgl. Treibel, 1993, S.210f)
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Counter Girl: Smile, you're at Smiley's! Would you like to try our new bacon and egg fajita, just a dollar twentynine for a limited time only? Lester: Actually, I'd like to fill out an application. Counter Girl: There's not jobs for manager, it's just for counter. Lester: Good. I'm looking for the least possible amount of responsibility. --------------- some moments later ----------------Manager: I don't think you'd fit in here. Lester: I have fast food experience. Manager: Yes, like twenty years ago.
Lester: Well, I'm sure there have been amazing technological advancements in the industry, but... surely you have some sort of training process. It seems unfair to presume I won't be able to learn......Should you choose not to hire me, I have to assume it's because of my age, which I can only interpret as discrimination and would have to take up with my attorney.
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6.2. Gesellschaft
Die soziale Position einer Person drückt sich in ihrem Lebensstil aus. Gesellschaft sieht Bourdieu folglich als ein Ensemble von sozialen Positionen, das mit einem ebenfalls relational bestimmten Ensemble von Tätigkeiten oder Gütern verbunden ist. (vgl. Bourdieu, 1998, S.17) Während innerhalb einer Klasse ähnliche Bedingungen herrschen, unterscheiden sich diese von den Bedingungen in anderen Klassen. Mitglieder innerhalb einer Klasse sind also mit höherer Wahrscheinlichkeit mit sich ähnelnden Situationen konfrontiert als mit Situationen mit denen sich Mitglieder anderer Klassen auseinandersetzen müssen. Indikatoren dieses Klassenhabitus bzw. Klassen„Unterbewusstseins“ sind der Beruf, die Berufsrolle und das kulturelle Kapital. Hierbei ist anzumerken dass Bourdieu selber, den Begriff der Klasse als für zu missverständlich und zu eng gefasst hält. Er verwendet stattdessen lieber den zuvor bereits dargestellten Begriff des sozialen Raumes. (vgl. Treibel, 1993, S.211f)
6.3. Sozialer Wandel
Sozialer Wandel kann bei Bourdieu durch die soziale Mobilität entstehen. Wenn beispielsweise ökonomisches Kapital in kulturelles Kapital umgewandelt wird, kann diese Veränderung der Kapitalzusammensetzungen zum Aufstieg eines Individuums führen. Die Aufstiege und Abstiege einzelner Individuen, also die Veränderung ihrer Positionen im sozialen Raum führen zu einer Umgestaltung der Positionsstruktur, was wiederum Veränderungen in den Praxisformen zur Folge haben kann.
6.4. Anwendungsbereiche
Anwendung finden die Theorien Bourdieus in der Alltagsforschung, so z.B. bei Untersuchungen über die Entstehung von sozialer Ungleichheit sowie ihrer Reproduktion. Bourdieu zeigt die Zusammenhänge zwischen sozialer Herkunft, sozialer Zugehörigkeit und sozialer Abgrenzung auf. Auch bei Forschungen bezüglich des Lebensstils, der ja wesentlich vom kulturellen Kapital bestimmt ist, kommen seine Theorien zur Anwendung.
6.5. Kritik
Bourdieu beschreibt ein dynamisches und vor allem leicht verständliches Modell des sozialen Raumes. Eine wesentliche Stärke ist, dass sich seine nachvollziehbaren Theorien für die Empirie des „Alltäglichen“ eignen. Positiv anzumerken ist ebenfalls die
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Einbindung von mikro- und makrosoziologischen Überlegungen in seinem Modell, sowie seine Position gegenüber den „Intellektuellen“, die er in seine Analyse einbindet, sie aber zur kritischen Reflexion auffordert. Bourdieus Soziologie-Verständnis steht in Zusammenhang mit seinem eigenen Werdegang, dem eine eher „untypische“ Bildungs-Biographie zugrunde liegt. Er deckt ein weites Feld ab und ebenso weit sind die auch Anwendungsmöglichkeiten die sich für seine Theorien finden.
