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Verkehrsplanung

Das Beispiel der integrierten Gesamtverkehrsplanung in NRW

Title: Verkehrsplanung

Term Paper , 2008 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B.Sc. Marcel Demuth (Author), Sebastian Hammer (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Im Zeitalter der Globalisierung kommt der Mobilität eine essenzielle Rolle zu. Dies bezieht sich nicht ausschließlich auf die Beförderung von Waren auf globaler Ebene sondern ebenso auf die alttäglichen Wege der Menschen auch in kleineren regionalen Einheiten. Ist es die Fahrt zur Arbeit, der Weg zum Supermarkt oder die Urlaubsreise. Jeden Tag bewegt sich der Mensch aus unterschiedlichsten Gründen und Zwecken auf den verschiedensten Verkehrswegen. Diese täglichen Bewegungen werden als räumliche Mobilität bezeichnet. Es finden „Wanderungen als Verlagerung von Funktionstandorten sowie Verkehr als Bewegung bzw. Transport zwischen Funktionsstandorten“ statt (LESER, S.567). Eine Betrachtung der Entwicklung des Verkehrs in den letzten 15 Jahren verdeutlicht die wachsende Bedeutung von Mobilität. Im Zeitraum von 1990 bis 1999 ist der Straßengüterverkehr (in Tkm) um 38,5% angestiegen. Der Personenverkehr (in Pkm) weist ebenfalls in diesem Zeitraum ein Wachstum auf, welches mit 7,0 % jedoch deutlich geringer ausfällt. Die Ursachen für diesen Zuwachs sind das allgemeine Wirtschaftswachstum, die zunehmende internationale Arbeitsteilung sowie die Erweiterung der Wirtschaftsräume im Zuge der Globalisierung. Prognosen zufolge wird sich jedoch diese „Dynamik der Mobilitätsentwicklung“ (ABERLE S.2) weiter steigern. Man erwartet für den Zeitraum von 2000 bis 2015 einen Güterverkehrsanstieg (in Tkm) um bis zu 64%. Das Wachstum des Personenverkehrs wird im Zeitraum von 1997 - 2015 auf bis zu 20% prognostiziert (ABERLE S.2) Somit stellt eine leistungsstarke Verkehrsinfrastruktur eine wichtige Grundlage für das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben der Menschen dar. Daher ist die nachhaltige Sicherung der Mobilität eine entscheidende Aufgabe der Politik um ein Wachstum der Wirtschaft und die Erhaltung bzw. Erhöhung der Lebensqualität der Bevölkerung zu gewährleisten (BVWP 2003, S.1). Im Folgenden soll am Beispiel der Integrierten Gesamtverkehrplanung Nordrhein-Westfalens (IGVP NRW) eine Möglichkeit der Verkehrsplanung vorgestellt werden. Im speziellen werden die Entwicklung, das Ziel und der Zweck sowie der Ablauf näher betrachtet. Im weiteren Verlauf rücken die kritischen Punkte dieser Variante der Verkehrsplanung in den Vordergrund, wobei auch auf die Grenzen einer integrierten Verkehrsplanung eingegangen wird.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begrifflichkeiten

3 Ziele und Grundsätze

4 Prozess der Verkehrsplanung

4.1 Phase der Vororientierung

4.2 Phase der Problemorientierung

4.3 Phase der Maßnahmenuntersuchung

4.4 Phase der Abwägung und Entscheidung

4.5 Phase der Umsetzung und Wirkungskontrolle

4.6 Berichte und Darstellungen

4.7 Akteursbeteiligungen am Planungsprozess

5 Kritik

6 Möglichkeiten und Grenzen der Verkehrsplanung

6.1 Möglichkeiten der Verkehrsverlagerung und Verkehrsvermeidung

6.2 Grenzen der Verkehrsplanung

7 Beispiel

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der integrierten Gesamtverkehrsplanung (IGVP) am Beispiel von Nordrhein-Westfalen, um die theoretischen Abläufe sowie die praktischen Möglichkeiten und Grenzen moderner Verkehrsplanung kritisch zu beleuchten.

