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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 4
2 Zur Situation weiblicher Führungskräfte 5
2.1 Begriff der Führungskraft 5
2.2 Situationsanalyse 6
3 Soziologische Erklärungen 8
3.1 Das Grundmodell soziologischer Erklärungen 8
3.2 Das Modell soziologischer Erklärungen im
Untersuchungskontext 10
4 Erklärungsansätze für die Unterrepräsentanz
weiblicher Führungskräfte 12
4.1 Erfolgsbarrieren für Frauen im
Management 11
4.1.1 Familie und Beruf 13
4.1.1.1 Lebenspartner 13
4.1.1.2 Kinder 14
4.1.2 Ideologische Barrieren und Stereotype 16
4.1.3 Psychologische Barrieren 18
5 Schlussbetrachtung 20
Literaturverzeichnis
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Grundmodell der soziologischen Erklärung…………………………………..………….……..8 Abbildung 2: Tiefenerklärung des Zusammenhangs von gleichen
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Frauenanteile in Führungspositionen 2003 (1998)……………………………….…………………..……..6
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1 Einleitung
Deutschland zählt zu den modernsten und emanzipiertesten Länder der Welt. Frauen können hier gleichermaßen, wie ihre männlichen Kollegen, studieren, sie können wählen, sich politisch engagieren und sie entscheiden selbst über ihren persönlichen Lebensweg - ob mit oder ohne Partner, mit oder ohne Kinder. Ebenso steht einem entsprechenden beruflichen Werdegang rein formal nichts im Wege. Desweiteren waren noch nie so viele Frauen so hoch qualifiziert wie heute und haben dadurch die bestmöglichen Voraussetzungen auch beruflich erfolgreich zu sein. Doch gelangen nur wenige Frauen bis in die höchsten Positionen von Wirtschaft, Verwaltung, Gesundheitswesen, Forschung oder Lehre. Hier scheint sich also die deutliche Bildungsexpansion bei Mädchen und Frauen der letzten Jahre bislang noch nicht ausgewirkt zu haben. Obwohl dazu bereits zahlreiche Initiativen seitens verschiedenster Betriebe und der Politik ins Leben gerufen wurden, sind die Ergebnisse bislang kaum befriedigend oder nennenswert (vgl. Innovationsre-port Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft 2009). Eine aktuelle Studie des Sozioökonomischen Panels (SOEP) zum Thema „Unterrepräsentanz (von Frauen) in Führungspositionen und Entgelt“ deckt auf, dass in den Top200 Wirtschaftsunternehmen der Privatwirtschaft Frauen mit weniger als zehn Prozent der Mitglieder in den Aufsichtsräten vertreten sind. Der exakte Anteil von Frauen in Aufsichtsräten 2008/09 liegt bei den Top200 Unternehmen bei 9,3%, bei den Top100 Banken und Sparkassen bei 15,5% und bei den Top58 Versicherungen bei 13,5%. An dieser Stelle soll ausdrücklich bemerkt sein, dass über die Hälfte aller Beschäftigten im Kreditgewerbe Frauen sind. Das SOEP erklärt die geringe Besetzung der Aufsichtsräte mit Frauen durch einen direkten Zusammenhang mit der extrem niedrigen Zahl von Frauen in Vorständen und ähnlich hohen Positionen. Im EU-Vergleich bewegt sich Deutschland beim Anteil von Frauen im Manage- ment im Mittelfeld, als Top-Nation liegt Frankreich, dicht gefolgt von Polen
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und Italien, an der Spitze (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung /SOEP 2009: 4ff).
Mit Blick auf die dargestellten Aspekte drängt sich die Frage auf, welche Probleme und Hindernisse für Frauen heutzutage bestehen, durch deren Einfluss ihre Förderung und ihr beruflicher Aufstieg verhindert bzw. erschwert werden. Präziser formuliert, was hält Frauen in Deutschland davon ab, eine, ihren männlichen Mitspielern entsprechende, Karriere anzustreben und sich 50 Prozent ihres Machtanteils zu erobern, bzw. warum lassen gerade junge Akademikerinnen ihr Potenzial einfach ungenutzt „verpuffen“? Im Kontext der hier vorliegenden Arbeit gilt es genau diese Fragestellungen zu beantworten. Ausgehend von der Situation weiblicher Führungskräfte in deutschen Unternehmen werde ich versuchen, die Gründe für ihre Unterrepräsentanz aufzuzeigen und hinsichtlich ihrer Aussagekraft kritisch zu beleuchten. Dabei lässt sich das kollektive Phänomen der Unterrepräsentanz nur als indirekter Effekt, also über die Wahrnehmung und Interpretation der spezifischen sozialen Situation durch die Akteure, erklären.
2 Zur Situation weiblicher Führungskräfte
2.1 Begriff der Führungskraft
In der Literatur ist die Definition einer Führungskraft nicht deutlich bestimmt, da sie sehr speziell und vielseitig ist. Allgemein lässt sich jedoch festhalten, dass eine Führungskraft eine Person ist, die eine Ausrichtung des Handelns von Individuen oder Gruppen auf die Realisation von Unternehemenszielen hin betreibt, wobei Führungskonzept und Menschenbild die Art der Ausrichtung sowie die Verantwortungsübernahme bestimmen (vgl. Schneider 1993: 15f). Führungskräfte besetzten und verantworten entscheidende Schlüssel-
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positionen im Unternehmen, z.B. als Vorstandsmitglied, Geschäftsführer, Abteilungsleiter, Projektleiter etc..
2.2 Situationsanalyse
In Deutschland und vielen anderen westlichen Industrienationen sind Frauen, trotz homologer Bildungschancen wie ihr männliches Pendant, in den Führungsebenen von Organisationen nach wie vor in sehr geringer Anzahl vertreten. Zu ganz ähnlichen Ergebnissen wie in der eingangs erwähnten Studie des SOEP kommt auch die im Jahre 2003 durchgeführte vergleichende Studie von Sonja Bischoff über Frauen und Männer in Führungspositionen. Allerdings werden hier, im Gegensatz zur SOEP-Studie, die Führungspositionen des mittleren Managements in Wirtschaftsunternehmen betrachtet. Die Zahlen, die die Frauenanteile in Führungspositionen darstellen sollen schwanken jedoch, je nach Quelle, erheblich. Das Statistische Jahrbuch des Statistischen Bundesamts von 2002 weist beispielsweise in der Rubrik „Berufe in der Unternehmensleitung, -beratung, und -prüfung“ einen Frauenanteil von 30% aus. Davon stellen unter den Unternehmern und Geschäftsführern die Frauen fast 22%, hochgetrieben wird der Durchschnitt durch die inzwischen immense Zahl an Wirtschaftsprüferinnen und Steuerberaterinnen, die in diesen Berufen nach dieser Quelle einen Anteil von 35% erreicht haben (vgl. Bischoff 2005: 35f).
Die Zahlen aus den Unternehmen, in denen die Führungskräfte beschäftigt sind, die an der Bischoff-Studie teilgenommen haben, sehen dagegen völlig anders aus, was folgende Tabelle dokumentiert:
Arbeit zitieren:
Karin Ulrich, 2009, "Trauerspiel": Noch zu wenig Frauen in Führungspositionen, München, GRIN Verlag GmbH
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