Gliederung
1 Einleitung 3
2 Soziale Arbeit - Versuch einer Begriffsdefinition. 5
3 Soziale Arbeit in Deutschland 6
3.1 Geschichtliche Entwicklung. 6
3.1.1 Geschichtliche Entwicklung ab dem 19. Jahrhundert 6
3.1.2 Geschichtliche Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg 8
3.2 Heutige Situation. 9
3.3 Fazit. 10
4 Soziale Arbeit in England 11
4.1 Geschichtliche Entwicklung. 11
4.1.1 Geschichtliche Entwicklung ab dem 19. Jahrhundert 11
4.1.2 Geschichtliche Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg 12
4.2 Heutige Situation. 12
4.3 Fazit. 14
4.4 Abschlussfazit 14
5 Literatur. 15
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1 Einleitung
In der vorliegenden Hausarbeit werde ich mich im Rahmen des Seminars „Wissenschaftlich arbeiten“ unter dem Oberthema „Professionalisierung der Sozialen Arbeit“ mit der historischen Entwicklung und dem heutigen Stand der Sozialen Arbeit in Deutschland und England auseinandersetzen.
Trotz aller Vereinheitlichungsversuche durch gemeinsame Gesetzesgrundlagen verläuft die Entwicklung der einzelnen Länder der europäischen Union noch immer sehr unterschiedlich. Folglich sind auch die Sozialsysteme der einzelnen Länder Europas noch immer äußerst unterschiedlich entwickelt und zeigen viele landestypische Besonderheiten auf, die sich aus den jeweils speziellen geschichtlichen Entwicklungen und landestypischen Besonderheiten heraus entwickelt haben und bis heute nachwirken.
In meiner Hausarbeit möchte ich deshalb versuchen, am Beispiel zweier europäischer Länder die unterschiedliche Entwicklung der dortigen Sozialarbeit nachzuzeichnen, Vor- und Nachteile der Systeme zu finden und herauszufinden, ob und wie man die Arbeit in beiden Ländern besser internationalisieren kann.
Die Internationalisierung der Sozialen Arbeit unter dem Gesichtspunkt der Herausforderung, der Chancen und Risiken der Globalisierung ist mit Sicherheit eines der wichtigsten Themen in der heutigen Fachdiskussion. Soziale Arbeit erscheint heute zutage noch immer in einem „kommunalen Gewand“ (Puhl/Maas (Hrsg.) 2001: 9) und beginnt erst langsam, „die globale Dimension nationaler gesellschaftlicher Probleme wahrzunehmen“ (Puhl/Maas, wie zuvor). Doch das Wort „Globalisierung“ ist eines der wichtigsten Schlagwörter der heutigen Gesellschaft, die Auswirkungen dieses Phänomens bekommen die Menschen überall zu spüren. Von daher ist es mit Sicherheit wichtig, dass auch die Soziale Arbeit zunehmend über Grenzen hinweg sieht und sich der globalen statt der kommunalen Perspektive zuwendet. Schon alleine aufgrund der infolge des Bologna-Prozesses erfolgten Umstellung des Hochschulsystems auf Bachelor (BA)- und Masterabschlüsse (MA) und der daraus resultierenden internationalen Vereinheitlichung des Ausbildungssystems werden die Unterschiede in der Sozialen Arbeit in Zukunft weiterhin geringer werden und die Systeme weiter zusammenwachsen.
Der internationale Vergleich ist auch deshalb wichtig, da die sozialen Systeme immer weiter wachsen werden und es seit dem vergangenen Jahrhundert einen „ständigen Zuwachs neuer Aufgaben und Arbeitsfelder“ (Thole 2005: 18) gegeben hat, was mit Sicherheit auch in Zukunft so sein wird.
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Um Eckpunkte eines internationalen Vergleichs zu setzen, habe ich mich zunächst meine Perspektive auf zwei Länder begrenzt, wobei die Wahl naheliegendermaßen auf Deutschland fiel sowie auf England, da die dortige Soziale Arbeit als hoch entwickelt und europaweit führend gilt. Ein interessanter Aspekt, der bei England hinzu kommt, ist, dass sich die dortige Soziale Arbeit in den letzten Jahren und Jahrzehnten „grundlegend verändert“ und ein „Paradigmenwechsel“ stattgefunden hat (Puhl/Maas (Hrsg.) 2001: 9) Herauszufinden, worin dieser Paradigmenwechsel bestand und was er verändert hat, wird ebenfalls Teil meiner Arbeit sein.
In meiner vorliegenden Hausarbeit gehe ich also der Fragestellung nach: Wie gut hat sich die Soziale Arbeit in Deutschland im Vergleich zu der in England vom 19. Jahrhundert bis heute entwickelt?
