Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und Zielstellung. 3
2 Die Bedeutung der Internationalisierung von im Ausland tätigen KMU 5
3 Die besonderen Erfolgsfaktoren von KM.U 8
4 Mögliche Barrieren bei der Internationalisierung 10
5 Die Planung der Internationalisierung von KM.U 14
6 Internationalisierung als strategischer Prozess. 16
7 Fallstudie über die Auswirkungen der Internationalisierung auf die
deutsche Bierbrauwirtschaft. 24
8 Fazit. 32
9 Literaturverzeichnis. 33
Seite1
Abbildungsverzeichnis
Abbildung1 :ExportederIndustrieunternehmen2004 7
Abbildung2 :UnternehmensinterneHindernissefürdieInternationalisierung. 12
Abbildung3 :WichtigkeitverschiedenerPlanungsmaßnahmeninZusammenhangmitder
Internationalisierung. 15
Abbildung4 :PhasenderInternationalisierung 16
Abbildung5 :EntscheidungsrelevanteFaktorenfürdieInternationalisierung. 18
Abbildung6 :RealstrategienaufBasisderClusteranalyse. 20
Abbildung7 :EntwicklungdesProHKopfHVerbrauchsunddesGesamtbierausstoßes 25
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1 Einleitung und Zielstellung
Wenn wir von Internationalisierung sprechen, dann betrifft das weitestgehend alle am Wirtschaftsprozess beteiligten Akteure. Auch oder gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) müssen sich dieser Herausforderung stellen, möchte man in einem immer dynamischer werdenden Wettbewerbsumfeld konkurrenzfähig bleiben. Eine einheitliche Linie bei der genauen Abgrenzung kleiner und mittlerer Unternehmen in der Literatur fehlt. Im Rahmen der Beschäftigung mit KMU hat die Europäische Kommission eine Definition herausgegeben, wonach Unternehmen dieser Kategorie einen Umsatz von 10 - 250 Mio. € aufweisen und zwischen 10 und 250 Mitarbeitern beschäftigen. 1
Im Rahmen dieser Arbeit möchten wir uns aber nicht auf diese relativ enge Definition beschränken, da diese im Internationalisierungsprozess keine klare Grenze für grundlegend unterschiedliche Strategien oder Bedingungen darstellen kann. Deshalb wird ebenfalls der Mittelstand mit betrachtet werden, da er vor den gleichen Herausforderungen steht und in Hinsicht der Kapital- und Besitzverhältnisse der Struktur von KMU sehr ähnlich ist.
Was versteht man überhaupt unter Internationalisierung? In diesem Zusammenhang steht auch immer die Abgrenzung von dem Begriff der Globalisierung. Von Globalisierung bzw. einem Trend zur Globalisierung der Wirtschaft spricht man häufig in Bezug auf die Angleichung von Märkten. Hier führen politische Einflussgrößen, wie der Abbau von Handelshemmnissen, technologische Treiber, wie die allgemeine Beschleunigung durch technologische Innovationen und ökonomische Determinanten, wie die steigende Bedeutung von
Größendegressionseffekten, zu einem länderübergreifenden, nahezu
Vgl.EuropäischeKommission.DieAktivitätenderEuropäischenUnionimBereichkleinerund
mittlererUnternehmen(KMU)-BerichtdesKMUHBeauftragten.Luxemburg2005.S.6
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weltweiten Zusammenwachsen der Märkte. 2 Im Zuge dieser steigenden makroökonomischen Verflechtungen ist Internationalisierung dann vor allem auf die einzelwirtschaftliche Perspektive gerichtet.
Internationalisierung hat dann Auswirkungen auf KMU und Mittelstand, wenn das Geschäft im Heimatmarkt durch ausländische Unternehmen bedroht wird oder wenn aufgrund von stagnierenden, regionalen Märkten einzelne (weitere) Länder für das eigene Marktengagement gewählt werden. Dies gilt sowohl für den Absatzmarkt als auch für die beschaffungsorientierte Seite.
Diese Arbeit befasst sich daher mit der Fragestellung, welche grundlegenden Bedingungen für Unternehmen im Zeitalter der fortschreitenden Internationalisierung vorherrschen. Darauf aufbauend soll dargestellt werden, wie im Zuge eigener Internationalisierungsaktivitäten strategisch darauf reagiert werden kann und welche notwendigen Fähigkeiten und Kompetenzen in KMU und mittelständisch geprägten Unternehmen dafür Vorrausetzung sind. Anhand einer Fallstudie sollen schließlich die besonderen Bedingungen in der deutschen Brauwirtschaft und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für eine verstärkte internationale Ausrichtung dargestellt werden.
