Entwicklungshilfe als Mittel zur Beschleunigung der wirtschaftlichen Entwicklung
2
Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis 3
1 Einleitung 4
1.1 Thematischer Hintergrund 4
1.2 Ziele der Arbeit 4
2 Bedeutung der Entwicklungshilfe. 5
2.1 Definitionen. 5
2.1.1 Industrieland 5
2.1.2 Entwicklungsland 5
2.1.3 Entwicklungshilfe 5
2.2 Ebenen der Entwicklungshilfe 6
2.2.1 Bilaterale Projekt- und Programmhilfe 6
2.2.2 Multilaterale Projekt- und Programmhilfe. 6
2.2.3 Bi- und multilaterale Projekt- und Programmhilfe der BRD 7
2.3 Kapitalflüsse, -geber und -nehmer. 7
3 Theorien der Entwicklungshilfe 10
3.1 Wachstumstheorie 10
3.2 Grundbedürfnisstrategie 12
3.3 Modernisierungstheorie 12
3.4 Dependenztheorien 13
4 Wirkungen der Entwicklungshilfe. 14
5 Folgerung und Schlussbetrachtung. 17
Literatur - und Quellenverzeichnis 18
Abkürzungsverzeichnis
BMZ Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BRD Bundesrepublik Deutschland Bzw. beziehungsweise DED Deutscher Entwicklungsdienst d.h. das heißt EU Europäische Union GTZ Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit ILO International Labour Organisation IWF Internationaler Währungsfonds KFW KFW Bankengruppe Mrd. Milliarden ODA Official Development Assistance OECD Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit Vgl. vergleiche z . B . z u m B e i s p i e l
1 Einleitung
1.1 Thematischer Hintergrund
Erste Formen von Entwicklungshilfe wurden kurz nach dem 2. Weltkrieg vergeben. Zu dieser Zeit litt ganz Europa unter den Folgen des Krieges. Nahrung sowie Kohle waren äußerst knapp, woraufhin die USA beschlossen Europa mittels Entwicklungshilfe zu unterstützen. Sie stellten durch den Marshallplan Mittel zur Verfügung, die in Europa für den Wiederaufbau der zerbombten Produktionsanlagen und die Beseitigung anderer Kriegsfolgen verwendet wurde. Es muss jedoch erwähnt werden, dass die Vereinigten Staaten dies nicht aus reiner Nächstenliebe taten. Sie vertraten hierbei auch eigene politische, wirtschaftliche und militärische Interessen. In den darauffolgenden Jahrzehnten wurden andere Länder ebenfalls durch Entwicklungsprogramme gefördert. Allerdings lagen nun die Hauptprioritäten nicht mehr im Aufbau zerstörter Industrienationen, vielmehr wurde nun versucht die Entwicklung rückständiger Länder zu fördern. Zuerst wurden ehemalige Kolonien durch ihre früheren Besatzer unterstützt, da diese hofften, dass die Kolonien eine ähnlich positive Entwicklung wie die europäischen Staaten nehmen würden. Schließlich erkannten die Industriestaaten, dass auch Länder ohne kolonialen Hintergrund Entwicklungshilfe nötig hatten. Internationale Organisationen wie die OECD nahmen sich dieser Aufgabe an, wodurch auch an unterdurchschnittlich entwickelte Länder Entwicklungshilfe vergeben wurde. 1
1.2 Ziele der Arbeit
Diese Arbeit stellt die Grundzüge der Entwicklungshilfe dar. Desweitern wird ein Überblick über die aktuelle Bedeutung von Entwicklungshilfe geboten. Darüber hinaus wird auf verschiedene volkswirtschaftliche Theorien der Entwicklungshilfe eingegangen und die Frage gestellt, unter welchen Bedingungen Entwicklungshilfe Auswirkungen auf die Entfaltung eines Landes hat
1 Vgl. http://www.bpb.de/themen/V7WPFM,0,0,Grundz%FCge_des_Marshallplans.html
2 Bedeutung der Entwicklungshilfe
2.1 Definitionen
2.1.1 Industrieland
Der Begriff Industrieland besitzt in der Literatur keine einheitliche Definition. Vielmehr gibt es eine Vielzahl an Merkmalen, welche ein Industrieland ausmachen. Eines der wichtigsten Merkmale eines Industrielandes ist, dass sowohl ein hohes technologisches Niveau, als auch ein relativ hohes Pro-Kopf-Einkommen gegeben ist. Ein weiteres Merkmal ist eine wirtschaftlich hohe Funktionsfähigkeit, welche mit der Effizienz des Wirtschaftssystems einher geht. 2
2.1.2 Entwicklungsland