  • Grundlagen der Verkehrsplanung und Begriffsdefinitionen
  • Prozessschritte der integrierten Verkehrsplanung
  • Methoden der Maßnahmenbewertung (Nutzwertanalyse und Kosten-Nutzen-Analyse)
  • Möglichkeiten und Grenzen der Verkehrsverlagerung und Verkehrsvermeidung
  • Praktische Fallstudie zum Neubau der L43

Auszug aus dem Buch

4.2 Phase der Problemanalyse

Die Phase der Problemanalyse steht am Beginn des engeren Planungsprozesses. Sie besteht mit der Zustandanalyse, der Zielerarbeitung und der Mängelfeststellung aus drei Teilschritten (AHRENS 2004, S. 1226). Die Zustandsanalyse hat eine detaillierte Aufnahme der aktuellen Verkehrssituation zum Ziel. Dabei können verschiedene Analysekriterien zu Grunde gelegt werden. Dieses können je nach Problemstellung Kriterien des Städtebaus, des Straßenraums oder der Verkehrsarten sein. Während der Zustandsanalyse erfolgen somit eine Bestandaufnahme, welches durch das Erheben von Informationen zu allen relevanten Bereichen, sowie von Wirkungen möglicher Maßnahmen realisiert wird, und eine Analyse von räumlichen und zeitlichen Zusammenhängen. Im Ergebnis liefert die Zustandsanalyse damit strukturierte Informationen zum aktuellen Zustand im Planungs- und Untersuchungsraum (www.tu-dresden.de, o. J.).

Die Zielerarbeitung als nächster Schritt bezeichnet den Entwurf und die Prüfung von Zielvorstellungen und Zielkonzepten (AHRENS 2004, S. 1226). Dabei steht die Verkehrsplanung vor dem Problem, dass Ziele auf Interessen und Wertvorstellungen von Menschen beruhen. Somit existieren eine Menge, zum Teil auch konträre Zielvorstellungen. Diese unterschiedlichen Ziele können nach verschiedenen Kriterien sortiert werden. So kann zwischen sozialen, ökologischen und ökonomischen Zielen unterschieden werden. Eine andere Möglichkeit ordnet die Ziele in die Kategorien: Mensch, Verkehr, Wirtschaft, Städtebau und Natur. Die Erarbeitung des Zielkonzepts erfolgt mit Hilfe der Sammlung von Zielvorstellungen, deren Strukturierung und Detaillierung und dem Bestimmen der Anspruchsniveaus. Den Abschluss der Zielerarbeitung bildet die Beschlussfassung zum Zielkonzept (www.tu-dresden.de, o. J.).

Den dritten Schritt der Problemanalyse stellt die Mängelfeststellung dar, „bei der Diskrepanzen zwischen erwünschten und tatsächlichen Verhältnissen, aber auch Chancen identifiziert werden“ (BLEES u. a. 2002, S. 57). Dabei werden dieselben Analysekriterien wie in der Zustandsanalyse verwendet. Im Zuge der Problemanalyse werden Mängelhinweise gesammelt und diese auf Ihre Planungsrelevanz überprüft. Daraus wird dann ein Mängelkatalog erstellt. Außerdem werden darüber hinaus noch Potenziale, Chancen und Qualitäten erfasst. Die Mängelfeststellung liefert einen detaillierten und mit dem Zielkatalog abgestimmten Mängelkatalog (www.tu-dresden.de, o. J.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die wachsende Bedeutung von Mobilität ein und skizziert das Ziel, die IGVP NRW als Modell moderner Verkehrsplanung vorzustellen.

2 Begrifflichkeiten: Hier werden die theoretischen Grundlagen für die Begriffe Planung und Verkehr definiert, um eine Basis für das Verständnis der Verkehrsplanung zu schaffen.

3 Ziele und Grundsätze: Das Kapitel erläutert den Entstehungsprozess der IGVP NRW und die gesetzlich verankerten Ziele zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität.