Problematisch ist die oft angeprangerte, teilweise Komplexität seiner Sprache, was zu Verständnisproblemen führen mag. Zudem besteht der Vorwurf des Determinismus in Bezug auf das Habituskonzept. Andere Kritiker halten seinen Ansatz für zu statisch, da er Lernprozesse einer Gesellschaft ausklammere und somit sozialen Wandel nur unzureichend erkläre. (vgl. Treibel, 1993, S.222ff)
7. Zusammenfassung
In dieser Arbeit habe ich versucht vier der wichtigsten mikrosoziologischen Ansätze vorzustellen und deren Anwendung an einem praktischen Beispiel zu demonstrieren. Es handelt sich um sehr unterschiedliche Ansätze, die auf ihre Weise versuchen darüber Aufschluss zu geben wie und warum Gesellschaft funktioniert. Aufgrund des durchgängigen Schemas in dieser Arbeit dürften die Unterschiede der einzelnen Theorien, deren Anwendungsbereiche sowie deren jeweiligen Stärken und Schwächen recht deutlich geworden sein. Die praktischen Anwendung wurde dargestellt mittels des amerikanischen Spielfilms „American Beauty“ - einem Film der einiges über das Zusammenleben von Menschen zu erzählen hat und den ich ausdrücklich empfehlen möchte. Schließen möchte ich nun mit Lester Burnhams posthumen Resümee: I had always heard your entire life flashes in front of your eyes the second before you die. First of all, that one second isn't a second at all, it stretches on forever, like an ocean of time... For me, it was lying on my back at Boy Scout camp, watching falling stars... And yellow leaves, from the maple trees, that lined my street... Or my grandmother's hands, and the way her skin seemed like paper... And the first time I saw my cousin Tony's brand new Firebird... And Janie... And Janie... And... Carolyn.
I guess I could be pretty pissed off about what happened to me... but it's hard to stay mad, when there's so much beauty in the world. Sometimes I feel like I'm seeing it all at once, and it's too much, my heart fills up like a balloon that's about to burst...
And then I remember to relax, and stop trying to hold on to it, and then it flows through me like rain and I can't feel anything but gratitude for every single moment of my stupid little life... You have no idea what I'm talking about, I'm sure. But don't worry... You will someday.
American Beauty und die „sozialwissenschaftlichen Mikrotheorien“
8. Literaturverzeichnis
Becker, Gary Stanley: Der ökonomische Ansatz zur Erklärung menschlichen Verhaltens. In: Becker, Gary S. In: Der ökonomische Ansatz zur Erklärung menschlichen Verhaltens, Tübingen: J.C.B. Mohr, 1982, S.1 - S.15
Blumer, Herbert: Der methodologische Standort des symbolischen Interaktionismus. In: Burkart, Roland; Hömberg, Walter (Hrsg.): Kommunikationstheorien, Wien, 1995, S.23 - S.39
Bourdieu, Pierre; Beister, Hella: Praktische Vernunft: Zur Theorie des Handelns, Suhrkamp, 1998
Dahrendorf, Ralf: Homo Sociologicus: ein Versuch zur Geschichte, Bedeutung und Kritik der Kategorie der sozialen Rolle, 15. Auflage, Opladen: Westdeutscher Verlag, 1977
Schülein, Johann August; Brunner, Karl-Michael: Soziologische Theorien - Eine Einführung für Amateure, 2. Auflage, Wien/New-York: Springer-Verlag, 2001
Treibel, Anette: Einführung in die soziologischen Theorien der Gegenwart, Opladen: Leske und Budrich, 1993, S.203-S.225 --------- AmericanBeauty - Film: Homepage: http://www.dreamworks.com/ab/
Zitate: http://www.imdb.com/title/tt0169547/quotes, abgefragt im August/September 2009
Titelbild:
„American Beauty“ fotografiert von „Madmoiselle Lavender“, veröffentlicht auf flickr.com unter einer Creative Commons Licence Fotograf: http://www.flickr.com/people/soloflight/ Bild: http://www.flickr.com/photos/soloflight/3448550792/sizes/m/
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Robert Tritscher, 2009, American Beauty und die „sozialwissenschaftlichen Mikrotheorien“, Munich, GRIN Publishing GmbH
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