Essay Tobias Hoenger
Kann Musik religiöse Gefühle auslösen?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Die Weihnachtsfeier 2
2.1 Das Szenario 2
2.2 Das Gespräch 2
2.3 Die Rolle der Musik 3
3. Religiöse Gefühle durch Musik 5
3.1 Von Bach bis Bruckner 5
4. Fazit 6
1. Einleitung
Zu Beginn möchte ich kurz erläutern, wie ich zu meiner Themenwahl gekommen bin. Es war ziemlich schnell klar, dass es Schleiermacher sein muss. Sein Text, „über das Wesen der Religion“, hat mich fasziniert und zum Nachdenken angeregt. Zugegeben, ich musste den Text oft reflektieren und ich bin auch über einige Worte gestolpert. Dennoch ist Schleiermachers Art über die Religion und die damit verbundenen Gefühle zu schreiben, einmalig. Als ich seine „zweite Rede“ durchlas auf der Suche nach einer Idee, geriet ich an eine markierte Stelle: „Alles eigentliche Handeln soll moralisch sein und kann es auch, aber die religiösen Gefühle sollen wie eine heilige Musik alles Tun des Menschen begleiten; er soll alles mit Religion tun, nichts aus Religion.“ 1
Nach dem Lesen dieses Satzes bestünde die Möglichkeit, etliche Seiten zu füllen über das Thema, Fanatismus innerhalb der Religion(en). Es ist mir jedoch etwas anderes aufgefallen; „… die religiösen Gefühle sollen wie eine heilige Musik alles Tun des Menschen begleiten; …“ Schleiermacher bringt die Musik ins Spiel. Genauer, die heilige Musik. Was ist für ihn eine heilige Musik? Gibt es überhaupt einen Zusammenhang zwischen Musik und religiösen Gefühlen? Wenn ja, welches Musik Genre würde am ehesten religiöse Gefühle auslösen? Diese Fragen haben mich zu meiner Hauptfragestellung geführt:
Kann Musik religiöse Gefühle auslösen?
Um es gleich vorwegzunehmen, diese Fragestellung kann unmöglich sachlich und rein objektiv behandelt werden, darum werden meine Beantwortungsversuche grösstenteils subjektiv ausfallen. Dennoch gibt es eine Möglichkeit das Thema, religiöse Gefühle und Musik, philosophisch sachlich anzugehen und dabei den Bezug zu Schleiermacher zu bewahren. Nämlich mit dem Buch, „Die Weihnachtsfeier“. Innerhalb von drei Wochen von Schleiermacher geschrieben und im Januar 1806 veröffentlicht.
Meine Arbeit ist daher in zwei Teile gegliedert. In einem ersten Versuch werde ich „Die Weihnachtsfeier“ behandeln, um so Schleiermachers Verständnis von Musik im Zusammenhang mit religiösen Gefühlen besser zu verstehen. Im zweiten Teil werde ich mich behutsam an verschiedene Musikstücke herantasten und versuchen diese in Verbindung zu bringen mit religiösen Gefühlen.
1 Schleiermacher, Friedrich: Über die Religion, Reclam, Stuttgart 2007, 47.
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2. Die Weihnachtsfeier 2
2.1 Das Szenario
Das Szenario, das Schleiermacher beschreibt, ist einfach, (im Gegensatz zum Inhalt der Gespräche). Es kommt eine Gemeinschaft, die sich kennt, an Weihnachten zusammen, um in geselliger Runde zu feiern. Aus dem anfänglichen Geschenke Austausch, der in heiterer Stimmung geschieht, wird eine Gesprächsrunde. Die Kommentare der Einzelnen sind manchmal scherzhaft, manchmal ernst. Der Mittelpunkt der Diskussionen ist oft die kleine Sofie, Tochter von Ernestine und Eduard, die wahrscheinlich auch die Gastgeber sind. Weitere Personen in der Runde sind: Anton der Schüler, Agnes, seine Mutter, Friederike und Ernst, Karoline und Leonhardt, der gerne kritisiert aber mit seinen provokativen Fragen auch den Gesprächsfluss aufrecht erhält. Auf den letzten Seiten kommt dann noch ein Freund der der Familie hinzu, Josef.
2.2 Das Gespräch
Schleiermacher legt in seiner Erzählung fast keinen Wert auf die Handlungen. So zieht zum Beispiel das Nachtessen, (eigentlich ein zentraler Punkt bei einer Weihnachtsfeier), mit nur einem Satz vorüber. Das Wichtigste sind die Reden der Personen.
Leonhardt bringt das Gespräch erstmals in Gang, als er seine Bedenken in Bezug auf Sofies Frömmigkeit äussert. Sofie, die sehr musikalisch ist und von der Kirchenmusik angetan, lenkt das Gespräch der Erwachsenen auf die Kunst und die Religion und so auch auf die Musik und die Religion. Es wird jedoch nicht allzu lang bei diesem Thema verharrt. Es geschieht ein fliessender Übergang, wieder von Sofie ausgehend, über das kindliche Dasein zu einer längeren Diskussion über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Mann und Frau bezüglich des Christentums. Ernestine verspürt plötzlich den Drang über vergangene Weihnachtsfeste zu berichten, dies untermalt Friederike musikalisch. Auch hier ist der zentrale Punkt, wie schon oft in vorherigen Abschnitten erwähnt, das Marienbild in einer liebenden Mutter. Es meldet sich einmal mehr Leonhardt zu Worte, mit dem Einwand das Gesprächsthema endgültig festzulegen. Es geht von nun an um die Weihnachtsfeier an und für sich. Die drei Männer in der Runde, Leonhardt, Ernst und Eduard, geben ihre Ansichten preis
2 Schleiermacher, Friedrich: Die Weihnachtsfeier. Ein Gespräch, Darmstadt 1984.
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Arbeit zitieren:
Tobias Hoenger, 2008, Musik und religiöse Gefühle, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
Werbung und Musik von Daniela Haas
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing
Seminararbeit, 12 Seiten
Tobias Hoenger's Text Musik und religiöse Gefühle ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
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Leider eine Zeitverschwendung. Der Titel hält überhaupt nicht, was er verspricht. In wenigen dürren Sätzen wird oberflächlich über verschiedene Komponisten gesprochen (Kapitel 3); nichts als Allgemeinplätze - ich zitiere: "...Meisterleistung, die dem Einen oder Anderen religiöse Gefühle verschafft, sei es bewusst oder unbewusst." Eine wissenschaftliche Arbeit sieht anders aus. Nur der Hinweis auf Schleiermacher ist der Rede wert, da hätte mir aber die Vorschau genügt. Echt schade.
am Tuesday, November 09, 2010-