Inhaltsverzeichnis
Einleitung 2
1 Perspektive der Verlagsrektorin 2
1.1 Aufgaben der Verlagslektorin. 3
1.2 Tätigkeitsmöglichkeiten der Verlagslektorin. 3
2 Gegenstand der Qualitätssicherung 4
2.1 Das Lehrwerk als Leitmedium. 4
2.2 Kriterienraster für ein Lehrwerk 5
3 Instrumente der Qualitätssicherung 6
3.1 Interview 8
3.2 Fragebogen. 8
3.3 Entscheidung für ein Instrument. 10
3.4 Beispiel eines Fragebogens 12
3.4.1 Interkulturelles Lernen in DaF-Unterricht 13
4 Zusammenfassung. 17
5 Literaturverzeichnis 18
Einleitung
In dieser Arbeit werde ich mich mit den Instrumenten der Qualitätssicherung am Beispiel eines Lehrwerks beschäftigen. Das Ziel der Arbeit ist, die Instrumente der Qualitätssicherung darzustellen und mit Hilfe eines Instruments Interkulturelles Lernen in DaF Lehrwerken zu untersuchen und zu analysieren. Interkulturelles Lernen gehört zu den wichtigsten Prinzipien im Lernprozess bei der Vermittlung von DaF/DaZ.
Die Arbeit ist in drei Kapitel aufgeteilt, die sich mit der Perspektive der Verlagslektorin, mit dem Kriterienraster für ein Lehrwerk und Instrumenten der Qualitätssicherung beschäftigen. Im ersten Kapitel möchte ich auf die Rolle der Verlagslektorin, deren Aufgaben und ihre Kooperation mit anderen eingehen.
Im zweiten Kapitel werde ich mich mit dem Begriff der Qualitätssicherung und dem Gegenstand der Qualitätssicherung am Beispiel eines Lehrwerks beschäftigen. Das dritte Kapitel stellt die eigentliche Untersuchung der Arbeit dar und beschäftigt sich mit den Instrumenten der Qualitätssicherung. In erster Linie werde ich die theoretischen Grundlagen der Instrumente am Beispiel des Fragebogens und Interviews schildern sowie deren Vor- und Nachteile zeigen. Im Weiteren werde ich von mir erstellten Fragebogen präsentieren, mit dessen Hilfe das Vorhandensein vom Interkulturellen Lernen sowie dessen Effektivität untersucht werden kann
Die Ergebnisse meiner Arbeit werde ich anschließend in der obligatorischen Zusammenfassung gebündelt darlegen.
1 Perspektive der Verlagsrektorin
„Der Lektor erfüllt die vielfältigsten Aufgaben, beginnend mit der Idee für ein Buch bis hin zu dessen Veröffentlichung“ (Bolgen 2005:3). Den Beruf des Lektors findet man in allen Bereichen der Wirtschaft, in denen Texte publiziert werden (Bolgen 2005:3). Hierzu zählen Wirtschaftsunternehmen, Radio-, Film- und Fernsehanstalten sowie Verlage. Was versteht man unter dem Begriff „Lektor“? Das Wort „Lektor“ stammt aus dem lateinischen „lector“ und bedeutet “Leser“ (http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Lektor(Verlag).html). Laut Duden (2003:1011) versteht man unter dem Begriff „Lektor“ einen „Mitarbeiter, besonders bei einem Verlag, der Manuskripte prüft und bearbeitet, Projekte vorschlägt und Kontakt mit Autoren aufnimmt bzw. unterhält“.
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In unserer SprachLernFabrik ist die Verlagsautorin vielfältig beschäftigt und kooperiert mit mehreren Personen. Ihre Aufgaben und Kooperation werde ich im nächsten Schritt schildern.
