I
Inhaltsverzeichnis
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1 Einleitung 1
2 Asset Backed Securities 2
2.1 Wirkungsweise. 2
2.2 Akteure und Beteiligte 3
2.3 Asset Backed Commercial Papers 5
3 Die US-Immobilienkrise 6
3.1 Ursachen der Finanzkrise. 6
3.2 Chronologie der Auswirkungen auf deutsche Kreditinstitute. 7
3.3 Auswirkungen auf den Kapitalmarkt 9
4 Marktanalyse. 11
4.1 ABCP-Markt in Deutschland. 11
4.2 Gründe der Marktentwicklung. 14
4.2.1 Kreditinstitute 14
4.2.2 Ratingagenturen 15
4.3 Zu treffende Maßnahmen. 15
5 Zusammenfassung 16
Literaturverzeichnis IV
Verzeichnis der Internetquellen VIII
II
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis
Abbildung 1: Struktur einer klassischen ABS-Transaktion 2
Abbildung 2: Kursverlauf der Hypo Real Estate Aktie in den letzten 12 Monaten. 10
Abbildung 3: Vierteljährliches ABS-Volumen in Europa seit 2000. 12
Tabelle 1: Entwicklung des europäischen Verbriefungsmarktes seit 2005 12
Tabelle 2: Monatsvergleiche der verbrieften Forderungsvolumina 13
III
Abkürzungsverzeichnis
Abbildung Abb.
Asset Backed Commercial Papers ABCP Asset Backed Securities ABS beipielsweise bspw. beziehungsweise bzw. Eigenkapital EK in der Regel i. d. R. in Höhe von i. H. v. Deutsche Industriebank AG IKB
Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW Landesbank LB ohne Verfasser o. V. Milliarden Mrd. Seite S. Special Purpose Vehicle SPV Tabelle Tab. Wertpapierkennnummer WKN
- 1 - 1Einleitung
Das internationale Finanzsystem befindet sich derzeit in einer schweren Krise, einige Wirtschaftsexperten sprechen gar von der Schlimmsten seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Den Ausgangspunkt dieser Finanzkrise bildet dabei das US-Immobiliengeschäft zahlreicher Großbanken, die sich sowohl über eine direkte Kreditvergabe, als auch indirekt über den Kauf derartiger Kreditforderungen in diesem Sektor engagiert hatten. Aufgrund stetig ansteigender Immobilienpreise und niedriger Darlehenszinsen in den Vereinigten Staaten fanden dort Baugrund, sowie Wohn- und Geschäftsimmobilien bei Privathaushalten und Spekulanten über die letzten Jahre einen reißenden Absatz. Unterstützt wurde dies durch die mitunter leichtfertige Kreditvergabe der Banken, auch an Darlehensnehmer mit fragwürdiger Bonität, in Erwartung weiterer Preissteigerungen der finanzierten Objekte und damit ausreichender Sicherheiten. Um den steigenden Kreditbedarf der Bevölkerung decken zu können, benötigten sie weitere liquide Mittel und veräußerten Teile ihrer Forderungen an eigens hierfür gegründete Zweckgesellschaften. Bei dieser als Asset Backed Securities-Transaktion bekannten Form der Refinanzierung deckt die Zweckgesellschaft den Forderungskauf durch die Ausgabe von Wertpapieren - z.B. Asset Backed Commercial Papers (ABCP) - an Investoren auf dem Kapitalmarkt. Als Ende 2006 die Immobilienpreise drastisch fallen, die Banken auf ihren teilweise schlecht besicherten Darlehen sitzen bleiben und es verstärkt zu Betriebs- und Verbraucherinsolvenzen kommt, führt dies zur US-Immobilienkrise. Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Betrachtung des deutschen Marktes für Asset Backed Commercial Papers und insbesondere dessen Veränderungen im Lichte der Finanzkrise. Im ersten Teil werden hierfür die typische Funktionsweise und die Akteure einer solchen Asset Backed Securities-Transaktion vorgestellt. Gleichzeitig erfolgt die systematische Einordnung von Asset Backed Commercial Papers. Der zweite Abschnitt betrachtet dann die Ursachen und Auswirkungen der US-Immobilienkrise auf die internationalen Finanzmärkte und Großbanken. Vor diesem Hintergrund wird abschließend der deutsche Markt für Asset Backed Commercial Papers einer kritischen Analyse unterzogen.
