I
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS. I
ABBILDUNGSVERZEICHNIS II
1. UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND 3
2. UNTERNEHMENSGRÜNDUNG. 4
2.1 ARTEN DER UNTERNEHMENSGRÜNDUNG. 4
3. UNTERNEHMENSENTWICKLUNG. 6
3.1 UNTERNEHMENSENTWICKLUNGSMODELLE 6
4. UNTERNEHMENSLEBENSZYKLUSMODELL 9
4.1 UNTERNEHMENSLEBENSZYKLUSMODELL NACH GREINER 12
4.2 UNTERNEHMENSLEBENSZYKLUSMODELL NACH KAZANJIAN/DRAZIN 16
4.3 VORSTELLUNG DES SCHNEIDER’SCHEN MODELLS. 19
5. SCHLUSSBETRACHTUNG. 26
LITERATURVERZEICHNIS 28
ANHANG 32
II
Abbildungsverzeichnis
ABBILDUNG 1: DIE VERSCHIEDENEN GRÜNDUNGSTYPEN NACH SZYPERSKI/NATHUSIUS
ABBILDUNG 2: MODELLE DER UNTERNEHMENSENTWICKLUNG
ABBILDUNG 3: ALLGEMEINES LEBENSZYKLUSMODELL
ABBILDUNG 4: VERTEILUNG DER PHASEN MODELLE.
ABBILDUNG 5: DIE FÜNF PHASEN DES WACHSTUMS
ABBILDUNG 6: ANNAHME ÜBER MÖGLICHE AUSPRÄGUNGEN DER PHASEN, STRUKTUREN,
PROZESSE UND WACHSTUMSRATE
ABBILDUNG 7: EIGENE DARSTELLUNG DES SCHNEIDER’SCHEN LEBENSZYKLUSMODELL.
ABBILDUNG 8: AUSPRÄGUNGEN DES SCHNEIDER’SCHEN MODELLS IN PHASE 1.
ABBILDUNG 9: AUSPRÄGUNGEN DES SCHNEIDER’SCHEN MODELLS IN PHASE 2.
ABBILDUNG 10: AUSPRÄGUNGEN DES SCHNEIDER’SCHEN MODELLS IN PHASE 3.
ABBILDUNG 11: AUSPRÄGUNGEN DES SCHNEIDER’SCHEN MODELLS IN PHASE 4
1. Untersuchungsgegenstand
Nach den Rekordjahren für Gründer von jungen Unternehmen ab Mitte der 1990er Jahren ist in den folge Jahren die Euphorie um Neugründungen auf-grund des Niedergangs vieler Start-Ups der New Economy deutlich abgeebbt. 1 Inzwischen hat sich gezeigt, dass in der „Neuen Ökonomie“ auch die Gesetze der „Alten Ökonomie“ gelten. Das anfängliche Wachstum dieser Unternehmen erbringt nämlich keinen Erfolg, wenn die Verluste im gleichen Maße bzw. noch schneller anwachsen. Daher ist für ein Unternehmen nach der erfolgreichen Gründung der dauerhafte Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Dies wird durch stetiges Wachstum ermöglicht. Um dieses zu erreichen gibt es viele Möglichkeiten. Eine ist in diesem Falle, die Ausrichtung von Unternehmen an Lebenszyklusmodellen. Auf diese möchte ich auch im Rahmen meiner Seminararbeit eingehen. Das Ziel, welches ich mit meiner Seminararbeit zu erreichen vermag, ist dem Leser einen Überblick über die meist diskutierten Unternehmenslebenszyklusmodelle aufzuzeigen und insbesondere zwei von diesen näher zu erläutern. Auf dieser Grundlage werde ich ein eigenes Schneider’sche Modell entwickeln, welches die Phasen von unterschiedlichen Modellen integriert.
Einleitend werde ich den Begriff der Unternehmensgründung definieren und mögliche Arten einer solchen Unternehmensgründung aufzeigen. Anschließend werde ich über die Unternehmensentwicklung auf die Lebenszyklen eingehen und ein abschließendes Fazit meiner Arbeit abgeben.
