maximal kaufen kann. Nach mathematischen Gesichtspunkt liegt die Budgetgerade im I. Koordinatenquadrant mit negativen Anstieg. Da wir effektiv wirtschaften wird der Konsument nach dem Maximalprinzip handeln: sprich er kauft das Güterbündel, welches gleichzeitig auf der Budgetgeraden und der Indifferenzkurve liegt, die die Budgetgerade tangiert (vgl. Grafik).
Normales Verhalten bei Preisänderungen 1 oder Einkommensänderungen 1 Wenn sich das Einkommen, demzufolge die Kaufkraft, erhöht, verschiebt sich die Budgetgerade parallel nach rechts. Dem Konsument steht bei gleichen Preisen ein größeres Realeinkommen zur Verfügung, was den Verbrauch positiv beeinflusst (Einkommenseffekt).
Durch eine Preiserhöhung für Gut B ändert sich nun der Anstieg der Budgetgerade. Der Konsument ist durch den erhöhten Preis nicht mehr in der Lage die gleiche Menge von Gut B zu kaufen, da sich sein Realeinkommen im Zuge der Preisänderung verringert hat. Durch die Preiserhöhung wird er nun weniger von Gut B kaufen und seinen Bedarf durch den vermehrten Konsum des gleichwertigen Gutes A, das im Vergleich relativ billiger geworden ist, substituieren (Substitutionseffekt). Das Giffen- Phänomen
Sir Robert Giffen entdeckte die Anomalie der Nachfrage bei Personen mit geringem Einkommen, die sich auf der Schwelle des Existenzminimums befanden. Man kann also davon ausgehen, dass sich die Budgetgerade nicht aufgrund von variierendem Einkommen verändert. Vielmehr sollte man sich auf die Folgen einer Preiserhöhung für eines der beiden Eingangs genannten Güter, Brot und Fleisch, konzentrieren. Die Familie benötigte am Tag ca. 7000 Kcal. Ein Brot, 3000 Kcal, kostete zwei Pfund fünfzig. Ein Stück Fleisch, 1000 Kcal, kostete drei Pfund zwanzig. Das Familienbudget betrug 9 Pfund. Sie kaufte also zwei Brote und ein Stück Fleisch. Die Familie befand sich mit ihrem aktuellen Verzehr auf einem Mindestniveau von Sättigung um weiterhin überleben zu können. Wenn sich der Preis für Brot signifikant erhöht (auf 3 Pfund) wäre laut dem Nachfragegesetz folgendes zu beobachten. Der Anstieg der Budgetgeraden würde sich wie eben gezeigt verändern, da die Familie ein geringeres Realeinkommen hat. Aufgrund dessen substituiert die Familie einige Einheiten Brot mit dem relativ billigeren Fleischeinheiten.
1 ceteris paribus
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Im von Giffen aufgezeigten Beispiel ist jedoch genau das entgegengesetzte der Fall. Trotz des geringeren Realeinkommens muss der Konsument in erster Linie seine Bedürfnisse, die Sättigung, befriedigen. Wenn er also seine Broteinheiten mit Fleischeinheiten substituieren würden, bedeutet das, dass er seinen Hunger nicht mehr stillen kann, da er bereits vorher am Minimum gelebt hat. Demzufolge muss der Konsument auf noch mehr Einheiten Fleisch verzichten um mehr Einheiten von dem teurer gewordenen Brot zu kaufen, damit er sein Mindestniveau an Sättigung wieder erreicht. Im aufgeführten Beispiel wären das 3 Brote und kein Fleisch.
Die Ursache für das atypische Nachfrageverhalten ist der starke Effekt, der beim Einkommen auftritt. Mit steigendem Einkommen würde die Familie weniger Brot und mehr Fleisch essen. Brot ist für die Familie demzufolge ein inferiores Gut, ein Gut welches sie sich nur kauft, weil sie sich kein qualitativ besseres leisten kann. Durch das begrenzte Einkommen kann die Familie das Brot nicht ausreichend mit Fleisch substituieren. Der Einkommenseffekt hebt hier den Substitutionseffekt nicht nur auf sondern übertrifft ihn sogar. Es ist ein absolutes inferiores Gut (negativer Einkommenseffekt).
Erhöht man den Preis für Fleisch, würde man wieder ein normales Nachfrageverhalten beobachten, da Fleisch kein inferiores Gut ist. Mit steigendem Einkommen verzehrt die Familie aufgrund ihrer Präferenz mehr Fleisch. Giffen Güter im 21. Jahrhundertf
Als Sir Robert Giffen die Feststellung von der Anomalie der Nachfrage machte, war die Produktpalette der Haushalte eher sporadisch. Man konnte in der Mitte des 19. Jahrhunderst schlecht bzw. gar nicht Lebensmittel wie Brot mit gleichwertigen preiswerten Gütern substituieren. Heutzutage ist die Sparte der preiswerten Grundnahrungsmittel in
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Arbeit zitieren:
Michael Rehfeld, 2003, Preisbildung bei sog. Giffen-Gütern und Identifizierung solcher in der heutigen Zeit, München, GRIN Verlag GmbH
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