- 2 - 2Asset Backed Securities
2.1 Wirkungsweise
Bei einer klassischen Verbriefung veräußert der ursprüngliche Kreditgeber (Originator) einen Teil seiner Forderungen (i.d.R. Forderungen aus Hypothekendarlehen, Lieferung und Leistung oder Kreditkartenforderungen 1 ) an eine eigens für diesen Zweck gegründete Gesellschaft. Diese auch Special Purpose Vehicle (SPV) genannte Zweckgesellschaft refinanziert sich durch den Emissionserlös von Wertpapieren am Kapitalmarkt. 2 Durch die Veräußerung der Forderungen an die Zweckgesellschaft geht das Kreditrisiko auf jene über, wobei der Kaufpreis dem Barwert der Forderungen entspricht (siehe Abb. 1).
Die Investoren der Wertpapiere werden aus den Zins- und Tilgungsleistungen der gekauften Forderungen bedient. Damit die Zweckgesellschaft auch bei Marktstörungen zahlungsfähig ist, wird ihr von Seiten des Forderungsverkäufers durch Sicherungsinstrumente unter die Arme gegriffen. So wird sie oftmals durch ein
1 Vgl. Betsch/Groh/Lohmann (1998), S. 187.
2 Vgl. Busack (2006), S. 258.
3 Vgl. Bilstein/Wöhe (2002), S. 308.
- 3 -nachrangiges Darlehen, einer Barreserve oder einer Liquiditätslinie abgesichert. 4 Der Originator steht somit für Forderungsausfälle ein. 5 Für die Weiterleitung der Gelder lassen sich zwei grundlegende Varianten unterscheiden: Das Pass-Through-Verfahren, bei dem die eingegangenen Zins- und Tilgungszahlungen anteilsmäßig und unverändert an die Investoren weitergeleitet werden. Hierbei muss der Investor berücksichtigen, dass es auch zu unplanmäßigen vorzeitigen oder verspäteten Rückzahlungen kommen kann. Hingegen werden vorzeitige Zahlungen bei der Pay-Through-Methode nicht direkt an die Investoren weitergeleitet, sondern zu halbjährigen oder jährlichen Kuponzahlungen zusammen-gefasst. Diese werden dann in der Zwischenzeit am Kapitalmarkt angelegt. 6 An der Struktur einer ABS-Transaktion erkennt man, dass an jener verschiedene Akteure beteiligt sind. Im Folgenden gilt es, deren Funktionen und Aufgaben herauszuarbeiten.
2.2 Akteure und Beteiligte
Man bezeichnet diejenigen Parteien als Originatoren, die ursprünglich Eigentümer der veräußerten Forderungen waren. 7 Als Forderungsverkäufer können grundsätzlich alle Unternehmen auftreten, die über einen großen Forderungsbestand aus Kreditgeschäften und Lieferung und Leistung verfügen. Auf dem ABS-Markt treten hauptsächlich Kreditinstitute, Leasinggesellschaften und Kreditkartenunternehmen auf, aber auch Großunternehmen aus den Bereichen Handel, Industrie und der Dienstleistungsbranche. 8 Dem Originator obliegt i.d.R. die Rolle des Service-Agents. Demnach ist er für die Koordination der Zahlungsströme zwischen Schuldner und Zweckgesellschaft zuständig. Zu seinen Aufgabenbereichen gehören neben der Überwachung der Kredite, das Mahnwesen sowie die Weiterleitung von Zins- und Tilgungszahlungen.
Bei einer klassischen Verbriefung verkauft der Originator einen Teil seines Forderungsbestandes an eine eigens für diesen Zweck gegründete Gesellschaft (= Special Purpose Vehicle). Diese refinanziert sich durch die Emission von
4 Vgl. Bilstein/Wöhe (2002), S. 307 f.
5 Vgl. Becker (2007), S. 233.
6 Vgl. Götte (2001), S. 29 f.
7 Vgl. Bertl (2004), S. 7.
8 Vgl. Becker (2007), S. 232.
Arbeit zitieren:
Diplom-Kaufmann Florian Müller, 2008, ABCP: Der deutsche Markt im Lichte der US-Immobilienkrise, München, GRIN Verlag GmbH
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