2 Vgl. Horsch. KMU im globalen Wettbewerb. HOCHSCHULVERBUND DISTANCE LEARNING. Studienbrief
2-039-0009. Brandenburg 2003. S. 8
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2 Die Bedeutung der Internationalisierung von im Ausland tätigen KMU
Das Engagement deutscher KMU und Mittelständler im Ausland ist zweifellos fortgeschrittener als mancher anzunehmen wagt. Diese Tatsache stützt zudem auch die Studie von Bamberger/Wrona 3 , welcher zufolge ein beachtlicher Anteil von mehr als dreiviertel der befragten Unternehmen in irgendeiner Weise auf dem ausländischen Markt tätig ist. Bamberger und Wrona weisen darauf hin, dass zwischen der Internationalisierung von KMU und Mittelständler und der Globalisierung ein positiver Zusammenhang besteht. Dies wird besonders deutlich in den globalen Branchen international aktiven KMU und mittelständischen Unternehmen wie z.B. der Maschinenbau oder zahlreiche Hoch-
technologiebereiche. Hier ist der Internationalisierungsgrad sehr hoch und die jeweiligen Unternehmen verstehen die Globalisierung eher als Chance. Jedoch ist das noch nicht überall so, denn noch immer fühlen sich, meist Kleinstunternehmen in lokal bedeutsamen oder regulierten Märkten, nicht von der Globalisierung betroffen. Nichtsdestotrotz sehen sich mittelständische Unternehmen in den letzten Jahrzehnten verstärkt auf ihren heimischen Märkten mit Wettbewerbern aus neuen Industrie- und Schwellenländern in und außerhalb der EU sowie Mittel- und Osteuropa konfrontiert.
Je nach Branche ist dies mal mehr oder mal weniger zu beobachten. So sind die industriellen Massengüter und einfache Investitionsgüter stark betroffen. Bspw. der hohe Internationalisierungsgrad der Textilindustrie, welche bereits in den sechziger Jahren einsetzte. Seit Mitte der achtziger
Vgl.Macharzina;Oesterle.HandbuchInternationalesManagement(StudieBamberger/Wrona).
Wiesbaden2002.S.723.
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Jahre steht ebenfalls die Zulieferindustrie unter dem Anpassungsdruck des internationalen Wettbewerbs. 4
Die Erkenntnisse aus der Internationalisierung von Großunternehmen lassen nicht zwangsläufig auf mittelständische Unternehmen schließen, denn fehlende Auslandserfahrungen, Unkenntnisse in der jeweiligen Landessprache und die Kosten der Auslandsmarktbearbeitung stellen große Schwierigkeiten dar. 5 Doch im Gegensatz zur Massenfertigung von Großunternehmen verwenden mittlere Unternehmen individualisierte Herstellungsverfahren. Die Mitarbeiter sind im allgemeinen Generalisten mit „Allroundwissen“. 6 Sie haben damit ebenfalls die Voraussetzung, mit ihren spezialisierten Produkten sowohl auf dem nationalen, als auch auf globaler Ebene in Märkten und Nischen erfolgreich zu sein.
Bezüglich der internationalen Aktivitäten von KMU und mittelständische Unternehmen ist zu sagen, dass mittlere Unternehmen stärker im Ausland tätig sind als kleine, was auf die folgend, häufig in der Literatur geäußerte Annahme zurückführen ist: mit zunehmender Größe sind Unternehmen eher in der Lage am Internationalisierungsprozess teilzunehmen sowie Produktionsstätten im Ausland aufzubauen. So konnte nachgewiesen werden, das Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten ein höheres Engagement im Ausland zeigen. Lediglich 3,4% der KMU mit bis zu 49 Mitarbeiter erreichten im Ausland eine Tochtergesellschaft, jedoch bereits 60% der Unternehmen ab 500 Mitarbeiter solche besaßen. Zudem weisen Unternehmen mit zunehmender Beschäftigungszahl steigende
Exportquoten auf. Warenexporte sind in der Regel der erste Schritt im Internationalisierungsprozess. Die Bedeutung des Exports wird ersichtlich, weil gerade einmal nur 8% der deutschen Unternehmen kein Warenexport
4 Vgl.Fieten;Friedrich;Lageman.GlobalisierungderMärkte-HerausforderungundOptionenfür
KMU.Stuttgart1997.S.22.
5 Vgl.Fieten;Friedrich;Lageman.GlobalisierungderMärkte-HerausforderungundOptionenfür
KMU.Stuttgart1997.S.27.
6 Vgl.Dierkes.InternationalesMarktengagement:EinetheoretischeundempirischeBetrachtung
amBeispielbrandenburgischermittelständischerUnternehmeninPolen.Frankfurt1999.S.105
Seite6
Arbeit zitieren:
Dipl. Betriebswirt Sven Kadlec, 2008, Die Auswirkungen der Internalisierung auf KMU, München, GRIN Verlag GmbH
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