INHALTSVERZEICHNIS
1. Einleitung. 1
2. Montage 2
2.1 Bildschnitt 2
2.2 Kameraarbeit 4
2.3 Tonschnitt und Musik. 4
3. metaphorische Ebenen. 5
3.1 Die Taufe 5
3.2 Lichtstimmungen. 6
5. Resümee 6
6. Bibliografie 7
1. Einleitung
DER PATE 1 steht in der Filmgeschichte als Paradeexemplar für diverse filmwissenschaftliche Theorien ganz vorne. Dieser wegweisende Film ist zum anhaltenden Publikumsliebling geworden und in die Filmgeschichte eingegangen. Die Taufsequenz ist der furiose Höhepunkt dieses monumentalen Filmwerks mit 175 Minuten.
In der vorliegenden Arbeit wird der Aufbau sowie die gestalterischen Feinheiten der Taufsequenz aus DER PATE von Francis F. Coppola aus dem Jahr 1972 analysiert. Der Film steht selbstredend als Ganzes und somit die ist dessen Kenntnis die Voraussetzung für die Lektüre dieser Sequenzanalyse. Im Detail wird bei der Analyse zuerst ein Blick auf den formalen Aufbau von Bild- und Tonschnitt geworfen, im Speziellen sind das der Bildschnitt und die damit zusammenhängende Kameraarbeit sowie der Einsatz und das Timing von Dialogen und Musik. Darauf folgend werden die metaphorischen Ebenen aufgeschlüsselt, die man in der Taufsequenz finden kann. Es wird dabei auf die symbolische Bedeutung der Taufe an sich, und im speziellen die Lichtstimmungen in Bezug auf die Dramaturgie eingegangen.
Durch die Aufschlüsselung der Elemente bildet sich die Möglichkeit zur differenzierten Interpretation dieser detailreichen Sequenz. Im Resümee werden diese Faktoren nochmals zusammengefasst und in Relation zur Haltung des Rezipienten gestellt.
1 Internationaler Titel: THE GODFATHER, USA 1972, Regie: Francis F. Coppola. Erster Teil einer Trilogie basierend auf dem Roman von Mario Puzo.
1
2. Montage
Die Taufsequenz ist als Parallelmontage angelegt, dass heißt, mehrere räumlich disparate Handlungssegmente werden durch Cross-Cutting zu einer Einheit verbunden. 2 In DER PATE wird so die Finale Abrechnung mit den Feinden, simpel gesprochen deren Ermordung, mit der Taufe von Michael Corleones Neffen zu einem durchgängigen Block mit Ton- und Musiküberlagerungen montiert.
„Während der Taufe wird der letzte Zug gemacht und alle Feinde werden Endgültig aus dem Weg geräumt. Sie schaffen Mow Green, Don Tataglia, Don Barzini und einige weitere Dons aus dem Weg. Auch Tessio wird aus dem Weg geräumt, weil er der Verräter ist[...]“ 3
2.1 Bildschnitt
Die Parallelmontage besteht im Grunde aus zwei Ebenen. Den bildlichen Rahmen bildet die Szene der Taufe von Michael Francis Rizzi 4 dessen Taufpatenschaft sein Onkel Michael Corleone für ihn übernimmt. Dazwischen montiert sehen wir, wie sich fünf Männer 5 im Dienst der Corleones an verschiedenen Orten auf die groß organisierte Rache- und Mordaktion vorbereiten.
„Während der Taufe seines Neffen lässt er gezielt und ohne Ausnahme alle eliminieren, die er für das Attentat auf seinen Vater und den Mord an seinem Bruder und seiner Frau verantwortlich macht. Geschickt platzierte Szenenwechsel untermauern die Gnadenlosigkeit Michaels. Während er auf der Taufe bereitwillig die zeremoniellen Antworten auf die Fragen des Priesters gibt 6 , sterben alle.“
2 vgl. Schössler, Daniel. „Parallelmontage“ In: Koebner, Thomas (Hrg.). Reclams Sachlexikon des Films. Stuttgart: Reclam, 2002. S. 435
3 Safarzadeh, Farshid. „Der Pate“ In: Besprechung Kulturgeschichte. URL: http://www.martinschlu.de/kulturgeschichte/zwanzigstes/film/epos/derpate.htm Stand: 30.06.2009
4 Anm. d. Verf.: Sohn von Conny Rizzi geb. Corleone (Schwester von Michael) und Carlo Rizzi, der sich später als Beihelfer der Ermordung Santino Corleons erweist.
5 Anm. d. Verf.: Killer/Opfer: Rocco/Tartaglia, Clemenza/Stratchi, Willie/Cuneo, Neri/Barzini, Unbekannt/Moe Greene
6 DER PATE, Minute 165: „Sagst Du Dich los von Satan?“ „Ich sage mich los.“
2
Arbeit zitieren:
Mag. phil. Elsa Kremser, 2009, Sequenzanalyse - Die Taufsequenz aus „The Godfather“ / „Der Pate“, München, GRIN Verlag GmbH
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