Gliederung
1. Einführungsteil
1.1. Problemaufriss 4
1.2. Erkentnissziel 4
1.3. Vorgehensweise 5
2. Individuelle Vermögensplanung mit Aktien- und Fondsanlage
2.1. Das Lebensphasenmodell als Ausgangspunkt 6
2.1.1. Einstiegsphase 7
2.1.2. Aufbauphase 7
2.1.3. Handlungsphase 7
2.1.4. Erntephase 8
2.2. Anlagekriterien des strategischen Siebenecks 8
2.2.1. Sicherheit 9
2.2.2. Liquidität 10
2.2.3. Rentabilität 10
2.2.4. Steuern 11
2.2.5 Inflationsschutz 11
2.2.6. Persönlicher Zeitaufwand 12
2.2.7 Laufende Nebenkosten 12
2.2.8 Spannugsverhältnisse der Anlagekriterien 12
2.3. Kaufstrategien für Einzelaktien 13
2.3.1. Kaufstrategie: Standartwerte oder Nebenwerte? 14
2.3.2. Kaufstrategie: Den DAX nachbilden 15
2.3.3. Kaufstrategie: Auswahl nach relativer Stärke 15
2
2.3.4. Kaufstrategie: Auswahl nach Bewertung gegenüber Index 16
2.3.5. Kaufstrategie: Auswahl nach Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) 17
2.3.6. Kaufstrategie: Auswahl nach Dividendenrendite 17
2.4. Aktienfonds - die populärste Art der Fondsanlage 18
2.4.1. Welche Ziele werden verfolgt? 19
2.4.2. Was bedeuten diese Ziele für den Anlagehorizont? 19
2.4.3. Die vorhandenen Mittel und die steuerliche Situation 20
2.4.4. Sparplan oder Einmalanlage 20
2.4.5. Die Asset Allocation 22
2.4.6. Die Einzelfonds auswählen 24
2.4.7. Geeignete Kaufquellen finden 27
2.4.8. Überprüfung der Entscheidungen 27
2.4.9. Persönliche Performance/ Verkauf und Wiederanlage 28
3. Abschließende Empfehlungen für Aktie- und Fondsanlage
Literaturverzeichnis 30
3
1. Einführungsteil
1.1. Problemaufriss
Im laufe der Zeit hat die Popularität von Aktien- und Fondsanlagen deutlich zugenommen. Die Jagd nach überdurchschnittlichen Renditen hat viele Anleger dazu gebracht, relativ hohe Beträge in diese Anlageformen zu investieren. Der Anlageboom hat sich rasch mit der bitteren Enttäuschung insbesondere am Neuen Markt abgewechselt. Im Gegensatz zu Banken und ähnlichen Finanzdienstleistern, die von überhöhten Aktien- und Fondsanteilspreisen profitieren, stehen die meisten Anleger momentan als Verlierer da. Außer der ungünstigen Situation am Aktienmarkt ist die Kompetenz der Anlegergeneration deutlich gesunken und gleichzeitig hat die Vielfalt von Aktien und Aktienfonds zugenommen. Wenn man den Blick noch tiefer wirft, stehen im Hintergrund eine Menge Fondskategorien mit unterschiedlichen Konzepten und Regeln. Die Sache wird allmählich zu komplex und bedarf einer gründlichen Auseinandersetzung mit jeweiligen Themen. Da reicht die Anlagekompetenz der privaten Anleger lange nicht mehr aus. Anderseits ist es auch unzulässig sich auf die Anlageberatern blind zu verlassen. Die Meinung der Profis ist sehr wichtig, aber nur im Zusammenhang mit der Meinung von jedem Anleger, denn kein Profi kann die Individualität und den Bedarf von einzelnen Kunden besser nachvollziehen als derjenige selbst. Bei dem Recherchieren für diese Arbeit , hatte ich die Möglichkeit sich über die Betreuung von manchen Banken und auch Finanzdienstleistern zu überzeugen. Obwohl alle für individuelle Betreuung werben, konnte ich von die nicht besonders viel feststellen. Es wurde nicht auf die Lebensphasen der Personen eingegangen. Über die steuerlichen Aspekte wurde nicht besonders gerne gesprochen. Es wurde meistens eine gezielte Werbung für bestimmte Aktien oder Fonds gemacht. Über die Wichtigkeit von strategischem Siebeneck bei Aktien- und Fondsanlagen wurde man überhaupt nicht aufgeklärt.
