Eidesstattliche Erklärung
Ich erkläre an Eides statt, dass ich die vorliegende Seminararbeit selbstständig und ohne
Benutzung anderer als der angegebenen Hilfsmittel angefertigt habe. Die aus fremden
Quellen direkt oder indirekt übernommenen Gedanken sind als solche kenntlich gemacht.
Die Arbeit wurde bisher in gleicher oder ähnlicher Form keiner anderen
Pr üfungskommission vorgelegt und auch nicht veröffentlicht.
Wien , 17.Dezember, 2008
Inhaltsverzeichnis (Gliederung)
Titel - Themenstellung 3
Forschungsfrage 3
Zielsetzung : 3
1. Unternehmensnetzwerke 4
1.1. Netzwerke innerhalb und zwischen Organisationen 5
1.2. Unternehmensnetzwerke als Organisationsform. 6
1.3. Unternehmensnetzwerk - geschichtlicher Ursprung. 6
1.4. Netzwerkbildung 7
2. Unternehmensnetzwerke - eine Koordinationsform zwischen Markt und Hierarchie
und eine hybride Organisationsform 7
2.1. Definition Kooperation 9
2.2. Die vier Dimensionen von Siebert 9
2.3. Vertrauen in Zusammenhang mit Wertschöpfungsnetzwerken. 10
2.4. Transaktionskostentheorie. 11
2.5. Kriterien für Netzwerke 12
3. Schlussfolgerung, Vorteile von Netzwerken. 13
4. Kooperation. 14
5. Motive zwischenbetrieblicher Kooperation 16
5.1. Kooperationsmerkmale 16
6. Begriff Kooperation versus Unternehmensnetzwerk 19
7. Conclusio. 20
8. Literaturverzeichnis. 21
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Titel - Themenstellung
In Zuge der Erstellung meiner Diplomarbeit wird unter anderem das Thema „Kooperationsmarketing“ relevant sein. Deshalb habe ich für die Seminararbeit, die im Rahmen der Lehrveranstaltung „Neuere Entwicklungen in BWL und Management“ zu verfassen ist, das Thema Unternehmensnetzwerke, mit Konzentration auf die Organisationsform Kooperation (zwischen Unternehmen), gewählt.
Der Titel lautet daher:
„Unternehmensnetzwerke mit Schwerpunkt auf die Organisationsform Kooperation (zwischen Unternehmen)“ Daraus ergibt sich folgende Forschungsfrage:
Forschungsfrage
Was sind Unternehmensnetzwerke, was bedeutet Kooperation zwischen Unternehmen und wie stehen diese beiden Organisationsformen zueinander?
Zielsetzung:
Im Rahmen der Seminararbeit sollen die beiden Organisationsformen „Unternehmensnetzwerke“ und „Kooperation“ (zwischen Unternehmen) erarbeitet und präsentiert werden.
Eine Darstellung der Kooperation (zwischen Unternehmen) soll gegenüber dem System der Unternehmensnetzwerke („Business Webs“) durchgeführt werden. Es sollen die Kriterien von Netzwerken und die Merkmale der Kooperation erarbeitet werden und die Transaktionskostentheorie mitbehandelt werden. Die Seminararbeit soll einen Nutzen für die Ausarbeitung der Master-These bringen, indem ein Literaturüberblick im Bereich der „Business Webs“ geschaffen werden soll. Im Rahmen der Master-These werden vor allem die „Anreiz-Beitrags-Theorie“ und der „Ressource-Dependence-Ansatz“ behandelt.
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1. Unternehmensnetzwerke
Bevor das Konstrukt Unternehmensnetzwerke behandelt wird, erfolgt eine Begriffserklärung der beiden Begriffe „Unternehmung“ sowie „Netzwerk“.
Eine Unternehmung wird durch ihre autonome Aktion auf Märkten charakterisiert. Somit unterliegt eine Unternehmung im Prozess der Leistungserstellung und -verwertung keiner anderen Organisation. Sie kann entweder mittels einer hierarchischen Organisationsform direkt per Unternehmer oder indirekt per Manager gelenkt werden. Ein wesentliches Merkmal für eine Unternehmung ist ihre rechtliche sowie wirtschaftliche Selbstständigkeit, bei der in wirtschaftlicher Hinsicht jedoch nur eine relative Selbstständigkeit vorherrscht, da eine Unternehmung in einem Beziehungsgeflecht zu Lieferanten und Abnehmern, Kapitalgebern sowie Arbeitnehmern, innerhalb von Verbänden und dem Staat interagiert. So ist eine vollständige autonome Marktunternehmung außerhalb von Unternehmungen nicht real (vgl. Sydow 1993, S. 78 f.).
Bis heute ringt die Netzwerkforschung um den sinnvollsten Netzwerkbegriff. Es wird hauptsächlich darum gestritten, ob interorganisationale Netzwerke hinreichend als im Kern hybride, marktliche und hierarchische Momente miteinander vermittelnde Organisationsformen gefasst werden sollten oder ob Netzwerke als eine eigenständige Organisationsform ökonomischer Aktivitäten jenseits von Markt und Hierarchie verstanden werden sollten (vgl. Williamson 1985/Powell 1990, zitiert nach Berghoff/Sydow 2007, S. 16). Fazit ist, dass das Spektrum relevanter Theorieansätze zum Thema Netzwerk kaum noch überschaubar ist und die Netzwerkforschung als multiparadigmatisch bezeichnet werden kann (vgl. Windeler 2001 und 2005, zitiert nach Berghoff/Sydow 2007, S. 17).
