Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung 2
2. Die Potsdamer Konferenz und ihre Auswirkungen 3
2.1 Die Schwierigkeiten der Westmächte während der Konferenz 3
2.2 Das "Potsdamer Abkommen" - nur ein vages Kommuniqué? 4
3. Die Entfremdung der beiden Hauptalliierten USA und UdSSR 5
3.1 Die Truman-Doktrin und der Marshallplan 6
3.2 Die Zwei-Lager-Theorie 7
3.3 Darstellung der Lage nach Truman-Doktrin und Zwei-Lager-Theorie 8
4. Die deutlich werdende Teilung 9
4.1 Die Vereinigung zur Bizone 9
4.2 Die Währungsreform als eine Ursache der Berliner Blockade 11
5. Schlussbetrachtung 13
Literaturverzeichnis 15
1
1. Einleitung
Die Geschichte der Besatzungszeit Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg ist eng verzahnt mit der Besatzungspolitik der vier Alliierten und der gerade vorherrschenden politischen Zuneigung dieser vier Mächte untereinander. Gerade diese jeweilige Sympathie, oder in diesem Zusammenhang in den meisten Fällen wohl eher Antipathie spiegelt sich in allen hier behandelten Bereichen der deutschen Besatzungszeit ab.
Die schwierige Lage zwischen den kapitalistischen und den kommunistischen Mächten bei Kriegsende und die Veränderung beziehungsweise Verschlechterung dieses Verhältnisses soll ebenso Thema dieser Arbeit sein, wie verschiedene wichtige Etappen auf dem Weg vom besetzten, einheitlichen zum größtenteils souveränen, aber geteilten Staat.
Den Anfang in dieser Reihe von Etappen macht das Potsdamer Kommuniqué, welches die alliierten Absichten direkt nach dem Krieg darstellt und noch am ehesten als Friedenvertrag zu sehen ist. Es soll hier hauptsächlich beleuchtet werden, auf welch vage Formulierungen dieses Kommuniqué baut und unter welch schwierigen Voraussetzungen die westlichen Alliierten an dieser Konferenz teilnahmen.
Im weiteren Verlauf möchte ich das Verhältnis der alliierten Mächte untereinander, und hier vor allem das Verhältnis zwischen UdSSR und USA, aufzeigen. Dies soll anhand von wichtigen politischen Leitlinien wie etwa der amerikanischen Truman-Doktrin und der sowjetischen Zwei-Lager-Theorie geschehen.
Abschließend soll auf das immer deutlicher werdende Auseinanderleben der Ost-und Westalliierten eingegangen werden. Hier werde ich zum einen die Gründung der Bizone und ihre Folgen und zum anderen die Währungsreform und ihre Auswirkungen auf die Berliner Blockade bearbeiten, um einen letzten Einblick in "gesamtdeutsche" Besatzungspolitik zu geben.
2
2. Die Potsdamer Konferenz und ihre Auswirkungen
Die Gipfelkonferenz von Potsdam, die vom 17. Juli bis zum 2. August 1945 in Schloss Cecilienhof in Potsdam stattfand und die letzte Gipfelkonferenz des zweiten Weltkrieges war, sollte dazu dienen, die in den vorhergegangen Konferenzen von Teheran und Jalta besprochenen Vereinbarungen der Alliierten über eine gemeinsame Deutschlandpolitik zu überprüfen und festzulegen 1 .
Das Kommuniqué von Potsdam hat, da es sich hierbei nur um eine Zusammenfassung der Gespräche der Vertreter der UdSSR, der USA und Großbritanniens und keinesfalls um eine vertragliche Abmachung der Beteiligten handelt, keinesfalls den Rechtscharakter eines Abkommens, als welches es oftmals unzutreffenderweise bezeichnet wird.
