Gliederung
1 Einleitung 3
2 Hauptteil. 4
2.1 Hans Magnus Enzensbergers „Baukasten zu einer Theorie der Medien“ 4
2.1.1 Die Bewusstseinsindustrie. 4
2.1.2 Der Medienbegriff Enzensbergers 4
2.2 Jean Baudrillards „Requiem für die Medien“ 6
2.2.1 Abkehr von der marxistischen Theorie 6
2.2.2 Der Medienbegriff Baudrillards 6
2.2.3 Kritik Baudrillards an Enzensbergers „Baukastentheorie“ 7
2.3 Gemeinsamkeiten zwischen Requiem und Baukastentheorie. 8
2.4 Unterschiede. 9
2.5 Kritik 10
2.5.1 Kritik am Requiem für die Medien. 10
2.5.2 Vergleich der Kritik am Requiem mit Baudrillards Kritik an Enzensbergers Theorie
11
3 Schluss 12
4 Literaturverzeichnis. 13
2
1 Einleitung
In meiner Hausarbeit möchte ich die Medientheorien von Hans Magnus Enzensberger und Jean Baudrillard, den „Baukasten zu einer Theorie der Medien“ (1970) und das „Requiem für die Medien“ (1972) einander gegenüberstellen und dabei prüfen, inwieweit ein Vergleich der Theorien überhaupt möglich ist. Besondere Berücksichtigung soll dabei die jeweilige Auffassung von den Medien und dem Mediensystem finden.
Zunächst werde ich in Kapitel 2.1 und 2.2 des Hauptteils zum besseren Verständnis die wichtigsten Thesen beider Theorien umreißen und die jeweilige Terminologie -so weit ich es für nötig halte- erläutern.
Im den folgenden Kapiteln 2.3 und 2.4 untersuche ich Enzensbergers Baukasten und Baudrillards Requiem auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Bezug auf zugrunde liegende Ideen und Annahmen, den Medienbegriff beider Theoretiker und die jeweiligen Vorschläge und Forderungen zur Veränderung des herrschenden Mediensystems.
Im letzten Kapitel des Hauptteils, 2.5, werde ich prüfen, ob es auch in der Kritik an den beiden Theorien Übereinstimmungen gibt. Dazu liste ich verschiedene Kritikpunkte, die an Baudrillards Requiem geübt werden, auf und vergleiche, ob eine Ähnlichkeit zu der Kritik besteht, die Baudrillard an der Theorie Enzensbergers übt.
Im Schlussteil soll eine Zusammenfassung meiner Ergebnisse und eine Beantwortung der eingangs gestellten Frage erfolgen. Außerdem möchte ich einen kurzen Ausblick auf Fragenstellungen geben, die sich an meine Ausarbeitungen anschließen könnten.
3
2 Hauptteil
2.1 Hans Magnus Enzensbergers „Baukasten zu einer Theorie der Medien“
Die sogenannte „Baukastentheorie“, 1970 in der Zeitschrift Kursbuch publiziert, ist eine sozialistische Medientheorie, in der Hans Magnus Enzensberger sich mit der Rolle und der Beschaffenheit der zu dieser Zeit neuen elektronischen Medien im kapitalistischen System, der Entwicklung des Mediensystems und der Rolle der politischen Linken auseinandersetzt. Er behält dabei die Termini der klassischen marxistischen Theorie (Produktivkräfte, Produktionsverhältnisse, Basis-Überbau-Modell) bei, erweitert den Bereich der Produktivkräfte jedoch um die Kommunikation, die bei Marx im Überbau angelegt ist.
2.1.1 Die Bewusstseinsindustrie
Einer der zentralen Begriffe der Theorie Enzensbergers ist die Bewusstseinsindustrie, basierend auf dem von Horkheimer und Adorno geprägten Terminus der Kultur-Industrie. In der Bewusstseinsindustrie, so Enzensberger, werde „das Bewusstsein im industriellen Maße gesellschaftlich induktiert, ermittelt und aufgenommen“. Im Vordergrund stehe die „Vermittlung von Philosophie, Musik, Kunst, Literatur, Bildung etc.“ 1 , sodass niemand von vermitteltem Bewusstsein frei sein und niemand der Bewusstseinsindustrie entkommen könne. Gleichzeitig sei die Bewusstseinsindustrie jedoch nicht vollständig kontrollierbar. 2 Enzensberger sieht mit der Entwicklung der elektronischen Medien eine starke Beeinflussung der sozio-ökonomischen Entwicklung spätindustrieller Gesellschaften, die in zunehmendem Maße die Produktion beherrscht, Steuerungs- und Kontrollfunktionen übernimmt und den Standard der Technologie bestimmt. 3 Die sozialistische Linke stehe dieser Entwicklung kritisch gegenüber; dennoch sei eine sozialistische Medientheorie vonnöten, um einen emanzipa-torischen Mediengebrauch durchzusetzen.
2.1.2 Der Medienbegriff Enzensbergers
Laut Enzensberger besitzen die Medien eine mobilisierende Kraft. Obwohl sie der Masse die Teilnahme an einem gesellschaftlichen Prozess ermöglichen könnten, stiften sie keine Kommunikation, sondern behindern sie, da keine Reziprozität zwischen Sender und Empfänger möglich ist und das feedback auf ein Minimum reduziert wird. Prinzipiell dienen die Medien
1 Yunkyoung Lee: Hans Magnus Enzensbergers Medien-Theorie im postmodernen Kontext. Berlin 2005, S. 63.
2 ebd., S. 62.
3 Hans Magnus Enzensberger: Baukasten zu einer Theorie der Medien. In: Hans Magnus Enzensberger (Hrsg.):
Kursbuch 20. Frankfurt 1970, S. 159.
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Arbeit zitieren:
Katharina Neuhaus, 2009, Vergleich der Medientheorien von Hans Magnus Enzensberger und Jean Baudrillard unter besonderer Berücksichtigung des jeweiligen Medienbegriffes, München, GRIN Verlag GmbH
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