Im Gegensatz zu einem Industrieland definiert sich ein Entwicklungsland über eine rückständige Wirtschaft. Merkmale wie ein geringes Pro-Kopf-Einkommen, eine geringe Arbeitsproduktivität und hohe Arbeitslosigkeit sind eindeutige Kennzeichen, dass es sich bei einem Land um ein Entwicklungsland handelt. 3
2.1.3 Entwicklungshilfe
Unter dem Begriff Entwicklungshilfe versteht man alle materiellen und immateriellen Leistungen, die - von einem Industrieland ausgehend - die Förderung der sozioökonomischen Entwicklung eines Entwicklungslandes zum Ziel haben. Dieses Ziel kann z.B. eine Verbesserung der Lebensqualität durch Einsatz neuer Technologie und Know-How sein, sowie eine Verbesserung der wirtschaftlichen Zustände allgemein. Entwicklungshilfe kann in Form von Kapitalhilfe gewährt werden, beispielsweise ist hier die Vergabe von billigen Krediten oder die Übernahme von Bürgschaften zu nennen. Des Weiteren kann technische Hilfe zur Verfügung gestellt werden. Hierbei handelt es sich um die Bereitstellung von Fachleuten aus einem Industrieland. Diese können das Entwicklungsland zum einen durch ihr Fachwissen unterstützen und zum anderen Fachleute im Entwicklungsland selbst ausbilden. Darüber hinaus gibt es noch die Güterhilfe, bei welcher die Versorgung mit Gütern, wie Nahrungsmitteln, Medikamenten und Investitionsgütern im Vordergrund steht. Welche dieser Möglichkeiten für die Unterstützung eines Landes die Beste ist, kann pauschal nicht
2 Vgl. Gabler (2004), S.1453
3 Vgl. ebenda (2004), S.897
gesagt werden. Dies hängt immer von dem jeweiligen Entwicklungsland und seiner Struktur ab. 4 5
2.2 Ebenen der Entwicklungshilfe
2.2.1 Bilaterale Projekt- und Programmhilfe
Die Vergabe von Entwicklungshilfe findet auf unterschiedliche Weise statt. Bei der bilateralen Projekt- und Programmhilfe stellt ein Geberland einem Entwicklungsland die Hilfe auf direktem Wege zur Verfügung, d.h. von Staat zu Staat. Bei der Unterstützung steht den Geberstaaten die Möglichkeit offen, Entwicklungshilfe in Form von finanzieller, technischer sowie personeller Unterstützung einzusetzen. Diese wird durch sogenannte Durchführungsorganisationen wie der KfW (finanzielle Hilfe), GTZ (technische Unterstützung) und der DED (Einsatz von Entwicklungshelfer/innen) angeboten. 6 Bilaterale Entwicklungshilfe ist jedoch oft von politischen Überlegungen abhängig. Entscheidungsgründe zur Vergabe sind nicht nur der „gute Wille“ der Industrieländer. Interessen des Geberlandes werden berücksichtigt, weswegen sich nicht selten größere Vorteile im wirtschaftlichen Verlauf der Industrieländer abzeichnen, als bei den entwicklungsbedürftigen Staaten. 7
2.2.2 Multilaterale Projekt- und Programmhilfe
Ein anderes Instrument zur Vergabe und Verteilung von Entwicklungshilfe ist die multilaterale Projekt- und Programmhilfe. Weltumspannende Organisationen wie die Vereinten Nationen, die Weltbank, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der Internationale Währungsfonds (IWF) verwalten die Vergabe von Entwicklungshilfe. Die einsetzbare Entwicklungshilfe kommt bei dieser Form von den Mitgliedern der einzelnen Organisationen. Jedoch wird die Vergabe durch organisationsspezifische interne Kontrollmechanismen geregelt, welche die Effizienz und Nachhaltigkeit der Entwicklungshilfe überprüft. Somit ist die Hilfe weitaus weniger gefährdet, nach egoistischen Interessen eingesetzt zu werden, jedoch ist sie auch mit Mehrkosten verbunden, die durch einen größeren Verwaltungsauf-wand (Kontrollgremien etc.) entstehen. 8
4 Vgl. Gabler (2004), S.897
5 Vgl. http://lexikon.meyers.de/meyers/Entwicklungshilfe
6 Vgl. http://www.bmz.de/de/wege/bilaterale_ez/akteure_ez/durchfuehrungsorga/index.html
7 Vgl. Gabler (2004), S.897
8 Vgl. http://www.bmz.de/de/wege/multilaterale_ez/akteure/index.html
Arbeit zitieren:
Alexander Baum, 2008, Entwicklungshilfe als Mittel zur Beschleunigung der wirtschaftlichen Entwicklung, München, GRIN Verlag GmbH
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