Eberhard-Karls Universität Tübingen Institut für Politikwissenschaft Proseminar: Einführung in die Politikwissenschaft WS 2002/2003
Worin liegen die Unterschiede im
Inhaltsverzeichnis:
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1. Einleitung 3
2.1.1 Die mikrosoziologische Perspektive 4
2.1.2 Die makrosoziologische Perspektive 4
2.2 Der individualpsychologische Erklärungsansatz 4
2.3 Das Modell des rationalen Wählers (Rational Choice) 5
3.1 Parteien und ihre Bevölkerungsgruppen 6
3.2 Auflösung der traditionellen Parteibindungen in Westdeutschland 7
3.3 Die „Neue Mitte“ 9
3.4 Die „neue Mitte“ und die Bundestagswahl 1998 9
3.5 Das Wählerverhalten in den neuen Bundesländern 10
3.6 Parteienlandschaft in den neuen Bundesländern 14
4. Resümee 15
5. Literaturverzeichnis 16
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1. Einleitung
„Staatliche Einheit vollzogen, innere Einheit fraglich“ 1 - so kann man den Einigungsprozess zwischen West- und Ostdeutschland 2 in Hinblick auf das politische Wahlverhalten am besten beschreiben. In dieser Arbeit soll die Entstehung von unterschiedlichem Wählerverhalten in West- und Ostdeutschland untersucht werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage wie sich diese Unterschiede bei Wahlen, und im Parteiensystem auswirken. Auch soll die Frage ob das Wahlverhalten im Osten Deutschlands die Zukunft des Wahlverhaltens im Westen Deutschlands darstellt auf ihre Validität geprüft werden. In dieser Arbeit werden in Punkt 2 zunächst drei Theorien des Wählerverhaltens kurz vorgestellt. In Punkt 3.1 werden die Bindungen zwischen bestimmten Bevölkerungsgruppen und bestimmten Parteien dargestellt. Bei Punkt 3.2 wird dargestellt, welche Auflösungserscheinungen die traditionellen Parteibindungen aufweisen. Die „neue Mitte“ Gesellschaft wird vom Autor in zwei Punkten besprochen. In Punkt 3.3 wird die Entstehung und die Eigenschaften der „neuen Mitte“ untersucht. In Punkt 3.4 wird die „neue Mitte“ im Kontext der Bundestagswahl 1998 betrachtet. Bei Punkt 3.5 werden die Facetten des Wahlverhaltens in den neuen Bundesländer beschrieben. Abschließend wird in Punkt 3.6 noch die Parteienlandschaft in den neuen Bundesländer dargestellt.
1 Institut für Politikwissenschaft der Uni Mainz 14. April 2003 16:45: Annäherung durch Wandel?, < http://www.politik.uni-mainz.de/kai.arzheimer/btw98/BTW98.pdf > S.1
2 Die umgangssprachliche Bezeichnung Ostdeutschland steht für das Beitrittsgebiet, also für die neuen Bundesländer Deutschlands: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die umgangssprachliche Bezeichnung Westdeutschland steht für die alten Bundesländer Deutschlands; das sind: Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holsein.
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2.1.1 Die mikrosoziologische Perspektive
Die mikrosoziologische Perspektive legt einen besonderen Schwerpunkt auf die verhaltensrelevante Bedeutung des sozialen Umfeldes. Nach diesem Erklärungsmodell wird das Wahlverhalten eines Bürgers durch die Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen mit festen politischen Verhaltensnormen determiniert. Je gleichgerichteter die Wahlnormen der Gruppen denen ein Wähler angehört sind, desto unwahrscheinlicher ist eine individuelle, den Gruppenpräferenzen gegenläufige Wahlentscheidung. Weisen die verschiedenen Gruppen im sozialen Umfeld grundsätzlich verschiedene Wahlnormen auf, führt dies zu einer Reduzierung des politischen Interesses des Wählers.
2.1.2 Die makrosoziologische Perspektive
Diese Perspektive bezieht sich auf langfristige Allianzen zwischen Parteien und bestimmten Bevölkerungsgruppen sowie auf die Analyse der Herausbildung und der Entwicklung von Parteiensystemen.
Naturgemäß gibt es in den verschiedenen Demokratien Westeuropas institutionelle sowie auch wahlrechtliche Unterschiede. In allen Parteiensystemen bildeten sich jedoch liberale, christdemokratische, sozialistische, sozialdemokratische und grüne Parteien mit jeweils eigener Wählerschaft heraus. Diese Bildung des westeuropäischen Parteiensystems findet seinen Ursprung in den Demokratisierungsprozessen im 19. und 20. Jahr-hundert. In verschiedenen Auseinandersetzungen wie z. B. zwischen ländlichagrarischen und städtisch-handwerklichen Gebieten koalierten politische Parteien mit den jeweils betroffenen Bevölkerungsgruppen. Auf Dauer festigten sich diese Koalitionen zwischen bestimmten Wählerschaften und Parteien.
2.2 Der individualpsychologische Erklärungsansatz
Bei diesem zweiten klassischen Erklärungsansatz findet ein Perspektivwechsel statt, bei diesem ist das „Wahlverhalten der Ausdruck einer individuellen psychologischen Beziehung zu einer Partei“ 3 . Das Herzstück dieses Ansatzes ist das „Ann Arbor-“ oder „Michigan-Modell“. Bei der politischen Sozialisation durch Eltern, Freund oder
3 Korte, Karl Rudolf: Wahlen in der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, Bundeszentrale für politische Bildung, 2000, S.89
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Arbeit zitieren:
Daniel Krause, 2003, Worin liegen die Unterschiede im Wahlverhalten von Ost- und Westdeutschen?, München, GRIN Verlag GmbH
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