Die wissenschaftliche Literatursichtung ergibt, dass beinahe jedes empirische Phänomen als Netzwerk angesehen werden kann. Laut Aldrich/Whetten (zitiert nach Sydow 1993, S. 73) ist ein Netzwerk erstmal ein methodisches Konstrukt des Forschers, der entscheidet, welcher zu untersuchende Gegenstand als Netzwerk erfasst werden soll und wie dieser von seiner Umwelt abgegrenzt wird. Das Netzwerkkonstrukt setzt voraus, dass eine individuelle Betrachtung der Beziehung einzelner Akteure zueinander nicht ausreicht, sondern das Netzwerk in seiner gesamten Form erfasst werden muss. Wissenschaftliche
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Untersuchungen zum Thema Netzwerk reichen von Untersuchungen der Kognitionspsychologie, wo der Mensch als kognitives Netzwerk behandelt wird bishin zu sozialen Netzwerken und Organisationen als Netzwerke, welche im Rahmen dieser Seminararbeit behandelt werden (vgl. Sydow 1993, S. 75).
Netzwerke werden auch anhand ihrer geografischen Orientierung klassifiziert, wo zum Beispiel eine Unterscheidung in regionale und nationale erfolgt. Es erfolgt die Auskunft, wie die Akteure der Netzwerke geografisch lokalisiert sind. Weiters werden Netzwerke entsprechend ihrer Kooperationsrichtung in vertikale, horizontale oder laterale Netzwerke eingeteilt (5.1.) (vgl. Ahlert 2003, S. 36ff.).
1.1. Netzwerke innerhalb und zwischen Organisationen
„Organisationen können als Systeme von miteinander vernetzten Akteuren (z.B. Individuen, Gruppen) konzeptualisiert werden (vgl. Tichy et al. 1979, zitiert nach Sydow 1993, S. 75).
Sind die Akteure innerhalb von Organisationen miteinander vernetzt, so handelt es sich um intraorganisationale Netzwerke, betrifft die Vernetzung selbstständige Organisationen, so werden diese als interorganisationale Netzwerke bezeichnet. Diese interorganisationale Netzwerke sind weder an Branchengrenzen noch an räumlichen Grenzen gebunden und können somit global und zwischen x-beliebigen Branchen gebildet werden (vgl. Sydow 1993, S. 75 ff.).
Die interorganisationalen Netzwerke können wiederum in transaktionskostenorientierte, bei der diese als Hybridformen zwischen den Extremen Markt und Hierarchie positioniert ist, und aus systemtheoretischer Sicht in eine spezifische Form, bei der Netzwerke neben dem Markt und der Hierarchie positioniert sind, unterteilt werden. In der fachspezifischen Literatur über Netzwerke gibt es unterschiedliche Auffassungen und Ansichten, in welcher Form sich zwischenbetriebliche Netzwerke im Hinblick auf den Markt und die Hierarchie einordnen. In dieser Arbeit wird eher auf das transaktionsorientierte Verständnis, bei dem sich Netzwerke auf dem Kontinuum zwischen Markt und Hierarchie (siehe 2.4.) einordnen, behandelt (vgl. Ahlert 2003, S., 36ff.).
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Im Rahmen dieser Seminararbeit wird ein Fokus auf interorganisationale bzw. strategische Netzwerke gerichtet, deshalb folgt nun eine klare Arbeitsdefinition des Begriffes Unternehmensnetzwerke
1.2. Unternehmensnetzwerke als Organisationsform
Der Begriff des Netzwerkes konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Akteuren, wobei sich die herausgebildeten Beziehungen nach Inhalt (z.B. Produkte, Dienstleistungen, Informationen), Form (z.B. Dauer der Beziehung) und Intensität (z.B. Interaktionshäufigkeit) gegliedert werden kann. Die Form sowie die Intensität der Beziehungen bilden die Netzwerkstruktur (vgl. Burt 1980, S. 80-83, zitiert nach Sydow 1993, S. 78), wobei bei interorganisationelen Netzwerke die jeweiligen Akteure „in einem sozialen Netzwerk Organisationen im institutionellen Sinne“ (vgl. Staehle 1973, 9-11, zitiert nach Sydow 1993, S. 78) und die „Beziehungen im Netzwerk Interorganisationsbeziehungen sind. Basieren diese Beziehungen zischen
Unternehmungen, so werden diese Netzwerkorganisationen als Unternehmensnetzwerk bezeichnet (vgl. Sydow 1993, S. 78). Als synonym zum Terminus Technicus „Unternehmensnetzwerk“ wird im Rahmen dieser Seminararbeit
Wertschöpfungsnetzwerke oder „Business Webs“ verwendet (vgl. Bruhn 2003, S. 6). Weitere Bezeichnungen und Formen von Netzwerken in der deutschsprachigen Literatur sind „regionale Netzwerke“ und „strategische Netzwerke“ (vgl. Sydow 1995; zitiert nach Bruhn 2003, S. 5 ff.).
1.3. Unternehmensnetzwerk - geschichtlicher Ursprung
Das Unternehmensnetzwerk ist eine Organisationsform mit Zukunft. Netzwerkartige Beziehungen zwischen Unternehmungen existieren solange wie Unternehmen selbst. Gesellschaftliche Arbeitsteilung hat einerseits zur Bildung von Unternehmen und Märkten geführt. In weiterer Folge entstanden Entwicklungen von Beziehungen zwischen Unternehmen und anderen Organisationen mit der Absicht Mehrwert für diese zu schaffen, sozusagen reichte eine reine Austauschbeziehung im Sinne von Kauf und Verkauf nicht aus. Der Beginn klassischer kooperierender Unternehmungen erfolgte in
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Arbeit zitieren:
Sascha Griesser, 2008, Unternehmensnetzwerke mit Schwerpunkt auf die Organisationsform Kooperation zwischen Unternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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