1.1 Aufgaben der Verlagslektorin
Die SrachLernFabrik beschäftigt sich mit dem erfolgreichen Fremdsprachenlernen, dessen Sicherung und Nachhaltigkeit. Die Verlagslektorin kooperiert mit dieser Institution und erfüllt dementsprechend folgende Aufgaben (http://www.jumpforward.de/berufe/8284/Lektor-in---Verlage.html; http://www.berufslexikon.at/ak_beruf2312_2): • Konzeption von Lehrmaterialien inklusive Betreuung des kompletten Entstehungsprozesses: Manuskriptbearbeitung, Bildbeschaffung, Budgetüberwachung, Verhandlungen mit Autoren
• Überprüfung der Manuskripte auf sachliche Stimmigkeit sowie auch Stil und Orthographie
• Inhaltliche Qualität, Stimmigkeit der Fakten, die Stringenz der Gliederung, die Vollständigkeit der Inhalte • Begutachtung fremdsprachlicher Bücher
• Buchkalkulationen, Buchumfang, Buchausstattung, Ladenpreis, Layout • Terminpläne für die Buchproduktion • Entwicklung der Buchprojekte in Absprache mit Buchautoren • Abstimmung mit der Herstellung und Kontrolle der Einhaltung der betreffenden Termine
• Beurteilung der erfolgsversprechenden Konzepte und deren Nachfrage auf dem Markt. Die Erfüllung dieser Aufgabe besteht darin, dass die Verlagslektoren Kontakte zu anderen Verlagen pflegen und sich auf dem Markt gut auskennen müssen. Die Aufgaben einer Verlagslektorin können vielfältiger oder eingeschränkter ausfallen, je nachdem wie groß die Institution ist, mit welcher kooperiert wird. Wo der Lektor nicht selbst aktiv werden kann, koordiniert er die übrigen Instanzen.
1.2 Tätigkeitsmöglichkeiten der Verlagslektorin
Wie ich bereits im Kapitel 1.1 erwähnt habe, erfüllt die Verlagslektorin zahlreiche Aufgaben. Die Verlagslektorin muss beurteilen, welche Lehrwerke erfolgversprechend sind und wie groß die Nachfrage für das jeweilige Lehrwerk bzw. Buch ist. Das ist eine der schwierigsten Aufgaben, aber sie lässt sich auch gut erfüllen, indem die Lektoren Kontakte mit den anderen Verlagen sowie Buchhandlungen pflegen, sich auf dem Buchmarkt gut auskennen, mit den
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Buchautoren und Lehrkräften kooperieren. Die LektorInnen machen Vorschläge zur Gestaltung und Erscheinungsform des Lehrwerks (vgl.
http://www.berufslexikon.at/ak_beruf2312_2). Um das optimale Layout, Anschaulichkeit, und Bildhaftigkeit in einem Lehrwerk zu erreichen, arbeitet die Lektorin auch mit Zeichnern, Illustratoren, Fotografen sowie Tonstudios zusammen. Nicht zu vergessen ist auch Kooperation mit den Kunden, die Informationen über ihre Interessen mit Hilfe verschiedener Umfragen und Wünsche liefern (Bolgen 2005:4).
Nachdem ein Rohmanuskript korrigiert ist, überwachen die LektorInnen den gesamten Ablauf der Herstellung des Lehrwerks. Sie vertreten auch die wirtschaftlichen Interessen des Verlages, indem sie mit internen Abteilungen wie BuchvertreterInnen und BuchhändlerInnen zusammenarbeiten. Bei dieser Kooperation sind die Qualität sowie die Absatzmöglichkeiten der Lehrwerke wichtig.
2 Gegenstand der Qualitätssicherung
Lehrwerke nehmen im Fremdsprachenunterricht eine zentrale Stellung ein. Sie beeinflussen den ganzen Lernprozess: - Lernziele- und Lerninhalte sowie einzelne Unterrichtsphasen - und bieten Anregungen für den Einsatz von Zusatzmaterialien, um dem Lehrplan zu entsprechen. Für die Lehrkräfte ist es nicht einfach, sich für ein Lehrwerk zu entscheiden, damit es allen allgemeingültigen sowie fachspezifischen Anforderungen entspricht und für die jeweilige Zielgruppe bestimmt ist. Eine Verlags-Lektorin soll ihrerseits ein Lehrwerk genau unter die Lupe nehmen, ob es alle vorgeschriebenen Kriterien erfüllt. Die enge Zusammenarbeit der Lehrkräfte mit den Lektoren und Buchautoren ist eine wichtige Bedingung für die Entstehung und Zulassung eines Lehrwerks im Unterricht.
