E Lu uh hm ma an nn n na ac ch h L Sy ys st te em mt th he eo or ri ie e n di ie e S an n d An nn nä äh he er ru un ng g a Ei in ne e A Al le ex xa an nd de er r G Ga ar ry y A
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Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis 3
1. Einführung in die grundlegenden Fragestellungen 4
2. Die Grundlagen der Systemtheorie nach Luhmann 5
3. Die Funktionssysteme der Gesellschaft 18
4. Das Rechtssystem als Funktionssystem der Gesellschaft 20
5. Fazit. 25
Literaturverzeichnis. 27
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Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung Bsp. Beispiel bspw. beispielsweise bzw. beziehungsweise d. h. das heißt PKW Personenkraftwagen sog. sogenannte usw. und so weiter z. B. zum Beispiel
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 2-1: Die Systemarten ............................................................................................................................. 6
Abbildung 2-2: System und Umwelt ........................................................................................................................ 8
Abbildung 2-3: Strukturelle Kopplung.................................................................................................................... 9
Abbildung 2-4: Kommunikation am Bsp. eines Seminars an der Universität ....................................................... 12
Abbildung 2-5: Sender-Empfänger Modell - Kommunikation nicht trivialer Systeme.......................................... 13
Abbildung 2-6: Die Evolution von Systemen......................................................................................................... 15
Abbildung 2-7: Das Wirtschaftssystem und seine Umwelt.................................................................................... 16
Abbildung 2-8: Luhmanns Theoriegerüst ............................................................................................................. 17
Abbildung 3-1: Die Funktionssysteme der Gesellschaft ....................................................................................... 19
Abbildung 4-1: Entscheidungen im Rechtssystem................................................................................................. 22
Abbildung 4-2: Strukturelle Kopplung der Systeme Politik, Recht und Wirtschaft............................................... 24
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1. Einführung in die grundlegenden Fragestellungen
Was versteht man unter Systemtheorie, wie kommen Systeme zustande und welche Bedeutung hat das Rechtssystem - auch im Verhältnis zu anderen sozialen Systemen? Diese Fragestellungen sollen in der vorliegenden Arbeit näher behandelt werden und dabei auf die Ausführungen von Luhmann zurückgegriffen werden. Ziel ist die Darstellung der Luhmannschen Systemtheorie mit besonderem Fokus auf das Rechtssystem. Einführend ist zu sagen, dass für Luhmann Systeme real in der Wirklichkeit existieren. Sein Ziel ist die „Analyse [dieser realen] Systeme in der wirklichen Welt.“ 1 Nun könnten Fachfremde gutgläubig behaupten, dass dann die Darstellung einer Theorie der Systeme keine großen Hindernisse aufwerfen dürfte. Die Realität stellt sich allerdings etwas anders dar, nachdem man die Literatur zu diesem Themengebiet gesichtet hat und vor allem auf die theoretisch fundierten Ausführungen Luhmanns aufmerksam geworden ist. Der Verfasser der Arbeit 2 hat sich deshalb entschieden einen pragmatischen Ansatz in der vorliegenden Arbeit zu verwenden. Anhand von ausgewählten Beispielen (insbesondere grafischen Darstellungen) soll immer wieder versucht werden, schwierige Begriffe in ein verständliches Licht zu rücken. Zudem sieht der Verfasser der Arbeit seine Arbeit eher als eine Annäherung an die Systemtheorie Luhmanns, da aufgrund der kurzen Zeit - nur zum Vergleich: Luhmann hat 30 Jahre Forschungsarbeit zur Erklärung der Funktion von sozialen Systeme bzw. der Gesellschaft benötigt - eine genaue Darstellung als Anmaßung gesehen werden könnte. Aufgrund dessen wird versucht, an den Stellen wo es möglich ist, die „Dinge“ so einfach wie möglich darzustellen. Ebenfalls konzentriert sich der Verfasser der Arbeit auf die Erklärung der wesentlichen Grundbegriffe der Luhmannschen Systemtheorie. Erwähnt sei hier noch, dass Luhmann zur Darstellung seiner Theorie auf Grundlagen anderer Fachgebiete zurückgreift, insbesondere auf die biologische Wissenschaft. Dabei stützt er sich auf Autoren wie Parsons, Maturana, Varela und natürlich Darwin. Aus den oben genannten Gründen wird allerdings auf eine genauere Darstellung der Ausführungen der einzelnen Wissenschaftler verzichtet. 3
Die Arbeit gliedert sich im Wesentlichen, neben der Einführung und dem Fazit, in drei Hauptkapitel. Dabei soll das folgende zweite Kapitel ein grundlegendes Verständnis der Systemtheorie nach Luhmann schaffen. Anschließend werden im dritten Kapitel die einzelnen
