Inhaltsverzeichnis:
I.) EINLEITUNG 3
II.)HAUPTTEIL........................................................................................................................................................... 4
1.SOZIO-KULTURELLE GEGEBENHEITEN 4
1.1. Legitimationskrise 4
1.2. Krise der Sozialisationsinstanzen 5
2.RÜCKZUG ODER PROTEST. 6
2.1 Verfahren der Selbstausbürgerung. 6
2.2 Jugendkulturen 8
2.3 Jugendprotest 10
III.) SCHLUSS 11
LITERATUR : 13
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I.) Einleitung
In diesem Jahr jährt sich die Studentenrevolte der 68er zum 40. mal. Große Teile der Jugend waren damals aktiv an politischen Protesten beteiligt bzw. wurde der Auf- und Umbruch zumindest kulturell von fast allen Jugendlichen mitgetragen. Aber nicht erst seit dieser Zeit wird das Jugendalter als eine Phase begriffen, in der einerseits die Veränderungsbereitschaft sehr hoch ist, andererseits ein Infragestellen aller Werte, Normen und Institutionen stattfindet. Die Annahme, dass Jugend per se mit „stürmischen Veränderungen der geistigen Haltung in Richtung Idealismus, Ruhelosigkeit und Auflehnung korrespondiert“ (Brand 1993, S. 16) kann inzwischen allerdings nicht mehr aufrecht erhalten werden. So stellte Margret Meads in einigen Studien einfacher Südseevölker fest, dass es keine Verhaltensunterschiede zwischen samoanischen Mädchen zwei Jahre vor oder nach der Pubertät gab. Vielmehr muss davon ausgegangen werden, dass die Ausgestaltung der Jugendphase stark abhängig ist von den soziokulturellen Gegebenheiten, also den gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Umständen. Hierbei scheint es so, dass in pluralistischen Gesellschaften die Identitätsbildung für Jugendliche eine besondere Herausforderung darstellt (vgl. Brand 1993, S.11-17). Diese Identitätsbildung, so viel sei hier schon vorweg genommen, findet seit den 70er Jahren verstärkt in heterogenen Jugendkulturen statt. Diese verschiedenen Jugendkulturen, die immer auch unterschiedliche Lebensauffassungen und Stile implizieren, zwingen einerseits den Jugendlichen zwischen einer beachtlichen Auswahl von Lebensentwürfen zu entscheiden und stellen andererseits den Betrachter vor eine unübersichtliche, sich überschneidende und ergänzende Lebenswelt von Jugendlichen. Der Einzelne kann hier den verschiedenen Jugend- und Subkulturen meist nur schwer und unter Vorbehalten zugeordnet werden, was das Erfassen eines einheitlichen Mottos nur schwer möglich macht.
Wenn nun also die Frage gestellt wird, ob die Generation der 78er „Dagegen“ war, bzw. gegen was und in welcher Form sie dagegen war, kommt man nicht umhin, die sozio-kulturellen Gegebenheiten dieser Zeit zu betrachten. Weiter stellt sich die Frage wie die Jugendliche diese Gegebenheiten wahrgenommen und darauf reagiert haben.
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II.)Hauptteil 1.Sozio-kulturelle Gegebenheiten
1.1. Legitimationskrise
Bei der Betrachtung der damaligen Umstände ist die steigende Arbeitlosigkeit und vor allem die steigende Jugendarbeitslosigkeit sicher ein zentrales Thema. So erreichte bei der Shell Jugendstudie von 1979 das Thema Jugendarbeitslosigkeit den dritten Rangplatz bei den wirtschaftlichen und politischen Themen (vgl. Riemer 1980, S. 21). Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren erreichte zwischen 1974 und 1981 einen Höchststand von 375 000. Die Jugendlichen sahen sich also zunehmend mit Zukunftsängsten, schlechten Perspektiven und mehr oder weniger schwindender Hoffnung auf das Erreichen von Zielen und Wünschen konfrontiert (vgl. Brand 1993, S.157).
Das alles stand im Widerspruch zu den Versprechen einer wachsenden Wohlstandgesellschaft, in der bis dato das Credo galt: jeder der sich bemüht und engagiert findet einen Platz in der Gesellschaft und bekommt einen entsprechenden „Teil vom Kuchen“. (vgl. Baacke 1980, S. 110) Vielmehr empfanden viele Schüler und junge Arbeitende einen zunehmende Leistungsdruck, der vorallem als zusätzlicher Streß wahrgenommen wurde. Dr. Thomas Ziehe spricht hier einerseits von einer zunehmenden „Abstraktheitdes Leistungsprinzips“ (Ziehe 1980, S. 49). Leistung und Lernfortschritte werden also verstärkt gemessen, verglichen und quantifiziert, allerdings ist die Nützlichkeit der erworbenen Qualifikationen im späteren Berufsleben nicht mehr sichergestellt. Auch geht Ziehe von einer Ausweitung des Leistungsprinzips aus. Diese Ausweitung umschließt große Teile des sozialen und psychischen Lebens. Identität bildet sich in einer Konkurrenz und Vergleichssituation, wobei hier die in Kultur und Medien dargestellten Persönlichkeitsentwürfe oftmals als Bewertungsgrundlage herangezogen wurden (vgl. Ziehe 1980, S. 49). Außerdem wurden, bedingt durch den „Deutschen Herbst“, Möglichkeiten der Teilhabe an politischen Entwicklungen eher abgebaut. Die Regierung reagierte auf den Terrorismus der „Baader-Meinhof-Gruppe“ mit dem Abbau demokratischer Grundrechte und
Fahndungsmethoden an den Grenzen rechtstaatlicher Prinzipien. Radikalenerlass, Rasterfahndung und Berufsverbot waren einige Ergebnisse der forcierten Terroristenjagd. So brachte „...der Abbau klassischer personeller Herschaftsverhältnisse ... statt neuer Freiräume eine
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Arbeit zitieren:
Bernd Kugler, 2008, Die 78er. Motto: Dagegensein?, München, GRIN Verlag GmbH
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Die Jazz- und Swingjugend der Weimarer Republik
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