Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Hauptteil. 3
2.1 Hartmann von Aues Biographie. 3
2.2 Inhaltsangabe des Werkes Der Arme Heinrich 4
2.3 Interpretation des Prologs. 5
3.Fazit 6
4. Literaturverzeichnis. 7
2
1. Einleitung
Zu Beginn meiner Seminararbeit zum Prolog des Werkes Der arme Heinrich von Hartmann
von Aue werde ich zunächst auf die Biographie des Autors eingehen, anschließend eine kurze
Inhaltsangabe der gesamten Verserzählung vornehmen und daraufhin den Prolog (V.1-28)
interpretieren. Zum Schluss werde ich noch ein kurzes Fazit ziehen.
Das Ziel dieser Strukturierung der Seminararbeit ist es, einen möglichst guten Zusammenhang
zwischen Autor und Werk aufzubauen, um die Interpretation des Prologs verständlicher zu
machen , da es sehr auf den Autor reflektiert ist.
2. Hauptteil
2.1 Hartmann von Aues Biographie
Über die Person Hartmann von Aue gibt es nur wenige biographische Angaben. Er soll um
1165 geboren und gegen 1210 gestorben sein 1 Einige Informationen bezüglich seiner Person
gewinnt man jedoch aus seinen eigenen Werken oder durch Zeugnisse anderer Literaten 2 Aus
dem Werk Der arme Heinrich geht zum Beispiel hervor, dass Hartmann von Aue sich selbst
den Ministerialen, der Oberschicht der unfreien Dienstleute, zuordnet: „dienstman was er ze
Ouwe “ 3
Das Gebiet aus dem Hartmann von Aue stammt ist umstritten, denn der Name „von
Aue “ bezeichnet einen recht häufigen Ortsnamen, sodass nicht eindeutig bestimmbar ist, um
welche Aue es sich in diesem Fall handelt 4 Allerdings grenzt man seine Herkunft auf das
Gebiet im Südwesten, das Herzogtum Schwaben, ein, worauf zum einen die Spur eines
alemannischen Dialekts und zum anderen Heinrich von dem Türlin hinweisen 5
Obwohl Hartmann von Aue dem Klerus nicht angehörig ist, weist er eine „fundierte
Schulbildung “ 6 auf, denn neben Lateinkenntnissen sowie philosophischen und theologischen
Grundlagen besteht die Möglichkeit, dass er zur französischen Sprache und Literatur Zugang
hatte 7 Mehrfach wird Hartmann von Aue mit dem Adelsgeschlecht in Verbindung gebracht.
Unter anderem wegen seines Wappens. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Hartmann von
Aue durch den Hochadel Verbindungen zu Frankreich genossen hat und so eventuell
1 Cormeau: Literatur Lexikon, S.37.
2 Stammler / Langosch: Die deutsche Literatur des Mittelalters, S.500.
3 Aue: Der arme Heinrich, S.1, V.5.
4 Stammler / Langosch: Die deutsche Literatur des Mittelalters, S.500.
5 Ebd.
6 Ebd., S.502.
7 Cormeau: Literatur Lexikon, S.37.
3
französische Werke als Vorbilder verwenden konnte 8 . Seine gesamten Werke lassen sich in keine eindeutige chronologische Reihenfolge bringen, jedoch ist die Abfolge von Erec, Gregorius über Der arme Heinrich zu Iwein weitgehend sicher 9 . Die Entstehung seiner literarischen Werke werden grob auf die Zeit von 1180 bis 1200 geschätzt, wobei vermutet wird, dass er in den Jahren 1189/90 an dem dritten Kreuzzug oder in den Jahren 1197/98 an dem vierten Kreuzzug teilgenommen hat 10 .
Abschließend lässt sich über Hartmann von Aue festhalten, dass er als Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200 ein Vorreiter des höfischen Romans ist und neben seinen Verserzählungen auch Minne- und Kreuzlieder überliefert hat.
2.2 Inhaltsangabe des Werkes Der Arme Heinrich
In der Verserzählung Der arme Heinrich von Hartmann von Aue steht der Freiherr Heinrich im Mittelpunkt, der durch seine hervorragende Herkunft höchstes Ansehen in der Gesellschaft genießt und materiellen Reichtum besitzt. Heinrich wird aus diesem perfekten Leben gerissen, als er durch den Willen Gottes mit Aussatz gezeichnet wird. In Salerno erfährt er schließlich, dass er zur Heilung entweder Gottes Gnade oder eine Jungfrau, die für ihn aus freien Stücken ihr Leben opfert, benötigt. Als Heinrich sich und sein Leben soweit aufgegeben hat und sich hoffnungslos auf dem Hof des Bauern Meier zurückgezogen hat, begegnet er der Tochter des Bauern, die nicht von seiner Krankheit abgeschreckt ist und sich um ihn kümmert. Nach drei Jahren, in denen sie für Heinrich gesorgt hat, erfährt sie von dem einzigen möglichen Heilmittel für ihn und entschließt sich zu ihrer Opferung. Sie ist überzeugt davon, dadurch im Jenseits das ewige Leben zu erlangen. Schließlich reisen Heinrich und das Mädchen nach Salerno, wo das Opfer vollzogen werden soll. Allerdings besinnt sich Heinrich beim Anblick des Mädchens kurz vor der Vollstreckung des Opfers um und akzeptiert die Krankheit als Willen Gottes. Als sie sich auf der Rückreise befinden, wird Heinrich durch Gottes Hilfe geheilt, sodass er im Anschluss darauf, die Tochter des Bauern heiratet, womit auch die Verserzählung endet 11 .
8 Ebd.
9 Ebd.
10 Stammler / Langosch: Die deutsche Literatur des Mittelalters, S.502.
11 Ebd., S.512f.
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Arbeit zitieren:
Duygu Oecaldi, 2008, Hartmann von Aue: Der arme Heinrich, München, GRIN Verlag GmbH
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