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Inhalt
1. Einführung 5
2. E-Learning 7
2.1 Begriffserklärung E-Learning 7
2.2 Formen des E-Learning 7
2.2.1 Distributive Technologien 7
2.2.2 Interaktive Technologien 8
2.2.3 Kollaborative Technologien 8
3. Akzeptanz von E-Learning 10
3.1 Begriffserklärung und Grundlagen aus der Akzeptanzforschung 10
3.2 Akzeptanzmodelle 11
3.2.1 Das Task-Technology-Fit-Model von Goodhue (1995) 11
3.2.2 Das Technology-Acceptance-Model nach Davis (1989) 13
3.2.3 Das Technology-Acceptance-Model 2 (Venkatesh Davis, 2000) 14
3.2.4 Das Akzeptanzmodell für Wissensmedien 16
3.2.5 Diskussion der Akzeptanzmodelle 18
3.2.6 Modell zur Untersuchung der Akzeptanz von E-Learning 19
4. Institutionelle Rahmenbedingungen 21
4.1 Implementation von E-Learning 21
4.1.1 Relevante psychologische Aspekte der Implementation 22
4.2 Organisationale Maßnahmen 23
4.2.1 Autonomiemaßnahmen 24
4.2.2 Optimierungsmaßnahmen 24
3
4.3 Personale Maßnahmen 24
4.3.1 Information der Beteiligten 25
4.3.2 Betreuung der Beteiligten 25
4.3.3 Partizipation am Einführungsprozess 25
4.4 Technische Rahmenbedingungen 26 4.4.1 Technische Probleme 26
4.4.2 Technische Bedienbarkeit 26
Studie 1: Einfluss von Merkmalen institutioneller Rahmenbedingungen 5. auf die Akzeptanz 28
6. Individuum 33
6.1 Kognitive Faktoren 33
6.1.1 Sicherheit im Umgang mit Computern 34
6.1.2 Allgemeine Selbstwirksamkeitserwartungen 34
6.1.3 Subjektiver Lernerfolg 35
6.2 Motivational-emotionale Faktoren 35
6.2.1 Intrinsische Motivation 36
6.2.2 Einstellung zum Computer 37 6.2.3 Ambiguitätstoleranz 37
7. Merkmale der Lernumgebung 39
7.1 Problemorientiertes Lernen 39 7.2 Didaktische Gestaltungskriterien 40 7.3 Mediale Gestaltungskriterien 42
Studie 2: Einfluss von Merkmalen des Individuums und der Lernumgebung 8. auf die Akzeptanz 44
9. Fazit und Ausblick 48
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Literaturverzeichnis 50
Abbildungsverzeichnis 56
Abk ürzungsverzeichnis 57
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1. Einführung
Wir stehen am Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft, die auch als Wissens- bzw. Informationsgesellschaft bezeichnet wird. Das hat zur Folge, dass Wissen und Erfahrung zu entscheidenden Wettbewerbsfaktoren werden.
Bezogen auf die Wirtschaft erzeugt der rasante Wandel einen hohen Druck weil neue, sich ständig verändernde Bedingungen eine schnelle Anpassung erfordern. Es entstehen vielfältige, neue Anforderungen an Unternehmen und Qualifikation der Mitarbeiter. Wissensvermittlung und betriebliche Weiterbildung sind daher wichtige Aktivitäten, um den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Vor diesem Hintergrund gewinnen neue Informations- und Kommunikationstechnologien für die betriebliche Weiterbildung zunehmend an Bedeutung. Viele Unternehmen betrachten die Vermittlung von Lerninhalten mittels elektronischer Medien, das „E-Learning“, als eine geeignete Voraussetzung und Chance, erfolgreich und finanzierbar Wissen zu erwerben. Damit steht der Mensch als Wissensträger im Zentrum der Betrachtung und es wird schnell klar, dass sich E-Learning im betrieblichen Alltag nur dann nachhaltig durchsetzen kann, wenn die Akzeptanz der Mitarbeiter gesichert ist. Um das zu erreichen, bedarf es noch vieler Erkenntnisse, weshalb die Kernfrage dieser Arbeit ist, welche Faktoren die Akzeptanz von E-Learning in Unternehmen beeinflussen.
Die vorliegende schriftliche Ausarbeitung gliedert sich wie folgt:
Kapitel 2 behandelt die Definition des Begriff E-Learning und beinhaltet die Darstellung verschiedener Formen von E-Learning.