1 Vgl. Kollmann (2006), S. VIII.
2. Unternehmensgründung
Unter dem Begriff der Unternehmensgründung gibt es in der Literatur eine Vielzahl von verwandten Aspekten, wobei am häufigsten die Begriffe „Existenzgründung“, „Entrepreneurship“ und „Selbständigkeit“ fallen. Laut Fallgatter, werden diese Begriffe oftmals synonym verwendet und sowohl im Englischen als auch im Deutschen ist keine einheitliche Abgrenzung zu diesen gegeben. 2 Als Gemeinsamkeit kann jedoch immer der Bezug zur Gründung eines Unternehmens herangezogen werden. Da es verschieden Arten der Unternehmensgründung gibt, werde ich diese im folgenden Kapitel 2.1 kurz aufzeigen.
2.1 Arten der Unternehmensgründung
Die eindringlichste und anerkannteste Einteilung von verschiedenen Grün-dungsformen findet sich bei Szyperski/Nathusius, die zwei Kriterien zur Abgrenzung heranziehen. 3 Als erstes wird das Kriterium der Selbständigkeit des Gründers im wirtschaftlichen Sinne herangezogen, wobei dieses wieder in die Unselbständigkeit und Selbständigkeit der Gründung eingeteilt wird. Eine selbständige Gründung erfolgt zum Aufbau einer selbständigen unternehmerischen Existenz des Gründers in einem selbständigen Arbeitsverhältnis. Im Gegensatz dazu erfolgt eine unselbständige Gründung als Aufgabe im Rahmen einer abhängigen Beschäftigung in einem Unternehmen, wodurch der Gründer kein direktes unternehmerisches Risiko trägt.
Als zweites Kriterium wird die Strukturexistenz betrachtet. Diese kann zwischen dem Begriff der derivativen und originären Gründung unterschieden werden. Bei originären Gründungen wird ein Unternehmen ohne jegliche Vorgängersituation vollkommen neu errichtet, während im Falle derivativer Gründungen auf bestehende Systeme aufsetzend lediglich eine Umgründung oder Unternehmensübernahme stattfindet. 4 Luger/Koo machen kenntlich, dass sich derivative und originäre Gründungen meistens durch ihre Größe und Kapitalausstattung erheblich voneinander unterscheiden und daher eine differenzierte
2 Vgl. Fallgatter (2002), S. 11ff.
3 Vgl. Szyperski/Nathusius (1999), S. 25ff.
4 Vgl. Fallgatter (2004), S. 25; Gruber (2005), S. 9.
Betrachtung vonnöten sei. 5 Im Folgenden sind die vier Gründungsformen in der Abbildung 1 aufgezeigt.
ABBILDUNG 1: DIE VERSCHIEDENEN GRÜNDUNGSTYPEN NACH SZYPERSKI/NATHUSIUS 6
Die weiteren Unterschiede der einzelnen Gründungsformen sollen hier nicht weiter vertieft werden. 7
Im weiteren Verlauf dieser Seminararbeit wird der Fokus auf die Existenzgründung im Quadranten rechts unten der Abbildung 1 (selbständig, originär) gelegt. Dementsprechend wird unter einer Unternehmensgründung eine selbständige und originäre Gründung verstanden. Diese zeichnet sich in Abgrenzung zu anderen Formen wie einer Fusion oder einer Betriebsübernahme durch ein ausgeprägtes Risiko bei größeren Chancen und durch höhere Freiheitsgrade in der Gestaltung auf. Um diese Risiken und höheren Freiheitsgrade unter Kontrolle zu bringen bedarf es einer bewussten Unternehmensentwicklung. Auf diese werde ich im Kapitel 3 näher eingehen und anschließend die verschiedenen Arten der Unternehmensentwicklung näher beleuchten.
5 Vgl. Luger/Koo (2005), S. 18.
6 Vgl. Szyperski/Nathusius (1999), S. 27.
7 Nähere Betrachtung der Gründungsformen findet sich beispielsweise bei Meis (2000), S22.
3. Unternehmensentwicklung
Unter dem Begriff der Unternehmensentwicklung definiert Pümpin/Prange ganz allgemein die „in einem Unternehmen im Zeitablauf erfolgenden Veränderungsprozesse“. 8 Dieser Begriff umfasst sowohl Elemente des Unternehmens als auch Beziehungen zwischen den Elementen 9 und die resultierende Modifikation des Unternehmensverhaltens. 10 Die Organisationstheorie hat diesbezüglich sogenannte Unternehmensentwicklungsmodelle hervorgebracht, welche im Kapitel 3.1 erläutert werden.
