Inhaltsverzeichnis
I. Allgemeines 4
1.1 Abbildungsverzeichnis 4
1.2 Abkürzungsverzeichnis 5
II. Einleitung. 6
2.1 Zielsetzung der Arbeit. 6
2.2 Aufbau der Arbeit. 6
III. Theoretische Grundlagen 7
3.1 Explikation zentraler Begriffe. 7
3.1.1 Krankenhaus 7
3.1.2 Geschichte 8
3.1.3 Merkmale des Systems Krankenhaus 9
3.2 Mitarbeiter im sozialen System Krankenhaus. 10
3.2.1 Die Berufsgruppen im sozialen System Krankenhaus 10
3.2.2 Die Arbeit mit Patienten und Kollegen 12
3.2.3 Was verbindet, was trennt die Berufsgruppen im Krankenhaus? 14
IV. Die richtige Wahl des Personals. 15
4.1 Der Wertewandel des Krankenhauspersonals 15
4.2 Kompetenzanforderungen an die Berufsgruppe Pflege 16
4.2.1 Schlüsselqualifikationen im Pflegedienst. 18
4.3 Kompetenzmessung in der Krankenpflege 26
4.3.1 Diagnostische Verfahren im Überblick 27
4.3.2 Beobachtungsfehler in der Personalauswahl 27
4.4 Geeignete Personalauswahlverfahren für den Bereich der Krankenpflege. 28
4.4.1 Das multimodale Interview 30
2
4.4.2 Critical Incident 31
4.4.3 Rollenspiel 33
V. Einführung und Einarbeitung neuer MitarbeiterInnen im Krankenhaus. 34
5.1 Die Bedeutung der Einführung neuer MitarbeiterInnen in die Organisation. 35
5.1.1 Zielsetzung der Einführung neuer Mitarbeiter 36
5.1.2 Die Rolle des Vorgesetzen 37
5.1.3 Paten und Mentoren. 38
5.2 Die Phasen des Einführungsprozesses 38
5.2.1 Phase 2: Konfrontation - Erwartungen und Realität treffen aufeinander 38
5.2.2 Phase 3: Fachliche und soziale Integration. 39
5.2.3 Phase 4: Vollmitgliedschaft in der Organisation. 40
5.3 Motivation und Bindung an das soziale System Krankenhaus 40
5.3.1 Grundlagen der Motivation 40
5.3.2 Bedürfnispyramide nach Maslow. 41
5.4 Einflussfaktoren der weiterführenden Motivation 43
5.4.1 Lob und Anerkennung 44
5.4.2 Kritik ist keine Strafe. 45
VI Fazit 46
VII Literaturverzeichnis 49
3
I. Allgemeines
1.1 Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Anforderungseigenschaften im Pflegeberuf (eigene Darstellung)………….25 Abbildung 2: Diagnostische Bausteine im Überblick……………………………………..27 Abbildung 3: Eingliederung als sich selbst stärkender Prozess…………………………...35 Abbildung 4: Das hierarchische Modell nach Maslow……………………………………42
4
1.2 Abkürzungsverzeichnis Abb. Abbildung bspw. beispielsweise bzw. beziehungsweise d.h. das heißt f. nachfolgende Seite ff. nachfolgende Seiten z.B. zum Beispiel
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II. Einleitung
2.1 Zielsetzung der Arbeit
Der Mensch ist innerhalb des Krankenhauses in mehrfacher Hinsicht von sehr großer Bedeutung. Als Patient sollte er im Mittelpunkt des Handelns aller Krankenhausmitarbeiter stehen. Die Mitarbeiter des Krankenhauses stehen wiederum vor der Aufgabe, ihre vielfältigen Qualifikationen so zu koordinieren, dass eine effektive Behandlung und Pflege der Patienten möglich ist. Qualitativ hochwertige Leistungen kann das Krankenhaus nur mit hochqualifizierten Mitarbeitern erreichen. Doch was ist für den Beruf innerhalb des Krankenhauses zusätzlich wichtig? Bedarf es nur einer hohen fachlichen Kompetenz? Der Umgang mit unterschiedlichen Menschen, die sich in einer alltagsfernen Situation befinden, verlangt besonders von dem Krankenhauspersonal eine hohe soziale Kompetenz. Die Mitarbeiter müssen dabei einfühlsam auf die Patienten eingehen. Gleichzeitig müssen sie in ihrem Fachgebiet kompetent sein und mit Extremsituationen gut umgehen können. Ziel dieser Arbeit ist es unter dem besonderen Blickpunkt der sozialen Kompetenzen zu untersuchen, nach welchen Kriterien Personal ausgewählt, gemessen, integriert und motiviert wird.
