„Und verheiratet die noch Ledigen unter euch und die Rechtschaffenen von euren Sklaven und euren Sklavinnen. Wenn sie arm sind, wird Allah sie durch Seine Huld reich machen. Allah ist Allumfassend und Allwissend.“ (Sure 24, Vers 32)
Hier nachträglich der ganze Vers. Frau Kelek hat Recht, die Ledigen werden nicht direkt angesprochen. Wer aber wird angesprochen?
Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns mit dem Gebrauch der Ehe im Islam auskennen. Eines vorweg, aus diesem nicht eindeutigen Vers zu schließen, dass damit die Zwangsheirat im Islam legitimiert sei, ist wahrlich zu weit gefasst. Dazu komme ich jedoch später.
Im Islam ist es so, dass der Mann oder die Frau, die aneinander Gefallen gefunden haben, die Heirat vorschlägt. Dies läuft folgendermaßen ab: In der Regel stattet der Mann ein Besuch bei den Eltern des Mädchens/der Frau ab und tut sein Interesse kund. Dies ist keineswegs, um die Eltern von sich zu überzeugen, sondern ein Akt des Respekts. Denn was die Ehe in die Wege leitet, ist einzig und allein das Einverständnis des Mannes und der Frau. Ohne die Zustimmung beiderseits läuft gar nichts. Damit deute ich schon an, dass die Ehe im Islam nicht nur eine Zustimmungssache ist, sondern im zweiten Schritt, der den ersten voraussetzt, vertraglich festgehalten wird. Den weiteren Verlauf für die Frau übernimmt ein Wali, der so genannte “Vertreter der Frau“. Diesen Wali sucht sich die Frau nach eigenem Willen selber aus, sei es ihr Bruder oder sonst einer, dem sie vertraut. Die Walis werden im heiligen Quran wie folgt angesprochen: „Und verheiratet die noch Ledigen unter euch…“ (Sure 24, Vers 32)
Ich glaube hiermit ist die Frage, wer in diesem Verse zur Handlung aufgefordert wird, beantwortet. Es ist der Wali, der der zukünftigen Braut die lästige Papierarbeit abnimmt, sodass sie sich voll und ganz auf ihre bevorstehende Hochzeit konzentrieren kann.
Es ist übrigens nicht meine eigene Meinung, sondern die aller muslimischer Gelehrten und ich denke auch Frau Kelek hätte die Erklärung für diesen Vers erhalten, hätte sie sich ein bisschen detaillierter mit diesem Thema beschäftigt oder den Dialog mit muslimischen Gelehrten gesucht.
Nun wäre vielleicht bewiesen, dass dieser Vers nicht auf Zwangsheirat hinausläuft, aber es ist immer noch unklar, ob der Islam eine zwanghaft in Wege geleitete Ehe explizit verneint. Frau Kelek sprach übrigens in ihrem Artikel von „Der zentrale, im Koran auf die Verheiratung bezogene Vers[…].“
Ich frage mich, welche Bedingungen sie herangezogen hat, um von den 19 Versen im Quran, die sie mit der Heirat befassen, zu sagen, dass dies der zentrale Vers sei. Es ist gewiss ein wichtiger Vers für den Ablauf der Heirat, aber keineswegs der zentrale und schon gar nicht eine Legitimation für die Zwangsehe. Es kann aber von einem zentralen Vers im Quran für die Nicht- Legitimation einer Zwangsheirat gesprochen werden:
„O die ihr glaubt, es ist euch nicht erlaubt, Frauen wider (ihren) Willen zu erben. Und haltet sie nicht (von der Heirat mit einem anderen) ab, um (ihnen) einen Teil von dem, was ihr ihnen gegeben habt, zu nehmen, außer sie begehen etwas klar Abscheuliches. Und geht in rechtlicher Weise mit ihnen um. Wenn sie euch zuwider sind, so ist euch vielleicht etwas zuwider, während Allah viel Gutes in es hineinlegt.“ (Sure 4, Vers 19)
Ich glaube die Antwort auf die Frage, welcher Vers expliziter zur Zwangsheirat Stellung nimmt, liegt auf der Hand.
