Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Abk ürzungsverzeichnis 5
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis 6
Die Autoren 7
Vorwort 8
1 Bedeutung des Internets für die Dienstleistung 11
1.1 Charakteristika der Dienstleistung und Definition 11
1.2 Problemfelder der Dienstleistung 13
1.3 Überwindung der Problemfelder durch das Internet: SaaS und Web 2.0 14
2 Der klassische (nicht-elektronische) Markt für Personaldienstleistungen 16
2.1 Marktursprung 16
2.2 Aktuelle Situation. 16
2.3 Outsourcing von Personalfunktionen 17
3 Aktuelles Angebot an Personaldienstleistungen im Internet 19
3.1 Personalplanung 19
3.1.1 Online-Personaldienstleistungen für die Personalplanung 20
3.2 Personalbeschaffung 20
3.2.1 Online-Dienstleistungen für die Personalbeschaffung 21
3.2.1.1 Allgemeine Online-Stellenmärkte 21
3.2.1.2 Online-Stellenmärkte für Fach- und Führungskräfte 22
3.2.1.3 Branchenspezifische Online-Stellenmärkte 23
3.2.1.4 Regionale Online-Stellenmärkte 23
3.2.1.5 Soziale Netzwerke 23
3.2.2 Outplacement-Klientendatenbanken 24
3.2.3 Webbasierte Kandidatenbewertung 25
3.2.4 E-Recruitment 25
3.2.5 Personalvermittlung im Internet 26
3.2.6 Zusammenfassung 27
3.3 Personaleinsatz 28
3.3.1 Online-Dienstleistungen für den Personaleinsatz 29
3.3.1.1 Webbasierte Arbeitszeiterfassung 29
3.3.1.2 Webbasierte Urlaubsverwaltung 29
3.3.1.3 Webbasierte Arbeitsplanerstellung 30
3.3.2 Zusammenfassung 31
3.4 Personalführung und -entlohnung 31
3.4.1 Online-Personaldienstleistungen für die Personalführung und -
entlohnung 32
3.4.1.1 Webbasierte Zielvereinbarungssysteme 32
3.4.1.2 Webbasierte Vergütungsplattformen 34
3.4.2 Zusammenfassung 34
3.5 Personalentwicklung 34
3.5.1 Online-Personaldienstleistungen für die Personalentwicklung 35
3.5.1.1 Autorensysteme 36
3.5.1.2 Angebot externer E-Learning Kurse 36
3.5.1.3 Elektronischer Marktplatz für E-Learning Kurse 37
3.5.1.4 Virtuelle Trainingsräume (Durchführung von E-Learning Kursen) 38
3.5.1.5 Lernmanagementsysteme (LMS) 39
3.5.1.6 Content Management Systeme (CMS) 40
3.5.1.7 Zusammenfassung 40
3.6 Personalfreisetzung 41
3.6.1 Online-Personaldienstleistungen für die Personalfreisetzung 42
3.6.1.1 Die Online-Vertragserstellung 42
3.6.1.2 Webbasierte Rechtsberatung 42
4 Nachfrage nach Online-Personaldienstleistungen 44
4.1 Methodik der Umfrage 44
4.2 Umfrageergebnisse 45
4.2.1 Anmerkungen der Personalverantwortlichen 48
4.2.2 Handlungsempfehlungen 48
5 Zusammenfassung und Ausblick 50
6 Literaturverzeichnis 54
Abkürzungsverzeichnis AC Assessment Center AGG Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz BDU Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BGB Bürgerliches Gesetzbuch BSC Balanced Score Card bzw. beziehungsweise CI Corporate Identity DGFP Deutschen Gesellschaft für Personalführung ERP Enterprise Resource Planning E-Leadership elektronische Personalführung E-Lectures elektronische Vorträge E-Recruitment elektronische Personalbeschaffung i.d.R in der Regel KMU kleinen und mittelgroße Unternehmen LMS Learning Management Systeme) MBO Management by Objectives MINT Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik SaaS Software as a Service bzw. Software als Dienstleistung sog. sogenannt u.a. unter anderem WWW World Wide Web
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Abbildung 1 Der virtuelle Teamraum von vitero (www.vitero.de, 2009) Abbildung 2 Verteilung Rücklaufquote der Umfrage Abbildung 3 Aktuelle und zukünftige Nachfrageentwicklung klassischer Personaldienstleistungen und Online-Personaldienstleistungen Abbildung 4 Ranking zukünftiger Online-Personaldienstleistungsbereiche
Die Autoren
Prof. Dr. Constanze Sigler, MPhil, MBA, BA(Hons.)
Studierte zunächst Literatur und Philosophie in London und Cambridge (BA Hons. und MPhil).
Danach war sie in den USA, Italien und den Vereinigten Arabischen Emiraten tätig. Sie studierte
dann Betriebswirtschaft (MBA) und promovierte an der Freien Universität Berlin (Dr. rer. pol.).
Prof. Dr. Constanze Sigler ist seit 2005 Professorin der Fakultät für Internationale
Betriebswirtschaft und Interkulturelle Studien der Hochschule für Technik und Wirtschaft
Heilbronn.