Kapitel 3 befasst sich mit dem Begriff der Akzeptanz. Es erfolgt eine Darstellung der Grundlagen und die Betrachtung bereits existierender Modelle.
Kapitel 4 befasst sich mit der Analyse der institutionellen Rahmenbedingungen. Dabei werden Implementationsphase, Organisation, Personal und Technik als für die Akzeptanz neuer Medien bedeutende Faktoren betrachtet.
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Kapitel 5 zeigt eine empirische Studie, die sich mit den Faktoren aus Kapitel 4 beschäftigt. Die Ergebnisse, die die Wirkung der untersuchten Faktoren überprüfen soll, soll die Grundlage für weitere Erkenntnisse sein.
Kapitel 6 beinhaltet die Analyse des Individuums. Beschrieben werden kognitive und motivational-emotionale Faktoren, die für die Akzeptanz von E-Learning bedeutend sind.
Kapitel 7 befasst sich mit den Merkmalen der Lernumgebung (didaktische und mediale Gestaltungskriterien) und deren Einfluss auf die Einstellungs- und Verhaltensakzeptanz.
Kapitel 8 schildert eine weitere Studie, die die in Kapitel 5 und 6 dargestellten Faktoren untersucht und deren Ergebnisse wiederum die Grundlage für weitere Erkenntnisse bilden.
Kapitel 9 bildet den Abschluss der Arbeit, innerhalb dessen, die Interpretation und eine kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen erfolgt.
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2. E-Learning
Dieses Kapitel befasst sich mit dem Begriff und den wichtigsten Formen des E-Learning. Im Anschluss an eine Begriffserklärung werden distributive, interaktive und kollaborative Technologien, die drei wesentlichen Formen des E-Learning, betrachtet und näher erläutert.
2.1 Begriffserklärung E-Learning
„E-Learning kann verstanden werden als Lernen, das mit Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und im Besonderen mit Lerntechnologien unterstützt bzw. ermöglicht wird. Mehr und mehr etabliert sich »E-Learning« als Oberbegriff für alle Formen und Funktionen des technologiegestützten Lernens“ (Glatt, T. et al., 2002, S.VI). „Die Zahl von scheinbar synonym verwendeten Begriffen im Zusammenhang mit computerunterstützendem Lernen ist groß. Technologiebasiertes Lernen, computergestütztes Lernen, computergestützter Unterricht, intelligente Tutorielle Systeme, virtuelles Lernen, Lernen mit Multimedia, Online-Learning, Internet-Learning, Tele-Learning oder schlicht „Lernen mit neuen Medien“ sind nur einige der häufig verwendeten Begriffe (Kaltenbaek, 2003; zit. n. Bürg, 2005, S. 15).
Das „E“ in E-Learning steht für „electronic“ und bedeutet elektronisch, „Learning“ bedeutet Lernen.
2.2 Formen des E-Learning
Back, Seufert und Kramhöller (1998) unterteilen E-Learning lt. Bürg (2005) in distributive, interaktive und kollaborative Technologien, klassifiziert nach der Funktion, die die neuen Medien beim Lernen übernehmen können.
2.2.1 Distributive Technologien
„Distributive Technologien dienen der Informationsvermittlung und sind stark dozentenzentriert“ (Back, et al., 1998; zit. n. Bürg, 2005, S. 16). „Hierbei kommen
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Lernmethoden im traditionellen Sinn zum Einsatz, bei denen der Dozent Informationen übermittelt, z.B. im Rahmen von Vorlesungsmaterialien, die online bereitgestellt werden, oder von elektronisch zugesandtem Material, welches der Lernende selbständig durcharbeitet. Die neuen Medien übernehmen hier die Funktion der Distribution von Informationen“ (Reimann, 2002).
2.2.2 Interaktive Technologien
„Interaktive Technologien dienen dem Wissens- und Fertigkeitserwerb und sind als lernerzentriert zu bezeichnen, da sie bestimmte Interaktionen mit dem Computer … ermöglichen“ (Back, et al., 1998; zit. n. Bürg, 2005, S. 16). „Die neuen Medien übernehmen hier die Funktion, eine Interaktion zwischen Nutzer und System zu ermöglichen“ (Reimann, 2002). Diese Interaktion kann mit den so genannten CBTs oder den so genannten WBTs erfolgen.
