I
INHALTSVERZEICHNIS
Inhaltsverzeichnis...................................................................................................................... I
Abk ürzungsverzeichnis. II
Abbildungsverzeichnis. IV
Tabellenverzeichnis. V
Variablenverzeichnis.............................................................................................................. VI
1. Einleitung. 1
2. Definition, Begriff und Abgrenzung von Contagion. 2
3. Das Contagion-Modell von ALLEN/GALE. 4
3.1. Ausgangssituation. 4
3.2. Die Pecking-Order der Liquidation und die Berechnung von Liquidationswerten. 7
3.3. Exemplarische Darstellung unterschiedlicher Contagion-Szenarien. 8
3.4. Die Rolle von vollständigen und unvollständigen Netzwerken. 11
4. Kritik, Einschränkungen und Ergänzungen des Modells von ALLEN/GALE. 12
4.1. Kritische Würdigung verschiedener Modellannahmen. 12
4.2. Verstärkung von Contagion durch Berücksichtung von Preiseffekten. 13
4.3. Mögliche Maßnahmen zur Eindämmung von Contagion. 15
5. Fazit. 16
Anhang. VII
Literaturverzeichnis XIII
II
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS Abb. Abbildung Aufl. Auflage bspw. beispielsweise bzgl. bezüglich bzw. beziehungsweise c. p. ceteris paribus d. h. das heißt EK Eigenkapital et al. et alii (zu Deutsch: und andere) f. folgende ff. fortfolgende FN Fußnote Hrsg. Herausgeber i. d. R. in der Regel i. H. v. in Höhe von IFRS International Financial Reporting Standards inkl. inklusive Kap. Kapitel m. E. meines Erachtens S. Seite Tab. Tabelle u. ä. und ähnliche(s) u. U. unter Umständen US-GAAP United States - Generally Accepted Accounting Principles v. a. vor allem Vgl. Vergleiche Vol. Volume
III
vs. versus VW Vermögenswert z. B. zum Beispiel
IV
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Investitionsmöglichkeiten in t 0.
Abbildung 2: Vollständiges Interbanken-Netzwerk.
Abbildung 3: Unvollständiges Interbanken-Netzwerk I.
Abbildung 4: Unvollständiges Interbanken-Netzwerk II.
Abbildung 5: Konkrete Investitionsmöglichkeiten in t 0
V
TABELLENVERZEICHNIS
Tabelle 1: Mögliche Zustandsausprägungen............................................................................... 6 Tabelle 2: Mögliche Zustandsausprägungen.......................................................................... VIII Tabelle 3: Ergebniszusammenfassung zu Beispiel 1................................................................ IX Tabelle 4: Ergebniszusammenfassung zu Beispiel 3................................................................. X Tabelle 5: Zusammenfassende Tabelle....................................................................................XII
VI
VARIABLENVERZEICHNIS Liquiditätspuffer der Bank b(.) Konsum c Konsum in t=1 c 1 Konsum in t=2 c 2
Wahrscheinlichkeit des Eintritts von Zustand S 1 p 1
Wahrscheinlichkeit des Eintritts von Zustand S 2 p 2 q i Liquidationsquote von Bank i
Umweltzustand 1 S 1 Umweltzustand 2 S 2
unwahrscheinlicher Umweltzustand mit Liquiditätsschock t Zeitpunkt Nutzen in Abhängigkeit von . u(.)
Anteil, der in den langfristigen Vermögenswert investiert wird x
Anteil, der in den kurzfristigen Vermögenswert investiert wird. y z i Höhe der Einlage einer Bank bei Bank i
Liquiditätsschock
Anteil der „frühen“ Konsumenten H
Hoher Anteil „früher“ Konsumenten ji
Anteil „früher“ Konsumenten in Region i im Umweltzustand j. L
Niedriger Anteil „früher“ Konsumenten
Durchschnittlicher Anteil der „frühen“ Konsumenten
1
1. Einleitung
In der aktuellen Finanzkrise, die momentan (sogar) auf dem besten Wege ist, sich in eine Weltwirtschaftskrise auszubreiten, stellen sich wohl viele Bürger eine Frage: Warum ist es den Regierungen in aller Welt bloß so unglaublich wichtig - und vor allem so unglaublich viel Geld wert - (so gut wie) jede in finanzielle Not geratene Bank mit aller Macht am Leben zu erhalten? 1
Unterstützung erfahren die Entscheidungsträger bei dieser Vorgehensweise vor allem auch durch zahlreiche Wissenschaftler und Fachleute. Es gibt sicherlich unzählige Gründe, die in diesem Zusammenhang angeführt werden könnten; im Folgenden soll einer dieser Punkte dargestellt werden, der sicherlich - ob seines akademischen Charakters - nicht im Mittelpunkt einer öffentlichen Diskussion stehen kann, allerdings eine theoretische und grundsätzliche Ausgangsbasis liefert, vor deren Hintergrund eine ökonomisch fundierte Auseinandersetzung mit Krisensituationen im Bankensektor stattfinden kann. Damit soll zumindest eine Teilantwort auf die obige Frage gegeben werden.
