Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG. 2
2. EINTEILUNGSMÖGLICHKEITEN VON MAßNAHMEN ZUR GEWALTPRÄVENTION 2
3. TRAININGSPROGRAMME ZUR VERHALTENSMODIFIKATION. 4
3.1. FAUSTLOS - WAS IST DAS UND WARUM IST ES WICHTIG? 5
3.2. FORTBILDUNG UND MATERIALIEN. 6
3.3. ZIELE VON FAUSTLOS. 6
3.4. PRAKTISCHE UMSETZUNG 8
4. ZUSAMMENFASSUNG 9
5. LITERATURVERZEICHNIS. 10
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1. EINLEITUNG
Gewalt unter Jugendlichen ist nicht nur in den letzten Jahren ein immer wieder diskutiertes Phänomen, gegen das vorgegangen werden will und muss. Oft treten gewalttätige Handlungen vor allem in den Schulen auf und daher ist es auch sehr wichtig, dass sich (angehende) Lehrer und Lehrerinnen mit dem Thema befassen. In dieser Ausarbeitung soll es nicht darum gehen, die Häufigkeit des Auftretens diverser Formen der Gewalt aufzuzeigen oder gar Erklärungen für Gewaltanwendung zu geben, sondern es geht vielmehr darum, wie man (als Lehrer/in) gegen Gewalt vorgehen kann. Wie kann ich intervenieren und/oder präventiv arbeiten?
Der Bereich der Gewaltprävention und -intervention beschäftigt sich größtenteils mit Maßnahmen, die (beispielsweise von Schulen) angewendet werden können um einerseits der Entstehung von Gewalt vorzubeugen und andererseits bei bereits aufgetretener Gewalt einzugreifen. Betrachtet man jedoch die Fülle an möglichen Programmen zur Intervention und Prävention, fragt man schnell nach einer Einteilung dieser Maßnahmen, um eine bessere Übersichtlichkeit und Klassifizierung zu erhalten.
2. EINTEILUNGSMÖGLICHKEITEN VON MAßNAHMEN ZUR GEWALTPRÄVENTION
Im Folgenden möchte ich nun zwei denkbare Einteilungsmöglichkeiten vorstellen, welche unterschiedlichen Literaturen entnommen werden können.
Klewin et al. unterteilt Maßnahmen zur Gewaltprävention und -intervenion in zwei Bereiche, die je an unterschiedlichen Punkten ansetzen: Präventionsprogramme können entweder am individuellen Verhalten der Schüler und Schülerinnen angreifen oder aber sich auf die „einzelne Schule als soziales Gebilde“ (Klewin et al. 2002: 1099) beziehen. a) Programme bezogen auf das Individuum
„Viele Schulen arbeiten mit Konzepten, die beim individuellen Schülerverhalten ansetzen.“ (Ebd.) Zentral hierbei ist also die Annahme, dass das Verhalten eines jeden Schülers/einer jeden Schülerin (positiv) verändert werden muss damit eine Abnahme des Gewaltauftretens möglich wird. Solche Programme beschäftigen sich demnach hauptsächlich mit dem Aufstellen friedlicher Verhaltensnormen und der Entwicklung von prosozialen Fertigkeiten und Fähigkeiten, welche durch Verhaltenstrainings eingeübt und geschult werden sollen, z.T.
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durch Rollenspiele (vgl. Ebd.). Wichtige Aspekte dieser auf das individuelle Verhalten bezogenen Maßnahmen, sind auch die Beherrschung von Wut und Impulsivität sowie die Stärkung der Empathiefähigkeit. Klewin et al. führen an, dass einige erste Evaluationsergebnisse, die vor allem aus den USA stammen, darauf hinweisen, dass diese Programme bei den Heranwachsenden zu einer günstigen Entwicklung des Sozialverhaltens beitragen, was die Lehrkräfte selbstverständlich als überwiegend positiv bewerten. b) Programme bezogen auf die Schule
Gegenüber dem am Individuum ausgerichteten Konzept verfolgt der zweite Ansatz eine Orientierung an äußeren Umständen, genauer gesagt an der Institution Schule. Hierbei wird das Hauptaugenmerk auf schulinterne Variablen gelegt, die es zu beeinflussen bzw. verändern gilt, so dass die Gewalthäufigkeit verringert wird. Als beispielhafte, zu verbessernder Ansatzpunkte nennen Klewin et al. Aspekte wie das Lehrerverhalten, die Motivation der Schüler(innen), das Schulklima, aber auch die baulichen Merkmale der Schulanlage. Wie sich den Punkten entnehmen lässt erkennt man, dass diese „Konzepte der Gewaltprävention fließend in generelle Ansätze zur Verbesserung der Schulqualität“ (Klewin et al. 2002: 1100) übergehen.
Diese erste Einteilungsmöglichkeit ist eine noch sehr grobe und gibt keinen Aufschluss über die Absicht und das Ziel der Präventionsmaßnahmen, sie gibt lediglich Auskunft über die Ausgangspunkte, an denen angeknüpft werden kann (Individuum und Schule). Eine weitere Einteilungsmöglichkeit, die ich nun vorstellen möchte, unterscheidet zwischen drei Arten von Maßnahmen: primäre, sekundäre und tertiäre Maßnahmen der Gewaltprävention (vgl. Gugel 2006: 193) Hier wird auch Auskunft über Zielsetzungen und Absichten gegeben. a) Primäre Präventionsmaßnahmen
Hier wird von Präventionsprogrammen „im Sinne langfristiger vorbeugender Arbeit (mit allen Jugendlichen)“ (Ebd.) gesprochen. Die Absicht solcher Konzepte liegt also darin, längerfristige Effekte zu erzielen damit Gewalt und gewalttätiges Verhalten verhindert werden. Als Beispiele für solche Programme nennt Gugel unter anderem das soziale Kompetenztraining, die Verbesserung der Kommunikation, Mentorenprogramme, Klassenverträge sowie eine attraktive Pausengestaltung. Auf dem Hintergrund der vorherigen Einteilungsmöglichkeit erkennt man, dass hierzu also Programme gehören, die sowohl am
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Arbeit zitieren:
Anja Kopf, 2008, Pädagogische Interventionen und Gewaltprävention am Beispiel Faustlos, München, GRIN Verlag GmbH
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