2.2 Aufbau der Arbeit
Dabei steht eine intensive Recherche über die berufliche Situation im Krankenhaus am Anfang des Vorhabens. Hier ist der Fokus auf das Krankenhaus als soziales System und die Berufsgruppen gelegt. Diese Themen bilden die theoretischen Grundlagen für den darauf folgenden Abschnitt, in dem die richtige Wahl des Personals genauer analysiert wird. Innerhalb dieses Themenkomplexes werden vorerst die Anforderungen an den Bereich Pflege aufgezeigt, und durch die genaue Auseinandersetzung mit Schlüsselqualifikation erweitert und konkretisiert. Im Anschluss daran werden drei Personalauswahlverfahren vorgestellt, die zur Erkennung von sozialen Kompetenzen genutzt werden. Nachdem die Auswahlphase beendet wurde, werden in dem folgenden Punkt die Einführung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter in das Krankenhaus thematisiert. Hier wird die Bedeutung einer Einarbeitungsphase dargelegt sowie die Rolle von
6
Vorgesetzten, Mentoren und Paten diskutiert. Anschließend werden die vier Phasen des Einführungsprozesses zusammenfassend dargestellt. Um die Einarbeitungsphase abzuschließen, werden die Grundlagen der Motivation geschildert und einige Faktoren benannt, die die Bindung an das Unternehmen Krankenhaus weiterhin unterstützen.
III. Theoretische Grundlagen
3.1 Explikation zentraler Begriffe
3.1.1 Krankenhaus
„ Das Wort Krankenhaus impliziert bereits, dass es sich um eine spezielle Einrichtung zur Pflege von Kranken handelt. Aufschlussreicher ist hingegen die Wortbedeutung des Synonyms Spital, das insbesondere in Süddeutschland und Österreich verwendet wird. Es leitet sich vom lateinischen Hospitium ab, dem Zimmer in der römischen Villa, in dem Gäste begrüßt wurden. Das Spital als Gastzimmer, als Ort, an dem sich Gäste in guter Atmosphäre wohl fühlen sollen- welch ein Anreiz für Krankenhäuser!“ 1 Unter dem Begriff Krankenhaus versteht man eine medizinische Einrichtung zur Erkennung und Behandlung von Krankheiten und zur Geburtshilfe. Wenn ein mehrtägiger Krankenhausaufenthalt notwendig ist, spricht man von einer stationären Behandlung. Im Gegensatz dazu spricht man von einer ambulanten Behandlung in einer Arztpraxis. Allerdings werden auch in der Ambulanz von Krankenhäusern oder in der Poliklinik eines größeren Klinikkomplexes ambulante Untersuchungen oder Behandlungen durchgeführt, die in den örtlichen Arztpraxen nicht oder nur unzureichend ausgeführt werden können. Zusätzlich sind Krankenhäuser auch für die Ausbildung des Pflegepersonals zuständig. Universitätskliniken dienen zu einem Großteil der Forschung und der Lehre. Man unterscheidet, je nachdem wer das Krankenhaus unterhält, zwischen staatlichen, städtischen und Gemeinde- Krankenhäusern (öffentliche, gemeinnützige Krankenhäuser), privaten, konfessionellen und karitativen Krankenhäusern. Allgemein-Krankenhäuser, die in einzelne Abteilungen aufgeteilt sind, werden in Fach- oder Spezial-Krankenhäuser unterschieden (z.B. Kinderkrankenhaus, Frauenklinik, Hautklinik, Nervenklinik).