2.1. Die Schwierigkeiten der Westmächte während der Konferenz
Das Potsdamer Kommuniqué, welches von Großbritannien, den Vereinigten Staaten von Amerika und der Sowjetunion während der ungefähr zweiwöchigen Konferenz ausgefertigt und am 02. August 1945 von diesen drei Staaten und Frankreich unterzeichnet wurde, stand von vornherein unter schwierigen Vorraussetzungen für die westlichen Alliierten, da sowohl die britischen als auch die US-amerikanischen Vertreter neu in ihren Ämtern waren. Der neue britische Premierminister Clement Attlee folgte Winston Churchill in seinem Amt und der ehemalige Außenminister Anthony Eden wurde durch Ernest L. Bevin ersetzt. Der Tod Franklin D. Roosevelts führte dazu, dass auch die Vereinigten Staaten von Amerika von anderen Personen, nämlich Harry S. Truman als Präsident und seinem Außenminister James F. Byrnes repräsentiert wurden. Diese fehlende Erfahrung konnte sich Josef W. Stalin, der an den vorhergehenden Konferenzen von Teheran und Jalta teilgenommen hatte, zu Nutzen machen, indem er auf Absprachen der vorherigen Konferenzen verweisen konnte, von denen die neu ins Amt gekommenen Konferenzteilnehmer nichts wussten. 2
1 vgl. Meissner, 1993, S.13
2 ebenda, S.14
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2.2 Das "Potsdamer Abkommen" - Nur ein vages Kommuniqué?
Anders als es bei einem Abkommen zu sein hätte, sind die Ergebnisse der Potsdamer Konferenz zum Teil recht "vage und unbestimmt" 3 formuliert, was sich vor allem durch den weiten Interpretationsspielraum deutlich zeigt. Dies ist vor allem ziemlich gut in Phrasen zu erkennen, die zum Beispiel besagen, dass "soweit dies praktisch durchführbar ist, […] die Behandlung der deutschen Bevölkerung in ganz Deutschland gleich sein [müsse]" 4 zu erkennen. Die praktische Undurchführbarkeit hat aber zum Beispiel während der Berliner Blockade eine bedeutende Rolle gespielt, worauf später näher eingegangen wird.
Doch gibt es auch Formulierungen, die sich von vornherein, wenn auch nicht eindeutig widersprechen, so doch eine gewisse Diskrepanz entstehen lassen. Hier wäre zu nennen, dass Deutschland zu Besatzungszeiten als "wirtschaftliche Einheit" betrachtet werden solle 5 , was allerdings schon im Potsdamer Kommuniqué teilweise ausser Kraft gesetzt wurde, indem man Deutschland in zwei verschiedene Reparationsgebiete einteilte. Dies erfolgte durch die Übereinkunft über die Lieferung von 10% der demontierten Industrieausrüstungen aus den westlichen Besatzungszonen an die sowjetische Besatzungszone ohne Gegenleistung. Weiterhin sollten 15% der für Reparationszwecke konfiszierten Industrieanlagen aus Westdeutschland zu Gunsten der sowjetischen Besatzungszone verwendet werden. Als Gegenleistung hierfür sollten aus der sowjetischen Besatzungszone Lebensmittellieferungen in den Westen erfolgen 6 . Aber auch die alliierten Ziele, wie zum Beispiel das Streben nach einer "entgültige[n] Umgestaltung des deutschen politischen Lebens auf demokratischer Grundlage[…]" 7 oder einem Gerichtswesen, dass "entsprechend den Grundsätzen der Demokratie und der Gerechtigkeit[…]" 8 reorganisiert werden soll, wie es im Potsdamer Kommunique geschrieben steht, bereiten Schwierigkeiten. So ist aus
3 vgl. Bundeszentrale für politische Bildung, 2000, S.8
4 ebenda, S.8
5 vgl. Hillgruber, 1989, S.150
6 ebenda, S.151
7 vgl. Bundeszentrale für politische Bildung,2000, S.8
8 ebenda, S. 8
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Arbeit zitieren:
Florian Winkler, 2003, Das Verhältnis zwischen UdSSR und USA während der deutschen Besatzungszeit - Konferenzen und Konflikte, München, GRIN Verlag GmbH
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