Inhaltsübersicht
Abbildungsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1. Entwicklung der Verrechnungspreise 1
2. Begriff und Bedeutung des Verrechnungspreises 1
3. Fremdvergleichsgrundsatz (dealing at arm´s principle) 2
3.1. Tatsächlicher und hypothetischer Fremdvergleich 3
3.2. Direkter und indirekter Fremdvergleich. 3
4. Die in Deutschland anwendbaren Verrechnungspreismethoden 4
4.1. Die Standardmethoden 5
4.1.1. Die Preisvergleichsmethode 5
4.1.2. Die Wiederverkaufspreismethode 6
4.1.3. Die Kostenaufschlagsmethode 7
4.2. Die gewinnorientierten Methoden. 8
4.2.1. Die transaktionsbezogene Nettomargenmethode (TNMM) 8
4.2.2. Die transaktionsbezogene Gewinnaufteilungsmethode (profit split) 9
4.3. Rangfolge der Methoden 10
4.4. Verrechnungspreisbandbreiten 10
5. Typische Anwendungsbereiche der einzelnen Verrechnungspreismethoden 11
6. Schlusswort 15
Literaturverzeichnis 16
Verzeichnis der Rechtsquellen und sonstigen Quellen 18
I
Abbildungsverzeichnis
Abbildungen
Abbildung 1: 3-Stufen-Modell nach Kurzewitz ........................................................ 15
Tabellen
Tabelle 1: Beispielrechnung bei der Wiederverkaufspreismethode ............................ 7
II
1. Entwicklung der Verrechnungspreise
Die Bedeutung und das Interesse am Gebiet der internationalen Verrechnungspreise hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Zurückzuführen ist dies auf die Globalisierung der Weltwirtschaft und die damit zunehmende Intensität von Forschung und Entwicklung, sinkenden Transport- und Telekommunikationskosten, eine Liberalisierung der Märkte und einen zunehmenden Steuerwettbewerb 1 . Während grenzüberschreitende Tätigkeiten schon immer vorhanden waren, so hat sich die Geschwindigkeit und das Ausweiten internationaler Geschäftstätigkeiten stark erhöht, wie der Anstieg der Exporte von nahezu 65 Mrd. EUR im Jahre 1970 auf fast 995 Mrd. EUR im Jahr 2008 deutlich belegt 2 . Des Weiteren haben sich auch die Direktinvestitionen im Ausland im Laufe der Jahre erhöht. Die positive Entwicklung der Direktinvestitionen sagt aus, inwieweit Investoren bereit sind, im Ausland zu investieren 3 . Unternehmen dezentralisieren ihre Organisationen und sichern sich somit ihre internationale Wettbewerbsposition oder bauen diese weiter aus. Aktuelle Studien besagen, dass sich der weltweit grenzüberschreitende Handel auf nahezu 70 % befindet 4 . Daraus lässt sich die zunehmende betriebswirtschaftliche und fiskalpolitische 5 Bedeutung der Verrechnungspreise erklären. Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung der in Deutschland anerkannten Verrechnungspreismethoden und deren typischen Anwendungsbereiche. Zunächst wird auf den Begriff und die Bedeutung des Verrechnungspreises sowie auf den Fremdvergleichsgrundsatz eingegangen. Dabei werden die Ausprägungen des Fremdvergleichsgrundsatzes, der tatsächliche und hypothetische, sowie der direkte und indirekte Fremdvergleich besonders hervorgehoben. Im Anschluss werden die in Deutschland zulässigen Verrechnungspreismethoden definiert und anhand eingängiger Beispiele verdeutlicht. Die den Verrechnungspreisen zugehörigen typischen Anwendungsgebiete wird ein eigenes Kapitel gewidmet, in der diese anhand eines strukturierten Prüfungsablaufes herausgefiltert werden.