Sie ist Gastprofessorin an der Hochschule der Medien, Stuttgart und ist dort in den
Fachbereichen Print and Publishing Management und E-Services tätig.
Ihre Forschungsschwerpunkte sind Internationales Management, Medien-und
Internetmanagement, Dienstleistungsmanagement und International Human Resource
Management.
Prof. Dr. Constanze Sigler wurde 2007 als „Professorin des Jahres“ vom UNICUM Verlag
ausgezeichnet.
Hochschule der Medien Hochschule Heilbronn
Studiengang E-Services Studiengang Internationale BWL u. Interkulturelle Studien
Wolframstr. 32 Max-Planck Str. 39
70191 Stuttgart 74081 Heilbronn
E-Mail: sigler@t-online.de
Silvia Mangatter ist BA-Absolventin des Studiengangs "International Management und
Interkulturelle Studien" der Hochschule Heilbronn und studiert an der Philipps-Universität Marburg
International Development Studies (M.A.).
Vorwort
Schon 1970 beschrieb Bell mit dem Begriff der "postindustrial society", den durch Technologie getrieben Wandel von der produktionsorientierten "old economy" zur informationsorientierten "new economy" (Bell, D., 1974). Eine neue wirtschaftliche Realität im virtuellen Raum ist entstanden, die Internet Economy. Gab es 1993 bei der Einführung des World Wide Webs nur 500 Webseiten, so sind es heute bereits 45 Millionen. Weltweit gib es 1.596,270,108 Internetnutzer, in Skandinavien sind mehr als 80% der Bevölkerung online, 67% der deutschen Haushalte haben einen Internetzugang (www.internetworldstats.com, 2009). Das Internet hat das Fernsehen und das Buch als Hauptmedium abgelöst (www.ibm.com/de, 2009).
Das Internet verändert die Wirtschaft nachhaltig. Dort sind besonders die Dienstleistungsunternehmen betroffen. Neue Dienstleistungen entstehen, die die klassischen Dienstleistungsunternehmen vor neue Herausforderungen stellen (Bruhn, M., Strauss, B., 2002). Durch die Überwindung der Standortgebundenheit der Dienstleistung werden neue Kundenpotenziale erschlossen und durch die effiziente Gestaltung von Geschäftsprozessen Zeit und Geld gespart (Bauer, H.H., Große-Leege, D., Rösger, J., 2008).
Durch Web 2.0-Anwendungen werden nicht nur die Voraussetzung für die Erbringung einer Online-Dienstleistung geschaffen, sondern der Nutzer in den virtuellen Leistungserstellungsprozess aktiv integriert (Schiele, G.; Hähner, J.; Becker, C., 2008). Weiterhin können Dienstleistungen durch das Web 2.0 individuell auf jeden Kunden abgestimmt werden. Durch die Einbindung der Social Communities, wie Facebook, Twitter und Co., können User eine Dienstleistung bewerten und weiterempfehlen und tragen damit zum Marketing der Dienstleistung bei. Dies sind nur einige der Möglichkeiten, die sich Online- Dienstleistern heute bieten.
Auch der elektronische Markt für Personaldienstleistungen kann die Potentiale des Online-Geschäfts nutzen. Personalverantwortliche in Deutschland planen, zukünftig verstärkt webbasierte Personaldienstleitungen nachzufragen. Dies bestätigen auch die im Rahmen dieser Arbeit durchgeführten Umfragen. Technologien wie das Cloud-Computing oder das Web 3.0 könnten in Zukunft Impulse für optimierte und neuartige Angebote geben.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, einen aktuellen Überblick über die zur Verfügung stehenden Online-Dienstleistungen im Bereich Personalmanagement zu geben und Zukunftspotentiale des Marktes für webbasierte Personaldienstleistungen aufzuzeigen.
Das erste Kapitel befasst sich mit der Bedeutung des Internets für die Dienstleistung. Um die Auswirkungen des Internets auf Dienstleistungen verständlich zu machen, erfolgen zunächst eine Begriffsdefinition und ein Vergleich der klassischen Dienstleistungen mit Online-Dienstleistungen.
Im zweiten Kapitel wird der klassische, nicht-elektronische Markt für Personaldienstleistungen beschreiben. Dieser Exkurs ist notwendig, um den aktuellen Online-Leistungsumfang und die Zukunftspotentiale des elektronischen Marktes zu analysieren. Thematisiert werden die Entstehung des Personaldienstleistungsmarkts und seine aktuelle Situation.
aktuelle Angebot Online- Im dritten Kapitel wird das an
Personaldienstleistungen vorgestellt. Es wird darauf hingewiesen, dass im Rahmen des Umfangs dieser Arbeit die Darstellung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und lediglich einige wichtige Beispiele untersucht werden.
Die Ergebnisse einer primären Datenerhebung über die momentane und zukünftig geplante Nutzung webbasierter Personaldienstleistungen sowie die
Nutzung klassischer Personaldienstleistungen werden im vierten Kapitel zusammengefasst. Auf Basis dieser Ergebnisse sowie der vorangegangenen Analyse der Zukunftspotentiale werden dann Handlungsempfehlungen für die Entwicklung von zukünftigen Online-Personaldienstleitungen gegeben.