Daraus folgen die Vielzahl von Problemen mit denen ich mich vertraut gemacht habe, und die, eine relativ große Lücke bilden. Es muß deutlich werden, daß eine erfolgreiche Anlage in Aktien oder Aktienfonds bedarf auch eine gewisse Art von Grundkenntnissen über die Vielzahl von Begriffen und Kriterien, nach denen man sich im Aktien und Fondsdschungel richten sollte.
1.2. Erkentnissziel
Ziel dieser Arbeit ist es, strategische Aktien- oder Aktienfondsanlagen in Ihrem Zusammenhang zu reflektieren. Gängige Aktien- und Fondsarten werden dabei kritisch anhand von sieben Anlagekriterien dargestellt, um alle Vor- und Nachteile offen zu legen. Außerdem es wird auf die
4
Lebensphasen eingegangen, die bei der Vielzahl von Anlegern im allgemeinen gleich sind, um klären in welcher Phase die Aktien- oder Fondsanlage am sinnvollsten ist.
Es soll verdeutlicht werden, wie man die Anlagekonzepten bei Aktien- und Fondsanlagen entwickelt, welche Kriterien sprechen dafür und welche dagegen.
Es ist aber kein Gegenstand dieser Arbeit eine detaillierte Anlageempfehlung zu liefern, denn dafür sind viele individuelle Vorstellungen und Prioritäten notwendig. 1.3 Vorgehensweise Die Arbeit ist in 3 Kapiteln eingeteilt.
Nach dem Einführungsteil im ersten Kapitel wird zur individuellen Vermögensplanung mit Aktien-und Fondsanlagen übergangen.
Im ersten Teil des Kapitels wird das Lebensphasenmodell erläutert. Dabei wird auf die Einstiegsphase, Aufbauphase, Handlungsphase und Erntephase eingegangen.
Der zweite Teil des Kapitels wird sich mit den Anlagekriterien nach dem strategischem Siebeneck befassen. Dabei werden die Sicherheit, Liquidität, Rentabilität, Steuern, Inflationsschutz, laufender Zeitaufwand und Nebenkosten bei Aktien und Fondsanlagen überprüft. Im dritten Teil geht es um die verschiedene Kaufstrategien die für Einzelaktien zu empfehlen sind. Und zum Schluß der vierte Teil erklärt die Vorgehensweise bei Geldanlagen in Aktienfonds.
In drittem abschließenden Kapitel werden die wichtigsten Tipps für Geldanlagen in Aktien und Aktienfonds erfaßt. Es bezieht sich auf die Ergebnisse, die bei dieser Arbeit entstanden sind.
5
2. Individuelle Vermögensplanung mit Aktien- und Fondsanlage
2.1 Das Lebensphasenmodell als Ausgangspunkt
Die Anlagenkonzeptionen bei Aktie- und Fondsanlagen setzen die Berücksichtigung von folgenden subjektiven Faktoren voraus:
- Jede Planung der Geldanlage beginnt mit einer Bestandsaufnahme. Die finanzielle Ist-Situation ist die Grundlage der strategischen Vermögensplanung
- Keine Planung ohne Ziele: Nur wenn klare Ziele festgelegt sind, macht die Vermögensplanung Sinn
- Keine Planung ohne Kenntnis eigener Mentalität: Nur wer sich vorurteilsfrei und zutreffend einschätzt, kann ein Anlegerverhalten entwickeln, daß seiner Persönlichkeit entspricht - Die persönliche strategische Vermögensplanung setzt konsequent die persönliche Ziele und Wünsche um und berücksichtigt dabei die Risikofähigkeit und -bereitschaft Ich will mit einer allgemeinen Orientierung beginnen. Hilfestellung leistet dabei in der Abbildung dargestellte Lebensphasenmodell, das die meisten Menschen in dieser oder ähnlicher Form durchlaufen, wobei die Altersphasen erheblich voneinander abweichen können. (Abbildung 1)
Abbildung 1: Das Lebensphasenmodell 1
1 Rochlitz, Jürgen: Die individuelle Vermögensplanung. Profiwissen für private Geldanleger. München 2000, S. 23
6
2.1.1. Einstiegsphase
° schließt sich an die Ausbildung an und dauert in der Regel 10 Jahren ° je nach Verlauf der Ausbildung ist man in dieser Phase 20 bis 30 Jahre alt ° Im Mittelpunkt steht der Konsum. Es werden die ersten großen Anschaffungen getätigt wie Auto oder Wohnungseinrichtung u. s. w. ° Das Einkommen ist oft kleiner als die Konsumausgaben
Vermögenstechnisch geht es in dieser Phase lediglich um die Absicherung eigener Arbeitskraft als wichtigstes Kapital. Zu den Anlageentscheidungen können zählen: ^ die Bildung einer ersten Liquiditätsreserve
^ der Abschluß einer Berufsunfähigkeitsversicherung ( denn die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente beträgt in den Anfangsjahren im Durchschnitt 27% des letzten Bruttoeinkommens.
