Qu´est- ce qui intéresse le plus au monde les hommes ? Les femmes.
Qu´est-ce qui a le plus interessé Maupassant ? Les femmes.
Maupassant et les femmes, c´est une grande histoire d´Amour avec trois caractères particuliers, trois convergences et trois contradictions :
- Les femmes de sa vie et les femmes de ses romans se ressemblent et s´opposaient. - Maupassant adorait les femmes et les haïssait. - Les femmes ont adoré Maupassant et l´ont tué.
Mélange de sentiments, contradiction des faits, violence des passions. Tels sont les trois points qui caractérisent les rapports de Maupassant et les femmes.
Quelques certaines de femmes dans sa vie. Quelques milliers de femmes dans ses romans. (...) 1
1 Dahhan 1996, S. 12.
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Gliederung
1. Einführung 1
2. Frauen in Maupassants Leben 1
3. Frauen in Maupassants Romanen 3
3.1 Roman 1 : Une vie. 4
3.2 Roman 2 : Bel ami. 6
3.3 Roman 3 : Notre coeur 9
4. Romanvergleich 11
5. Schlussbetrachtung 13
6. Literaturangaben. 14
3
1. Einführung
„Maupassant n´a pas aimé une femme, mais toutes. Il a été formé par la femme, il a vécu d´elle et pour elle, ayant été poussé à la célébrité par des milliers de lectrices bourgeoises ; disgrâce suprême, il est mort de la femme, sans avoir cru en elle˝, schreibt Paul Morand, einer seiner Biographen. 2 Diese und andere Behauptungen lassen erahnen, dass Frauen in Maupassants Leben immer eine große Rolle gespielt haben. Seine Biographien sprechen allesamt eine deutliche Sprache: Maupassant hatte viele Verbindungen zu vielen verschiedenen Frauen, stürzte sich von einer Affäre in die nächste und machte kein Hehl aus seiner Abneigung gegenüber der Institution Ehe. Philippe Dahhan schreibt in seiner Abhandlung Guy de Maupassant et les femmes, Maupassant habe Zeit seines Lebens in dem schier unlösbaren Konflikt zwischen einem geradezu unersättlichen körperlichen Verlangen und der überirdisch großen Angst, seine Freiheit und Unabhängigkeit zu verlieren, gestanden. In jungen Jahren schon infizierte er sich mit Syphilis, einer Infektionskrankheit, die ihn schließlich zu Grunde richten sollte. Maupassant war von diesem Zeitpunkt an von der großen Angst geplagt, verrückt zu werden. Vielleicht liegt es in dieser Tatsache begründet, dass er kurze sexuelle Affären langen Beziehungen vorzog; vielleicht ist dies sogar ein Grund dafür, dass er in seinen Werken eine Haltung einnahm, aufgrund derer man ihn häufig der Frauenfeindlichkeit bezichtigte: schließlich waren es doch die Frauen, die - indirekt zumindest- verantwortlich waren für seinen mit den Jahren immer miserableren gesundheitlichen Zustand, der schlussendlich zu einem frühen Tod führte.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Frauen in Maupassants Leben und mit der Darstellung der Heldinnen in seinen Romanen.
Sie soll einen Einblick darüber verschaffen, wie Maupassant den Einfluss der Frauen- die ihm großes Glück und großes Leid bescherten- in seinen Werken verarbeitet und der Frage nachgehen, ob Maupassant ein positives oder ein negatives Frauenbild vertritt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Analyse und dem Schicksal einiger seiner Romanheldinnen. Als Grundlage für die Ausarbeitung dienen seine Romane Une vie, Bel-Ami und Notre cœur
2. Frauen in Maupassants Leben
Maupassant wird am 5. August 1850 als Sohn einer lothringschen Adelsfamilie auf Schloss Miromesnil geboren. Nachdem er die ersten Lebensjahre in dem normannischen Hafenstädtchen Fécamp verbracht hatte, zerbricht- kurz nach der Geburt seines Bruders
2 Zitiert nach Dahhan 1996, S. 7
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Hervé- die Ehe der Eltern und er zieht, zusammen mit seiner oft als hypersensibel und autoritär beschriebenen Mutter und seinem Bruder nach Etretat, einem Seebad in der Normandie. Dort lebt er im Internat und besucht das katholische Seminar der Kreisstadt Yvetot. Schon früh beginnt er, von seiner Mutter an die Literatur herangeführt, zu schreiben. Im Alter von 17 Jahren wird er allerdings von der katholischen Schule verwiesen- er hatte ein unsittliches Gedicht verfasst- und besucht von diesem Zeitpunkt an das staatliche Gymnasium von Rouen. Dort macht er die Bekanntschaft Gustave Flauberts, der ein Jugendfreund seines Onkels gewesen ist und ihm bald ein väterlicher Freund wird. Seine Mutter sieht in Flaubert ein literarisches Vorbild für ihren ältesten Sohn und unterstützt diese Verbindung sehr. 1869 beendet Maupassant die Schule und beginnt in Paris ein Jurastudium, welches er allerdings unterbrechen muss, da er im Zuge des Französisch- Preußischen Krieges eingezogen wird. Nach dem Krieg nimmt er das Studium nicht wieder auf, sondern fängt an zu arbeiten, erst im Marine- und später im Bildungsministerium. Schon während dieser Zeit verfasst er zahlreiche Texte, veröffentlicht allerdings nur sehr wenig. Im Jahre 1880 erfolgt sein großer Durchbruch mit der Novelle Boule de suif. Viele erfolgreiche Erzählungen, Novellen und Romane folgten und sein Erfolg verschaffte Maupassant neben dem Zugang in die gehobenen Gesellschaftsschichten von Paris auch großen Reichtum.