Im fünften Kapitel werden die wichtigsten Punkte der Arbeit zusammengefasst Ausblick und ein auf die Herausforderungen des Online-Personaldienstleistungsmarkts gegeben.
Die Arbeit spiegelt den Stand der Entwicklungen Ende 2009 wider und ist somit eine Momentaufnahme.
Weitere Publikationen im Bereich Medien- und Internetmanagement sind geplant.
Über Anregungen jeder Art freuen wir uns
Stuttgart und Marburg, im Oktober 2009 Prof. Dr. Constanze Sigler S i l v i a M a n g a t t e r
1 Bedeutung des Internets für die Dienstleistung
1.1 Charakteristika der Dienstleistung und Definition
Dienstleistungen können durch zwei grundlegende Wesenszüge charakterisiert werden. So ist eine Dienstleistung einerseits stets immateriell und andererseits ist grundsätzlich das Einbinden eines externen Faktors notwendig (Haller, 2005). Die Immaterialität der Dienstleistung bedeutet gleichzeitig ihre Intangibilität. Man kann eine Dienstleistung nicht wie ein aus materiellen Ressourcen geschaffenes Produkt mit den Sinnesorganen wahrnehmen. Als immaterieller Gegenstand ist eine Dienstleistung weder lagerfähig noch transportabel. Die Notwendigkeit einen externen Faktor bei der Leistungserstellung einzubinden meint, dass eine Dienstleistung immer erst im Falle einer konkreten Nachfrage erbracht werden kann. Der Kunde muss mit dem Dienstleister in Kontakt treten. Vor der Kontaktaufnahme kann der Dienstleister nicht mit der Leistungserstellung beginnen.
Kommt es nach der Kontaktaufnahme zur Leistungserstellung, so muss diese sofort vom Kunden konsumiert werden. Die Produktion der Dienstleistung und deren Leistungsübertragung sind also synchron. Der Grund hierfür ist, dass die Dienstleistung aufgrund ihrer Immaterialität nicht lagerfähig ist. Die Tatsache, dass eine Dienstleistung im Moment ihrer Erstellung konsumiert wird, bezeichnet man als „uno-actu-Prinzip“ (Meyer, A., Mattmüller, R., 1987). Um die konstitutiven Merkmale der Dienstleistung kombiniert zu betrachten, bietet sich eine phasenbezogene Betrachtung an (Hilke, W., 1984). So unterscheidet Donabedian die drei Phasen der Dienstleistung als (Donabedian, 1980): N Potentialorientierung N Prozessorientierung N Ergebnisorientierung
In der Phase der Potentialorientierung wird davon ausgegangen, dass der Dienstleister über bestimmte Fähigkeiten bzw. Potentiale verfügt, die er im Sinne eines Absatzobjektes bereitstellen will. In der Phase der Prozessorientierung wird dieses angebotene Potential durch den externen Faktor nachgefragt. Es
kommt zur Leistungserstellung und zur sofortigen Konsumierung. Ist die Leistungserstellung abgeschlossen, folgt die Phase der Ergebnisorientierung. Das Ergebnis kann sowohl materieller als auch immaterieller Art sein. Auf Basis dieser drei idealtypischen Dienstleistungsphasen weist Meffert zudem auf die Bedeutung des externen Faktors hin und definiert den Begriff wie folgt:
„Dienstleistungen sind selbstständige, marktfähige Leistungen, die mit der Bereitstellung (z.B. Versicherungsleistungen) und/oder dem Einsatz von Leistungsfähigkeiten (z.B. Friseurleistungen) verbunden sind (Potentialorientierung). Interne (z.B. Geschäftsräume, Personal,
Ausstattung) und externe Faktoren (also solche, die nicht im Einflussbereich des Dienstleisters liegen) werden im Rahmen des Erstellungsprozesses kombiniert (Prozessorientierung). Die
Faktorenkombination des Dienstleistungsanbieters wird mit dem Ziel eingesetzt, an den externen Faktoren, an Menschen (z.B. Kunden) und deren Objekten (z.B. Auto des Kunden) nutzenstiftende Wirkungen (z.B. Inspektion beim Auto) zu erzielen (Ergebnisorientierung).“ (Meffert, H., Bruhn, M., 2009)
Für Online-Dienstleistungen ergibt die phasenbezogenen Betrachtung folgende Definition (Bruhn, M., Strauss, B., 2002):
„Auf Basis elektronischer Medien bereitgestellte Leistungsfähigkeiten des Anbieters (Potentialphase), die vom Kunden im interaktiven und multimedialen Leistungserstellungsprozess genutzt werden
(Prozessphase) und als Folge an diesem, unabhängig von Zeit, Ort und der direkten Beteiligung von Servicemitarbeitern, eine nutzenstiftende Wirkung (Ergebnisphase) erzielen.“ (Bauer, H.H., Große-Leege, D., Rösger, J., 2008)
Arbeit zitieren:
Prof. Dr. Constanze Sigler, Silvia Mangatter, 2009, Online Personaldienstleistungen, München, GRIN Verlag GmbH
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