2. Lernvoraussetzungen
2.1 Schule
Die Realschule X wird derzeit von ungefähr 650 Jugendlichen besucht. Aufbauend auf der Grundschule schließt sie am Ende der Klasse 10 mit der staatlich zentral gestellten 5HDOVFKXODEVFKOXVVSUIXQJEHVVHUEHNDQQWDOVÄ0LWWOHUH5HLIH³DE
Geographisch betrachtet liegt die Realschule in der Innenstadt Xs. Folglich wird die Schule vor allem von Schülerinnen und Schülern aus X, aber auch von solchen aus umgebenden Teilorten Xs besucht. Das Einzugsgebiet der Schule ist somit recht groß. Die Schule verfügt über ein modernes Schülercafé, welches sowohl bei der Lehrer- als auch bei der Schülerschaft sehr beliebt ist. Ein ebenfalls sehr moderner Soccer-Platz mit zwei Toren bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich in den Pausen auszutoben. Ansonsten verfügt die Schule über keine eigenen Sporteinrichtungen, so dass sie auf städtische Nutzungsfläche beziehungsweise auf Sportanlagen von anderen Schulen angewiesen ist. Dies hat zur Folge, dass der Sportunterricht an verschiedenen Orten stattfindet. Das Hallenbad X, die Sporthalle, die Sporthalle der drei städtischen Gymnasien sowie deren Sportplatz werden genutzt. Da zum Teil eine Busfahrt für die gesamte Klassen von Nöten ist, kann man sicherlich nicht von optimalen Voraussetzungen sprechen. Neben dem seit längerem bestehenden Musikprofil gibt es seit wenigen Jahren auch ein Sportprofil.
Ä'DV6Sortprofil soll nicht nur eine leistungsorientierte Förderung unserer Schüler erreichen, sondern vor allem
die vielfältigen pädagogischen Möglichkeiten von Sporttreiben zum Tragen bringen.
Ziel ist sportmotivierte, vielseitige und teamfähige Schülerinnen und Schüler auf der Basis einer breitgefächerten
Grundlagenausbildung zu vielfältigem, auch leistungsorientiertem Sporttreiben zu befähigen. Durch Bewegung,
Spiel und Sport können verstärkt körperliche, materiale und soziale Erfahrungen eröffnet werden. Bei
zunehmender selbständiger und selbstbestimmter Gestaltung des Sporttreibens lernen die Schüler und
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Insbesondere die Zusammenarbeit mit regionalen Sportvereinen und das Engagement in außerschulischen Veranstaltungen wird gefördert.
1 http://www.realschule-x.de, 09.06.2007.
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2.2 Klasse
Die Klasse 6a besteht aus 12 Schülerinnen und 15 Schülern. Keiner der Jugendlichen hat einen nennenswerten Migrationshintergrund, der zu Kommunikationsproblemen führen könnte. Sämtliche Schülerinnen und Schüler sind der deutschen Sprache in vollem Umfang mächtig.
Der Sportunterricht für die Klasse 6a findet mittwochs auf dem Gelände der Grundschule Y statt. Hier steht ein Hallendrittel oder ± bei gutem Wetter ± ein ähnlich großer Sportplatz im Freien zur Verfügung. Die mediale Ausstattung der Sporthalle ist ordentlich, so dass es keine Probleme diesbezüglich geben dürfte. Da die zu haltende Unterrichtsstunde aller Voraussicht nach im Freien stattfinden wird, gehe ich nun kurz auf die Bedingungen dort ein. Der Sportplatz hat einen Gummiuntergrund mit sämtlichen Markierungslinien. Zwei Handballtore und vier Basketballkörbe aus Stahl stellen zusammen mit der Weitsprunganlage verschiedene sportliche Betätigungsfelder zur Wahl. Die direkt neben dem Sportplatz auffindbaren Steintreppen können ebenfalls genutzt werden.