Die Rede ist von sogenannten Contagion-Effekten, was übersetzt soviel wie „Ansteckungseffekte“ heißt und, um es auf einen Nenner zu bringen, das Übergreifen einer finanziellen Krise, die in einem wie auch immer gearteten Teilbereich des Systems ihre Ursache hat, auf andere Bereiche/Regionen/Länder u.ä. beschreiben will. Im Zentrum der vorliegenden Arbeit steht dabei das Modell von ALLEN/GALE, welches sich spezifisch auf das Entstehen von Contagion aufgrund von Liquiditätsengpässen im Interbankenmarkt 2 konzentriert (Kap. 3). Vorangestellt ist diesem Abschnitt zunächst ein allgemeiner Überblick über Begriff, Definition und Erscheinungsformen von Contagion (Kap. 2). Kap. 4 beleuchtet anschließend die Anwendbarkeit des Modells von ALLEN/GALE auf reale Analysen sowie Einschränkungen des Modells kritisch und zeigt mögliche Ansatzpunkte für Verbesserungen auf. In Kap. 5 wird dann abschließend ein zusammenfassendes Fazit gezogen.
1 Es ist hierbei oft davon die Rede, dass „systemisch relevante“ Banken gerettet werden müssten; darunter ist
zu verstehen, dass eine Bankenrettung dann unverzichtbar wird, wenn die Bank eine solche Größe erreicht
hat, dass deren Pleite dramatische Folgen für die Volkswirtschaft z.B. eines Landes haben kann. Wie in der
folgenden Diskussion noch herausgearbeitet wird, ist diese kritische Größe möglicherweise kleiner als vielen
lieb ist. Zum Begriff des systemischen Risikos vgl. Mishkin (1995).
2 Vgl. zur Liquiditätskrise an den Interbankenmärkten als Ursache der aktuellen Finanzkrise z.B.: Rudolph
(2008).
2
2. Definition, Begriff und Abgrenzung von Contagion
Auf den Begriff Contagion beziehen sich viele Definitionsversuche, die sich oftmals auch nur teilweise decken 3 . Wie oben bereits erwähnt bezeichnet Contagion im Allgemeinen das Ansteigen der Wahrscheinlichkeit einer Krise in einem Land aufgrund einer Krise in einem anderen Land 4 . Die Weltbank versteht unter Contagion eine länderübergreifende Übertragung von Schocks, wobei Contagion weder mit einer Krise verbunden sein muss noch zwingend in „guten“ oder „schlechten“ Zeiten auftreten muss 5 .
Da im Folgenden das Modell von ALLEN/GALE genauer dargestellt werden soll, bietet es sich an, kurz auf deren Begriffsabgrenzung einzugehen. Demzufolge ist Contagion aufgrund von Währungskrisen, Contagion aufgrund asymmetrischer Information (Informational Contagion) und Contagion aufgrund von gegenseitigen Verbindungen und Ansprüchen von Ländern oder Institutionen zu unterscheiden 6 . Mit letzterem beschäftigen sich ALLEN/GALE, die anderen beiden Arten werden im Modell ausgeblendet, können aber durchaus auch gleichzeitig und in sich gegenseitig verstärkender Weise auftreten, weshalb diese Formen nachfolgend kurz erläutert werden.