2.1.2. Aufbauphase
° Erste Der beiden Sparphasen ° Dauer 15 Jahre
^ bei Familiengründung könnte eine Risikolebensversicherung abgeschlossen werden (falls der/die Haupt- oder Alleinverdiener stirbt)
^ es könnte Wohneigentum erworben werden. Da wird der finanzielle Spielraum stark eingeschränkt ^ die Phase ist ideal für wachstumsorientierte Anlagen, allen voran Aktien(fonds)anlagen. Weil das Rentenalter noch in weiter Ferne liegt und die Anlage in der Regel nicht kurzfristig aufgelöst werden muß, können selbst große Wertschwankungen in aller Ruhe ausgehalten werden.
2.1.3. Handlungsphase
° Zweite Und entscheidende Sparphase ° Dauer etwa 20 Jahre
° Es ist die höchste Einkommensstufe erreicht oder man steht kurz davor ° Sicherung des Wohlstandes im Rentenalter ^ die gebildete Liquidität kann jetzt zielgerecht eingesetzt werden
^ laufende oder neue Engagements sollen sicher und schnell noch vor dem Eintritt ins Rentenalter entschuldet werden, um die späteren finanziellen Belastungen so gering wie möglich zu halten. ^ es sollen Kapitalanlagen mit steueroptimierender Wirkung getätigt werden
2.1.4. Erntephase
° 4. Lebensphase- der verdiente Ruhestand ° Eintritt mit 60 bis 65 Jahren ° Kapitalerträge werden genossen
^ Sicherheit und Liquidität stehen im Vordergrund, damit das angesammelte Kapital kontrolliert und ohne Verlustrisiken konsumiert werden kann
Die jeweilige Lebenphase bestimmt immer den Ausgangspunkt für die persönliche Vermögensplanung. Ausnamen von der Regel erfordern modifizierte Entscheidungen, heben die allgemeine Gültigkeit des Modells aber nicht auf. 2
Die umfassende Kenntnisse über die Kapitalanlage nutzen allein noch gar nichts. Man muß die auch zielgerecht anwenden können. Dazu braucht man natürlich ein Ziel. Es müssen 2 Kernfragen beantwortet werden: 1. Was will man erreichen? ° kurzfristig (innerhalb von 5 Jahren) ° mittelfristig (innerhalb von 10 Jahren) ° langfristig (mehr als 10 Jahre)
2. Wieviel Zeit und Energie ist man bereit , dafür aufzuwenden. 2.2 Anlagekriterien des strategischen Siebenecks
Vor jeder Investmententscheidung sollte man die ins Auge gefaßte Anlage anhand der Anlagekriterien, die zueinander stehen und das strategische Siebeneck bilden, zu überprüfen. (Abbildung 2)
Abbildung 2: Das strategische Siebeneck 3
2 Rochlitz, Jürgen: Die individuelle Vermögensplanung. Profiwissen für private Geldanleger. München 2000, S. 24
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Arbeit zitieren:
Marianne Dachowa, 2001, Anlagenkonzeptionen bei Aktien- und Fondsanlage, München, GRIN Verlag GmbH
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