Doch auch hier braucht man Hintergrundwissen, um diesen Vers ohne Missverständnisse zu verstehen. Was ist nämlich mit „O die ihr glaubt, es ist euch nicht erlaubt, Frauen wider (ihren) Willen zu ERBEN. […]“ gemeint?
In der vorislamischen Zeit war es der Brauch, dass, wenn einer starb, sein nächster Verwandter kam und seinen Mantel bzw. Gewandt über die Witwe warf und sie als sein Eigentum bzw. Beute betrachtete. Falls sie hübsch war, heiratete er sie, und wenn er sie weniger attraktiv fand, so hielt er sie fest bis zu ihrem Tod, um sie zu beerben, oder sie musste sich mit Geld loskaufen. Nach islamischem Recht steht es der Frau zu, nach dem Tod ihres Mannes frei zu wohnen, wo sie möchte und zu heiraten, wen sie will.
Trotzdem reicht es einigen eventuell nicht, weil der Vers nicht „O die ihr glaubt, es ist euch nicht erlaubt, Frauen wider (ihren) Willen zu VERHEIRATEN.“ lautet.
Dem ganzen Begriff Zwang ist ein Ende gesetzt mit:
„ES GIBT KEINEN ZWANG IM GLAUBEN. (Der Weg der) Besonnenheit ist nunmehr klar unterschieden von (dem der) Verirrung. Wer also falsche Götter verleugnet, jedoch an Allah glaubt, der hält sich an der festesten Handhabe, bei der es kein Zerreißen gibt. Und Allah ist Allhörend und Allwissend.“ (Sure 2, Vers 256)
Dass die damaligen Muslime und einige Muslime heute sich wirklich dran halten, sieht man an der Anzahl der in Saudi- Arabien lebenden Christen, die sich auf über zehn Millionen beläuft. Wäre Zwang ein Grundpfeiler des Islam, dann wäre die Quantität weitaus geringer in dem Land, von wo sich der Islam ausbreitete. Ich weise abschließend in Bezug auf Zwangsheirat ausdrücklich darauf hin, dass es eine vorbildliche Handlung Frau Keleks ist, gegen diese Art der Unterdrückung anzugehen, jedoch ist es nicht richtig zu behaupten, der Islam legitimiere dies. Es gibt neben den genannten Quranversen mehrere Überlieferungen vom Propheten Muhammad, in denen er die Zwangsheirat aufs schärfste verurteilt. Auf diese ebenfalls einzugehen, führe jedoch zu weit.
An Stelle Frau Keleks hätte ich auch Medienschlagzeilen wählen können, die den Islam ins falsche Licht stellen, jedoch beansprucht Frau Kelek, eine Kennerin des Islams zu sein.
Wie dem auch sei, es gibt auch Gelehrte, die sich positiv zur am schnellsten expandierenden Religion der Welt äußerten. So zum Beispiel Gustave Le Bon, ein wohlbekannter französischer Völkerkundler und Soziologe des 20. Jahrhunderts. In seinem Buch „Die arabische Zivilisation“ nimmt er wie folgt Stellung: „Islamische gute Taten beschränken sich nicht nur darauf, Frauen zu ehren und zu respektieren, sondern wir können wohl eher hinzufügen, dass der Islam die erste Religion der Ehre und des Respekts ist. Wir können dies auf eine einfache Art beweisen, indem wir zeigen, dass alle Völker und Religionen vor dem Islam viel Schaden und Schmach für Frauen verursachten.“(S. 488)
Ein sehr guter Vorschlag meines Erachtens, den ich weiter ausführen werde. Die Rufe nach mehr Frauenrechte, Befreiung der Frau und Gleichberechtigung beider Geschlechter sind vor allem in der westlichen Welt am lautesten. Um sich ein vollständiges, durchdachtes und klares Bild von den Veränderungen, die der Islam für die Frau und ihre Rechte gebracht hat, machen zu können, sollte man die Stellung der Frauen in ausgewählten Gesellschaften der westlichen Welt vor und auch nach der Ankunft des Islam untersuchen. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass man die massiven Veränderungen, die der Islam mit sich brachte, besser erkennt und vergleichen kann, ob es ein Rück- oder Fortschritt war.