1 Luhmann 1984, S. 30.
2 Wird im vorliegenden Text vom „Verfasser der Arbeit gesprochen“, so ist damit nicht Luhmann, sondern der Verfasser der Seminararbeit gemeint.
3 Eine gute zusammenfassende Darstellung über die Einflüsse auf Luhmanns Systemtheorie liefert hier Precht 2007, S. 303 ff.
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Teilsysteme bzw. Funktionssysteme der Gesellschaft dargestellt. Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit dem Rechtssystem und ausgewählten Inhalten zum Aufbau und der Kopplung dieses Systems mit anderen Systemen. Eine Abrundung der Arbeit folgt im Fazit.
2. Die Grundlagen der Systemtheorie nach Luhmann
Für den Verfasser der Arbeit stellte sich zunächst die Frage, was denn überhaupt ein System ist, woraus ein System besteht und wie es sich als solches von anderen Systemen bzw. seiner Umwelt abgrenzt? Um diese Fragen beantworten zu können, müssen zunächst einige Begrifflichkeiten erklärt werden. Die folgenden Ausführungen sind reziprok aufgebaut, d.h. sie beziehen sich aufeinander. Dementsprechend werden Begriffe erwähnt, die erst im nachfolgenden Text erklärt werden. Der Verfasser der Arbeit ist darin bemüht dies weitgehend zu vermeiden, allerdings ist dies aufgrund des Aufbaus des Luhmannschen Theoriegerüstes nicht immer möglich.
Systeme bestehen aus Elementen und Relationen
Zu allererst ist die Frage zu klären, aus was Systeme eigentlich bestehen. Allgemein anerkannt ist hier die Auffassung, dass diese aus Elementen und ihren Relationen bestehen. 4 In Bezug auf soziale Systeme müssten die Elemente dann Menschen darstellen und die Relationen zwischenmenschliche Beziehungen. Allerdings schließt Luhmann den Menschen als Element sozialer Systeme in seiner Theorie aus und macht ihn vielmehr zu deren Umwelt. Damit beging er zur damaligen Zeit einen in der Soziologie revolutionären Weg. Die Frage ist nun: Wie kann es möglich sein, dass Menschen nicht die Elemente sozialer System sind und aus was für Elementen und Relationen bestehen dann soziale Systeme? Luhmanns Antwort darauf ist: Kommunikation. Die Grundlage sozialer Systeme bildet die Kommunikation. 5 So gesehen könnten soziale Systeme auch als Kommunikationssysteme interpretiert werden, die durch Kommunikation operieren. 6 Um die gewonnenen Erkenntnisse noch einmal festzuhalten: Systeme operieren und die Operation in sozialen Systemen ist Kommunikation. Die Operation stellt dabei sozusagen den Oberbegriff für die entscheidenden Aktivitäten von Systemen dar.
4 Vgl. hierzu und im Folgenden Simon 2008, S. 87 f.; Siehe auch Luhmann 1996, S. 45.
5 Vgl. Luhmann 1996, S. 192. 6 Vgl. Berghaus 2004, S. 61.
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Die verschiedenen Arten von Systemen
Bevor hierzu einige Bsp. genannt werden, sollen kurz die verschiedenen Arten von Systemen erörtert werden. Wie die folgende Abbildung darstellt, gibt es neben sozialen Systemen, mit denen wir uns in der vorliegenden Arbeit näher befassen, noch triviale, biologische und psychische Systeme.
