Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung Seite 4
2. Theoretische Grundlagen und Begriffsdefinitionen Seite 4
2.1 Der demografische Wandel Seite 5
2.2 Der vollkommene Markt Seite 6
2.3 Ursachen eines unvollkommenen Marktes innerhalb
des Gesundheitssystems Seite 7
2.3.1 Asymmetrische Verteilung von Information und
angebotsinduzierte Nachfrage Seite 7
2.3.2 Adverse Selektion Seite 8
2.3.3 Moral Hazard Seite 8
3. Möglichkeiten und Grenzen der Implementierung
marktwirtschaftlicher Strukturen in ein zukunfts-
f ähiges Gesundheitssystem Seite 9
3.1 Marktversagen am Beispiel von Zuzahlungen Seite 9
3.2 Auswirkungen marktwirtschaftlicher Strukturen im
Gesundheitswesen Seite 11
4. Diskussion zur Funktion von Markt- und Wettbewerbs-
prozessen in einem zukunftsfähigen Gesundheitswesen:
Ein Balanceakt zwischen Effizienzsteigerung und sozialer
Gerechtigkeit Seite 14
5. Zusammenfassung und Ausblick Seite 16
6. Literaturverzeichnis Seite 17
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Abkürzungsverzeichnis
d.h. das heißt etc. et cetera ggf. gegebenenfalls u.a. unter anderem u. U. unter Umständen z.B. zum Beispiel
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1. Einleitung
In einer immer älter werdenden Gesellschaft kommt es naturgemäß zu einer stetig steigenden Nachfrage nach Gesundheitsleistungen. Dies gilt sowohl für die stationäre, die teilstationäre als auch die ambulante Versorgung. Alleine die quantitative Zunahme an kranken Patienten, jedoch auch die Kombination mit dem medizinischen und technischen Fortschritt und daraus resultierenden neueren, meist auch teureren Behandlungsoptionen, führt zu höheren Kosten. Diese müssen von der arbeitstätigen Bevölkerung getragen werden, welche in Zukunft relativ zu den Älteren betrachtet weiter abnehmen wird. Da die Finanzierung somit absehbar nicht dauerhaft und nachhaltig möglich sein wird, hat der Gesetzgeber das deutsche Gesundheitssystem in den letzten Jahren mehrfach reformiert. Ein Kernelement dieser Reformen ist die Implementierung von kosten- und qualitätsorientierten Markt-und Wettbewerbsprozessen in das Gesundheitssystem, u.a. durch die Einführung von Hausarztmodellen, der integrierten Versorgung, von medizinischen Versorgungszentren und Disease-Management-Programmen. Da jedoch wesentliche Bedingungen für einen funktionierenden Markt im wirtschaftswissenschaftlichen Sinne innerhalb des Gesundheitssystems nicht erfüllt sind und teilweise auch gar nicht erfüllbar sind, ist eine direkte Übertragung eines klassischen
marktwirtschaftlichen Systems in das Gesundheitssystem mit den Gefahren des Marktversagens behaftet. Vor dem Hintergrund der nachhaltigen
Finanzierungsproblematik infolge des demografischen Wandels sollen diese Besonderheiten innerhalb des Gesundheitssystems und insbesondere ihre Auswirkungen und ihre Funktionsfähigkeit im Hinblick auf zukünftige Kernaufgaben des Gesundheitswesens analysiert werden.
2. Theoretische Grundlagen und Begriffsdefinitionen
Im folgenden Abschnitt werden Details des in Deutschland prognostizierten demografischen Wandels innerhalb der Bevölkerung näher beleuchtet. Weiter werden allgemeine Grundlagen von vollkommenen und nicht vollkommenen Märkten definiert und in den Bezug zu den Besonderheiten innerhalb des Gesundheitssystems gestellt. Im Speziellen finden hier Prozesse Berücksichtigung,
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welche einer Etablierung eines vollkommenen Marktes im Gesundheitssystem entgegen stehen.
2.1 Der demografische Wandel
Der demografische Wandel bezeichnet die strukturelle Veränderung innerhalb der Bevölkerung hin zu einer durchschnittlich immer älter werdenden Gesellschaft. Dies liegt einerseits an einem Geburtenrückgang, andererseits daran, dass in den nächsten Jahren sehr geburtenstarke Jahrgänge das Rentenalter erreichen und die Menschen aufgrund verbesserter sozialer Bedingungen und immer besser werdender medizinischer Behandlungsmöglichkeiten auch immer älter werden. Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zeigen z.B., dass der Anteil der über 80-Jährigen an der Gesamtbevölkerung von 5% im Jahr 2010 auf über 12% im Jahr 2050 ansteigen wird 1 . Der Anteil der sogenannten Älteren (60 Jahre und mehr) wird im selben Zeitraum von 26,3% auf 40,4% steigen 2 . Im Rahmen des „Generationenvertrages“, d.h., dass die arbeitstätige Bevölkerung durch ihre Beitragszahlungen u.a. die Krankheitskosten der älteren Generationen trägt, kommt es somit absehbar zu einer Schieflage, die dauerhaft mit den bestehenden Systemen nicht finanzierbar sein wird. Zu berücksichtigen ist weiter, dass die Bevölkerungszahl in Deutschland seit 2003 rückläufig ist und weiter abnehmen wird 3 . Mit den jüngsten Reformen im Gesundheitssystem versucht der Gesetzgeber auf diese Finanzierungsproblematik zu reagieren. Der Schwerpunkt der Reformen liegt in der Etablierung marktwirtschaftlicher Strukturen innerhalb des Gesundheitswesens, um über den erhöhten Wettbewerbsdruck eine Optimierung der Qualität bei gleichzeitiger Kostenreduktion und somit langfristig eine nachhaltige Finanzierbarkeit von qualitativ hochwertigen Gesundheitsleistungen zu erzielen.
1 Vgl. Lauterbach , K.W. / Stock, S / Brunner, H: Gesundheitsökonomie. Lehrbuch für Mediziner und
andere Gesundheitsberufe. 1. Auflage. Bern. 2006, S. 17, Abb. 1-6
2 Vgl. Hajen, L / Paetow, H / Schumacher H: Gesundheitsökonomie. Strukturen - Methoden - Praxis.
4. Auflage. Stuttgart. 2008, S.41
3 Vgl. Runde, A.: Studienbrief Nr. 0659-01 „Grundlagen der Gesundheitsökonomie“. SRH
FernHochschule Riedlingen. Riedlingen 2009, S. 34f
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Arbeit zitieren:
Dr. med. Arne Warth, 2009, Demografischer Wandel und die Gesundheit für Generationen, München, GRIN Verlag GmbH
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