Contagion aufgrund von Währungskrisen hat seine Hauptursache in der Struktur und Intensität gegenseitiger Handelsbeziehungen 7 . MASSON, der sich hauptsächlich - aber nicht nur - auf Contagion in Währungskrisen bezieht, spezifiziert weite Auslegungen dahingehend, dass er eine Differenzierung in drei Kategorien vorschlägt 8 . Demnach bezeichnen „Monsoonal Effects“ große wirtschaftliche Veränderungen in Industrieländern, die Krisen in Schwellenländern auslösen. „Spillover Effects“ bezeichnet Krisen in (Entwicklungs-) Ländern die auf andere (naheliegende) (Entwicklungs-) Länder übergreifen. Hierunter kann z.B. eine Abwertung der Währung eines Landes fallen, die die preisliche Wettbewerbsfähigkeit angrenzender Länder beeinträchtigt oder wenn aufgrund von Liquiditätsengpässen in einem Land Investoren auch aus angrenzenden Märkten/Ländern Liquidität abziehen 9 . Schließlich liegt „Pure Contagion“ dann vor, wenn sich etwa Erwartungen ändern, ohne dass grundsätzliche fundamentale makroökonomische Daten für eine Krisensituation sprechen. Nicht zu unterschätzen ist in diesem Zusammenhang auch die
3 Vgl. zu einer Diskussion verschiedener Definitionen von Contagion: Pericoli/Sbracia (2003) oder Moser
(2003).
4 Vgl. Pericoli/Sbracia (2003), S. 574; Eichengreen/Rose/Wyplocz (1996).
5 Vgl. die breite Definition von Contagion der Weltbank.
6 Vgl. Allen/Gale (2007), S. 260 f.
7 Vgl. Glick/Rose (1999).
8 Vgl. Masson (1999).
9 Vgl. Valdés (1996).
Arbeit zitieren:
Thorsten Vogel, 2009, Contagion-Effects: Theoretical Perspective, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Umweltschutz als Staatsaufgabe
Politik - Internationale Politik - Klima- und Umweltpolitik
Hausarbeit (Hauptseminar), 25 Seiten
Kapitalverkehrsbeschränkungen als Maßnahme zur Bewältigung von Währung...
VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
Hausarbeit, 21 Seiten
Artikel 20a GG: Umweltschutz als Staatsziel
Jura - Öffentliches Recht / Sonstiges
Hausarbeit (Hauptseminar), 27 Seiten
Mindestlöhne in Frankreich und Großbritannien - Vorbild für Deutschlan...
Hausarbeit (Hauptseminar), 26 Seiten
Der Einfluss grüner Regierungsparteien auf die Agrar-Umweltperformanz
Hausarbeit (Hauptseminar), 51 Seiten
Minimum Wages and Employment - Theory and Empirical Evidence with a sp...
Masterarbeit, 35 Seiten
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Mindestlohn als arbeitsmarktpo...
Seminararbeit, 20 Seiten
Globalisierung und Lokalisierung in der Finanzwirtschaft
Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
Hausarbeit, 27 Seiten
Argumente für und gegen die Einführung von Sozialstandards in der WTO
Seminararbeit, 21 Seiten
Der Finanzplatz Frankfurt - Aufstieg vor dem Ende?
Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
Hausarbeit, 25 Seiten
Kontroversen des Freihandels. Am Beispiel der Implementierung von Sozi...
Politik - Internationale Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie
Hausarbeit (Hauptseminar), 22 Seiten
Die negativen Auswirkungen von Basel II auf das weltweite Finanzsystem
Unter Berücksichtigung der akt...
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Bachelorarbeit, 54 Seiten
Bankenaufsicht und Regulierung
Generelle und konkrete Beobach...
BWL - Investition und Finanzierung
Seminararbeit, 27 Seiten
Der monetäre Transmissionsmechanismus - Der Kreditkanal
VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
Seminararbeit, 23 Seiten
Wechselkursstabilität in Ostasien vor und nach der Asienkrise
Hausarbeit (Hauptseminar), 30 Seiten
Thorsten Vogel's Text Contagion-Effects: Theoretical Perspective ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Thorsten Vogel hat den Text Contagion-Effects: Theoretical Perspective veröffentlicht
Thorsten Vogel hat einen neuen Text hochgeladen
Opposing Europe?: The Comparative Party Politics of Euroscepticism, Vo...
Comparative and Theoretical Pe...
Paul Taggart, Aleks Szczerbiak
Exchange Rates and International Finance Markets: An Asset-Theoretic P...
Erich W. Streissler
Theoretical Perspectives on Student Success: Understanding the Contrib...
Laura W. Perna, Scott L. Thomas, Kelly Ward
Outlines & Highlights for Philosophical and Theoretical Perspectives f...
Cram101 Textbook Reviews
Philosophical and Theoretical Perspectives for Advanced Nursing Practi...
Martin Ed. Cody, William K. Cody
Advances in Chemical Physics, Proteins: A Theoretical Perspective of D...
Charles L. Brooks, B. Montgomery Pettitt, B. Montgomery
The Cognitive Animal: Empirical and Theoretical Perspectives on Animal...
Marc Bekoff, Colin Allen, Gordon M. Burghardt
0 Kommentare