Er füllt unzählige Datenblätter und Analysen, wird in den Nachrichten erwähnt und in der Politik diskutiert, ganze Sendereihen im Fernsehen drehen sich um seine Folgen und Chancen. Gemeint ist der demographische Wandel, der in Industrienationen durch das Ausbleiben von Geburten und die Erhöhung der Lebenserwartung charakterisiert wird. Doch muss, was auf Landesebene signifikant ist, auch in einzelnen Regionen Gewicht haben? Wie sich die allgemeinen Trends in kleinräumiger Perspektive zeigen und ob sie sich überhaupt zeigen, soll hier am Beispiel der Stadt Quakenbrück erarbeitet werden. Dabei sollen nicht nur Bevölkerungs- und Schülerzahlen analysiert werden, sondern auch nach Hintergründen gesucht werden, die den regionalen Trend beeinflussen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Quakenbrück, ein Stadtrundgang
3 Bevölkerungsstruktur
3.1 Kurvendiskussion
3.2 Reaktion der Stadt
4 Bildungswesen: Schüler und Schulen
4.1 Kurvendiskussion
4.2 Reaktion der Stadt
5 Zukunftsprognose
6 Der Grundstein demographischer Entwicklungen
7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie sich allgemeine Trends des demographischen Wandels auf kleinräumiger Ebene, beispielhaft dargestellt an der Stadt Quakenbrück, auswirken und welche regionalen Einflussfaktoren dabei eine Rolle spielen.
- Analyse der Bevölkerungsentwicklung nach Altersgruppen
- Untersuchung der natürlichen Bevölkerungsbewegung und Wanderungssaldi
- Evaluation der Entwicklung im Bildungswesen und der Reaktion der Stadtverwaltung
- Prognose der zukünftigen Einwohnerentwicklung
- Betrachtung des Einflusses von Migration auf die demographische Pufferwirkung
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Einwohnerzahlen nach Altersgruppen
Die Kohorte der 0-15-jährigen hat einen der Gesamtbevölkerung ähnlichen Verlauf. Von 1970 mit knapp 2.300 Einwohnern dieser Altersgruppe ausgehend, ist bis zum Jahr 1987 ein steter Abwärtstrend bis zu einem Stand von 1.428 registriert worden. Ab hier ist jedoch ein rasantes Ansteigen auf 2.296 0-15-jährige im Jahr 1996 verzeichnet worden. Nach diesem Höchststand sinkt die Kohortenstärke auf 2.144 im Jahr 2005 (NLS 2007).
Der Graph der Kohorte der 16-60-jährigen zeigt eine fast stetige Entwicklung Richtung Bevölkerungszunahme. Nachdem 1970 ein Stand von 5.268 Kohortenangehörigen errechnet wurde, stieg der Anteil auf nunmehr 7.842 im Jahr 2005. Besonders in den Jahren 1986 bis 1995 wurde eine Zunahme von insgesamt 1.688 Einwohnern der Altersgruppe festgestellt, was mit der Entwicklung der Gesamtbevölkerung konform ist (NLS 2007).
Im Bereich der 61 bis 65-jährigen hat sich hingegen über den Gesamtzeitraum vergleichsweise wenig ereignet. 1970 wurde die Kohorte durch 643 Einwohner repräsentiert und sackte innerhalb von 10 Jahren mit 426 Bewohnern auf den absoluten Tiefstand der Periode ab. Bis zum Jahr 2002 sorgte ein Wachstum mit geringen Auf- und Abschwüngen für den bisherigen Höchststand von 805 Kohortenmitgliedern. Diese Zahl verringerte sich auf 637, womit sich der Wert von 2005 dem Ausgangsniveau anglich (NLS 2007).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Thematik des demographischen Wandels und Darstellung der Forschungsfrage am Beispiel Quakenbrücks.
2 Quakenbrück, ein Stadtrundgang: Räumliche und strukturelle Beschreibung der Stadt Quakenbrück und ihrer vier Stadtteile.
3 Bevölkerungsstruktur: Statistische Analyse der Bevölkerungsentwicklung sowie Interpretation der Daten und lokale politische Maßnahmen.
4 Bildungswesen: Schüler und Schulen: Untersuchung der Entwicklung von Schülerzahlen und Schulen sowie der Reaktion der Stadt auf bildungsrelevante Bedarfe.
5 Zukunftsprognose: Ausblick auf die zu erwartende Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2025.
6 Der Grundstein demographischer Entwicklungen: Analyse der Bedeutung von Migration und Wertesystemen für die demographische Pufferwirkung.
7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse zur demographischen Situation der Stadt Quakenbrück.
Schlüsselwörter
Demographischer Wandel, Quakenbrück, Bevölkerungsstruktur, Wanderungssaldo, Fertilität, Altersgruppen, Bildungswesen, Stadtentwicklung, Migration, Prognose, Geburtenrate, Samtgemeinde Artland, Bevölkerungsbewegung, Integrationsprozesse, Wertesystem.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert die demographische Entwicklung der Stadt Quakenbrück im Zeitraum von 1968 bis 2006, um zu prüfen, ob allgemeine Trends des demographischen Wandels auch auf kleinräumiger Ebene sichtbar sind.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen die Bevölkerungsstruktur (nach Altersgruppen), die natürliche Bevölkerungsbewegung, Wanderungssaldi, die Entwicklung des Bildungswesens sowie den Einfluss von Migration.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erarbeitung regionaler Hintergründe und Einflussfaktoren, die den demographischen Trend in Quakenbrück im Vergleich zum Landesdurchschnitt beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Auswertung statistischer Zeitreihendaten, ergänzt durch Interpretationen im Kontext städtischer Planungs- und Entwicklungskonzepte.
Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Bevölkerungszahlen, der Alterskohorten, der Schul- und Klassenzahlen, der Reaktion der Stadtverwaltung auf diese Entwicklungen sowie eine Prognose der zukünftigen Entwicklung.
Was charakterisiert diese Arbeit in Bezug auf ihre Schlüsselwörter?
Die Arbeit zeichnet sich durch die Kombination von demographischen Fakten (Bevölkerungszahlen, Geburten) mit spezifisch lokalen Aspekten wie Migration und kommunaler Handlungsstrategien aus.
Wie erklärt der Autor den Anstieg der Grundschüler in den 1990er Jahren?
Der Anstieg wird primär nicht durch Geburten, sondern durch hohe positive Wanderungssaldi in diesem Zeitraum erklärt, die zu mehr Kindern im schulpflichtigen Alter führten.
Warum fungiert Migration laut Autor als "Puffer" für den demographischen Wandel?
Der Autor argumentiert, dass eine Bevölkerung mit höherem Migrantenanteil und potenziell höherer Fertilität die abnehmenden Geburtenzahlen in der ansässigen Bevölkerung ausgleichen kann.
Wie bewertet die Stadt Quakenbrück ihre gegenwärtige Situation hinsichtlich Pflegeangeboten?
Die Stadt sieht sich durch vorhandene Seniorenstifte und Pflegedienste als gut abgedeckt, weshalb zum Zeitpunkt der Erstellung kein akuter Bedarf an weiteren Einrichtungen bestand.
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- Julian Behnen (Author), 2007, Trends in kleinräumiger Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140187