Il Consiglio d′Egitto
von
Franziska Gostner
1. Inhaltsverzeichnis
2. Einleitung 3
3. Der Autor 3
4. Inhalt des Werkes 4
5. Der geschichtliche Hintergrund 5
5.1. Getreideanbau und Wirtschaft 5
5.2. Landbesitz und Straßensystem 6
5.3. Die Edelleute 7
5.4. Die Intellektuellen und das Problem von Reformen 8
5.5. Der Aufstand von Palermo 1773 9
5.6. Das Vizekönigtum des Caracciolo 9
5.7. Der Teilerfolg der Reform 11
6. Fiktion und Wirklichkeit 13
6.1. Betrug und Fälschung 13
6.2. Die originalen Dokumente 14
6.3. Folgerung 15
7. Zusammenfassung 16
8. Schlussworte 17
9. Literaturverzeichnis 17
2. Einleitung
Der Roman "Il Consiglio d′Egitto" stammt von Leonardo Sciascia und spielt in der Zeit von 1782 bis 1795. Es handelt sich hierbei um einen historischen Roman, dessen Grundgerüst den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht und der in einem glamourösen Betrug seitens der Hauptfigur endet. Im weiteren Verlauf meiner Arbeit möchte ich zunächst näher auf den Autor eingehen und hinterher erst auf den Inhalt. Ich bin der Überzeugung, dass der Lebenslauf des Schriftstellers und auch die geschichtliche und politische Situation Siziliens zwischen 1948 und 1960 wesentlich zur Entstehung dieses Romans beigetragen haben. Um die Epoche, die als Basis für das Werk dient, besser verstehen zu können, möchte ich danach auf die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Verhältnisse des gesamten 18. Jahrhunderts eingehen. Darauf folgend werde ich mich der Hauptfigur und deren Meisterwerk des Romans, die es in der Realität tatsächlich gegeben hat, widmen. Der Schwerpunkt wird hierbei unter anderem bei den Originaltexten liegen, das heißt, dem zu übersetzenden und übersetztem Text. Den Schluss meiner Arbeit werden eigene Gedanken hinsichtlich der Motive für das Entstehen des Romans, selbst interpretierte Ziele, die der Autor möglicherweise angestrebt haben könnte sowie aufgetretene Probleme, bilden.
3. Der Autor
Leonardo Sciascia wurde am 8. Januar 1921 in Racalmuto, Sizilien geboren. Dort wuchs er in sehr schlichten Verhältnissen auf. Nach der Schule begann der zukünftige Schriftsteller eine Schneiderlehre und besuchte dann von 1935 bis 1942 eine Lehrerbildungsanstalt wo er den ersten Kontakt mit aufgeklärten Ideen und der amerikanischen Literatur hatte. Nach einer Zwischenphase als Angestellter einer Behörde wurde er 1949 Volksschullehrer. 1970 schied er aus dem Schuldienst aus und widmete sich nur noch dem Schreiben. Die letzten Jahre wurden von Krankheiten bestimmt, die mit seinem Tod am 20. November 1989 endeten.
Leonardo Sciascia ist einer der bedeutendsten Schriftsteller Italiens des 20. Jahrhunderts und der Erste, der Sizilien mit einer extrem kritischen Nüchternheit beschrieben hat. Er arbeitete viele Jahre als Leiter der Kulturzeitschriften "Galleria" und "Quaderni di Galleria" und schrieb unzählige Essays und mehrere Bücher zur Literatur. Allein über den sizilianischen Literaturnobelpreisträger Luigi Pirandello (1867 bis 1936) verfasste Sciascia drei Bücher. Doch zu seiner Berühmtheit trugen wesentlich die Romane bei, in denen er sich mit dem Phänomen der Mafia auseinander setzte. Seine brillanten, mit Witz vorgetragenen Analysen des italienischen Systems, in dem Politik, Kirche und die Ehrenwerte Gesellschaft eng miteinander verbunden sind ("Il giorno della civetta", "A ciascuno il suo", "Morte dell′Inquisitore", "Todo Modo" und "Porte aperte"). Jenseits aller Aufgeregtheiten sieht Sciascia in der Mafia eher ein kulturelles und soziales Phänomen, die Mafia interessiert ihn mehr als Geisteshaltung denn als Organisationsform des Verbrechens. Der Wert seiner Bücher liegt hauptsächlich in der Skandalisierung seiner Zeit und der Geschichte. Seine Inspiration holte er sich aus den kahlen Gegenden, der unmenschlichen Anstrengung der Inselbewohner, der zu Verzweiflung und Ignoranz führenden Misere und den Eigenschaften der Menschheit seiner Heimat.
Er war ein leidenschaftlich engagierter Intellektueller, der sich regelmäßig in öffentliche Debatten einmischte und für politische Unruhe sorgte. Obwohl er fest mit seiner kargen, bäuerlichen Heimat Sizilien verbunden war, stand der Autor gleichzeitig in der Tradition der europäischen Aufklärung. Außerdem spielte er eine wichtige Rolle in den öffentlichen Debatten Italiens, in die er immer wieder mit Vorträgen, Essays und Artikeln eingriff. In zwei Anläufen beteiligte er sich auch aktiv an der Politik. Als Unabhängiger auf der Liste der Kommunistischen Partei wurde er 1975 in den Stadtrat von Palermo gewählt, legte jedoch schon 18 Monate später sein Mandat nieder, weil er mit den Kommunisten in Streit geriet. 1979 zog Sciascia noch einmal für vier Jahre als Abgeordneter des "Partito Radicale" ins Europäische Parlament.
4. Inhalt des Werkes
[...]
Arbeit zitieren:
Franziska Gostner, 2003, Il Consiglio d'Egitto, München, GRIN Verlag GmbH
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