Inhaltverzeichnis
1. Einführung in die Thematik 3
2. Terminologischer Aspekt des Begriffs „Lernbeeinträchtigung“ 5
3.Lernbeeinträchtigungen bei Kindern und Jugendlichen aus
Migrantenfamilien 9
4. Ursachen der Lernbeeinträchtigung bei den Migrantenkindern 13
4.1. Ökonomische und soziale Lage von Kindern und Jugendlichen mit
Migrationshintergrund in Deutschland 13
4.2. Psychische Belastungen und psychischer Gesundheitszustand bei
den Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund 15
4.3. Suche nach Identität und ihre Auswirkung auf die Entwicklung der
Lernf ähigkeiten bei den Migrantenkindern 17
5. Zusammenfassung und Ausblick 20
Literaturverzeichnis
Kapitel 1 Einführung in die Thematik
1. Einführung in die Thematik
Migration ist Einwanderung in ein fremdes, unbekanntes Land, die verschiedene Erfahrungen, Schicksale und psychische Herausforderungen mit sich bringt (Frindte 2001). Viele Menschen, die ihre Heimat mit ihren Kindern verlassen, die sich aus ihrer politischen, sozialen und ökonomischen Not befreien wollen und nicht nur für sich, sondern für ihre Kinder bessere Chancen und sichere Lebensbedingungen schaffen wollen, suchen ihre Zukunft in der Bundesrepublik Deutschland als eines der reichsten Länder der westlichen Welt (Müller 2004).
Für einige Kinder, die das Nest der Kindheit verlassen und den elterlichen Wunsch erfüllen sollen, kommt die Entscheidung ihrer Eltern völlig überraschend. Viele Kinder sind von dem Entschluss ihrer Eltern überrollt worden und haben entsprechende Gefühle der Trauer, der Ohnmacht und vielleicht des Zorns erlebt. Der Ausreiseprozess wird vom Kind zum Kind unterschiedlich wahrgenommen (Hurrelmann & Bründel 1996).
Obwohl die Entscheidung zur Auswanderung gut geplant ist und die Aufnahmebedingungen im Aufnahmeland optimal sind, wird die Integration der Jugendlichen von unterschiedlichen Risiken begleitet, so dass es negativ auf die Entwicklung im Lernprozess bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund auswirkt (Weiss 2003). In diesem Zusammenhang steht im Mittelpunkt der Hausarbeit die Darstellung der Lernbeeinträchtigungen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Diese Hausarbeit ist auf vier verschiedene Kapitel aufgeteilt, sodass der Leser nach der Einführung in die Thematik im zweiten Kapitel einen Überblick über grundsätzliche Nuancen zur Begrifflichkeit der Lernbeeinträchtigung bekommt. Im dritten Kapitel der vorliegenden Arbeit wird auf die Lernschwierigkeiten von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund eingegangen. Der Leser bekommt eine Vorstellung, wie die Suche
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Kapitel 1 Einführung in die Thematik
nach Identität, psychische Belastungen und soziale Lage von Migrantenkindern auf Lernprozesse auswirken und welche Folgen zu erkennen sind. Die Hausarbeit wird mit einer Zusammenfassung zu diesem Thema abgeschlossen.