Der Begriff CBT bedeutet Computer Based Technology und „hat sich für diejenigen Lernformen etabliert, die ausschließlich lokal auf einem Computer stattfinden und so gut wie keinen Daten- oder Informationsaustausch über das Netz ermöglichen“ (Kaltenbaek, 2003; zit. n. Bürg, 2005, S. 17).
WBT bedeutet Web Based Technology und „kann als netzbasierte Variante des CBT aufgefasst werden. Eine Distribution der Lernprogramme erfolgt hier nicht mittels CD-ROM sondern über das Internet beziehungsweise über das Intranet“ (Bürg, 2005, S. 17).
2.2.3 Kollaborative Technologien
Kollaborative Technologien sind weitere Formen des E-Learning wobei hier „die neuen Medien die Funktion übernehmen, eine Kollaboration zwischen den Lernenden anzustoßen“ (Reimann, 2002). Lt. Bürg (2005) ist mit Hilfe dieser Technologien teamzentriertes Lernen mit Interaktion mehrerer Individuen, z.B. in virtuellen Konferenzräumen, Diskussionsforen oder Chaträumen möglich. „Durch die Verknüpfung vieler Computer zu Netzwerken oder durch die Nutzung des Firmen-Intranets entsteht ein virtueller Lernraum, der für Kommunikation und Interaktion genutzt werden kann. Im virtuellen Lernraum sind Lehrende
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und Lernender räumlich voneinander getrennt - allerdings in einem virtuellen Raum zusammengeschaltet“ (Bürg, 2005, S. 18).
Es sein noch eine weitere, neu entstandenen Form des E-Learning erwähnt, das so genannte „Blended-Learning“. Es vereint „virtuelle und reale Komponenten“, d.h. „individuelles und kooperatives Lernen wechseln sich ab …“ (Niegemann, Hessel, Hoschseid-Mauel, Aslanski, Deimann & Kreuzberger, 2004; zit. n. Bürg, 2005, S. 18). „Durch die Kombination von Präsenz- und E-Learning-Phasen wird versucht die Vorteile beider Vermittlungsformen zu maximieren und die Nachteile zu minimieren. Es können sowohl distributive, interaktive als auch kollaborative Technologien und Module Verwendung finden“ (Bürg, 2005, S. 18).
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3. Akzeptanz von E-Learning
Um Einflussfaktoren auf die Akzeptanz von E-Learning untersuchen zu können, wird sich dieser Teil der Arbeit zunächst mit dem Begriff der Akzeptanz befassen. Es wird erläutert, wie Akzeptanz definiert werden kann und anhand verschiedener bereits bestehender Modelle analysiert, wie sie zustande kommt.
Akzeptanz wird lt. Bürg (2005) als ein Konstrukt bestehend aus einer Einstellungs- und einer Verhaltenskomponente verstanden. Es geht bei der Erklärung von Akzeptanz lt. Bürg (2005) somit um die Frage, inwieweit ein Verhalten (Nutzung) aufgrund der Einstellungen zustande kommt.
Welche Faktoren bezüglich E-Learning die Akzeptanz „wie“ beeinflussen, und wie diese Faktoren sinnvoll und effektiv eingesetzt, geschaffen oder modifiziert werden können, um die Voraussetzungen für eine möglichst große Nutzerakzeptanz zu schaffen, wird Thema der darauf folgenden Kapitel sein.
3.1 Begriffserklärung und Grundlagen aus der Akzeptanzforschung
Akzeptanz
„Akzeptanz bezeichnet die positive Annahmeentscheidung einer Innovation durch die Anwender“ (Simon, 2001; zit. n. Bürg, 2005, S. 21), d.h. „Akzeptanz von e-Learning spiegelt sich in einer positiven Einstellung gegenüber e-Learning als Bereitschaft zur zukünftigen Nutzung elektronischer Weiterbildungsformen sowie ein einem stark ausgeprägten derzeitigen Nutzungsverhalten elektronischer Weiterbildungsformen wider“ (Küpper, 2005, S. 132).
