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1. Zu Person und Werk des Meliton von Sardes.................................................................................................... 2
2. Überlieferung und Stil der Passa-Homilie ......................................................................................................... 3
3. Die Theologie der Passa-Homilie...................................................................................................................... 4
3.1 Das alttestamentliche Passa als Typos (11-34) ............................................................................................ 4
3. 2 Vorbild (Typos) - Wahrheit (Alétheia) (35-46) .......................................................................................... 5
3. 3 Das neutestamentliche Passa-Mysterium, erster Teil (46-105)................................................................... 6
3. 3. 1 Passa und Passion (46-47) .................................................................................................................. 6
3. 3. 2 Adams Erschaffung und Fall. Die Sünde (47-48) ............................................................................... 6
3. 3. 3 Adams Erbe: Die Herrschaft der Sünde (49-56)................................................................................. 6
3. 3. 4 Die prophetische Vorherverkündigung (57-65).................................................................................. 7
Literaturverzeichnis: .............................................................................................................................................. 8
1. Zu Person und Werk des Meliton von Sardes
Nach der „Kirchengeschichte“ des Eusebius von Cäsaräa war Meliton (lateinische Schreibweise: Melito) Bischof von Sardes in Kleinasien und ein Zeitgenosse des Irenäus von Lyon, lebte also im 2. Jahrhundert nach Christus.
Nach HALL ist Eusebius` Angabe, Meliton sei Bischof gewesen, ein Irrtum 1 ; dennoch übernimmt er selber diese Angabe in einem anderen Artikel 2 .
Bischof Polykrates von Ephesus führt Meliton in einem zwischen 190 und 195 geschriebenen Brief als Befürworter der quartodezimanischen Osterpraxis auf. Zur Abfassungszeit dieses Briefes war Meliton bereits gestorben und in Sardes begraben worden. Er wird von Polykrates als „prophetisch begabt“ und als „Eunuche“ bezeichnet; es ist aber nicht sicher, ob dies wörtlich oder nur im übertragenen Sinne als „ehelos lebend“ zu verstehen ist.
Meliton ist wohl einer der ersten Christen gewesen, der nach Palästina reiste. Er hat die Stätten des Wirkens Jesu besucht und sich für den alttestamentlichen Kanon interessiert. Um hierüber näheres zu erfahren, trat er mit jüdischen Rabbinern in Kontakt. „Meliton prägt hier den Ausdruck ‘Altes Testament’ als Bezeichnung für die prophetischen Schriften und bietet dabei zugleich die erste christliche Aufzählung des alttestamentlichen
1 Vgl. HALL, Stuart G., Melito von Sardes, in: TRE, hrsg. von Gerhard MÜLLER, Bd. 22, Berlin/New York 1992, S. 424
2 Vgl. HALL, Stuart G., Melito von Sardes, in: LThK. Begr. von Michael BUCHBERGER,dritte, völlig neu bearbeitete Auflage, hrsg. von Walter KASPER u. a. Freiburg,Basel,Rom,Wien 1998
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Kanons. Sie zeigt eine bemerkenswerte Nähe zum rabbinischen [...] Kanon.“ 3 Dennoch benutzt er in der Passa-Homilie als Textgrundlage die Septuaginta (gr. Übersetzung des Alten Testaments), die mehr Bücher als der jüdische Kanon beinhaltet. - Im 2. Jahrhundert setzten nämlich die Bemühungen um Bildung eines christliche Kanons erst ein. Die Gemeinde von Sardes gehörte zu den sieben Gemeinden, an denen in der Geheimen Offenbarung des Johannes ein Sendschreiben gerichtet ist. Offenbar war Meliton von der johanneischen Tradition beeinflußt, was ja auch naheliegt, weil die johanneische Gemeinde in Kleinasien, wahrscheinlich in Ephesus, angesiedelt wird.
Wie in seiner Osterpredigt deutlich zu sehen ist, wendet sich Meliton gegen Marcion, der die Kontinuität in der Heilsgeschichte (Erfüllung des Alten Bundes im Neuen Bund) verwarf. Dies erklärt vielleicht auch den antijüdischen Ton: Meliton wollte sowohl die marcionitischen Kritik vorbeugen, als auch sich vom Judentum absetzen (evtl. starke jüdische Gemeinde in Sardes).
Aber auch gegen die Gnostischen Strömungen seiner Zeit wendete sich Meliton: Er betonte die Heilsbedeutung des menschlichen Leibes und der Sinne.
Nach Eusebius hat Meliton 16 oder 17 Werke verfaßt, darunter ein Kommentar zur Johannes-Apokalypse und eine Verteidigungsschrift des christlichen Glaubens (Apologie) an Kaiser Mark Aurel (161-180).
Aber nur von dreien seiner Werke sind uns - aus von Eusebius angeführten Zitaten -Bruchstücke bekannt, von den restlichen nennt Eusebius lediglich die Überschriften.
2. Überlieferung und Stil der Passa-Homilie
Die Passa-Homilie Melitons ist die älteste erhaltene Osterpredigt des Christentums. Ihr griechischer Titel lautet: „Peri Pascha“ (PP), zu deutsch: „Über Ostern“. Sie ist uns - z. T. fragmentarisch - in mehreren Papyri überliefert. Zwei fast vollständige Papyri wurden 1940 (griechischer Papyrus aus dem 4. Jahrhundert) durch Campbell Bonner bzw. 1960 (griechischer Papyrus aus dem 3. Jahrhundert) durch Michel Testuz veröffentlicht. Obwohl Meliton Quartodezimaner war, wurde seine Predigt offenbar auch von den die sonntägliche Osterfeier praktizierenden Christen rezipiert: die Papyri wurden nämlich in
3 Vgl. HALL in TRE, S. 425
Arbeit zitieren:
Magnus Kerkloh, 2000, Melito von Sardes: Paschahomilie, München, GRIN Verlag GmbH
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