2.1 Das Lehrwerk als Leitmedium
Was ist ein Lehrwerk und wie unterscheidet es sich von einem Lehrbuch? Ein Lehrbuch liefert alle benötigten Lehrmaterialien für den Lernprozess (vgl. Abendroth-Timmer 1999:18). Ein Lehrwerk dagegen besteht aus „einem Lehrbuch, Arbeitsbuch, Lehrerhandbuch, auditiven Medien“ (Abendroth-Timmer 1999:18). Die ersten Lehrwerke sind in Deutschland und Frankreich zum Einsatz im Fremdsprachenunterricht entstanden.
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Dem Fremdsprachenunterricht liegt ein Lehrwerk zugrunde. Dieses soll den Verlauf bestimmen und die wichtigsten Informationen bereitstellen. „Es enthält Lesetexte, Übungen, Grammatikregeln und ein Wörterverzeichnis“ (Erdmenger 1997:63). Der Buchautor und Verlage müssen darauf achten, dass alle erlassenen Richtlinien berücksichtigt werden, damit man die Genehmigung zur Zulassung des jeweiligen Lehrwerks bekommt. Der Prozess für die Erstellung der Richtlinien ist sehr langwierig und dauert jeweils für Überarbeitung und Neubearbeitung fünf Jahre. Die Lehrbuchautoren und Illustratoren machen Vorschläge zum Einsetzen bestimmter Methoden. Diese werden aber selten komplett übernommen. In enger Zusammenarbeit mit den Lehrern, die am besten aus eigener Erfahrung beurteilen können, welches Verfahren, und welche Methode am besten funktionieren, entwickeln sie das neue Lehrwerk bzw. überarbeiten es (vgl. Erdmenger 1997:64).
Bereits nach dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg haben deutsche und französische Lehrende mit der Lehrwerkanalyse und -kritik in Bezug auf fremdsprachliche Lernziele und Lehrbuchkonzeptionen angefangen, um die Qualität der Lehre im Unterricht zu verbessern (vgl. Abendroth-Timmer 1999:21). Die Blütezeit der Lehrwerkforschung kam in den 60er Jahren mit den neuen Sprachvermittlungsmethoden. Heutzutage werden die Lehrwerke als Vermittler der Fremdsprachenkenntnisse noch präziser unter die Lupe genommen.
2.2 Kriterienraster für ein Lehrwerk
Was ist denn ein gutes Buch? Welche Merkmale muss ein Buch gegenüber den Lehrkräften besitzen?
Diese und viele anderen Fragen gehören zu den Aufgaben eines Buchverlages, der sich damit sehr intensiv beschäftigt, um Qualitätssicherung eines Lehrwerks gewährleisten zu können. Der erste Schritt einer Lehrwerkentwicklung ist die Erarbeitung eines Pflichtenheftes, welches alle Kriterien, Merkmale, Bedingungen, Bedarfslagen, Gestaltungsmomente, Prinzipien und Konzepte enthält (Karbe/Piepho 2005:108). Das Pflichtenheft beinhaltet regionale Voraussetzungen, Erfahrungen der Lehrer und Lerner sowie die konkreten Strukturmerkmale wie Kapitelplan, Übungs- und Aufgabentypologie, graphische Gestaltung, Themen, Situationen, Sozialformen des Lernens, Lernstrategien usw. Bevor ein Lehrwerk herausgegeben wird, wird zuerst „in enger Zusammenarbeit mit Lehrkräften, Hochschullehrern, Ministerialbeamten […] und Studierenden“ (Karbe/Piepho 2005:108) ein Rohmanuskript verabschiedet.
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Arbeit zitieren:
Iryna Markovic, 2009, Instrument der Qualitätssicherung in einem Buchverlag, München, GRIN Verlag GmbH
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