Aufenthalts im Mutterleibe mit der Erfüllung der Bedingungen von Ruhelage, Wärme und Reizabhaltung.“ Somit wird eine Regression, eine Rückbildung, verursacht, die Regression der Libido bis zur Stufe der halluzinatorischen Wunschbefriedigung und die Regression der Ich-Entwicklung bis hin zur Herstellung des primitiven Narzissmus, was den absolut egoistischen Charakter des Traums zur Folge hat, die Person die in seinen Szenen die Hauptrolle spiele, sein immer als die eigene zu erkennen.
Der Traumwunsch wird im Ausgang von Tagesresten gebildet die dem Vollbewusstsein angehören und durch Regungen aus dem Unterbewusstsein verstärkt werden. Gedanken werden dabei, in vorwiegend visuelle Bilder umgesetzt, also Wortvorstellungen auf die ihnen entsprechenden Sachvorstellungen zurückgeführt, so also ob eine Rücksicht auf die Darstellbarkeit den Prozess beherrschen würde. Die Vollendung des Traumvorgangs liegt darin, dass der zu einer Wunschphantasie umgearbeitete Gedankeninhalt als sinnliche Wahrnehmung bewusst wird. Der Traumwunsch wird halluziniert und findet als Halluzination im Glauben an die Realität seine Erfüllung. Der Traum also als eine halluzinatorische Wunschpsychose, ein Zustand in dem die mentalen Vorstellungen für Realitätswahrnehmungen gehalten werden.
Freud hat die Hypothese formuliert, das die halluzinatorische Befriedigung eine Befriedigungsform ist, die wir am Anfang unseres Seelenlebens antreffen, wenn Wahrnehmung und Vorstellung noch nicht unterschieden werden können, wenn das System Wahrnehmung-Bewusstsein noch nicht differenziert ist. Wenn das Objekt des Wunsches, bzw. des Bedürfnisses fehlt kann es halluziniert werden. Das wiederholte Scheitern dieser Form der Befriedigung hat die Einrichtung der Realitätsprüfung zur Folge, die zur Differenzierung zwischen Wahrnehmung und Vorstellung führt. Eine Wahrnehmung die durch Handeln zum Verschwinden gebracht werden kann wird als äußerliche erkannt. Die Realitätsprüfung ist also von der Bewegungsfähigkeit abhängig, wenn diese aufgehoben ist, etwa im Schlaf, kann die Realitätsprüfung nicht wirksam werden, somit erscheint die Wahrnehmung im Traum uns immer als Realität. Die durch den Schlaf vollzogenen Umwandlungen im psychischen Apparat, der Rückzug der Besetzungen, Labilität der verschiedenen Systeme, Rückzug der Bewegungsfähigkeit tragen zur Erzeugung der Traumeigenschaften bei: Darstellbarkeit, Umsetzung der Gedanken in Bilder, Zuordnungen von Realität an die Vorstellungen.
Arbeit zitieren:
Mag. phil. Elsa Kremser, 2006, Die Freudsche Traumdeutung und das Dispositiv, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Elsa Kremser hat den Text Die Freudsche Traumdeutung und das Dispositiv veröffentlicht
Elsa Kremser hat einen neuen Text hochgeladen
Hundert Jahre ' Traumdeutung' von Sigmund Freud
Jean Starobinski, Ilse Grubrich-Simitis, Mark Solms
The Post Card Post Card Post Card: From Socrates to Freud and Beyond f...
Jacques Derrida, Alan Bass
Reading Freud: A Chronological Exploration of Freud's Writings
A Chronological Exploration of...
Jean-Michel Quinodoz
On Freud's Couch: Seven New Interpretations of Freud's Case Histories
Irene Matthis, Imre Szecsody
0 Kommentare