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Rogier van der Weyden

„Junge Frau mit Flügelhaube“ in der Berliner Gemäldegalerie - Portrait bei Rogier van der Weyden und dem Meister von Flemalle

Title: Rogier van der Weyden

Term Paper , 2009 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Maxim Kimerling (Author)

Art - Painting
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Summary Excerpt Details

Die Hälfte aller erhaltenen Werke Rogiers sind entweder Porträts oder geistliche Szenen, die eines oder mehrere Porträts enthalten. Somit stellen die Porträts einen sehr wichtigen Zugang zum Verständnis der Malerei Rogiers. In meiner Arbeit möchte ich zunächst der Frage nachgehen, welche gesellschaftlichen Umwälzungen im 15. Jahrhundert zur Entstehung der Porträtkunst beigetragen haben. Im zweiten Teil wird dargestellt, wie Rogier seine Porträtkunst zwischen Bildnistreue und Idealisierung weiter entwickelt. Insbesondere werden dabei Bezüge auf seinen „Lehrer“, den Meister von Flemalle und seinen älteren Kollegen Jan van Eyck hergestellt, um zu verdeutlichen, in welche Richtung sich Rogier in der Porträtkunst weiterentwickelt. Dabei wird Rogiers meisterhafte Ausführung des „Porträts einer jungen Frau mit Flügelhaube“ als Beispiel für seine Meisterschaft genommen, um seine Entwicklung hin zur Spätphase zu verdeutlichen sowie die Frage zu klären, wie weit sich Rogier von seinem Lehrer abgrenzt und seinen eigenen Stil entwickelt. Im dritten Teil werden weitere wichtige Porträts skizzenhaft vorgestellt. Im Anschluss werden die Ergebnisse und Feststellungen im Schlussteil zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation im 15. Jahrhundert

3. Einzelporträts

3.1. Rogier van der Weyden – Porträt einer jungen Frau

3.2. Die Originale

3.3. Bildnisse Nicolas Rolins

4. Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Porträtkunst von Rogier van der Weyden unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Umbrüche des 15. Jahrhunderts. Dabei wird analysiert, wie sich der Künstler von der naturalistischen Darstellungsweise seines Lehrers, des Meisters von Flemalle, sowie von Jan van Eyck distanzierte und durch eine gezielte Idealisierung seinen eigenen, zeitlosen Stil in der Spätphase ausprägte.

  • Gesellschaftlicher Wandel und Entstehung des städtischen Bürgertums im 15. Jahrhundert.
  • Die „Ars nova“ und der Übergang von der Tempera- zur Ölmalerei.
  • Stilistische Analyse des „Porträts einer jungen Frau“ in Berlin.
  • Vergleich der Porträtkonzepte von Rogier van der Weyden, Jan van Eyck und dem Meister von Flemalle.
  • Die Transformation vom Porträt als Abbild hin zur Idealisierung der Physiognomie.

Auszug aus dem Buch

3.1. Rogier van der Weyden – Porträt einer jungen Frau

Rogier war einer der gefragtesten Porträtmaler seiner Zeit. Die meisten seiner Porträts wurden nicht vor den 1450er Jahren, die meisten gar noch später ausgeführt. Das älteste Porträt ist das Bildnis einer jungen Frau in der Berliner Gemäldegalerie. Das Bild wurde schätzungsweise um das Jahr 1445 gemalt. Es handelt sich um ein Brustbildnis einer jungen Frau, die den Betrachter direkt aus ihren freundlichen Augen anschaut. Der direkte Blick zum Betrachter kommt bei keinem anderen Porträt Rogiers wieder vor.

Rogier lässt sich beim Porträt der jungen Frau höchstwahrscheinlich von seinem Vorbild Jan van Eyck inspirieren, denn drei von acht erhaltenen Porträttafeln Jans haben ebenfalls diesen direkten Blick zum Betrachter hin. Ferner beweist die Tatsache, dass „die dichte, mit feinsten Abstufungen arbeitende Modellierung des Gesichts der Dame in Berlin generell an Jan van Eycks Bildnisse, insbesondere an das seiner Frau Margarete von 1439“ erinnert. Der direkte Blick auf den Betrachter erzeugt ein Gefühl von Vertrautheit und suggestiert ein enges Verhältnis zwischen Maler und Modell.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Epoche der altniederländischen Malerei ein und erläutert die technischen sowie ästhetischen Neuerungen, wie die Ölmalerei und die gesteigerte Lichtgestaltung.

2. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation im 15. Jahrhundert: Hier wird der Wandel zur Ständegesellschaft des Bürgertums beschrieben, welcher die Nachfrage nach individuellen Porträts außerhalb höfischer Kreise begründete.

3. Einzelporträts: Dieser Abschnitt analysiert exemplarische Porträts, um die künstlerische Evolution von Rogier van der Weyden von der detaillierten Naturnachahmung hin zu einem idealisierten, zeichenhaften Stil aufzuzeigen.

4. Schluss: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei betont wird, dass Rogiers Spätwerk darauf abzielt, einen zeitlosen Idealtypus zu schaffen, der über die bloße Abbildung hinausgeht.

Schlüsselwörter

Rogier van der Weyden, Altniederländische Malerei, Ars nova, Porträtkunst, Idealisierung, Bildnistreue, Ölmalerei, Meister von Flemalle, Jan van Eyck, Bürgertum, Berliner Gemäldegalerie, Physiognomie, Realitätssinn, Spätmittelalter, Kunstgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die künstlerische Entwicklung des Porträtmalers Rogier van der Weyden und die sozioökonomischen Faktoren, die den Wandel der Porträtkunst im 15. Jahrhundert beeinflussten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören der Übergang von der Tempera- zur Ölmalerei, der Aufstieg des Bürgertums als neue Auftraggeber sowie die stilistische Abgrenzung Rogiers von seinen Lehrern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den künstlerischen Prozess zu verdeutlichen, durch den Rogier van der Weyden sein Werk von der anfänglichen Bildnistreue hin zu einer starken Idealisierung der dargestellten Personen entwickelte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine kunsthistorische Analyse, die formale Bildbeschreibungen mit historischen Kontextinformationen und vergleichenden Stilanalysen kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse spezifischer Porträts, darunter das „Porträt einer jungen Frau“ und die Bildnisse von Nicolas Rolin, die im Vergleich zu Werken von Jan van Eyck betrachtet werden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Ars nova“, „Idealisierung“, „Plastizität“ und „sozioökonomischer Wandel“ geprägt.

Warum wird das „Porträt einer jungen Frau“ in Berlin als Schlüsselwerk betrachtet?

Es gilt als das älteste erhaltene Porträt Rogiers und zeigt bereits Elemente der „Ars nova“, wobei der direkte Blickkontakt eine besondere emotionale Verbindung zum Betrachter herstellt.

Wie unterscheidet sich Rogiers Ansatz bei der Darstellung von Nicolas Rolin von dem Jan van Eycks?

Während Jan van Eyck Rolin extrem naturgetreu mit jeder Lebensspur und jedem Fältchen darstellte, reduzierte Rogier die Gesichtszüge auf das Wesentliche und idealisierte die Physiognomie, um eine zeitlose Qualität zu erreichen.

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Details

Title
Rogier van der Weyden
Subtitle
„Junge Frau mit Flügelhaube“ in der Berliner Gemäldegalerie - Portrait bei Rogier van der Weyden und dem Meister von Flemalle
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Kunstgeschichte)
Course
Rogier van der Weyden. Innovation im Spannungsfeld zwischen Werkstattbetrieb und Künstlerpersönlichkeit
Grade
1,7
Author
Maxim Kimerling (Author)
Publication Year
2009
Pages
15
Catalog Number
V139820
ISBN (eBook)
9783640499786
ISBN (Book)
9783640499946
Language
German
Tags
Rogier Weyden Frau Flügelhaube“ Berliner Gemäldegalerie Portrait Rogier Weyden Meister Flemalle
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maxim Kimerling (Author), 2009, Rogier van der Weyden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139820
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