Zum Ausgleich für seine unbefriedigende Arbeit in den Ministerien hatte Maupassant zahlreiche Liebesabenteuer. Er scheint den Frauen sehr zugeneigt und ist- so schreibt Jean-Paul Lefebvre- Filleau im Vorwort zu Philippe Dahhans „Guy de Maupassant et les femmes“ein Mann „dont les Amours sont aussi riches que la bibliographie“. Im Jahre 1877 infiziert er sich mit der Krankheit Syphilis, welche von diesem Zeitpunkt an sein Leben überschattet und deren fortschreitendes Entwicklung ihm neben körperlichen Leiden auch große Sorge bereitet. Seine düsterer werdenden Texte scheinen Ausdruck dieses Leidens zu sein. Auch später führt er keine langen Beziehungen zu Frauen, sondern verbringt immer nur kurze Zeit mit einer Frau, bevor er sich einer anderen zuwendet. Häufig sucht er Prostituierte auf. Er entwickelt eine große Abneigung gegenüber der Institution Ehe („Maupassant a horreur des liaisons prolongées, du mariage, de la famille” 3 ), welche auch in seinen Werken häufig eine Negativrolle spielen wird.
In seinem Essay „Guy de Maupassant et les femmes“ benennt Philippe Dahhan die verschiedenen Frauentypen, mit denen sich Maupassant in seinem Leben umgeben hat und die ihn als Mensch und als Schriftsteller geprägt haben. 4 Eine große Rolle spielen die Frauen seiner Familie, zu denen er eine weitaus engere Beziehung hatte als zu den männlichen Familienmitgliedern. In erster Linie natürlich seine Mutter, aber auch die Tante, Schwägerin, Nichte und die Cousinen. Außerdem die Frauen, die ihn durch seine Kindheit und Jugend begleiteten, wie zum Beispiel die Bediensteten seines Elternhauses und die Freundinnen seiner Mutter. Für die Zeit nach seiner Ankunft in Paris sind in erster Linie seine wechselnden Freundinnen und die Prostituierten zu nennen, die er aufsuchte, sowohl in Paris selbst als auch während seiner zahlreichen Reisen, die ihn unter Anderem nach Algerien, Tunesien, In die
3 Benoît de Roux in: Guy de Maupassant. Une vie (Ouvrage collectif) 1999, S.103.
4 Vgl. Dahhan 1996, S. 28 ff.
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Schweiz und nach Italien führten. Später dann, nach seinen ersten Erfolgen als Schriftsteller bekam er auch Zugang zu den höheren Gesellschaftskreisen und pflegte Kontakte zu Angehörigen der Bourgeoisie und Aristokratie. Zu erwähnen sind an dieser Stelle auch seine zahlreichen weiblichen „Fans“, die, die ihm Briefe schrieben und vor allem diejenigen, mit denen ihn auch Liebschaften verbanden. Außerdem Joséphine Litzelman, mit der er drei Kinder hatte, um die er sich- trotz aller Unbeständigkeit in seinem Leben- sehr gewissenhaft kümmerte. 5 Seine Liebschaften behandelte Maupassant stets mit großer Diskretion, wofür er, wie Benoît de Roux in seiner Abhandlung über die Frauen bei Maupassant anführt, auch gute Gründe hatte: nämlich die, dass seine Beziehungen von derart kurzer Dauer waren und seine Partnerinnen so unterschiedlich, dass keine Information diesbezüglich von Dauer hätte sein können. 6
Häufig wird Maupassant der Frauenfeindlichkeit bezichtigt 7 , scheint er das weibliche Geschlecht doch niemals wirklich ernst genommen und auf eine Stufe mit den Männern gestellt zu haben: „Et bien qu´il ait consacré l´essentiel de sa vie et l´essentiel de son talent aux femmes, on ne peut pas s´empêcher d´accuser Maupassant de misogynie.” 8 Abschließend lässt sich bemerken, dass Maupassant Verbindungen zu vielen Frauen unterschiedlichen Alters, Herkunft und Status hatte, jedoch- so mag es scheinen- keine Frau jemals wirklich geliebt hat.
3. Frauen in Maupassants Romanen
Was die Analyse der Charaktere seiner Heldinnen angeht, die Maupassant in der Regel sehr viel detaillierter beschreibt als ihre männlichen Pendants, so werden in der Literatur unterschiedliche Auffassungen vertreten. Einige Quellen sagen aus, dass die Charakterzüge und Eigenschaften, die Maupassant seinen weiblichen Romanfiguren verleiht, nie einer nur einer einzelnen Heldin eigen zu sein scheinen. Vielmehr scheine ein bestimmtes Aussehen und moralischen Qualitäten, sowie Ziele und Ambitionen oder Geschmack jeweils charakteristisch für einen bestimmten Typ Frau zu sein, der in seinen Erzählungen wiederholt zu finden ist. Bei Maupassant besäßen alle Frauen, unabhängig von Herkunft und sozialem Status, die typischen Eigenschaften der „weiblichen Natur“: une „essence féminine commune“, die ihr Wesen viel mehr bestimmten als persönliche Charaktermerkmale, die nur oberflächliche Unterschiede ausmachten. 9 Besonders auffällig sei diese Generalisierung bei den Wesenzügen, die Maupassant den Prostituierten verleiht.
5 Vgl. Dahhan 1996, S. 29.
6 Vgl. Benoît de Roux in: Guy de Maupassant. Une vie (Ouvrage collectif ) 1999, S. 103.
7 Vgl. Coenen-Mennemeier 2001, S. 110; Lefebvre- Filleau in: Dahhan 1996, S.7
8 Dahhan 1996, S. 11.
9 Vgl. Boucher 1999, S. 31.
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Arbeit zitieren:
2007, Maupassants Frauenbild, München, GRIN Verlag GmbH
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