Sustainable Development ist Trend! Es ist in den Umwelt- oder Nachhaltigkeitsberichten von Konzernen zu finden, Konsumenten achten bei Kaufentscheidungen darauf und es findet auch Platz als Schlagwort in Parteiprogrammen und internationalen Abkommen. Hinter dem englischen Begriff Sustainable Development, zu Deutsch „Nachhaltige Entwicklung“, steckt mehr als nur ein Trend. Seit den achtziger Jahren rücken in der Umweltdebatte zunehmend
globale Probleme in das Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Es wird in Fachkreisen die Frage diskutiert, ob das menschliche Leben und Wirtschaften auf einen Punkt zusteuert, an dem es Gefahr läuft, sich seiner eigenen natürlichen Grundlagen zu berauben. Das durch diese Debatte gewachsene öffentliche Bewusstsein einer gemeinsamen globalen Verantwortung verschafft dem Konzept „Sustainable Development“ eine zentrale Rolle als
Entwicklungsleitbild für die Weltgemeinschaft. Mit dem Konzept der Nachhaltigen Entwicklung werden ökologische, ökonomische und soziale Aspekte gleichermaßen verknüpft. Die fachübergreifende Zusammenführung dieser Komponenten führt zu gegenseitigen Wechselwirkungen und somit zu positiven oder negativen Auswirkungen. Es bedarf daher Regelungen auf nationaler und globaler Ebene, um die Ziele umsetzten zu können und Konflikte zu vermeiden. In dieser Arbeit soll die Historische Entwicklung des
Sustainable Development, der Inhalt und die Rechtlichen Auswirkungen auf nationaler Ebene dargestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Geschichte der Nachhaltigen Entwicklung
2.1. Die Anfänge
2.2. 1972, Club of Rome - Grenzen des Wachstums
2.3. 1972, Stockholm - Konferenz „Human Environment“
2.4. 1987, Der Brundtland-Report
2.5. 1992, Rio-Konferenz
2.6. 2002, Weltgipfel in Johannesburg (Rio+10)
3. Inhalt der Nachhaltigen Entwicklung
3.1. Definitionen
3.1.1. Brundtland-Report
3.1.2. Agenda 21 – Rio Konferenz
3.1.3. Bundesregierung
3.2. Ziele und Nachhaltigkeitsstrategien
3.2.1. Agenda 21
3.2.2. Nationale Nachhaltigkeitsstrategie
4. Rechtliche Auswirkungen des Sustainable Development
4.1. Nachhaltigkeitsgrundsatz im Grundgesetz
4.2. Raumordnungsgesetz
4.3. Baugesetz
4.4. Bundeswaldgesetz
4.5. Bundesnaturschutzgesetz
4.6. Bundesbodenschutzgesetz
4.7. Weitere Gesetze
5. Kritik & Fazit
6. Quellen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des "Sustainable Development" (Nachhaltige Entwicklung) mit dem Ziel, dessen historische Entwicklung, inhaltliche Dimensionen sowie die daraus resultierenden rechtlichen Auswirkungen im deutschen Rechtssystem darzustellen und kritisch zu hinterfragen.
- Historische Meilensteine der Nachhaltigkeitsdebatte (von den Anfängen bis Johannesburg)
- Konzeptionelle Definitionen von Nachhaltigkeit durch internationale Gremien und die Bundesregierung
- Strukturen und Zielsetzungen der Agenda 21 sowie der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie
- Rechtliche Verankerung des Nachhaltigkeitsgrundsatzes in verschiedenen deutschen Gesetzen
- Kritische Würdigung der internationalen und nationalen Umsetzungserfolge
Auszug aus dem Buch
2.1. Die Anfänge
Vor dem Hintergrund der Staatsschulden Frankreichs, stellt Thomas Jefferson im Jahr 1789 den Grundsatz auf, dass eine Generation nur soviel Schulden machen dürfe, wie sie zu ihrer eigenen Lebenszeit bezahlen kann.2
Historisch findet sich der Begriff der Nachhaltigkeit noch etwas früher, erstmalig in der Forstwirtschaft. Dieser wurde von dem sächsischen Oberhauptmann H.C. von Carlowitz im Jahr 1713 in der „Sylvicultura Oeconomica“3 verwendet. Er beinhaltet das Prinzip, nur soviel Holz aus den Wäldern zu entnehmen, wie gleichzeitig nachwächst. Über ein ausgewogenes Verhältnis von Holzeinschlag und Aufforstung, also einer nachhaltigen Forstwirtschaft, sollte die langfristige ökonomische Nutzung der betreffenden Wälder gewährleistet werden.