4 Prozess der Verkehrsplanung: Dieser Abschnitt beschreibt die einzelnen, kontinuierlichen Phasen des Planungsprozesses von der Vororientierung bis zur Umsetzung und Wirkungskontrolle.

5 Kritik: Hier werden die kritischen Aspekte des IGVP-Modells, insbesondere bezüglich der Bewertungsmethoden und der Projektauswahl, dargelegt.

6 Möglichkeiten und Grenzen der Verkehrsplanung: Das Kapitel analysiert Instrumente zur Verkehrsverlagerung und -vermeidung sowie die Faktoren, die eine effiziente Umsetzung einschränken.

7 Beispiel: Anhand des Neubaus der L43 wird der zuvor beschriebene theoretische Prozess der IGVP in der praktischen Anwendung veranschaulicht.

8 Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Verkehrsplanung vor komplexen Herausforderungen steht und die IGVP trotz Kritik wertvolle Ansätze für eine nachhaltige Steuerung liefert.

Schlüsselwörter

Verkehrsplanung, integrierte Gesamtverkehrsplanung, IGVP, Mobilität, Nachhaltigkeit, Nordrhein-Westfalen, Infrastruktur, Verkehrsverlagerung, Verkehrsvermeidung, Nutzwertanalyse, Kosten-Nutzen-Analyse, Raumplanung, Planungsprozess, Infrastrukturprojekt, Umweltqualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der integrierten Gesamtverkehrsplanung (IGVP) in Nordrhein-Westfalen und beleuchtet deren theoretische Grundlagen sowie ihre praktische Umsetzung.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Zentrale Themen sind der Prozess der Verkehrsplanung, die Bewertungsmethoden von Infrastrukturvorhaben, ökologische und ökonomische Grenzen der Planung sowie Ansätze zur Verkehrsvermeidung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entwicklung, Ziele und Abläufe der IGVP NRW vorzustellen und kritisch zu hinterfragen, wie Verkehrsplanung in der Realität unter verschiedenen Rahmenbedingungen funktioniert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse theoretischer Grundlagen kombiniert mit einer Fallstudienanalyse (Beispiel Neubau der L43), um den IGVP-Prozess transparent zu machen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in den Prozessablauf der Verkehrsplanung, eine kritische Analyse des Modells, eine Diskussion der Möglichkeiten und Grenzen sowie ein konkretes Praxisbeispiel.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Schlagworte sind Verkehrsplanung, IGVP, Nachhaltigkeit, Mobilität, Infrastruktur und Kosten-Nutzen-Analyse.

Warum wird die Nutzwertanalyse in der IGVP kritisiert?

Die Nutzwertanalyse wird insbesondere wegen ihrer Subjektivität kritisiert, da die Einschätzung der Effekte stark vom jeweiligen Bewerter abhängt und politischer Einflussnahme Tür und Tor öffnen kann.

Was zeigt das Beispiel des Neubaus der L43 auf?

Das Fallbeispiel illustriert, wie komplexe Planungsprozesse in der Realität ablaufen, welche unterschiedlichen Interessen (z.B. Bürgerverein vs. Wirtschaft) kollidieren und dass auch geplante Projekte Zielkonflikte hinsichtlich Umwelt und Kosten aufweisen.

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Details

Title
Verkehrsplanung
Subtitle
Das Beispiel der integrierten Gesamtverkehrsplanung in NRW
College
Martin Luther University  (Institut für Geowissenschaften)
Course
Methoden und Verfahren der Umweltplanung
Grade
1,3
Authors
B.Sc. Marcel Demuth (Author), Sebastian Hammer (Author)
Publication Year
2008
Pages
27
Catalog Number
V139982
ISBN (eBook)
9783640502516
ISBN (Book)
9783640502608
Language
German
Tags
Verkehr Planung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.Sc. Marcel Demuth (Author), Sebastian Hammer (Author), 2008, Verkehrsplanung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139982
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