Im christlich geprägten Mittelalter zum Beispiel, als der Islam schon seit mehreren Jahrhunderten existierte, wurde die Frau als Ursache der Erbsünde betrachtet.
Wieht Knudsen, ein dänischer Schriftsteller, beleuchtete die Stellung der Frau im Mittelalter und sagte: „Gemäß dem katholischen Glauben, der die Frau als Mensch zweiter Klasse betrachtet, wurde ihr wenig Sorge und Achtung entgegengebracht.“
Aber auch hier sollten wir fair sein und nicht die Meinung eines Denkers über den christlichen Glauben nehmen, und somit die ganze Religion als frauenfeindlich abstempeln, sondern Belege aus der Bibel liefern, die seine Aussage bestätigen:
„Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebären; und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, und er soll dein Herr sein.“ (Genesis, Kapitel 3, Vers 16)
Einige Christen könnten nun anbringen, dass dies im Alten Testament geschrieben und somit veraltet ist. So schauen wir im Neuen Testament und stellen fest:
„Denkt nicht, dass ich(Jesus) gekommen bin, um das Gesetz oder die Propheten außer Kraft zu setzen. Ich bin nicht gekommen, ihre Forderungen abzuschaffen, sondern um sie zu erfüllen.“ (Matthäus, Kapitel 5 Vers 17)
Welches Verhältnis haben hingegen Mann und Frau im Islam?
„Die gläubigen Männer und Frauen sind einer des anderen Beschützer. Sie gebieten das Rechte und verbieten das Verwerfliche, verrichten das Gebet und entrichten die Abgabe und gehorchen Allah und Seinem Gesandten. Sie sind es, derer Allah Sich erbarmen wird. Gewiss, Allah ist Allmächtig und Allweise. „ (Sure 9, Vers 71)
Dieser Vers im heiligen Quran spricht im Hinblick auf Gleichberechtigung für sich. Es ist nicht gesagt, dass der Mann der Herr über die Frau ist und somit eine gehobenere Stellung einnimmt, im Gegenteil, so wie der Mann die Frau benötigt, braucht die Frau den Mann. In schwierigen Situationen stehen sie sich bei. Der Mann bietet der Frau den Schutz und andersherum genauso. Im Übrigen wird hier ganz klar deutlich, dass beide die gleichen Rechte und beide die gleichen Pflichten, wie zum Beispiel das Verrichten des Gebets, das in diesem Vers angesprochen wird, haben.
Es steht außer Frage, dass die Frau im Mittelalter klar unterdrückt wurde. Die Grundlage dafür ist wie oben zitiert in der Bibel gegeben.
So lautet mein Denkanstoß, wäre die Frau im Mittelalter als Mensch zweiter Klasse betrachtet worden, wenn die Menschen nach den Regeln des damals bereits gegenwärtigen Islam gelebt hätten?
Weiter oben sprach ich bereits die Erbsünde an. Laut christlichem Glauben aß Eva als erste vom Verbotenen Baum und gab auch ihrem Mann davon. Die Sünde ging demnach eindeutig von der Frau aus. Was spricht der Quran zur so genannten Erbsünde?