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Kapitel 2 Terminologischer Aspekt des Begriffs „Lernbeeinträchtigung“
2. Terminologischer Aspekt des Begriffs „Lernbeeinträchtigung“
Im Verlauf der Geschichte im Bereich der Behindertenpädagogik gab es für keine Personengruppe so unterschiedliche Bezeichnungen wie für die Gruppe mit dem Förderschwerpunkt Lernen: Hilfsschüler, schulbildungsfähige intellektuell Geschädigte, Lernbehinderte, Lernbeeinträchtigte, Debile und Schwachsinnige. Die Vielfältigkeit der Bezeichnungen weist darauf hin, dass die Hilfsschüler von damals und die Schülerinnen und Schüler mit Lernbeeinträchtigungen von heute eine Teilgruppe der Behinderten waren und sind, die stets mit einem gesellschaftlichen Makel verbunden wurde (Siepmann 2008). Aufgrund dessen, das die deutliche Überpräsentation der Gruppe von Schülerinnen und Schülern mit Lernbeeinträchtigung in der Gesamtheit aller Behinderten vorhanden ist, steht eine nicht zu übersehende Ungenauigkeit und Unschärfe zur Terminologie in der wissenschaftlichen Diskussion des Fachgebietes gegenüber (Siepmann 2008). Um den terminologischen Aspekt inhaltlich zu kennzeichnen, ist es dabei sehr wichtig, die Empfehlungen der Kultusministerkonferenzen im letzten Jahrzehnt zu erwähnen, die die inhaltlich-begrifflichen Orientierungen beeinflussen. Wenn man diesen Begriff auf die Population der Lernbehinderten bezieht, bedeutet es: „Es sind Schülerinnen und Schüler mit Beeinträchtigungen im schulischen Lernen, in der Leistung sowie im Lernverhalten „ (Siepmann zitiert nach KMK (1994), 2008). Im Jahr 1999 erschienen ganz spezielle in der Ergänzung zu diesen Orientierungen „Empfehlungen zum Förderschwerpunkt Lernen“. Es gibt zur Personengruppe der Lernbehinderten folgende Beschreibung: „Bei Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen des Lernens ist die Beziehung zwischen Individuum und Umwelt dauerhaft bzw. zeitweilig so erschwert, dass sie die Ziele und Inhalte der Lehrpläne der allgemeinen Schule nicht oder nur ansatzweise erreichen können. Diesen Kindern und Jugendlichen und ihren Eltern muss Hilfe durch Angebote im Förderschwerpunkt Lernen zuteil werden“ (KMK 1999).
Aus den unterschiedlichen Literaturquellen kann man feststellen, dass im letzten Jahrzehnt Begrifflichkeiten und Bezeichnungen zur Gruppe der Lernbehinderten unter bildungspolitischem Aspekt eindeutig auf Beeinträchtigungen im Lernen und Leisten bzw. auf Lernbeeinträchtigung fokussiert werden (Siepmann 2008). Die menschliche Entwicklung ist ein komplexer Vorgang, der aus dem Zusammenhang zwischen neurophysiologischen, biochemischen, emotionalen, kognitiven und sozialen Prozessen besteht und zur Verhaltensänderung führen könnte. Die Bedeutung vom Lernen ist
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Kapitel 2 Terminologischer Aspekt des Begriffs „Lernbeeinträchtigung“ eine der grundlegenden Einsichten der pädagogischen Anthropologie. Wenn es um eine Beeinträchtigung im Lernen geht, dann sind diese Einsichten genauso komplex und mehrdimensional wie der Lernprozess uns das Lernen selbst. Aus diesem Grund ist es außerordentlich schwierig, die mehrdimensionale Darstellung einer Lernbeeinträchtigung in eine strukturierte Ordnung zu bringen, die für pädagogisches Handeln gut interpretierbar ist (Siepmann 2008). Die Beeinträchtigung des Lernens ist ein Phänomen, das jeder bis zu einem gewissen Grade kennt (Werning & Lütje-Klose 2003). Bach (1999) hat mit zunehmender Akzeptanz vorgeschlagen, unter dem Oberbegriff „Beeinträchtigung“ zwischen folgenden Graden zu unterscheiden: Behinderungen, Störungen, Gefährdungen (Siehe Abb.1):
Abbildung 1. Darstellung vom Schweregrad und der Häufigkeit von Beeinträchtigung (Bach 1999).
Bach stellte das entwickelte hierarchisch gestufte Begriffssystem nach Lernbeeinträchtigung, Lernstörung und Lernbehinderung dar (Siehe Tab. 1):
Tabelle 1. Das hierarchisch gestufte Begriffssystem nach Bach (Siepmann, 2008, URL: http://www.uni-potsdam.de).
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Arbeit zitieren:
Master of Education, Bachelor of Science (BSc), Dipl.Ing. Margarita Esterleyn, 2008, Lernbeeinträchtigung bei den Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, München, GRIN Verlag GmbH
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