1 Fleßa, Steffen 2007,S. 23f.
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Sonderkrankenhäuser hingegen nehmen besondere Aufgaben wahr, wie spezielle Behandlungsverfahren. Sie nehmen nur bestimmte Personengruppen auf. Zu den Sonderkrankenhäusern zählen z.B. psychiatrisches, Rehabilitations-oder
Gefängniskrankenhaus. Die Wahl des Krankenhauses steht dem Patienten grundsätzlich frei. Eine allgemeine Voraussetzung für eine Behandlung im Krankenhaus ist jedoch die Einweisung durch einen niedergelassenen Arzt.
3.1.2 Geschichte
1135 wurde in Byzanz das Krankenhaus des Pantokrator-Klosters gegründet. Zu erwähnen ist auch die Gründung eines mansurischen Krankenhauses im arabischen Kulturbereich im Jahre 1283 in Kairo. Im Abendland waren die ersten Hospitäler des Mittelalters meist mit Klöstern verbunden. Später, im 13./14. Jahrhundert, entstanden die ritterlichen Spitalorden; hieraus entwickelte sich das städtische Krankenhaus. Zu dieser Zeit waren noch die Beobachtung und Pflege der Kranken die Hauptaufgabe des Krankenhauses. Eine eigentliche ärztliche Versorgung im Krankenhaus begann erst im 14. Jahrhundert. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts gab es in Deutschland die ersten hauptamtlichen Spitalärzte. Im 17. Jahrhundert entstanden dann die großen Hospitäler der Barockzeit. Mitte des 18. Jahrhunderts ging man teilweise vom großen Zentralbau zu dezentralisierten Pavillon- oder Barackenbauten über. Zu Beginn der Neuzeit gab es in Europa in vielen Städten große und kleine Spitäler. Heute befinden sich in den großen modernen Kliniken zahlreiche Spezialabteilungen und Fachkliniken unter einem Dach. Diese sollen eine optimale medizinische Versorgung gewährleisten. 2
„Obwohl heute Krankenhäuser als moderne Kompetenzzentren für stationäre Medizin anerkannt sind, gibt es durchaus noch abweichende Definitionsmöglichkeiten. Grundlegend ist die Definition des Krankenhausfinanzierungsgesetzes (KHG 1972). Demnach sind Krankenhäuser Einrichtungen, in denen durch ärztliche und pflegerische Hilfeleistung Krankheiten, Leiden oder Körperschäden festgestellt, geheilt oder gelindert werden sollen oder Geburtshilfe geleistet wird und in denen die zu versorgenden Personen untergebracht und verpflegt werden können (§ 2 KHG)“ 3
2 Vgl.: Gesundheitsberichterstattung des Bundes 2009
3 Fleßa, Steffen 2007,S. 23f.
8
3.1.3 Merkmale des Systems Krankenhaus
Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Situation der Mitarbeiter innerhalb des sozialen Systems Krankenhaus. Nachdem ich die Institution Krankenhaus bereits definiert habe, werde ich im Folgenden das System Krankenhaus darstellen. Das Krankenhaus besteht genau genommen aus zahlreichen Systemen, die eine hohe Relevanz besitzen, sich wechselseitig beeinflussen und bei der Arbeit innerhalb des Krankenhauses zu beachten sind.
Das Krankenhaus ist ein offenes System: das heißt, dass es nicht nur aus wechselseitigen Beziehungen zwischen den Elementen des Systems besteht, sondern auch aus Beziehungen zwischen Elementen anderer Systeme. Die Aktivitäten innerhalb eines Systems werden von Elementen wie Technologie, Beziehungen oder Veränderungen in der Umwelt beeinflusst. Wäre es ein geschlossenes System, würde es nur aus den Beziehungen innerhalb des Systems bestehen und die Umwelt hätte keinen Einfluss auf das Krankenhaus.