Triviale Systeme liefern bei einem bestimmten Input einen determinierten Output. 7 Das heißt
sie sind berechenbar und von außen bestimmbar. In der Regel treffen diese Eigenschaften auf einfache Maschinen zu. Gibt man morgens bspw. einer Kaffeemaschine als Input Kaffee und Wasser, so liefert diese Maschine als Output Kaffee. Der Beobachter wird hierbei nicht überrascht, weil die Maschine für jeden Beobachtbar objektiv die gleiche Erkenntnis liefert. Davon zu unterscheiden sind nicht triviale Systeme, auf die wir in unserem Alltag in der Regel treffen. Hier ist der Output nicht von außen durch die Zuführung eines bestimmten Input bestimmbar. Beispiele für nicht triviale Systeme sind biologische, psychische und natürlich soziale Systeme. So sind psychische Systeme von Individuen von außen in ihrer Struktur undurchschaubar und befinden sich zusätzlich in einer ständigen Veränderung durch ihre Lernfähigkeit. Wirkt man auf dieses psychische System bspw. durch eine Erzählung ein,
7 Vgl. hierzu und im Folgenden Simon 2008, S. 35 ff.
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ist nicht sicher, dass das System immer den gleichen Output liefert. So liefert in der Regel ein Student bei einer Befragung vor dem Besuch eines Seminars einen anderen Output, als nach dem Besuch des Seminars, weil er während dessen Erfahrungen sammeln konnte und sozusagen dazu gelernt hat. Ebenfalls ist dies bei biologischen Systemen zu beobachten. Dieses System bezieht sich auf Organismen, Zellen, Nervensysteme, Immunsysteme u. v. m. 8 Ein biologisches System verändert sich ebenfalls ständig. So werden im Gehirn neue neuronale Verknüpfungen oder im Immunsystem neue Abwehrstoffe gegen Krankheiten gebildet. Soziale Systeme wie die Gesellschaft als Ganzes oder ihre Subsysteme (Organisationen, Unternehmen, Familien usw.) stellen ebenfalls nicht-triviale Systeme dar. Auch hier ist der Output nicht kausal linear durch den Input bestimmbar. Soziale Systeme lassen sich nach Abb. 2-1 in Gesellschaften, Organisationen und Interaktionen aufgliedern. Die Gesellschaft teilt sich wiederum in weitere Subsysteme bzw. Funktionssysteme auf, die im dritten und Kapitel näher behandelt werden. Die Gesellschaft wird hier als Gesamtheit aller sozialen Systeme bzw. als Gesamtheit aller Kommunikation verstanden. 9 Die Umwelt der Gesellschaft stellen psychische, biologische oder alle anderen Systeme dar, die nicht Kommunikation als kleinstes Element verwenden. Daneben wird die Interaktion unterschieden. Diese entsteht, wenn körperlich anwesende Menschen miteinander kommunizieren. Dabei nehmen sich die Anwesenden direkt gegenseitig wahr. Der letzte Typus sozialer Systeme sind Organisationen. Dieser Typus ist aus der Arbeitsteilung her entstanden und ist sozusagen für bestimmte Aufgaben verantwortlich. Als Bsp. können hier Unternehmen, Institute, Behörden, Kliniken usw. genannt werden. 10
Durch Operationen zur Unterscheidung von System und Umwelt
Für Luhmann bestehen Systeme also aus Operationen, diese stellen wiederum Letztelemente des Systems dar. 11 Die Existenz eines Systems ist identisch mit der Aussage, dass dieses operiert. Ebenso kann sich ein System nur durch Operationen selbst produzieren und reproduzieren. 12 Dieses „Selbst-Herstellen“ des Systems wird auch als Autopoiesis
bezeichnet. Bspw. stellt ein Organismus, der aus Zellen besteht, seine Zellen selbst her. Die Systeme gehen dabei selbstreferentiell vor, d. h. die Grundlage neuer Elemente sind die alten. Ein weiterer wichtiger Theoriebestandteil liegt darin, dass die Umwelt auf autopoietische
8 Siehe auch Berghaus 2004, S. 32.
9 Vgl. hierzu und im Folgenden ausführlich Luhmann 1999, S. 78 ff. 10 Siehe auch Simon 2008, S. 101 ff. 11 Vgl. Luhmann 1984, S. 46 ff.
12 Das „Selbst-Herstellen“ des Systems wird auch als Autopoiesis bezeichnet.
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Arbeit zitieren:
Diplom Ökonom Alexander Gary, 2009, Eine Annäherung an die Systemtheorie nach Luhmann unter besonderer Berücksichtigung des Rechtssystems, München, GRIN Verlag GmbH
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