„In der Akzeptanzforschung hat sich die auf Müller-Böling und Müller (1986) zurückgehende Unterscheidung zwischen Einstellungsakzeptanz und Verhaltensakzeptanz etabliert. Die Einstellungsakzeptanz fasst eine affektive (gefühlsmäßige) und eine Kognitive (verstandesmäßige) Komponente zusammen“ (Müller-Böling und Müller, 1986; zit. n. Bürg, 2005, S. 22). „Die affektive Komponente berücksichtigt motivational-emotionale Aspekte. Die kognitive Komponente der Einstellungsakzeptanz bedingt die Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen einer Innovation unter Berücksichtigung des persönlichen Kontextes. Die
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Einstellungsakzeptanz von Anwendern ist nicht direkt beobachtbar“ (Simon, 2001; zit. n. Bürg, 2005, S. 22).
„Müller-Böling und Müller (1986) erweitern den Akzeptanzbegriff durch einen Aktivitätsaspekt, die Verhaltensakzeptanz. Von Verhaltensakzeptanz wird gesprochen, wenn Innovationen in Form eines beobachtbaren Verhaltens (z.B. Nutzung) angenommen werden“ (Bürg, 2005, S. 22).
Grundlagen aus der Einstellungs- und Verhaltensforschung
Die Einstellungs- und Verhaltenstheorien beschäftigen sich mit der Frage, „ob bzw. inwieweit aufgrund der Kenntnis von bestimmten Einstellungen das Auftreten von damit in Zusammenhang stehenden Verhaltensweisen vorhergesagt werden kann“ (Rosch & Frey, 1997; zit. n. Bürg, 2005, S. 22).
Die „sogenannten Drittvariablen-Ansätze“ (Fishbein & Ajzen, 1975; Ajzen & Fishbein, 1980; Ajzen & Madden, 1986; Ajzen, 1991; zit. n. Bürg, 2005, S. 23) konnten „durch Berücksichtigung weiterer zusätzlicher Variablen eine engere Beziehung zwischen Einstellungen und Verhalten aufdecken“ (Ajzen & Fishbein, 2000; Aronson, et al., 2004; zit. n. Bürg, 2005, S. 23).
3.2 Akzeptanzmodelle
Im Folgenden werden die vor allem im angloamerikanischen Raum prominenten Akzeptanzmodelle und das Akzeptanzmodell für Wissensmedien (Simon, 2001) dargestellt. Die Modelle versuchen, in unterschiedlicher Weise, die hier entscheidende Frage, wie und durch welche Faktoren Einstellungs- und Verhaltensakzeptanz zustande kommen zu erklären.
3.2.1 Das Task-Technology-Fit-Model von Goodhue (1995)
Das Task-Technology-Fit-Model, entwickelt von Goodhue (1995) „versucht, konkrete Einflussfaktoren auf die Nutzungseinstellung (Einstellungsakzeptanz) zu erklären. Die tatsächliche Nutzung (Verhaltensakzeptanz) wird in diesem Modell allerdings nicht
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expliziert“ (Goodhue, 1995, S. 1831, zit. n. Bürg, 2005, S. 27). Lt. Bürg (2005) geht Goodhue (1995) geht davon aus, dass die Nutzungseinstellung (Einstellungsakzeptanz) von der Einschätzung der Systemleistung durch den Anwender beeinflusst wird. Die Einschätzung der Systemleistung wiederum wird in seinen Augen durch drei generelle Einflussfaktoren beeinflusst: Aufgabe, Technologie und Individuum.
Der Faktor Aufgabe umfasst „Schwierigkeitsgrad und die Vielfältigkeit der gestellten Aufgaben“ (Bürg, 2005, S. 27).
Der Faktor Technologie beinhaltet „Einflussfaktoren, die den Charakteristika des Informationssystems … zuzuschreiben sind“ (Bürg, 2005, S. 27). Das Individuum bewertet das System lt. Bürg (2005) außerdem vor dem Hintergrund der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten.
„Die Befunde von Goodhue (1995) bestätigen den Zusammenhang zwischen der Einschätzung der Systemleistung und der Nutzungseinstellung. Auch der Zusammenhang zwischen den Faktoren Aufgabe, Technologie, Individuum und der Einschätzung der Systemleistung wurde in diesen Untersuchungen empirisch nachgewiesen“ (Bürg, 2005, S. 27).
Abbildung 1: Das Task-Technology-Fit-Model nach Goodhue (1995)
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Anke Körner, 2007, Durch welche Faktoren wird die Akzeptanz von E-Learning in Unternehmen beeinflusst?, München, GRIN Verlag GmbH
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