Weiterhin ist das System Krankenhaus ein dynamisches System, da sich die Struktur sowie der Einsatz von Aktivitäten im Zeitablauf ändern. Dies ist bedingt durch die Offenheit des Systems, da Veränderungen der Umwelt über die bestehenden Wechselbeziehungen zu einer Änderung des Systems führen können. Allerdings müssen all diese Veränderungen nicht durch äußere Einflüsse entstehen. Sie können auch das Ergebnis einer systemimmanenten Dynamik sein. 4 Das Krankenhaus ist also ein dynamisches System, da es sich im Zeitablauf immer weiter verändert und weiterentwickelt. Es stagniert nicht. Da das Krankenhaus ein dynamisches System ist und von Umweltfaktoren, die nicht vorausgesagt werden können, in den Aktivitäten beeinflusst wird, handelt es sich auch um ein probabilistisches System. Exakte Voraussagen über das Verhalten des Systems lassen sich meist nicht machen, da dieses nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit voraus bestimmt werden kann. Es können keine Aussagen über interne Beziehungen zueinander gemacht werden, da sich diese stetig durch neues Personal, Krankheitsfälle und Ähnliches ändern.
Zusätzlich ist ein Krankenhaus auch ein hochkomplexes System, weil es aus vielen Arten von Systemelementen und -beziehungen besteht, die in einem einfachen System weitaus
4 Vgl.: Leuzinger, Andreas/Luterbacher, Thomas 1987,S.63
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weniger vorkommen. Diese komplexe Vielfalt an Arten von Beziehungen kommt auch durch den Grad der Arbeitsteilung sowie den Spezialisierungen zum Ausdruck. Da das Krankenhaus das Ergebnis menschlicher Gestaltung und menschlicher Planung ist und Steuerung und Überwachung unterliegt, handelt es sich ebenfalls um ein künstliches System.
Mittelpunkt dieser Arbeit ist jedoch das soziale System. Dieses ist von hoher Bedeutung, da der Mensch im Krankenhaus das wesentliche und zentrale Element ist. 5 „ Verwendung findet der Ausdruck `soziales System`, weil im Krankenhaus nicht nur die entscheidenden Aufgabenträger, sondern auch die `Arbeitsobjekte` Menschen sind: die Patienten. Weil in einem sozialen System der Mensch das wesentliche Element darstellt, kommt dem Verhalten der Systemmitglieder fundamentale Bedeutung zu. In diesem Verhalten lassen sich bestimmte systembedingte Gesetzmäßigkeiten erkennen. Der Einzelne steht in relativ stabilen Interaktionsbeziehungen zu anderen Systemmitgliedern: Interaktionsstruktur. Der Einzelne teilt mit den übrigen Systemmitgliedern gewisse Wertorientierungen, die sein Verhalten beeinflussen: Systemkultur. Die Beziehungen und Wertvorstellungen schließen bestimmte Verhaltenserwartungen an die Systemmitglieder ein: Rollenstruktur. „ 6 Da die Menschen innerhalb eines Krankenhauses in einer wechselseitigen Beziehung zu einander stehen und diese oft von dem Verhalten der Mitarbeiter beeinflusst werden kann, werde ich im Folgenden auf die Mitarbeiter innerhalb des Systems Krankenhaus eingehen um aufzuzeigen und einen Überblick darüber zu geben, wer in einem Krankenhaus arbeitet und welche Aufgaben die Berufsgruppen beinhalten.
3.2 Mitarbeiter im sozialen System Krankenhaus
3.2.1 Die Berufsgruppen im sozialen System Krankenhaus
Allgemein werden in der Literatur oft die drei Säulen genannt. Diese bestehen aus den Medizinern, dem Pflegedienst und der Verwaltung. Der folgende Abschnitt soll einen Überblick über die Differenzierungen innerhalb der Berufsgruppen geben.
5 Vgl.:Leuzinger, Andreas/Luterbacher, Thomas 1987,S.63f.
6 Leuzinger, Andreas/Luterbacher, Thomas 1987,S.62
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Arbeit zitieren:
Marie-Luise Schwarz, 2009, Vom Bewerber zum integrierten Leistungsnachwuchs - Mitarbeiter als Individuen innerhalb des sozialen Systems Krankenhaus, München, GRIN Verlag GmbH
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