„So verführte er (der Satan) sie trügerisch. Als sie dann von dem Baum gekostet hatten, zeigte sich ihnen ihre Blöße offenkundig, und sie begannen, Blätter des (Paradies)gartens auf sich zusammenzuheften. Und ihr Herr rief ihnen zu: „Habe Ich euch nicht jenen Baum verboten und euch gesagt: Der Satan ist euch ein deutlicher Feind?" Sie sagten: „Unser Herr, wir haben uns selbst Unrecht zugefügt. Wenn Du uns nicht vergibst und Dich unser erbarmst, werden wir ganz gewiss zu den Verlorenen gehören." Er (Allah) sagte: „Geht fort! Einer sei des anderen Feind. Und auf der Erde sollt ihr Aufenthalt und Nießbrauch auf Zeit haben."“ (Sure 7, Vers 22- 24)
Als aller erstes sei festzuhalten, dass es die Erbsünde im Islam nicht gibt. Keine Seele soll die Schuld einer anderen tragen. Die Sünde eines Vaters zum Beispiel wird nicht dem Sohne vererbt. Des Weiteren wird hier deutlich, dass beide einen Fehler begangen haben und es nicht von Eva ausging. Der wichtigste Unterschied ist jedoch, dass sie ihren Fehler einsehen und bereuen, sodass Allah ihnen vergibt und ihnen die Erde als einen zeitlich begrenzten Aufenthaltsort vorgesehen hat.
Den Frauen im Mittelalter wäre soviel Leid erspart geblieben, hätten sie den Quran als Wort Gottes angesehen. Es wäre noch anzumerken, dass der Quran acht Jahrhunderte vorher herabgesandt wurde und die Gleichberechtigung der Frau bereits im siebten Jahrhundert sicherte. Was zur damaligen Zeit in keinem Orte der Welt der Fall war.
Noch im 19. Jahrhundert(!) lautete Artikel 217 im französischem Recht wie folgt: „Eine verheiratete Frau besitzt kein Recht zu bewilligen, zu verschicken, zu bürgen, zu besitzen mit oder ohne Bezahlung, ohne Beisein ihres Gatten einen Kaufvertrag abschließen oder ohne sein schriftliches Einverständnis dazu, egal ob ihr Ehevertrag ein Gütertrennung zwischen dem Eigentum des Ehemanns und der Gattin festlegt oder nicht.“
Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass zwölf Jahrhunderte vorher in einem Buch, das seit etwa 1400 Jahren unverändert geblieben ist, steht:
„Und wünscht euch nicht das, womit Allah die einen von euch vor den anderen bevorzugt hat. Den Männern kommt ein Anteil von dem zu, was sie verdient haben, und den Frauen kommt ein Anteil von dem zu, was sie verdient haben. Und bittet Allah (um etwas) von Seiner Huld. Allah weiß über alles Bescheid.“ (Sure 4, Vers 32)
Egal ob Mann oder Frau, jeder kann mit seinem verdienten Geld tun und lassen, was er oder sie möchte. Muslimische Frauen besitzen das Privileg, Geld zu verdienen, das Recht, Besitz zu erwerben, Verträge abzuschließen und ihre Besitztümer so zu verwalten, wie es ihnen gefällt. Sie können ihre eigenen Unternehmen leiten und niemand hat irgendeinen Anspruch auf ihren Verdienst, auch ihr Ehemann nicht. Hingegen sagte George Bernard Shaw, ein wohlbekannter irischer Schriftsteller, der 1925 den Nobelpreis für Literatur erhielt: „Sobald eine Frau heiratet, geht ihr gesamter persönlicher Besitz gemäß dem englischen Recht an ihren Ehegatten.“
Bis zum Jahre 1964 blieben in England lebende Frauen ohne Privatrecht.
Es werden nun sicherlich einige anbringen, dass mit meinen Ausführungen zwar bewiesen sei, dass der Islam den Frauen Rechte zusprach, die vielen bis weit ins 20. Jahrhundert verwehrt blieb, jedoch könne der Islam mit den heutigen Standards im Hinblick auf Freiheit der Frau nicht mithalten und sei veraltet. Da stellt sich für mich die Frage, in welchem Maße Freiheit allgemein fördernd für die Gesellschaft und somit auch für das Wohl der Frau ist. Vollkommene Freiheit würde bedeuten, dass es keine Verbote gäbe. Was dies zur Folge hätte, kann sich jeder selbst vorstellen. Vielmehr brauchen der Mensch und die Gesellschaft Gebote und Verbote mit dem Ziel, das Leben zu ordnen. Es ist die Natur des Menschen, einen strukturierten Ablauf zu schaffen. Für eine Nation oder ein Land bedeutet dies Gesetze.