Weiter strukturieren die Unternehmensentwicklungsmodelle, wie im Kapitel 4 aufgezeigt wird, die Unternehmenslebenszyklusmodelle. Diese beziehen sich auf den Lebensweg des Unternehmens, der in der Literatur als Unternehmenslebenszyklus bezeichnet wird.
3.1 Unternehmensentwicklungsmodelle
Wie bereits erwähnt, erfolgt der Zeitablauf eines Unternehmens in Veränderungsprozessen. Diese Veränderungsprozesse lassen sich auch als Phasen definieren, die das Leben eines Unternehmens unterteilen. In der Literatur existiert eine große Anzahl von Modellen zur Darstellung der Unternehmensentwicklung, die sich grundsätzlich in fünf Grundtypen gliedern lassen. 11 Diese können nach Pümpin/Prange wie folgt kategorisiert werden: 12 • Metamorphosemodelle • Krisenmodelle • Marktentwicklungsmodelle
8 Vgl. Pümpin/Prange (1991), S. 15.
9 Vgl. Hutzschenreuter (2001), S. 93.
10 Vgl. Perich (1993), S. 305.
11 Eine umfangreiche Darstellung von Unternehmensentwicklungsmodellen findet sich bei Manstedten (1997), S. 331-414.
12 Die Erläuterung der fünf nachfolgend aufgeführten Modelle erfolgt auf der Grundlage der folgenden zwei Bücher: Vgl. Pümpin./Prange (Management der Unternehmensentwicklung), 1991, S. 45-47; .Hartl (Kosten- und Erfolgscontrolling in jungen Unternehmen), 2002, S. 5-7.
• Strukturänderungsmodelle • Verhaltensänderungsmodelle
Metamorphosemodelle beschreiben eine mehr oder weniger zwingende Abfolge von typischen Unternehmenszuständen, die nach und nach als Entwicklungsphasen durchlaufen werden. Die Transformation in eine neue Phase erfolgt durch Veränderungen im Führungskonzept, welche aus dem Unternehmenswachstum resultieren.
Krisenmodelle behandeln die Existenz von Entwicklungskrisen, wie sie idealtypisch an bestimmten Alters- bzw. Größenschwellen auftreten und einen gravierenden Einschnitt in der Unternehmensgeschichte darstellen. In einigen Modellen markieren die Krisenpunkte den Übergang zwischen verschiedenen Entwicklungsphasen.
Marktentwicklungsmodelle erklären die Unternehmensentwicklung anhand des vom Unternehmen erschlossenen Absatzmarktes. Der jeweilige Entwicklungs-stand des Unternehmens ermittelt sich demnach aus der Addition der einzelnen Produktlebenszyklen. Demnach sind die externen Faktoren entscheidend für die Unternehmensentwicklung.
Strukturänderungsmodelle beschreiben die Unternehmensentwicklung schwerpunktmäßig anhand der im Zuge des Wachstums auftretenden Änderungen in den Bereichen Organisationsstruktur und Managementsysteme. Dabei zeigt sich, dass bestimmte Organisationsformen als funktional während bestimmter Entwicklungsphasen, aber als wenig geeignet für vorhergehende und nachfolgende Stadien der Unternehmensentwicklung zu bewerten sind. Verhaltensänderungsmodelle bestimmen den Entwicklungsstand eines Unternehmens über phasentypische Verhaltensweisen und Einstellungen. Die wichtigsten Indikatoren sind die Grundausrichtung des Managements, der Führungsstil sowie das Innovationsverhalten im Unternehmen. Die Kategorisierung der Unternehmensentwicklungsmodelle ist aber nicht unproblematisch, da es gelegentlich zu Überschneidungen zwischen den Modell- typen kommt und ihre Unterteilung in der Literatur unterschiedlich interpretiert
Arbeit zitieren:
Andreas Schneider, 2009, Unternehmenslebenszyklusmodelle, München, GRIN Verlag GmbH
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