Inhaltsverzeichnis
1.Untersuchungsgebiet, Sedimentationsbedingungen und Hintergrund
der Untersuchungen 3
2. Bearbeitung der Proben 4
3. Arbeitsmethoden 5
3.1 Mikroskopie 5
3.2 μ-XRF 6
4. Ergebnisse und Datenauswertung 7
4.1 Mikroskopie 7
4.2 μ-XRF 9
4.3 Mineralogie 12
5. Bildung von Sedimentationsklassen und Interpretation 13
Literatur 19
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1. Untersuchungsgebiet, Sedimentationsbedingungen und Hintergrund der Untersuchungen
mesozoischer Calcit und Dolomit das dominierende anstehende Gestein, vereinzelt
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ist neogener Basalt anzutreffen.
Hintergrund der Untersuchungen ist die Korrelation von Klimaereignissen während des letzten Hochglazials von Mittel- und Nordeuropa mit dem Klimageschehen im Nahen Osten. Untersuchungen an grönländischen Eisbohrkernen und marinen Sedimenten aus dem Atlantik zeigten, dass die Klimaentwicklung des letzten Glazials in Europa von abrupten Klimaschwankungen auf Zeitskalen von 10er bis 100er Jahren geprägt war. Diese Klimaschwankungen sind als Dansgaard-Oeschger-Zyklen bekannt und stehen mit den Heinrich-Events, Phasen weitem Vordringens von gekalbten Eisblöcken nach Süden, in Verbindung. Auslöser dieser Klimaschwankungen sind möglicherweise Fluktuationen der Sonnenintensität. Untersuchungen an jahreszeitlich geschichteten Sedimenten der Lisanformation liefern hochauflösende Paläo-klimainformationen aus dem Ostmediterranraum und ermöglichen somit einen Vergleich mit den Ergebnissen der grönländischen Eisbohrkerne. Die Hypothese umfasst die möglichen Wechselwirkungen zwischen dem Klima in Europa und dem im Nahen Osten. Kältephasen in Europa sind nach Prasad et al. (2004) mit Trockenphasen im Nahen Osten korrelierbar. Diese Region erhält ihre Niederschläge hauptsächlich im Winter durch ostwärts wandernde Tiefdruckgebiete. Ist das Klima in Europa kalt, kühlen sich Atlantik und Mittelmeer ab, so dass weniger Wasser verdunsten kann, was in geringeren Niederschlägen im Nahen Osten resultiert.
2. Bearbeitung der Proben
Die Proben LM 1 bis LM 16 lagen jeweils als Dünnschliff und als Tränkling vor. Die Dünnschliffe besitzen eine Dicke von 20 - 30 μm und werden für mikroskopische Untersuchungen verwendet, da sie bei dieser Dicke lichtdurchlässig sind und man einzelne Minerale gut erkennen kann.
Die Tränklinge (siehe Abb.2) sind in Epoxidharz imprägnierte Sedimentstreifen, die später mittels μ-XRF zur Gewinnung geochemischer Daten untersucht wurden. Da die Sedimentproben überlappend genommen wurden, ist es notwendig die einzelnen Proben anhand markanter Lagen zu korrelieren um somit ein lückenloses Sedimentprofil ohne doppelt auftretende Abschnitte zu haben. Abbildung 3 zeigt die Korrelationslagen zweier aufeinanderfolgender Proben. Am unteren Ende von LM 6 wurde eine Lage K 6 definiert (links im Bild), die der Lage am Anfang von LM 7 (e-
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benfalls K 6, rechts im Bild) entspricht. Die Korrelationslagen wurden ebenso wie zwei bis drei Markerlagen (siehe Abb. 2, hier: M 6.1, M 6.2) pro Probe, die der besseren Orientierung dienen, in Zusammenarbeit mit dem Praktikant Daniel Knitter festgelegt.
3. Arbeitsmethoden
3.1 Mikroskopie
Insgesamt wurden 16 Dünnschliffe (LM 1 - LM 16) von jeweils etwa 11 cm Länge mit dem Polarisationsmikroskop untersucht. Das Mikroskop „ZEISS Axiophot“ besitzt zudem noch eine digitale Kamera, womit Fotos einzelner Abschnitt gemacht werden konnten. Dabei wurden für jeden Dünnschliff die Mächtigkeiten der einzelnen Sublagen bei zehnfacher Vergrößerung mit einer Genauigkeit von 50 μm aufgenommen.
gröberen Komponenten (siehe Abb. 4).
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Darüber hinaus konnten unter polarisiertem Licht aufgrund der Interferenzeigenschaften und Kornform einzelne Minerale differenziert werden.
3.2 μ-XRF
Zur Gewinnung geochemischer Daten wurde eine Analyse der Tränklinge mit dem Mikro-Röntgenfluoreszenz-Spektrometer „EAGLE III BKA“ durchgeführt. Dabei wird die Probe mit Röntgenstrahlung bestrahlt. Diese Bestrahlung sorgt für eine Anregung der Elektronen, welche dadurch auf höhere Energieniveaus gelangen. Bei Rückkehr auf die ursprünglichen Energieniveaus entsteht Fluoreszenzstrahlung, welche in Art und Intensität gemessen wird. Dadurch ist die Identifikation einzelner Elemente und eine semiquantitative Konzentrationsbestimmung möglich. Das Gerät misst in „counts per second [cps]“. Es ist zu beachten dass Elemente mit hohen Ordnungszahlen aufgrund der größeren Anzahl von Elektronen gegenüber Elementen mit niedrigeren Ordnungszahlen bei gleicher Konzentration höhere [cps] haben. Magnesium (Ordnungszahl 12) würde bei gleichem Gehalt in mg/kg wie Strontium (Ordnungszahl 38) immer niedrigere Werte aufweisen, da durch die geringere Elektronenanzahl weniger Fluoreszenzstrahlung entstehen würde.
Die Proben LM 1 bis LM 16 wurden auf 12 Elemente hin untersucht: Calcium, Strontium, Magnesium, Kalium, Eisen, Mangan, Silizium, Aluminium, Titan, Schwefel, Phosphor und Chlor. Es wurde anhand einer vorher festgelegten Messlinie, die möglichst wenige Störungen aufweisen soll, im Abstand von 200 μm eine Messung vorgenommen. Die Messung ging dabei jeweils einige Millimeter über die Korrelationslinien hinaus um Überlappungsbereiche zu erhalten. Die Messung wurde durch einen Röntgenstrahl, der 250 μm Durchmesser besitzt, durchgeführt. Da die Größe des Strahls (Spotgröße) höher ist als die Schrittweite gibt es eine Überlappung der Messungen, was zu einer gewissen Glättung der Ergebnisse führt. Die Messzeit betrug bei dieser (verhältnismäßig geringen) Auflösung rund 9,5 Tage. Für einen 3 cm langen Abschnitt von LM 2, der einen Übergang von geringen zu hohen Warvenmächtigkeiten markiert, wurde zusätzlich eine Messung mit höherer Auflösung vorgenommen. Hier betrug die Schrittweite 50 μm und die Spotgröße 54 μm. Die Messung dieser 3 cm nahm eine Zeit von rund 15,5 Stunden in Anspruch.
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Arbeit zitieren:
Eric Petermann, 2008, Paläoklimarekonstruktion im nahen Osten während des letzten glazialen Maximums anhand jahreszeitlich geschichteter Seesedimente, München, GRIN Verlag GmbH
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