2. Begriff und Bedeutung des Verrechnungspreises
Unter Verrechnungspreise lassen sich Wertansätze für Güter und Dienstleistungen klassifizieren, die ohne ein Einschalten eines externen Marktes zwischen rechtlich
1 Vgl. Keerl, M., globalisierte Wirtschaft, 2008, S.45.
2 Vgl. Statistisches Bundesamt Deutschland, Außenhandel (6.9.2009).
3 Vgl. Rasch, S. (Hrsg.), Konzernverrechnungspreise, 2001, S. 11.
4 Vgl. Wehnert, O., IStR 2005, S. 558.
5 Vgl. Scheffler, W. (Hrsg.), Unternehmenstätigkeit, 2002, S. 316; vgl. auch. Kuckhoff, H./ Schreiber, R. (Hrsg.), Betriebsprüfung, 1997, Rz. 9.
1
selbstständigen, jedoch konzernmäßig verbundenen Unternehmen abgerechnet werden ÄVHSHUDWHHQWLW\DSSURDFK³ 6 . Bei internationalen Geschäftsbeziehungen beeinflussen diese sog. Verrechnungspreise direkt die steuerlichen Bemessungsgrundlagen im jeweiligen Ansässigkeitsstaat der Unternehmen. Sie nehmen daher Einfluss auf die Gewinn- oder Verlustsituation, indem sie dazu verwendet werden Gewinne zu transferieren 7 (Instrument der Steuerplanung). Da zwischen verbundenen Unternehmen kein Markt vorliegt, ist eine willkürliche Beeinflussung der Verrechnungspreise zu Gunsten oder zu Ungunsten eines bestimmten Staates nicht ausgeschlossen. Verrechnungspreise können vielerlei steuerliche und betriebswirtschaftliche Funktionen aufweisen 8 , so unterteilt bspw. Coenenberg diese in Abrechnungs- und Planungsfunktion, Koordinations- und Lenkungsfunktion sowie Erfolgszuweisungsfunktion 9 .
3. Fremdvergleichsgrundsatz (dealing at arm´s principle)
Der international anerkannte 10 Fremdvergleichsgrundsatz dient dazu, übermäßige Steuerplanung Einhalt zu gewähren und Verzerrungen zwischen der Steuerbelastung von verbundenen Unternehmen und den Steuereinnahmen der Quellenstaaten zu minimieren. Um dies zu gewährleisten, sind für steuerliche Zwecke, Gewinne zu korrigieren. Eine angemessene Berichtigung wird dadurch erreicht, dass jene Bedingungen für die kaufmännischen und finanziellen Beziehungen hergestellt werden, wie sie zwischen unabhängigen Unternehmen bei ähnlichen Geschäften unter ähnlichen Verhältnissen erwartet werden können. Eine Umschreibung des Fremdvergleichs-grundsatzes findet sich in Art 9 Abs. 1 OECD-MA. Der Grundsatz des Fremdvergleichs ist ein unbestimmter Rechtsbegriff bzw. Beurteilungsmaßstab, der zu konkretisieren ist 11 . Zur Bestimmung eines konkreten Wertansatzes für konzerninterne Transaktionen wird dieser in diversen Verrechnungspreismethoden konkretisiert. Weder die Vorschriften des OECD-Musterabkommens noch die konkreten Länder-DBA im Inland begründen einen Steueranspruch, infolge dessen muss das Gewinn-korrekturangebot eines Doppelbesteuerungsabkommens durch nationale Korrektur-normen abgedeckt werden. In Deutschland legt § 1 Abs. 1 AStG fest, dass Preise zwischen nahestehenden 12 Personen so anzusetzen sind, wie sie unter den zwischen
6 Vgl. OECD-RL, 1995 Tz. 1.9.
7 Vgl. Rose, G., Steuerplanung, 1993, Sp. 1880.
8 Vgl. Kurzewitz, C. (Hrsg.), Verrechnungspreismethode, 2009, S. 15.
9 Vgl. Coenenberg, A.G./Fischer, T.M./Günther, T. (Hrsg.), Kostenrechnung, 2007, S. 675.
10 Vgl. OECD-RL, 1995 Tz. 1.13.
11 Vgl. Jacobs, O.H. (Hrsg.), Internationale Unternehmensbesteuerung, 2007, S. 701.
12 Vgl. Kaminski, B. (Hrsg.), Verrechnungspreisbestimmung, 2001, S. 30.
2
Arbeit zitieren:
Markus Sedlmeier, 2009, In Deutschland zulässige Methoden zur Verrechnungspreisbestimmung und deren typische Anwendungsbereiche, München, GRIN Verlag GmbH
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