Durch das seit den fünfziger Jahren anhaltende materielle Wachstum4 und dem von politischer Seite unreflektierten Umgang mit den sich ergebenden langfristigen Folgewirkungen, gründete sich 1968 der Club of Rome.5
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik des Sustainable Development als Leitbild für die Weltgemeinschaft sowie Darstellung der Zielsetzung der Arbeit.
2. Geschichte der Nachhaltigen Entwicklung: Aufarbeitung der historischen Etappen von den forstwirtschaftlichen Ursprüngen bis hin zu internationalen Konferenzen wie Rio und Johannesburg.
3. Inhalt der Nachhaltigen Entwicklung: Analyse verschiedener Definitionen sowie Erläuterung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Ziele und Strategien.
4. Rechtliche Auswirkungen des Sustainable Development: Untersuchung der Implementierung des Nachhaltigkeitsgrundsatzes in zentralen deutschen Gesetzen wie dem Grundgesetz, dem ROG oder dem Baugesetz.
5. Kritik & Fazit: Kritische Auseinandersetzung mit der mangelnden Verbindlichkeit internationaler Beschlüsse und Resümee über den notwendigen staatlichen Handlungsbedarf.
6. Quellen: Auflistung der verwendeten Literatur und Internetquellen zur wissenschaftlichen Fundierung der Arbeit.
Schlüsselwörter
Sustainable Development, Nachhaltige Entwicklung, Agenda 21, Brundtland-Report, Umweltrecht, Nachhaltigkeitsstrategie, Klimaschutz, Ressourcenschonung, Generationengerechtigkeit, Grundgesetz, Umweltpolitik, Nord-Süd-Konflikt, Internationale Abkommen, Ökonomie, Ökologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit dem Konzept des Sustainable Development, das ökologische, ökonomische und soziale Aspekte weltweit miteinander verknüpft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Themenfelder umfassen die historische Genese der Nachhaltigkeit, die inhaltliche Definition des Konzepts sowie die praktische Umsetzung in der deutschen Gesetzgebung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, den Ursprung, die Ausgestaltung und die rechtliche Relevanz der Nachhaltigkeit im nationalen deutschen Kontext zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung offizieller Berichte, internationaler Konferenzdokumente und Gesetzestexte.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die historische Entwicklung, die inhaltlichen Strategien (Agenda 21) und die explizite Berücksichtigung des Nachhaltigkeitsprinzips in deutschen Gesetzen dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen gehören Nachhaltige Entwicklung, Agenda 21, Generationengerechtigkeit, Umweltrecht und Nachhaltigkeitsstrategie.
Inwiefern spielt der Brundtland-Report eine besondere Rolle?
Der Bericht ist essenziell, da er ökologische und soziale Fragen unter dem Begriff „Sustainable Development“ vereinte und die internationale Debatte maßgeblich prägte.
Wie bewertet der Autor die bisherigen internationalen Bemühungen?
Der Autor übt Kritik an der Unverbindlichkeit der Beschlüsse und mangelnden Sanktionsmechanismen, die oft zu rein symbolpolitischer Umsetzung führen.
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- Mehmet Yay (Author), 2009, Sustainable Development, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139252