Das soziale Klima der Klasse erachte ich als unspektakulär an. Es gibt sicherlich ± gerade auch in Wettkampfsituationen im Sportunterricht ± immer wieder mal kleinere Auseinandersetzungen, diese ergeben sich aber auch recht schnell wieder von allein. Das Ausleben von Emotionen soll im Fach Sport auch nicht unterbunden werden, sofern es keine störenden Dimensionen annimmt. Wie üblich gibt es auch in dieser Klasse Schülerinnen und Schüler, die besser miteinander auskommen, und solche, die weniger gut miteinander auskommen. Jedoch halten sich jegliche Reibungspunkte im normalen Rahmen, so dass hierauf keine besondere Rücksicht genommen werden muss. Es gibt einzelne Schüler, die außerhalb des Faches Sport regelmäßig für Komplikationen sorgen. Während des Sportunterrichts sind sie aufgrund ihrer sportlichen Begeisterungsfähigkeit jedoch wie alle anderen Klassenmitglieder zur konzentrierten Mitarbeit zu bewegen. Das Leistungsniveau der Klasse entspricht den normativen Standards im weitesten Sinne. Wie zumeist gibt es selbstverständlich auch in dieser Lerngruppe begabtere und weniger begabte Jugendliche. Viele der Jungen spielen aktiv in einem Fußballverein und verfügen daher über ein fortgeschrittenes Niveau in dieser Sportart.
3
3. Sachanalyse
Zunächst einmal möchte ich mich auf die Prinzipien des Schnelligkeitstrainings konzentrieren.
Die Schnelligkeit ist eine von vier Komponenten der Kondition. Ausdauer, Beweglichkeit und Kraft sind die anderen drei.
"Schnelligkeit bei sportlichen Bewegungen ist die Fähigkeit auf einen Reiz bzw. auf ein Signal hin
schnellstmöglich zu reagieren und/oder Bewegungen bei geringen Widerständen mit höchster Geschwindigkeit
durchzuführen." 2
Für meine Unterrichtsstunde ist vor allen Dingen die Reaktionsschnelligkeit von Bedeutung. Diese charakterisiert sich durch die Fähigkeit, auf psychophysische Reize und Signale reagieren zu können.
Die Prinzipien des Schnelligkeitstrainings lassen sich auf sechs wesentliche Punkte reduzieren:
ÄDie Körpertemperatur muss bei Schnelligkeitsleistungen erheblich über der Umgebungstemperatur liegen. Es ist erstrebenswert, Körpertemperaturen von 38,5° zu erreichen, die allerdings eine systematische Aufwärmearbeit von 15 bis 30 min und den Erhalt dieser Temperatur voraussetzen. Die Leistung verbesserte sich bei Untersuchungen dadurch deutlich.
2. Zur Verbesserung der Schnelligkeitsleistungen gehört es, dass die Bewegungsabläufe mit großer technischer Präzision durchgeführt werden. Deshalb soll eine Bewegung (Start oder zyklische Bewegungsabläufe) erst dann schnell durchgeführt werden, wenn die richtige Technik stabilisiert ist.
3. Vor jedem Schnelligkeitstraining muss die Muskulatur dehnfähig gemacht werden, um die inneren Widerstände zu minimieren. Wenn sich ein Muskel kontrahiert, muss sein Antagonist leicht dehnbar sein, um beispielsweise die Gelenkbewegung nicht zu stark zu bremsen.
4. Die äußeren Trainingsbedingungen müssen zum Einschleifen schneller Bewegungsabläufe optimal gestaltet, organisiert und gesteuert werden, so dass das Training ohne Störfaktoren ablaufen kann. Die Trainingsbedingungen sollten sogar standardisiert werden, d. h. stets die gleichen sein.
5. Schnelligkeitstraining sollte ständig unter den Bedingungen von Ergebnis-Rückmeldungen stattfinden, um Leistungsveränderungen genau zu erfassen.
6. Schnelligkeitstraining muss hochmotiviert und mit dem Willen zur optimalen Leistung durchgeführt ZHUGHQ³ 3
Hierbei muss darauf hingewiesen werden, dass diese Prinzipien natürlich nur bedingt auf den Einsatz in der Schule übertragbar sind. Das Ziel der Schule ist schließlich nicht die perfekte Sprinterausbildung, sondern lediglich das Erlernen einfachster Techniken. Nun komme ich zur Analyse des Fußballspiels. Bei dieser Ballsportart spielen zwei Mannschaften mit jeweils elf Spielern ± zehn Feldspielern sowie einem Torspieler ± gegeneinander. Es dürfen außer dem Fuß sämtliche Körperteile mit Ausnahme der Arme und
2 http://www.sportunterricht.de/lksport/schnell1.html, 09.06.2007.
3 http://www.sportunterricht.de/lksport/schnell2.html, 09.06.2007.
4
Arbeit zitieren:
Johannes Vees, 2007, Unterrichtsstunde: Schnelligkeitstraining und Einführung in das Fußballspiel, München, GRIN Verlag GmbH
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