Geht es um Rechte des Einzelnen, was die Rechte der Frau miteinbezieht, und die Frage, wo diese am besten geregelt und gesichert sind, kommen einem eventuell an erster Stelle westliche Nationen in den Sinn. Im Islam gibt es Gebote und Verbote, die größtenteils im Quran vorkommen. Vervollkommnet wird das Rechtswesen vom Propheten Muhammad, der sich zu fast allen Lebensbereichen äußerte. Das islamische Recht ist klar und deutlich und deckt alle Lebensbereiche ab, sowohl für den Einzelnen, als auch für das Kollektiv. Auch der Islam beansprucht für sich, das beste Rechtswesen zu besitzen und den Muslimen ein glückliches, zufriedenes und geregeltes Leben zu sichern. Woran erkennt man aber, was für das Individuum am besten ist? Jesus, der übrigens im Islam als Prophet Gottes geehrt wird, hat im Evangelium nach Matthäus die Antwort darauf gegeben:
„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Von Dornen erntet man keine Weintrauben und von Disteln kann man keine Feigen lesen.“ (Matthäus, Kapitel 7, Vers 16)
Eine Weise Aussage meines Erachtens. Zum besseren Verständnis stellte er ein Gleichnis auf, das bezogen auf unsere Thematik besagt, dass von nicht angemessenen Freiheiten und Rechten nichts Gutes bei rauskäme und sich dies an der Gesellschaft bemerkbar mache, und angemessene Freiheiten und Rechte zufriedene Bürger zur Folge hätten.
Die USA wird von vielen als das fortgeschrittenste Land der Welt angesehen, hat aber laut „Sexual Assault Statistics“ vom 20. August 2008 einer der höchsten Vergewaltigungsraten der Welt: „Rape is a serious problem in the United States today. The United States has the highest rape rate among countries which report such statistics.”
Anscheinend schafft es ein solch modernes Land nicht, die Ehre der Frau zu sichern und ihr den Schutz zu gewähren, der eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Nebenbei bemerkt taucht bei den führenden Ländern dieser Statistik kein muslimisches Land auf.
Mit diesem kleinen Exkurs wollte ich lediglich zum Ausdruck bringen, dass viel darüber diskutiert werden kann, was denn am besten für das Individuum sei und je mehr Leute dies tun, desto mehr Meinungen kommen schließlich bei raus. Dabei wäre es viel einfacher zu schauen, bei welchem Rechtssystem es den Menschen am besten geht und die Gemeinschaft nicht von Missgunst, Neid oder anderen verwerflichen Eigenschaften, sondern von Sicherheit, ein geregeltes Leben und Zufriedenheit geprägt ist.
Und ich betone an dieser Stelle, dass die zufriedensten Frauen, denen ich bis zum heutigen Tage begegnet bin, die muslimischen Frauen sind. Nur werden sie nicht gefragt. Das Kopftuch wird mit Unterdrückung und Zwang gleichgesetzt.
Unzufrieden seien muslimische Mädchen, heißt es.
So merke ich an dieser Stelle an, dass die Selbstmordrate in muslimischen Ländern im Kollektiv auf der ganzen Welt am geringsten ist. Unter den ersten zehn führenden Staaten dieser Statistik taucht kein einziges muslimisches Land auf. Bringt sich eine zufriedene Frau um? Ich gestehe, eine sehr kontroverse Frage meinerseits, aber wie viele kontroverse Fragen und Aussagen muss eine überzeugte Muslima über sich ergehen lassen?
Ich hoffe, dass ich mit diesem Aufsatz Licht ins Dunkeln bringen und somit den islamischen Standpunkt darlegen konnte.
Zu guter letzt möchte ich diesen Aufsatz mit einer Aussage des Propheten Muhammad beenden: „Die besten unter euch(Männern) sind diejenigen, die ihre Frauen am besten behandeln.“ Alles Lob gebührt Allah, dem Allmächtigen.
Arbeit zitieren:
Romal Ahmadzei, 2009, Frauenrechte im Islam, München, GRIN Verlag GmbH
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