Um Antworten darauf zu finden, werde ich im ersten Kapitel zunächst kurz versuchen, zu klären, was mit dem Begriff der Sozialen Arbeit eigentlich gemeint ist. Anschließend werde ich zunächst für Deutschland, dann für England versuchen, die Geschichte der sozialpädagogischen Idee und ihrer Umsetzung in diesen Ländern nachzuzeichnen, wobei ich mich jeweils auf die Geschichte ab dem 19. Jahrhundert beschränken werde. Zwar lassen sich die Anfänge der Sozialpädagogik bis zur Armenfürsorge im Mittelalter zurückverfolgen (vgl. Thole 2005), jedoch begannen sich die ersten Ansätze einer wirklich professionellen sozialen Hilfe erst ungefähr ab dem Zeitalter der Industrialisierung im 18. und 19. Jahrhundert und den daraus resultierenden sozialen Problemen wie Massenarmut und Verelendung zu entwickeln. Deshalb habe ich mich dafür entschieden, die Arbeit auf diesen Zeitraum zu begrenzen.
Bei der Beschreibung der Sozialen Arbeit ist es nicht leicht, sich festzulegen, auf welche Bereiche man sich bei der näheren Beschreibung festlegen will, da die Soziale Arbeit ein vielschichtiges Feld ist. In meiner Arbeit begrenze ich das Sichtfeld deshalb vorwiegend auf die (organisations-)strukturellen Voraussetzungen der Sozialen Arbeit, weniger auf rechtliche, methodische, ethische oder wissenschaftliche Aspekte.
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2 Soziale Arbeit - Versuch einer Begriffsdefinition
Bevor wir uns der Entwicklung der Sozialen Arbeit zuwenden, sollte geklärt werden, was unter diesem Begriff eigentlich zu verstehen ist und wie er in der Fachdiskussion verwendet wird.
Die Definitionen des sozialpädagogischen Begriffes gehen innerhalb der Fachdiskussion weit auseinander und sind von der jeweiligen Situation der sozialen Verhältnisse und der sozialen Hilfesysteme geprägt. Dabei stellt man schnell fest, dass es hierzulande nach wie vor an einer einheitlichen, konsensfähigen Definition mangelt, die Meinungen in der Fachdiskussion gehen nach wie vor weit auseinander.
Die Schwierigkeiten bei der Definition fangen bereits damit an, dass zur Beschreibung des sozialpädagogischen Begriffs bis heute verschiedene Wörter verwendet werden -Sozialpädagogik, Soziale Arbeit oder Sozialarbeit.
Diese drei Begriffe sind heute zutage die gängigsten und akzeptiertesten. Ältere Definitionsversuche wie etwa Wohlfahrtspflege, Fürsorgeerziehung, Soziale Erziehung o.ä. werden heute kaum noch verwendet, da sie nur Teilbereiche des sozialpädagogischen Aufgabenspektrums benennen und den Begriff verengen (vgl. Thole 2005: 15). Die Bestimmung und Abgrenzung der drei Begriffe ist nach wie vor nicht einfach und „steht für ein schwieriges Geschäft auf oftmals unsicherem Gelände“ (Niemeyer in: Thole 2005: 123).
Mittlerweile hat sich für den Studiengang an Fachhochschulen und Universitäten der Begriff „Soziale Arbeit“ als Oberbegriff für Sozialarbeit und Sozialpädagogik durchgesetzt (Züchner 2006: 210/211). Bei der Frage, inwieweit die Begriffe Sozialarbeit und Sozialpädagogik synonym verwendet werden können oder verschiedene Dinge meinen, gehen die Meinungen in der Fachdiskussion weit auseinander.
Es spricht einiges dafür, die Begriffe nicht einfach gleichzusetzen, sondern auch weiterhin Unterschiede deutlich zu machen, da beide Begriffe unterschiedliche theoretische Grundlagen und Ausbildungswege sowie eine nicht immer einheitliche Geschichte und Tradition haben und verschiedene Dinge beschreiben. Sozialarbeit hat ihren Ursprung in der klassischen Sozialhilfe und Wohlfahrtspflege, Sozialpädagogik in der Kinder- und Jugendhilfe und ist, wie bereits der Name deutlich macht, wesentlich stärker pädagogisch orientiert und von den Lehren der Pädagogik geprägt (vgl. u.a. Züchner 2007; Thole 2005). Gemein haben hingegen beide Begriffe, dass sie ihre Wurzeln im 18. Jahrhundert haben, die rechtliche und institutionelle Entwicklung weitgehend gleich verlief und es weitere historische
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Arbeit zitieren:
Torsten Scholz, 2009, Soziale Arbeit in Deutschland und Großbritannien im Vergleich, München, GRIN Verlag GmbH
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